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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 47. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 47.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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I« trttUPJ *n <?vn'TT'B heißt *« ausdrücklich: „ ... und den mit Sabbathgewändrrn bekleidet«» Bräutigam führt man JK Synagoge .... der Rabbiner führt den Bräutigam auf le Anhöhe - - - - sodann geht der Rabbiner in Begleitung der angeiehenen Gemeindeinilglieder und führen die Braut hinein und stelle» sie dem Bräutigam zur Rechten .und die Mutter des Bräutigams stellen sie neben die Braut auf dem Alniemor .. . Es erhellt hieraus, daß mit der Bornahine der Trauungen in der Synagoge keine Neuerung in Frankfurt am Main durch den Raddiner Hirsch eingesührt ist. Jsaac Hirsch. Wartroberg (Schlesien), October. (Or.-Corr.) Bor einigen Tagen, am 16. d. M., feierte Herr vr. Altmann, dessen Doclor- und Bürger-Jubiläum bereit» vor mehrere» Jahren von Stadt und Land festlich begangen wurde, sein süufundzwanzigjährigeS Jubiläum als KreiSpyysiku». Durch reiche Eildergeschenke Seiten» der ÄreiSsyuove, der Stadt und der jüdischen Gemeinde — an der Spitze der Deputation der letzteren stand KrelSrichter vr. Borcherl — hochgeehrt, wurden dem würdigen Jubilar auch von den Schützen, von den Reizten und den Apothekern de» Kreise», von Bereineu und Bürgern ehrenvolle Beweise der Anerkennung zu Theil. Ein unter dem Vorsitze des Königlichen Landraths, de» Herrn v. Budbenbrock, gebildetes Coiuite, welchem auch der hiesige Bürgermeister, Herr v. Euen, angehörle, halte Einladungen zu einer Soiräe ergehen lassen, und wurde der Jubilar zu derselben von beiden genannten Herren nach dem Gasthose, wo sie staltfand, abgeholt. Nachdem der Königliche Lanbrath einen Toast aus Se. Majestät den Kaiser ausgebrachl, hob, im zweiten Trintspruche, der Bürgermeister die Verdienste de» Dr. Altmann in seinem PhysikatSamte hervor. «vorauf de» Letzteren Sohn, Herr vr. med. Altmann au» Berlin, dem Eoinile und der zahlreichen Gesellschaft mit herzlichem Danke eutgegnete. Rach einem ferner» Toaste auf die Familie de» Jubilar», schloß ein gelungenes Lieb Die offizielle Feier, und erst nach Milteruachl trennte sich in fröhlicher Stimmung die Ge'ellschaft. (Rachbenierkung deS Eorrespondenten: Herr vr. Allmann, welcher ursprünglich Talmubist werden wollte, war erst in feinem vierzehnten Lebensjahre nach Breslau gekoinuien, wo er Unterricht im Hebräischen gib uno sich durch Prlvatunterricht für de» Besuch de» Gymnasiums oorbereilele. Er haue sich später der besondere« Gunst de» verstorbenen Ministers v. Ladenberg zu erfreuen, sein auch seine Disiertalion gewidmet ist.) Luueuburg i. P, im November. (Or.-Corr.) Es verdient immer al» ei» erfreuliches Zeichen wahrhaft religiösen Leben» unk> Thun» in der Geiueiude registrirl zu werden, wenn gewisse Jnstilutioneu, die sonst al» etwas Nebensächliche», vielleicht auch Unzeitgeiuäßcs angesehen werden, zu ihrem alten Recht und zu wahrer Bedeutung gelangen. Die diesige Geuleinoe besitzt eine, wenn auch nicht im modernen Sinne mit Luxus ausgestaltele, immerhin aber würdige Synagoge, in welcher der Gottesdienst »ach einer bestehenden Eultusordnuug in Ruhe und Würde abgehalieu wirb. Am E. Brejchilh hielt unser Rabbiner, Herr vr. Landsderg, eine Predigt, in der er, anknüpsend au „es werde Licht!" den Gedanken an ei» -po/i ->z anregle und den Zweck deffelben eingehend und in überzeugender Weise darleglc. Und siehe da, die Sache wurde auch sofort in 'Angriff genommen, und am letzte» Freitag Abend koiinte von uuierm Rabbiner schon die „ewige Lampe" eingeweihl und seiner heiligen Bestiiu- Hertvmmen in Frankfurt üblich gewesen, weiß ich nicht, «eit zu der Zeit, «U ich »ort wrüte, die «Uten Kinhaglm schon vielsach infingirt waren. Meinem H. Lorcesp. geht c« ebenso, Nebligen» verweise ich aus f13C “IC1D ohn sich streng gegen Lhuppa in der Synagoge aus. fprrcht. Er war ein geborener Frankfurier und erwähnt den doriigen Minhag, sagt aber nicht, daß man dort die Lhuppa in der Synagoge mache. Ke». mung übergeben werden. Wa» sonst in viele», selbst frisieren*) Gemeiden bei der Einrichtung ähnlicher. Bräuch: iiin> dernd in den Weg tritt, der Kostenpunkt oder gewisse sich,zeltend machende OpporlunitätSbedenken, waren hierbei durchaus nicht crivoge» woidc», und dar».« gereicht eS nnserm Rabbiner zur Freude und unserer Ge»icinde zur Ehre, ei» Siück religiöser Thal auf diese Mise wieder dokninentirt zn haben. Möge unsere Gemeinde ferner durch ihre Leiter zu Gott geweihten Thülen angeregt werden. J. Hr. M. An» Westfalen, im Novbr. (Sr Corr) Wahrend in der Provinz Westfalen von 1,775,175 Einwohner» ,ur 17245 jüdischer Confessio» sind, die Juden somit nicht ganz 1°/, der Bevölkerung ausmachen, stellte sich da» Verhältniß der Juden hinsichtlich der Frequenz der höher» Bildung-anstalten unserer Provinz im Sommersemester 1874 in nachstehender Weise heran». 1. Die 20 Gymnasiender Provinz wurden besucht oon 4624 Schülern, worunter 203 jüdische, diese letzter» bilditen sonach ca. 4'/,"/, der Gesammlzahl. 2. Progyninasien (3) Schüler 172, hiervon Juden 11» also ca. 6'/,°/,. 3. Realschulen (9) Schüler 2029, hiervon Jude,. 152, also ca.- 7'/,°/, 4 Höhere Bürgerschulen (4) Schüler 605, hiervon Juden 22, also ca. 3'/,°/,. 5 Gymuasial Vorschule» (4) Schüler 210, hiervon Juden 18, also ca. 9°/,. Gesamintzahl der Schüler der höheren Bilbungsanstalten 7640, hievon Juden 406, oder ca. 5‘/t*/0. Frankreich. Pari» Wir übergehen sür diesmal die Schuiberichte, von denen besonder» der über die Ackerbauschule in Jiffa genau und erfreulich ist Türkei. — H. Veneziani bittet bas Cenlraiconiite, die bei Gelegenheit der Unruhen von Phanar und Magnesia zum Schutze der Israeliten und zur Unterstützung der Beschädigten gemachten Ausgaben im Betrage von 5700 Franc» auf Kosten der „Alliance" zu übernehmen — Angenommen; da» Centralcomite dankt hierbei Herrn Veneziani für die bei dein genannlen Anlaß von ihm ausgebotene eifervolle Thäligkeit, und beglückwünschte ihn zu dem ausgezeichnete» Erfolge derselbe» — H. A Cohen au» Canea zeigt an, daß in Folge einer von der dortigen Geiueiude an die Hohe Pforte gerichteten Petition den Israeliten dieser Insel (Caudla) da» Recht zuerkannt worden, bei der alljährlich in Canea stallst,tt euren cretensischen Generalversammlung, ail welcher bisher nur Türken und Griechen theilgenommen, gleichsalls vertreten zu sein; die israelitische Gemeinde schritt sofort zur Wahl ihres Vertreter», die auf H. Aba Dalmedico fiel, Mitglied deS L»:alconiite'S oer „Alliance". Die jüdische Bevölkerung der Jiisel hoff, auch, aus Grund eine» Versprechens von Sr. Excel. Reouf Pascha, bald bei den Gerichtssitzungen vertreten zu >e,n und so Israeliten neben Türken und Griechen als Richter sitzen zu «ehe». Tunis. — Da» Coiuite von Tunis klagt über feig,nde Vorgänge. Zu, Jahre 1864 hatte der Bey, aus Grund einer Erklärung de» Rabbinat», eine Anzahl von dortigen unter französischein Schutz: stehende» Israeliten al» tunesisch.- ilnterthonen reclamirt, war aber in Folge der Julerrension Seilen« de» „Alliance" mit seiner Forderung abgewiese, worden, da inan Nachweise» konnte, daß jene Erklärung ve>» Rabbinern gewaltsam abgenöthigt worden und die qu. Israeli len, die au» Algerien stammen, wirklich französische Unterthon-n sind. Neuerdings hat jedoch die tunesijche Regierung dicselben Forderungen gestellt und diejerhalb am 5. September eine offizielle Rote an den französischen Consul gerichtet. Das *) L« ist mir nicht bekaimt, daß in der Synagoge irgend einer größeren, selbst nicht- »rthoddpn »«»einde. kein n; wäre. Sied.

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