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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 37. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 37.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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tfKfkx, «*** «a» th» nicht durch künstlich geschkiff«« Glüser die Dtuge schaue» ließe; und warn Jemand ihm klare« Wein «ürscherte» »Mt«, s» wird er einfach drdurch unschädlich gemacht daß »a» ih» al» AVIV hiustellt, der n»r auSgeht,'"« z» »erioeltlichen. Ma» weiß i» Amsterdam sehr wohl, «er dieser .stschickie vrilenschleifer ist, und man theilt auch nicht aLenchc lben, selbst nicht in den frömmsten Kreise», di« Ansichten de« R. Akiba in ezug aus Palästina, ist aber zu rücksichtsvoll gegen len ebenso gelehrte», wie fromoreu und wohlthätigen Mann, um ihm entgegentreten zu «oll«». Leider leiden unsere . rüder in Palästina am meiste« dadurch, indem eine Besserung der dortigen socialen Zustände bei dein Einsiuffe, den das Amstert amer Eomite auSübt, erschwert und einstweilen unmöglich gemacht wird. ES ist nicht anzunehmen, daß dieses nicht sichten sollte, wie di« jetzigen Zustände für die Dauer unhaltbar firü», man will sie halten, so lange eS eben geht. Wie mr mein Freund mittheüte. hatte der Sekretär für Palästina, Hr. Jacob Raas, selbst geäußerr, er habe schon lang« den Wunsch gehabt, daß da« Eomite einen eigenen, gut besoldete» Agemen nach Jerusalem senden möge, aber auch dieser mü'se alle drei Jahre wechseln, da tx bald dem dortigen Partei-Treiben verfallen würde. Kann «an bester als mit dieser lileußerung die so viel angesochteur Denkschrift des Dr. Grätz rmd seiner Reisegenosten über Pilästina rechtfertigen? Wnrere Mittheilun^en über sonstige Gemeinden .Hollands Nächstens. Bermischte uud ueuefte i'tachrichleu. Megdedirg, 4. September. Die in vor. Nr berichtete Tödtung des Herrn Stein hierfeldst bei reffend, soll die Obduktion das Hinzutreteu eines Herzschlags ergeben haben. Breslo», 31. August lieber Ferdinand Laffalle's Todtenfeie, berichtet die „BreSl. Ztg.": ,8m heutigen 10jährigen TodeSkage Ferdinand Laffalle's halte di: socialdemokratische Arbeilerpartst eine Ovation vorbereitet, uni da« Andenken chreS SliflerS feierlich zu ehre». Sowohl die hiesige Polizeibehörde als auch die hiesige israelitische Gemeind« al» Besitzerin de« Friedhöfe» hatte Sorge getragen, daß die geweihten Räume tes BegräbnißplatzeS nicht zu einer demonstrativen Arbeiter-rSersammlung benutzt würden, wobei möglicherweise Gräber nied.-rgetreten oder Denkmäler o,n den Volks»,affen beschävigt werden konnten. Bon Seite» ker Synagogen Gemeinde waren daher Borsichlsmaß regeln getroffen, daß nur immer je 6 und 6 Mann »ach einander ver Eintritt in den Kirchhof gestattet wurde. Nachdem in den Bormittagsstundeu wie alljährlich Herr Rabbiner Vr. Joel jn Gemeinschaft einsS Sängerchors nach rituellen Borschrislen ein Gebet und eine SegenSceremonie abgehalten hatte, erschien am Nachmittage Punkt 4 Uhr eine aus II Personeil bestehende Deputation de« Allgemeinen deutschen Frauenvereine auS Berlin u. s. (Der weitere Wortlaut des Berichtes hat in der „Jsr. Wr>ch." keinen Platz. Welche Bewanvtn ß eS mir der von Herrn l>r. Joel abgehaltcuen Gedächlnißfeier haben könne, vermöge» ivir nicht einmal zil errathen.) Lchitzpeadell, 1. Eepteniber. (Or.-Corr.) (Erwiderung.) DaS in Äir. 33 dieses Blattes wiedergegebene Gerücht, welches ein Borstandsmilglied des hiesigen Waisenhauses einer ungerechisertigten Bereicherung auf JustittUstosten bezichtigt, ist aus ker Generalvcrsamnilung vom 20. August d. I. al» verleumderische Erfindung gebührend gelcunzeichnet worden. Gegen die Urheber und Bcrbreiler jenes Gerüchtes ist bei her königlicheil Staatsanwaltschaft das strasrechtliche Verfahren beantrag, wo, den, deffen Ergebnis seiner Zeit znr Keuntuiß des Pub ilums gebracht werden wird. In Filehlk starb unlängst Herr Victor Ephraim, 108 Jahre alt. bi» vor zwei Jahren im Besitz seiner geistige« uud phyuicheu Kraft und acliveS Mitglied der Ehewra Kadijcha. <J. Pr.) j fttafei, 80. Mug. Hr. vr . M. »awiczs ein gün-er dh»^ Breslauer Seminar», wurde zum Rabb. hies. Gemeind« gewühlt. \ Exi», 16. August. Gestern Abend verschied hier die Frau de« weiland Sroßrabbi von Exin, Pauline Kla«S»«r, in d:m hohen Alter von 110 Jahre». Die Verstorbene »mr bi« zu ihrem End« geistig und körperlich rege, und Hütte wohl rin noch höhere» Alter erreicht, wenn nicht vor mehre- . reu Wochen ihr der Unfall zugeftoßen wäre, im Zimmer au»- gleitend ein Bein zu brechen. Der im Jahre 1861 verstorbene Rabbi Wolff Klausner hatte da» 100. Lebensjahr überschritten. (D. Z.) FegerShei» (Elsaß). Am 2. August wurde die irdisch« Hülle unseres Rabbiner- Alexander Aron s. A. ihrem Ruheorte übergeben. Derselbe starb im 78. Jahre seine» Leben», und war ein Bruder de» jetzigen Oberrabbiner» zu Slraßburg. 40 Jahre verwaltete er sein Amt, uild war ein treuer Rathgeber für Jedermann, eine Hüls« und Stütz« der Armen und Dürftigen Hervorragend an Gelehrsamkeit gelangten auS allen Ländern rituelle Anfragen an ihn. All seiner Bahre trauerten seine vielen Freunde, die von weit her zum Leichenbegängniß herbeigeeiU waren, und seine Verwandte», die zahlreich aus verschiedenen Gegenden der Provinz eingelroffea waren, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. (Libanon.) Wie». Der Vorstand der israelitischen EultuSgemeinde veranstaltete Sonntag, den 30. August, um 11 Uhr Bormit» tag», im Betsaale des Spitals zu Währing für deffen Erbauer, den Baron Anselm v. Rothschild, eine Tovtenseier. Lemberg, 21. August. I» der SchwnrgeeichlSsach« gegen «ine Falschmünzergesellichaft befanden sich unter den 12 Geschworenen 8 Israeliten. Der Wahrspruch erfolgte übrigens eiilstimmig. Pest. Rach dem Berichte de» UnterrichtSuiinisterS über da» ungarisch« Schulwesen im Jahre 1872 wurden die im Lande bestehenden 150 Ober- und Untergymnafien von 27,707 Schülern besucht. In Bezug auf Religion waren 45,1 pEl. der Gymnasialschüler röm.-kath., 6,4 pEt. griech. kath , 5 pEt. griech.-orient., 19 pEt. helv. Bek, 12 pEt AugSb. Bek., 0,9 pCt. nnilarisch, 11,3 mosaischen Bek., während sich die Bevölkerung in Bezug auf Religion nach Procenten folgeudermaßen gestaltet: röm.-kath. 46 p2t, griech.kath. 12 pEt. griech.-orient. 14 pEt.. rcf. 19 pEt, evang. AugSb. Bek. 12 pEt., unit. 0,4 pEt, mosaische 4 pEt., aus welchen Daten heroorgeht, daß die Schüler mosaischen Bekenntnisse» das relativ größte Contingent stellen. Hinsichtlich des Besuch» der Realschulen zeigte sich für die jüd. Schüler das günstigste Berhältniß. Bon den 6730 Realschülern ergaben sich 59,2 pEl. röm.-kath., 0,5 pCt gricch.-kath., 5 pEt. griech -orienl., 4 pEl. evang helv. Bek., 13,7 pEl. evang. Augsb. Bek.. 19 pEl. mosaischen Bek. — Aus dem neuen iSrael. Friedhof ist ein LeicheuhanS, da» erste in dieser Stadt, erbaut worden, welche» auS zwei - Abtheiluuge», die eine zur Aufnahme von männlichen Leichen, und die ankere für weibliche Leichen besteht. E» werden in der Folge alle iSr. Leichen, welche in den Trauerhäuje:n bis zur Beerdigung nicht in separate Zimmer uutergebrachl werden können, sofort nach der Todtenschau in da» LeicheuhanS nach dem Friedhof gebracht, wo sie bi» zur gesetzlich bestimnlten Beerbigungszeit verbleiben. AuS Jaffy, 17. Aug., meldet die R F. Pr. eine« großen Brand, von den» ganz besonder« die jüdischen Familie» heimgesnchl ivordeu. „So viel sich bis heule eruire» ließ, sind im Ganzen circa siebzig größere und kleinere Häuser ein Raub der Flammen und mehrere hundert Familien, zumeist jnoisäien Glauben», obdachlos geworden. Der Gejauluitjchaden wird auf mehrere Millionen Francs geschätzt. In Sebastotzol war vor etwa zwei Jahren Herr Jakobson, mosaische« Glauben», zum Friedensrichter gewählt «orden. Bald nach der Wahl hatreu einig« Bewohner Sebastopol« gegen diese Wahl, «Al Herr Jakobs«» ei» -

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