Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 5 (1874)
- Issue
- 5. Jahrgang Nᵒ 22.
- Date
- 1874-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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- Beirut 1× ep/1047833
- Hebron 1× ep/1047559
- İzmir 1× ep/1047963
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der Fall sein, wenn Vorräthe anlangen. E» ist" sogar recht wahrscheinlich, daß ein rapide- Fallen Eintreten Wkd. Die Wohlthat käme Statt der Sesa««beMDwtzg zu G«ti; batst gewiß kein RachtHell! Nachdem wir VorstehendegeschReöin ''hatten, geht unS — um einige Tage verspätet — „Jewish World" vom 18. Mtijm dkl Mich lMf loebtn* Borgeschlagene ebenfalls und zwar auf Grund von guten Informationen besprochen. Wir theilen den wesentlichen thatsächlichen Inhalt de» sehr ausführlichen Schreiben» mit. Die Daten beruhen auf Angaben de» Vertreter» des Herrn Netter in der Ackerbauschule Mikweh Israel bei Jaffa. „Bom 19. December bi» 1. Aprll hat, der heftigen Regenstürme wegen, kaum an mehr als fünf Tagen Ackerbestellung stattstnden können. Da es jetzt zur Saat zu spät ist, so wird man die- Jahr nur Sesam bauen können. Dazu kommt eine Viehseuche, welch« die Bauern ihre- Zugvieh«» beraubt. Ring» um unsre Eolonie ist die Sterblichkett unter dem Hornvieh sehr groß. Hier eine vergleichende Tabelle über die Preise am 1. Aprll diese» und devorigen Jahre». 1873. 1874. Weizm pr. Hektoliter Frcs. 10,60 25,50. Gerste „ do. ft 3,50 14,00. MaiS „ Sah ff 2,60 4,80. Linsen „ R-tol ft 80 1,60. Kartoffeln„ do. tt 40 1,50. Diese Preise steigen noch fortwährend, Weizen berett» auf 28." (Später, wie oben bemerft, noch höher.) Dann wird erörtert, daß ein Comite alle HülfSmittel concentriren und schleunigst Mehl, Getreide, Kartoffeln in Triest, Marseille und Odeffa kauft» und per Dampfer nach Smyrna, »ach Beirut für biefe Stadt und Damaskus, nach Caifa für diese Stadt, Safet und Tiberia», nach Jaffa für dftfe Stadt, Jerusalem und Hebron senden solle. Es sei aber absolut erforderlich, daß an jedem dieser Eentren ein Europäer, ein ehrlicher und intelligenter und gegen Klatsch, Berläumdung und dergleichen gänzlich tauber Mam» die Verthellung übernehme. Denn sonst . . . Folgt Schilderung der schon oft beklagten Uebelstände, die hier zu wiederholen jetzt gewiß nicht opportun sein würde. — Es ist nun in dem Schreiben des „Jew. World" allerdings nur vom Vertheilen der Lebensmittel dft Rede; die Hoffnung, daß durch das Verschiffen derselben nach Palästina die Preise sinken würden, unv man dann wett mehr Menschen mit denselben Kosten ernähren könne, ist dort nicht ausgesprochen. Wir glauben aber nicht, daß unser Salcül falsch ist, da er auf an sich und im allgemeinen untrüglichen Prämiffen beruht. Berichte und Correspoadenzeil. Deutschland. Berli», 15. Mai. (Or.-Eorr.) *) Dft Philippson'sche Literaturgesellschaft hat liquidirt, d. h. dft Herausgabe von ) Dir können nicht umhin, zu bemerken, daß wir für unsere Person da« hier folgend« Urtheil über da« Institut zur FSrd. d. t Lit. zu hart Ksen. Wir wiffen jedoch, daß man ein Werk de« Hrn. Lore., welche« oha« allen Zweifel sehr aut für da« Institut geeignet haben würde, zurüilaewiesen hat. Die« erklärt di« Haltung de« Schreiben«, und gekränkte« Siecht«gesühl ist durchaus nicht mit verletzter Eitelkeit zu verwechseln! Red. . 'S .ft Büchern findet in diesem Jahre nicht statt, also »aufgeschoben, aufgehoben!" Dahin muüte«s kMnen, da« ist der Weg-alle» Irdisches, sobald au» HmTmsiWst geschwunden, Ä Meßte. ^epiteschkstsei in aller Ewig- Mr Her RMter 'der Mlhrhtitl Dil» Estde^st gekommen, und Nr^imslMi diA Sckrg, det bald in väbMrab der Vergeffenheit geftnft wird. Eine Leichenrede sollen wir dir halten? >chft baden in der Thal vftl «tt dir abzurecha«». „Hast du dich mit der Thora beschäftigt? War dein Handel und Wandel rechtschaffen?" Da» sind, nach einer alten Traditton dft Fragen, die man im Jenseits an den Abgefchftdenen richtet. Und diese sind es auch hier, die da« nun zu Grade getragene Philippson'sche Werk vor Gericht laden. Du wurdest unter dem hochtönenden Namen: „JSraelttische Literaturgesellschaft" begründet, auf deine „Zwei-Thaler-Billetchen" schrftb man daverlockend«: „ES werde Licht!"; e» gilt, lautete der Ruf. der Hebung und Verbreitung der jüdischen Wi senschast. Ihr Männer, die Ihr Euch mit dem Staub der Folianten bedecket, Tag und Nacht unermüdlich im Gotte-wort grübelt, jubelt -wri» frohlocket. Euer Erlöser ist da! Nun werden Eure Er-eugniffe nicht mehr im Manuskript vermodern, dem Wurmfraß anheim gegeben werden. An da» Licht der Welt werden sie treten, wetthin von einem Ende der Welt bi» an da» andere werden Eure Namen gekannt sein. — Welche Täuschung! Welch Trugwerk! Gut, gut, daß du gegangen, falscher Meisia«! Legen wir die Bücher auf den Tisch, welche diese» »ititltt während seiner vielen Jahre gebracht hat, so übersteigen die Phllippsonica, d. h. Philippsonischen Wiederholungen, dft Hälfte ihrer Zahl. Kaum '/, davon sind Bücher der Männer jüdischer Wiffenschast. Warum ist e» mit dteiem Institut zu Ende? Weil damit kein Geschäft mehr zu machen ist. Trauriges Geschick! So handelten, die sich für deine Lebrer und Träger auSgaben. — Gibt e» keine AufopferungSlust mehr in Israel? Aber wie kam e» zu diesem tragischen End«? Haben vielleicht dft ungünstigen Zeitoerhältntffe daran Schuld? Mein Weber! lasse dir nicht» einreden, Dft Geldsäcke, un,re Reich«, die Börse, find am wenigsten dft Förderer der jüdischen Wissenschaft. Die Rabbiner, die Lehrer, dft Kantoren und andere Freunde der jüdischen Wiffenschast warm e», dft sich um da» Institut wacker schaarten und für dasselbe ihre Thäligkeit entfalteten. Mancher Lehrer sandte seinm ersparten Pfennig nach Magdeburg und später nach Bonn. Und wirtlich, wir gesteh« es, in den ersten 'ahrm schien e» zuweiftn den Erwartung« entsprechen zu wollen. Es lieferte neben den Philippsonicis, die ja gleich devl 7ß3^rr nicht fehlen durften, doch auch dft Arbeiten eines Grätz, Jost, Geiger, Fürst, Hamburger, WieSner " u. a. m. Aber nicht lange dauerte e». Herr Philippfon sah das Institut als seine alleinige Milchkuh an; „unsre Auge» ging« uns auf, und wir erblickten uns nackt!" O, du Steinschneider in Berlin und du Frankfurter Raphael Kirchheim, wie richtig habt ihr geschaut, als ihr schon vor Jahr« gegen die Phllippsonica da» wahre Wort gesprochen. Nu» hat cs sich erfüllt. Steinen Kadisch wird man sag«, keine Neffe um dich lesm!" möchtm wir mit Heine auSrusen. Euch, liebe Rabbiner, Lehrer und KaMoren, dft ihr für die Erhaltung de» Halbtotsten gearbeitet, gilt der TrosteSruf: „Man wird euch stir «re Ersparnisse keine Bücher mehr oktroytre», ihr selbst sollet nun sehm und prüft»!" Und wahrlich «an findet de» Guten genug, wa» nicht gerade auf dem Bodm der Literaturgesellschaft unter der Gnadensonne Philippson» gewachftn und gereist ist. Wir nennen: WieSner» Scholftn zum Talmud; Grätz, Geschichte B. 11. u. 1.; Dermburg, Essai sur l’hiatöire de la Palestine; Neubauer, La Geographie du Talmud; Hamburger. Real-Encyclopädie für Bibel und Talmud; Glwemann. Jüdische» Unterricht»wesen; Brüll, Jahrbuch, «.«.«. Hier kaust, und ihr habt vollen Ersatz! E» soll nicht mchr von Hau» zu Hau» für dft Literaturgesellschaft Philipps«» geworben werden. Dft jüdisch« Wiffmschast will solche Stütz«' nicht, sie «st und mahnt dagegm: .TIVI pW *T!*T mn QM 1D33 Tbv n3^3n „Siehst du ein Geschlecht, dem dft Tho« . .rT Ji< .juCVv'kCt m .V 1 * *■ '■