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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 22. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 22.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 22.1874. S. Jahrgimg. Vochen-Zchrist für die religiösen «ud sociale» Jniereffen deS Jndenthuins. WAchMlt 1—1»/, »•*«*. Hrrt« tad. ,4». atttrrtxrM.* tiaUl- HM M Um fUtattn m. SMi MnM|: t» taMHnt 10 Hurt M# M«m<4 «», «. HruiM41» Hm.,*. HurrlM *>/, SU. WcL oriMumoto. Illilllin k«r 3«r. ■•4<«l4ri|t ta *UfM*«r| e»«r<uilw»>llich<r Jtroodnit und Hrraiioqrvrr Rabbiner I)r. X Lrenensel» in Stettin. Mazdebwrg, S8. MZ1. ifrtw »tt t l|r, fftr M« todtrfftttm« Hsttt^A« Mtr bm» 9U*m »m^Mt M Metzirtz»l«iße« RiNtt — Di« Mi 0«»»i»G frfll M b« OsP«tztti«» te tubibiri et»- ftrtfffSi«» ßtttz« t» Wt «Ich»7» ftttMIMT A»f««tz»e. F»r Wn Dttchhiavsi: Stilett Friss« «» 9et*t«. 3»6olt atUtwH »ftuclt Roch «in Wort üb« bit hunokrtnoth in Palistino. — Bericht« MRS e#mfM « D»U«sch- I«Hk: BrrU«. P«uth«n (0-Schl.» «mqlau. Rakel — Oesterreich: Wien. — Holland: «nisterdam. »«sterda«. — Rumint««: Siipu. — «merika: et fioiti«. — B«r»tscht« «»» «etzwste tt-chrlOKm: Brrlm. «neseu. Part«. Holland. London, «aechest«. — AanUlor»» r Da« MLdchen «an Lan-er. (Fartsetzun,.) — Inserat«. 9to<| ei» Wort Übet die H»»ger««oth i« DalLsti«»*). An« Palästina vernehmen wir noch weitere Klagen über außerordentlich« Theuenmg und dadurch herbeigeführt« Noth. Brief« und Telegramme, welch« unter andern in einer Sitzung de« i'oard of Deputier am 10. d. M. vorgelegt wurden, und woraufhin der Board mit öffentlicher Aufforderung zum Beisteuern vorzugel<n beschloß, constatiren da» Vorhandensein einer Hunger»noth, unter ander« auch durch Berichte de« englischen Seueral-Eoniul» Eldridge i« Beirut und Moore in Jerusale«. In eine« Schreibe« vom 16. April ist angegeben: „«tu Maaß Wetzen, welche» im Borwimer den auch schon sehr hohen Prei» von 20 Piaster hatte, kostet jetzt 42.* Seitdem ist der Prei» noch mehr zu einer ganz schwindelhasten Höhe gestiegen. Daß also Hülfe dringend erforderlich ist, versteht sich ganz von selbst, und ist für denjenigen, der überhaupt gü>« «Ul, «in wettere» Wort beweglicher Bitte überflüssig. Aber nun hören wir bi» jetzt von nicht» Anderem, wie von Geldsammelu und Geldabsenden, und diese» Geld wird an Ort und Stelle vertheilt. Sind denn nicht Maßregeln nöthig, um in befferer Weise, al» durch einfache» Senden von baarem Geld«, der exorbitante» Theuenmg ein Sude zu machen oder doch ein Ziel zu stecke« und so dem Nothftand« die Spitze abzubrechen? Wir haben oben mit Borbedevacht von „schwindelhafter* Höhe der Lebenömittelpreise geredet. Eine solche Steigerung, wie die oben bezifferte, kann keine natürliche uud «ohlbegründete sein, da» ist dasjenige, «a» man sonst „Getreidewucher* zu nennen pflegt, und gegen den man ehemal», und zwar in manchen Ländern vor noch recht kurzer Zett, mtt allerlei Gesetzen, Verboten, Strafen rc. zu Felde ztehn zu müffm glaubte. Jetzt vermag jeder angehend« HandlungSlehrltng zu explictren, daß da» unnöthig und schädlich ist. Di« Freihett de» Handel» in Verbindung mit *) Da NN« »in« Besprechun« dies«» Rv-rle-enhett drtn-ltch «rsdeint, f« lofMi hü» den Schluß M »rtiiell üfei dt« „Coustrmationfür dt« nüchß« Wmmm zurück. den großartigen HülfSmttteln de» heutigen Weltverkehr» macht einer solchen künstlichen, oder doch gewaltsamen Steigerung der Preise ein baldige» End«. Wenn an irgend einem Eentrum, namentllch de» ttzetreideverkehr», einige Leute — wie wir da» im Börsen-Rothwälsch nennen hören — eine Schwänze machen und dt« Preise in di« Höh« pettschen, so legt man nicht restgnirt die Hände!« de» Schooß und zahtt laut Forderung, sonder» e» wird soviel «ud so energisch Borrach an den Platz geworfen, bi» die AnSglei, chung stattgefunden hat und zwar meisten» zum Schaden der Haussier». Wie da» Wasser an einem Punkte eine» Flusse», Teiche» oder Meere» nicht länger denn ganz kurz« Zett über da» allgemeine Niveau gewaltsam emporgehoben werden kan», sowie sich da» Gleichgewicht schleunig «ud ganz von selbst wiederherstellt, so ist e» ganz unmöglich, die Preise an irgend einem Puntte der mit einander verbundene« Länder erheblich über dem allgemeinen Niveau zu hatten. — Da« gitt üdeffeu, der Natur der Sache nach, nur von den an dem allgemeine Berkehr thellnehmenden und ihm zugänglichen Orten, also leider nicht für Jerusalem. Nicht al» ob da» All« verbindende Meer nicht auch nach Palästina reichte, sondern weil die Armuth seiner Bewohner uud der Jammer der dortig« Berhältniffe dem spekulativen Handel keinen Anlaß biete«, Lvrräthe dahin zu schaffen, sie mtt Nutzen zu verwerthen und damit zugleich der Roth ein End« zu mache«, 12V1 MAS. Wa« ist also zu thun k Wa» die Spekulation nicht hun wird, da» muß die Humanität besorgen. Neben den G ädseudungen, die momentan freilich fortgesetzt werden müsse», muß Getreide angekauft Und nach Jaffa und Beirut «-schifft «erden. In London, Marseille, au jedem Welthandel.«platze kann man sehr leicht berechnen, von wo und wie Einkauf twb Lerfrachtung am besten und billigsten zu bewerkstelligen ist. Wenn nun selbst an einem Platze wie London, des en Eerealien-Verkchrügrbtet eine Menschenmenge beherrscht, welche in einer Woche mehr consumtrt, al» di« Bevölkerung hlaläfttna« in Monaten, dt« Preise geworsen werden, sobalo «st» genügend« Quantttät von Wetzen u. s. w. zu billiger Ritttrung schwimmend angemeldet wird, so muß e» auch in Pelästtna

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