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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 14-15. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 14-15.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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'. Ariflllcher Schüler besucht, denen ein katholischer Geistlicher *14 Katechet im Mischen Schullocale den Religionsunterricht Kitheilt. Relata refero. Arankreteh. - Pari». (MonatSbertchtder Alliance J«r. Univ. für Febr) Nene Mitglieder angrmeldet 249, darunter an» Deutschland 161. Schulbericht. DamaScu«. H.JsaacHalfon schreibt, baß alle seine Bemühungen zur Reorgantürung der dortigen Schule erfolglos geblieben find; er meint, dag der Alliance nunmehr nicht« Andere« übrig bleibe, als vollständig auf eigene -osten und Gefahr eine Schule daselbst zu eröffnen und von dem Schulgelde der Zöglinge, die dieselben besuchen wurden, die vestrrilung der Kosten zu erwarten; dieser Ansicht tväre aum der dortige französilche Tonsul. der mit Bedauern in einem so große» Eentrum jüdischer BevSikernng, wie Daulatcu«, eine iSrael. Schulanstalt vermißt. — Da« T.-Tomitä kann et nicht für angemeffen und nicht einmai dem wahren Interesse der Gemeinde von DamaScu« entsprechend erachten, daß die Alliance allein auf ihre Koste» ein« Anstalt in derselben erhalte, bct welcher die Bevölkerung sich nicht selbst be- . theiligeu solle; dasselbe wird sich, bevor e« in dieser Sache Etwa« lhut, pmächst der moralischen Unterstützung und thaligeu Mitwirkung von einflußreichen Personen daselbst zu versichern suchen. Ueber die Ackerbauschule zu Jaffa. H. S. H. Goldschmidt übersendet den Tassenbericht über die - Ackerbauschule von Jaffa, der mit dem 31. December 1873 abjchiießt, und nach welchem die genannte Anstalt ihm für sslußlageo, die derselbe in London auf ihre Rechnung gemacht hat, 2221 Pfd. Steil. 8 Shl. 6 P., inclusive des Borschusse« von 2000 Pfd. vom Jahr« 1872, schuldig ist. „Die Gründe, schreibt H. Goldschmidt, die ich damals hatte, di« g.nannte Summe unter der Form eine« Borschusse« zu geben, den »ch stet« al« ein Geschenk betrachtete, bestehen nicht mehr; ich erkläre daher, daß ich jenen Beschluß nunmehr definitiv in ein Geschenk au die Alliance verwandle, und schicke somit den von ' derselben seiner Zeit mir ausgestellten Wechsel hiermit zurück Di« Alliance schuldet mir uur noch die Summe von 221 Pfd. Sterl. 8 Shl. 6 P auf die von mir dis zum 31. De- «ember 1873 in London für die Ackerbauschule gemachten Auslagen, und verzichte ich auf die Zinsen derselben. — Die Alliance diSponirt nun über ein beträchtliche» Einkommen; di« nothwendigen Gebäude sind vollständig oder fast vollständig beendigt; in Folge der Erfahrungen, die man in diesen 4 Jahren de« Umhertappen» gemacht hat, werden di« laufend«n Ausgaben auf da« bestimmte Maß de« Nothwendigen re-! dueirt werden können; die Zahl der Zöglinge beträgt 28 oder ' 29, und endlich kann H. Earl Netter nicht ferner noch in permanenter Weise in Jaffa bleiben und will nur von Zeit . «« Zeit Hinreisen. So scheint für die Alliance der Moment gekommen zu sein, um die Leitung dieser Anstalt, die sie biSi her vollständig Herrn Netter und mir überlassen hatte, selbst tu di« Hand zu nehmen. Diese Leitung könnte einen beson- [' deren BerwallungSzweig der Alliance bilden oder der Schulcommisston übertragen werden, in welchem Falle H. Retter ‘ ' Jura Mitglied« derselben ernannt werden müßte. „Außer den von mir bereit» auSgezahltrn Anweisungen i «erden von jetzt bis zum IS. März c. gleichfalls auf Anwei- £ ■. jungen für Jaffa noch fernere 460 Pfd. Sterl. in London zu i zahlen fein, so daß da« E.-Eomilö mir im Ganzen (hinzuge- ' - ^rechnet die genannten 221 Pfd. 8 Shl. 6 P.) die Summe A, von 681 Pfd Sterl. --- 17,000 Fr. schuldig wäre. Um nun ' . der Alliance die Leitung der Anstalt, insofern sie dieselbe selbst ’ t« die Hand nehmen sollte, schuldenfrei zu übergeben, will ich ihr diese Summe von 17,000 Fr. znm Geschenk machen." 1 H. Earl Netter bittet, die Borschläge de» H. Goldschmidt tv., auzunehmen; er erinnert daran, wa« H. Goldichmidt Alles £ IV fett 4 Jahren für die Gründung und Unterhaltung der Ackerstauschul» geihau hat, und beantragt, daß das S.-Eomilä dies« Selegenhett ergreif«, »m demselben seine lebhaft« Anerkennung zu bezeugen. „In der Thal, schreibt er, wissen Sie, Herr Präsident, daß ich, al« ich im August 1869 nach Eonstanlinopel gereist war, für die gewünschte Terrain-Ueberweisung nur einen solchen Firma», welcher schon im Monat März 1870 ablief, hatte erreiche» können, daß die Gräben de« Grundstücke« kaum gezogen waren, al« der Krieg auSbrach, der mich viele Moirare lang von jeder Berbindnng mit dem E.-Eomitä isoline, daß aber mitten in allen den Verlegenheilen jeder Art, die mich bedrängten, unser verehrter Eollege eS war, der mir zu Hilf« kam, mich unterstützte und ermu» thigte und mir zur Fortsetzuitg der begonnenen Arbeiten die nöthigen Fond« anwte«; nachdem er gegrben hatte, lieh er, und nachdem er geliehen hatte, macht« er seine Vorschüsse zum Geschenk; sodann erwirkte er durch Wort und Schrift die Sympathien Dritter; auf seine Veranlassung geschah e«, daß H. Baron v. Hirsch, der jetzt so reichlich, so hochherzig die Hauptaufgabe der Alliance im Orient dotirt hat, zum ersten Male sein Interesse für unsere Arbeiten durch ein, seiner Zeit fast unbemerkt gebliebene« Geschenk von 25,000 Fr. bezeugt und daß die Anglo-Jewish Association schon zwei Mal zu de« Kosten der Anstalt beigetragen hat. Ich erwart« nur noch einige Documente, um meinen Bericht an da» E.-Eomitä abzuschließen, au« weichem dasselbe und demzufolge alle Diejenigen, die zu diesem Werke beigetragen haben, ersehen werden, war für dasselbe bisher geschehen iit und noch weiter geschehen muß, um den El folg einer Anstalt zu erziele», di« eine» Tage«, wie ich hoffe, zu den besten Ansprüchen der Alliance auf die Dankbarkeit ihrer Brüder im Orient berechtigen wird." « (Schluß folgt) Atteberlande. Brüssel. In den Memoiren der belgischen Akademie erschien eine Abhandlung, iu welcher von der „Fabel" vom Propheten Jona» die Rede war. Daraufhin erklärten zwei ultraniontane Akademiker ihren Austritt. Großer Lärm in den liberalen Zeitungerl, Jona» wurde zum Tagesgespräch und — zum Gelächter. Unter diesen Umständen wurde der Grand Rabbin Astruc durch den cercle artistique et literaire, dessen Präsident der König ist, nach Antwerpen berufen, um vor einer christlichen Zuhörerschaft «ine Vorlesung über den ftaglichen biblischen Propheten zu halten. Dieselbe ist auf Ansuchen in der „Revue de Belgique" erschienen. Die sehr bemerkenSwerthe Arbeit de« Hrn. Astruc, in der er seinen Prinzipien und seiner rationellen Exegese durchaus treu bleibt, hat ein ausgezeichnete« Aufsehen erregt. Die Spötter schweigen, und da« biblische Buch, Geschichte oder Allcgorie — ein 'ITOlp hvn — geht triumphirend au» der DiScujsion hervor und -rringt Achtung und Huldigung von Allen. Der Verfasser hat zahlreiche Glückwunschschreiben erhalten, Publikum und Presse haben die Verlesung günstig ausgenommen, die gemäßigten Katholiken find froh, die Bibel zu Ansehen gebracht zu sehen, man versichert sogar, daß der Vortrag höchsten OrteS einen guten Eindruck gemacht habe. Wir behalte» un« vor, über die wichtige Abhandlung de« Oderrabbiner« von Belgien noch etwas eingehender zu sprechen. (Univ. JSr ) Vermischte und neueste Nachrichten. Bre-lan, im März. Nach der vor Kurzem erfolgten Ernennung deS um die Gynäkologie hochverdienten Privatdocenten Dr. Freund zum außerordentlichen Professor an der hiesigen Universität, wirken nun an derselben außer besagtem noch sieben jüdische Professoren, nämlich die Herren vvr. Auerbach, Earo, Fcrd. Eohn, Lohnheim, Sraetz, Ksebner, Rofane». Ihrem Range nach find ordentliche zwei (Eohn und Eohnheiut), außerordentlich« vier (Auerbach, Freund, Korbner,

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