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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 14-15. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 14-15.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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9U{aw«) Mb fttd Honorar-Professor«, (Caro Hub Graetz). Ihrem Wirkungskreise nach lese« Medici« a« der Lniversttät Auerbach, Lohnheim, Freund und Koebner, Beschichte Caro und Graetz. Mathematik Rosine» und Naturwissenschaften Cohn. Außerdem wirten an der Universität,ünd zwar ausschließlich für Medicin sechs jüdische Privatdocenten, di« Herren DDr. H. Cohn, Ebstein, vruck, Bottstein, Fraenkel, Joseph, und zwar für Augenheilkunde Cohn, für Gynäkologie Fraeutel, für Zahnheilkunde vruck, für Gehör- und Kehlkopfkrankheiten.Goltstein, die übrige« für di« gesammten medici- «tsche» Wissenschaften. (I. Pr.) Fnuckfirt t. R. Der israelitisch« Kranken verein „Zur Freundschaft" hat nun 4 Jahre seiner Thätigkeit hinter sich. Nach seinem Bericht« kann er mit Befriedigung auf die seitherige» Leistungen zurückblicken; allenthalben konnte er den an ihn gestellten Forderungen genügen. Die Einnahmen betrugen inel. eines UeberschnffeS au» vorhergehenden Jahren 8498 fl. Di« Ausgaben 433 fl. (Fr. I.) Tetzlitz. Den 43. Jahresbericht des Teplitzer BadehoSpilal« für in- und ausländische kranke Israeliten vom I. 1873" entnehmen wir folgende Notizen. Trotz der Finanzealamitäten hat sich im abgelaufenen Jahre das Fondcapital um 2083 Ft. gehoben. 116 Kranke, 84 In-, 32 Ausländer sind verpflegt worden. Bon den Spenden notiren wir eine: vom Fürsten Clary von Aldringen aus Anlaß der Vermählung feines Sohnes: 100 Fl. Dem Spitalsdirector Herrn Benedckt Nagler, der 30 Jahre lang die Anstalt geleitet hat, ist au» Anlaß seiner goldenen Hochzeit da» goldene Berdienstkreuz verliehen worden (E» wundert un», daß im Berzeichniß der Spenden — ohne Zweifel fast ausschließlich für Fremd« — nur bei sehr wenigen Personen der Wohnort angegeben ist) DaS Vermögen der Anstalt betrug Ende 1877: 17267 Fl., jetzt 19330 Fl. Die SesammtauSgabe 1873 betrug 4367 Fl. Die Gelammteinnahme, wie ersichtlich, 6430 Fl. Die Befammtzahl der fest 1831 verpflegten Kranken beläuft sich auf 3643. Evtzrna. Für den in London verstorbenen Baron Meyer Rothschild wurde in der hiesigen Synagoge durch den Großrabbiner ein feierlicher Trauergottesdienst abgehalten. Die Familie Rothschild hat sich aber auch um die hiesige israelitisch« Bemeind« Verdienste erworben, welch« bereit» bi» in« vorige Jahrhundert zurückreichen. Roch in neuester Zeit hat diese wohlthätige Familie eine Summe von tausend Pfund Sterling dem hiesigen österreichisch-ungarischen Gene-alconsul zum Umbau de» israelitischen Hospize« zur Verfügung gestellt. Durch diese Munificenz wird das vom Vater de» Baron Anselm v. Rothschlld für arme krank« Juden gegründete Spital ein« bedeutend« Erweiterung und zweckmäßige Einiheilung erhalten und zugleich die Errichtung einer entsprechenden Apotheke ermöglicht werden, um kranke JSraeliten unentgeltlich mit Srzeneien betheilen zu können, eine bei der Aneignung der JSraeliten gegen den Spitalaufenthalt doppelt wohlthätig wirkende Maßregel. (I. <ß.) Torf». Mit besonderer Befriedigung berichten wir von einer Auszeichnung, die einem nnserer Glaubensgenossen hier zu Thell geworden ist. Dieselbe mag als Beweis gelten, wie die freisinnigen Ideen der Neuzeit sich allerorten Bahn brechen. Der durch seinen Geist und Edelsinn in weiteren Kreisen bekannte Ritter Elia de Mordo aus Conu ist zum PodeSkü dieser Insel gewählt worden. Obwohl diese Stelle nur eine interimistische ist, so gebührt doch darum nicht minder uugethellter Beifall allen denen, die mit Hintansetzung eine« jeden VorurtheilS das Amt de» ersten BürgeiS einem Manne anvertraut haben, der mit aller Energie die Jnrereffen des Lande» zu sichern wissen wird. — „6orr. iSr." schreibt ferner: In einem Häuschen neben der Methodiften-Capelle in London lag eine jüdische Frau schwer erkrankt darnieder. Da die Besänge und langen Gebete der Gemeinde die Kranke sehr > störten, wandte sich ihr Satte an die Gemein!»« Vertretung mit I XtHtt Ht .chwemu-n Ht Jimmmiche» w»ch«schrHtu der Vitt«, den frommen Kirchenbesuchern a»S Herz zn legen, ihre Stimme» «in wenig zu mäßigen. Der Erfolg diefeA Ansuchen» war, daß fortan bi» auf Weiteres kein« la«H Stimme mehr in der Capelle sich vernehmen ließ. Die gottesdienstlichen Verrichtungen daselbst wurde» erst dann tu gewohnter Weise wieder ausgenommen, als da» Befinde» der Kranke» anfing sich zu bessern. Iernfale«, 13. Febr. Ein Correspondent de» „Jew. Chr.* berichtet: „Zu meinem Leidwesen muß ich Ihne» melde», daß die Einwanderung russischer und polnischer Juden ohne Unterlaß fortdauert, vorige» Herbst brachte jede» russische Dampfboot von Odessa und jede« österreichische von Triest u»S 40 bi» 60 Familien. Unter diesen sind manche reiche Leute, welch« gleich nach ihrer Ankunst Land gekauft und Häuser gebaut haben, besonder» vor der Stadt nahe am Thore z» beiden Seiten der Straße nach Jaffa, so daß dort rin« neue Borstadt, ein wahre» „Neu-Jerusalem" entsteht. E» «äro ein große» Glück, wenn r« in Jerusalem selbst so viel reich». Leute gäbe, daß da» beständige Rufen nach Unterstützung von auswärts überflüssig wurde. Pabna. ES wird ernstlich daran gearbeitet, da» hirflg» jüdische theolog. Seminar wieder in» Leben zu rufen. Wohl sind noch lange nicht alle Einwände, die dagegen erhoben worden, widerlegt, noch lange nicht alle Schwierigkeiten, die der Ausführung de» edlen Prostete» entgegenstehen, geebnet; doch ist die Angelegenheit der Wiederbelebung de» rabbintfchen Colleg'» bereit» in da« Stadium getreten, wo wir un» einen guten Fortgang der Arbeiten versprechen dürfen. Zahlreiche «dl« Anerbietungen von Einzelnen und Gemeinde« liege« un» vor, wohl ist noch kein bestimmter Plan vorhanden, doch da» . Schwierigste ist bereit» geschehen, der Anfang gemacht. NeNHork. Der Redakteur de» „Hebr. Leader", Rev. Dr. Jona» Bondi ist am I I. März im 70. Lebensjahre au» seiner vielseitigen, den Interessen de< Judenthum» gewidmete» Thätigkeit durch «inen plötzlichen Tod gerissen worden! Talm»difche Sentenzen. Deutsch wiedergegebe« von Simon Sach». 1) »DT* rfc-*? Die Zeit der Rocht Nimm wohl in Acht! Sie ist zum Denken wie gemacht. E» hat zur Meisterschaft In Kunst und Wissenschaft E» Niemand noch gebracht. Der nicht gar manche Nacht Mit wahrem Fleiß hat durchgewacht. Drum das Wort, gelernt, gelehrt, in stiller Nacht Wirft stet» auf Geist und Herz mft Zaubermacht.;? 2) Spr. b. Väter Ii. 21. Da» große schwierige Werk allein vollenden Ta» kannst Du freilich nicht; Doch drum Dich müßig ganz davon abwenden. Das sollst, das darfst Du nicht! Lrml mm Lchernte 1 L»ppre« *

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