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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 12. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 12.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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km sticht «ts» WH M tMfc* Pkenscho, aMAstend »ach de« G^ehr niedriger -»Gellt, att tat Ml -sei»? «ei» stwgtAhrt. wett da» Vebein de» N««eichen nn» tHeuer sein {«t, dar»« sollte e» unrein mache« ssür Ml» -lklchdehentend »it: soll «» beerdigt wrrdeuj, damit nicht Jemand sich au» d«» Kstvchen seine» Vater» Lössel «ach,, lasse." R. Yochanau hat dt« -fad« der nenrsten, ja nach zukünftigen Nettheit richtig geahnt. E» wird sich noch Jemand au» he« Gebeinen Löffel machen iaffea, meint er, vom Knochenmehl hat er wohl nicht« gewußt, aber van Benutzung der Menschenhaut tft sin Talmud dte Rede, also; in der vkuiter Haut ein Buch, etwa vo» einem Zukunfts-Dichter rinbinden l«I«n und att theure» »ndenlen anibewahren. geht mal« ßch ein Jeder, der technologisch« Kenntntffe, Kunstsinn, Phantasie «nd — Luft ha«, die Sache «eirer an», vir schließe«. (Ueber da» Vorgehen in der Schwell s. «etter NNten. In diesem Leitartikel noch weiter darüber besonder« z» reden, ist wohl »derflilsstg) Berichte und Lorrejpondeuzev. ventfchlunh. Stettin. (Rotljt* zur Dagesgeschlchtr) »l»wir »»r Knrw« über dte »oitrische PartOstellaug de, Inden sprachen (Leitartikel in Kr. »), erinnert,» wir daran, daß der Peenßtsch« Landtag soeben ein« Summ« zur Sehalt«aufdeffernng für Geistlich« ausgewoifen habe, daß von dieser sicherlich nicht» an irgend einen ttraeiitische« <ultu«beamt»n kommen »erde, daß ader der Udaeorduete La»ker dazu, geschwiegen habe, «etl er vermuthltch zufrieden sei, daß da« Prinzip gewahn und di« Diener der t«raeisitsch,n Religion nicht aus» drückitch von der betreffenden wohlthat au»q,schloffen worden seien. Mr k-rnnren damal« nur dt» Sitzungsberichte der Kettungen, welch« von einer Rede La«ker» bei der fraglichen -tatopositlon nicht» meldeten Au« »em storographtschen Bertcht ersehen wir nun, daß wir im Jrrihum gewesen «nd dafür «ine nicht zutreffende Schlußfolgerung gezogen haben. Lasörr hat allerding» auch zu der Position gesprochen, H it, well unter den christlichen «eist-ich-n vielfach ein R^thstinr herrsch», dir vewilsigung von 800,000 Thr zu B.soldnng»< znlagen befürwortet, in Hinsicht auf dt« Juden aber bat »r geäußert: »sie verschmäh»» in eultueller Beziehung jede Staat«, hülfe und sorgen de»halb selbst in ausreichender Weise für ihr« Seelsorger." Ru« „ftol^ lieb' ich den Spinter", und stolz klingt da« allerbing». J>t ,« aber wahr? In seiner Jugend, in seiner Heimalhprooinz. hat Laster gewiß gesehen, daß für dir jüdischen Seelsorger nicht au«r.lchend gesorgt worden ist Ober hat er den Satz: „Pro» mit Salz sollst du effen, Wasser trinken, auf dem Boden schlafen" im Siuur behalten, und ist ihm darum kür alle jüd. llulruobeamten „ansretchend gesorgt, »eil es ihnen an Brod, Salz. W.ffer nicht gefehlt hat» und „die Erd« auch Raum für Alle H it" — zum Lager? Kennt er aber jetzt nur Berlin und einige andere groß« Städte, glaubt er, daß überall ausreichend gesorgt sei, wesi da« allerdiug« in den ttroßgemetnden der »all ist? Erklärt auch er die Juden für so nick, daß e« «neu ein Leichte« sei, selbst in der kleinsten Gemeinde di, »lumpigen" paar hundrrt Thaler ausznbltuge»? l^euug, e« ist da von vem sonst so einsichtigen auch als w.,hrk> itsliebend bebiiiuten Manu« etwa« «»«gesprochen worden, wa»vou der Wahrbeit, der leider sehr notorischen, durch tausend« von Bispieleu zu belegenden nurtn verhältnißmäßig wenigen Fällen einer Ausnahme uuterliegendenWaqrheit,sehrwtt:abwei-dt. Und da« ist nun im Landtag, geschehen, und ein so eiuflußr.ich r Abgeordneter hat e« gesagt, und e» ist zu natürlich, daß man Lssiter al« Wortführer der Juden und in jüdisch.'» Dingen gnu smpftenten venrcheiler ausehen wird. Wen» alfg ei» EhNggog-ngemeind«. für ihren, res» ihre« rnstushchuntn» Rothstand um ein» Subvention an» jene» Fond« bitten weidm io wird di« Behörde sich auf de» jüdische« Abgeordnete« chr» La»krr berufen, der offen «nd öffentlich erklärt halte, Mt Inden bedürften keiner Sndvenüpm st« vezfchmsthotech ein« solche, vir haben si» der Dhat alle Ursache zu «ßm scheu, daß „nnier" Abgeordneter geschwiegen hätte.!tztt Inden verschmähen jede Staätthstlfe, hat er gesagt. G» " ««nütz zu fragen, «er ihm da» gesagt, wer ihn zu solch Erklärung rrmächtigr Hab« Wir «ollen auch nicht erinnern. daß L wtffe« muß und weiß, daß in uenesier, jüdisch« Gemeindevontänd« mehrmalt um Bewilligung Besoldung für ioraei. Reiigtontlehrrr vorstellig geworden fink daß überhaupt nicht davon geredet «erben kann, daß litt Inden Siaatehütft verschmähen, sonder« nur davon, daß Ä zu bitten verschmähen, wenn und weil st« wißen, haß ein« Bitte gaui fruch»- und nutzlo» sei« würde. — Di« bei von dem Verschmähen der Trauben fäll» ja wohl jeden« habet «in. — Sir Heden nnr einen Uwftand hervor. Dev Satz von den einander berührcnde« Eztreme» findet wieder einmal sein» Bestätigung. Auch der lUtraorchoboz« «üid? sagen: wir verschmLhen Staa«»hü.f«, wir dürfen sie nicht annehmen; fo wie mau von der Sette elnmal behaupt»t hat, «« sei Sünde, Uut.rstützung vo« et««« Richtjnden zu netzn^u. Da« ist ia überhaupt «in wahrer Uedeistauo, daß der Adgsordnet« Laöter dtther über die jetzt oelhandelteu jüdlschen Aageiegenhellen nur die Siparaitslen gehört halt«. — Unsre Leser wißen, daß t« ungarischest Reichstag, jetzt di« Raddtner«Semiuarsrage zur verhaadtnng stetzh und daß diu §luth von Petitloaeu ketten» der (m». greßparirt für, seilen« der Orthodoxe» gegen l-«ch uiinar «ingedracht wird. Der Sitzungsbericht vom ch d Mt«, berichtet: Karl -ötoö« rocht da» Gesuch hetz Barpalotaer toraeltiische» Stellgtonogemeinb, rin, welch« dttl«^ daß au« dem Uurerrlchiofond nicht dlo» dt« orihobatzen m» neologen, sondern auch d«e „eonseroativ-antonqwisttschen Ji^ ven" einen Thett bekommen mögen. (Allgemeine Heiterkeit., -me Stimme: „Wie vtrsiriei Juden gteb«^ denn eigentlich?") Du Heiterkeit ,'t ebenso rrktttrtich, wie di« Bemerkung her einen Stimm«. Ader weder der Rufer «och d»e Lacher «ist sen, daß damit dennoch ganz da» Richtig» gesägt ist. Jich e» gtedl sehr „vielerlei" Jaden, fast 10 oulertet nt» e« der!« Köpie gtedl, und da« nicht er« seit heute und gestern, fast, der» von atieroyer, «nb darum ist e» eben unwahr, v«Ü zweterlei zu rede». Wir haben da« schon oft getagt uuh bewiesen, wir erlauben «u«, heul« den Satz et,«mal durch essto Auekoor« zu erlaut.ru, «nd zwar dar««, w.il dieselbe sowoI - lhatsächiich wie der Joee nach vollkomuun wahr, also keintz b.og« Anetdoi« in. ir,n Jade, den sein« Geschäft« öfter tu comnierzt-llen wie auch in tienndtchaflilch.n Verkehr «si b«, nachbarl.n Äuiod.sitzelu dringe», betuchte eine« Lage« ,0ilhen. Da viejer «einen «att kan«,«, fo wnrvr «r «eWr zu Luche g ladeu, noch mir Aieitchp.tsen behelligt, ,« «uryo nur Butler, Beov, Käse und W.i» gebracht Der Saft Ichnilt den Käse utchl au. „Ach so, s^gl« ver^aXtzerr, Sw >isen wohl keiuen Käse von un«, ua van» wti «er «HM« Uichl so gui Ich.neckeII, aber kommen Sie her, wir triutoi doch cm S.a»." „Ich baut« sehr, ich rriiike k.tn n W.tn." — „Wie? Sie tzad.u waist zu ^ause koicheren? ^a, setze. Sie. »an kiai-e ich ichan ot.rerUi Juoe». Si« trinkea a.so bet mit keiuen Win. D.r A tcinu We»i, aber Kau igi er anch nicht B. ißt Käs« von nnseim, aber K.etsch er nicht, und A oer ißt Alle»." — Soweit dt« Ailettzow. Bi-reriel Ino.» kennt der M eiia, aber am Jutz.« tzeiluchrH er sie Alle. Allerdlng« ist er kein« Lutaeuai, mir der uäei, du Hli,ch, Lhmau«, Hamnlirtch.ag ». s. « sch.ageu lanir, aber Recht hat er, uua St.che wuo er dihaiien. — Die Adderusuug ve« Grasen Arnim an« Parttl hat vielen Blättern Anlaß geg.de«, wieder an die „patriotisch^ ua. 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