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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 9. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 9.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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welch« nack btu Verhältniffen —• nicht der Krankheit ^«Sttnsönderu mich der Person — davon Gencsiliig eihoffen Mmii „Für eine» Sckniied ist eS gesund, für einen Schneißisährlich",-sö sagte freilich der Quacksalber; aber dag eine Badereise oder klimatische Cur einen, russischen Grafen g: Nützlich und einem bettelnden Jude« verderblich sein könne, »v. Ipl wird auch die ärztlich« Wissenschaft zugeben. 8 •' Soviel skr diesmal. Bnichtr und Correspondenzen. Deutfehiaud. Stetti», 18. Febr. Wir sind schou oft darauf aufmertjp; sa» gemacht worden, daß e« zweckmäßig sein würde, wenn IM ^ühjahr eine Zusammenstellung derjenigen Bade- und 6-' Ttrrorte Deutschland», der Schweiz u. s. w., in denen Loscher- .> Restaurationen oder Private, welche rituelle Lost verabreichen, f vorhauben sind, nebst den betreffenden Adressen veröffentlicht v würde. I« Betreff der allbekannten Welt-Eurplätze ist es fy fwiltch überflüssig, es tauchen aber alljährlich neue Eurorte i. auf, «st entlegen und sozusagen: versteckl; der Arzt räth zu einem solchen uud der religiös-lebende Israelit ist in Verte-, geuheit, er weiß nicht, ob er dort Lost erhalten kann und ist ' ' muh nicht im Kalle, private Erkundigung einzuziehen. Wir t' «rollen gernd die Haud dazu bieten, eine solche Lifte zu Stande!?. in bringen, bitte« daher jeden Sachkundigen, unS bald die betreffe«»,» Notizen zugehe» taffen zu wollen. Da es sich nicht um Rccmme ober GeschäftSempfehlung handelt, so genügt Rame de« Ort» und de» betreffenden Restaurants; kann rb»e Referenz über di« Verläßlichkeit de» Laschruth hinzugefügt werden, so ist'« erwünscht — Da die Behörden ihre Srlaff« und Bekanntmachungen oft in solchen Blättern veröffentlichen, welche nur von den dazu Verpflichteten gehalten und gelesen werden, so erhalte» wir erst durch «ine Berliner Lorrespondcnz im „JSrae- Ut* Lunde von einer Bekanntmachung de« hiesigen Provinzial-SchulcollegiumS von Poniniern d. d. 9. Januar, welche über di« Prüfung zur Wadlfähigkeit der nicht in einem Se- «tnär vorgebildeten BotkSschullehrrr spricht und dabei di« bei- Sdringendri, Zeugniffe de« Prüfung« - Aspiranten auszählt. ach dieser Luszählnng heißt e«: „Für Juden bedarf e« de« Zeugniffe« de» Pastor« nicht; sie haben sich dagegen darüber auSzuweisrn, daß sie die Rechte der inländischen Juden * besitzen." Wir «heilen diesen Satz hier mit, glaube» jedoch, daß sich die fragliche Lorrespondenz ganz ohne Roth über denselben ereifert. Daß der Unterschied zwischen „naturalifirten" und »icht-naturalisirten preußischen Juden längst auf- . gehoben ist, weiß da» Provinzial-Schulcollegtum sicherlich, aber e« weiß auL, daß in der Provinz mitunter russische Juden kein preußische« Bürgerrecht besitzen oder sich nur sehr schlecht darüber legilimireu können, Lehrrrstrllen suchen. E« soll also darasts gesehen werden, daß der Aspirant Inländer sei.oder dir Rechte eine» solchen erworben habe. Da« ist in Ordnung. JH wäre allerdings richtiger, wenn e» statt inländischer Juden — Inländer hieß«, aber weil »wischen inländischen Juden und Christen kein UnterschLd in RechtSverhältniffen besteht, so derogirt der Ausdruck nicht«. Brrli«. (Or^Eorr.) Seit Beginn diese» Jahre« hat sich hier «in „Bereit, für di« Geschichte der Israeliten in ^.Deutschland" gebildet. Dtrselbe ist von L. Willmar« begründet. Da« von demselben entworfene Statut liegt ge- Zrutki vor. §. 1 giebt den Zweck dahin an: „die Geschichte Israeliten in Deutschland aller Zeiträume zu erforschen Cjn bearbeiten, sowie da» allgemeine Interesse daran zu e» und zu fördern. Zur Erreichung diese» Zwecke« soll Mit) «•* P reinigung gebildeter Männer in Deutschland Syi b) eine «onatlich erscheiriende Zuschrift h»a»«üegtbe» und e) Sammlungen für Wissimchast, Luni: und Ksjeithu« (Bibiiothet, Archiv und Museum) angellg: werde»." Da« erste Hejt der »ub b. genannten, den Namen »Margarita* führe rden Zeitschrift ist bereit« erschienen. Der Herausgeber sagt im Borwort: „Im Mittelalter nannte man da«, wa» heute „Aithologie oder Biumeulese" heißt, ,Rar,zartta.* Die »Margarita* soll eine fleißige Sammlerin sein und wie eine Biene <>uS allen Zeiten und Provinzen Deutschland« Dasjenige zulammeutragen, wa« un« mittheilenSwerlh erscheint: die Geschichte der verschiedenen israelitischen iS<mtiu< den, de« israelitischen Recht», der Literatur, Lunft nah Wissenschaft, Peisonen- und Familiengeschichte. Die Geschichte der JSraelitcn in dem von un« angedeuteten Umfange ist ein Forschungsgebiet, wie e» großartiger und wichtiger nicht gedacht werden kan», für den Forscher wie für d>.>n Leser gleich aiiziehead uud f.ffelnd." Da» erste Heft enthält 1) einen Vortrag vom Prost ffor Reuß über Meister Süßtiud von Trinibcrg, 2) zur Geschichte der Judenverfolgungen im 14. Jahrhundert, 3) die von preußischen Löuigrn rn den Avelstand erhe-deuen oder alS adelich aiierkaniileii israiluischen Familie». Wir geben die Namen dieser wenigen Familien hier an: 1) Bankier Ferd.Mor.Levy Delmar wurde 181V in de» Freih« rrnstand erhoben. Ec starb ohne Debcendenz. 2) Dem Banker Adolf Re in ach zu Franksurt a. N. wurde 1867 gestatte«, den ihm vom Lönlge von Italien verlieheueu BaronStitel za fuhren. 3) Geh. Lommerzienrath Abraham Oppenheim 1868 in den Freiherrnstand erhoben. 4) Geh. Eommerzienraih Gerjon Blcichrüver 1872 in den Adelsstand erhoben. Die getauften und dann geadelten Jtraeliten sollen in einer späkern Nummer ausgeführt werden. . Nähere Auskunft über den Verein und deffen Zeitschrift erlheUt Herr Willmar» (durch A. H.mck'S Buchdruckerei, Berlin, Dorotheenstraßk LS). Bo» bei' Litze. (Or.-Iorr.) Ich halte e« «ür eine Pflicht der jüdische» Blätter, von Zeit zu Zeit ihre Leser auf gemeinnützige Institute in Israel aufmerksam zu machen, di« ihre Wohlthatrn israelitischen Lrcnkrn und dergl. ol>ne Ausnahme zu Gute kommen laffe» Leltere Institute mit allgemein wohlthüiigen Zwecken bedürften deffen weniger, aber die jüngeren, einer besonderen Spezialität geweihten, dafür um so mehr. ES ist ein doppelter Dienst, den di« jüd. Journale hierdurch leisien, einmal den Bedürftigen und Lranken, di« nach einer Stätte der Heilung auSschaurn, sodann ober auch den betr. Instituten selbst, die, durch immens« Opfer Einzelner gegründet, sich in deu Dienst der ictvende» Menschheit stellen, und im Verhältnisse zu der Benutzung und Inanspruchnahme Zlesrr angebotruen Dienste, ihrer eigenen Deiier- «utwickeiung > ntgegrngehrn. Mir schwebt, da ich die« niederschreibe, eine« der bedeutendsten Institute unserer Lage.oorda« durch die eifervolle Lhätigkrit L A. Frankel'» tu« Leben gerufene jüdische vlinden-Jnstitut in Wie». Da«, selbe i,t durch die Munifizenz seiner Gründer so aulgestaltet, daß der während der Weltausstellung in Wien tage, de europäische Biinluntehrer-Longreß*) da« Ganze al« ein« Musteranstatt anerkannte. ES befinden sich feit dem 1'/..jährigen Bestände diese« Jnstttut« 17 Zöglinge in demselben Doch «S könnten noch viel mehr Aufnahme finde». Gerade au« den jüdischen Gemeinden Deutschland« find noch kein; Aumekdungen ringegangen, wohl aber au« Rußland und R imänttn. Da« Institut ist, io scheint e», gerade in Denlichland noch nicht genügend bekannt. Wie würbe» sonst mcht schon manche jüdisch« Ettern die eminente Wohlthat detjeiden in Anspruch geuommen haben, da« aus keinerlei Gewinn bere-huet uud die eigenen Auslagen rücksichtsvoll verrechnet s oder sollten sie •) Der pr»t»r,Uarisch« Bericht diese« «st», gon-'resie«. un «inm Juden (2. ». sstankt) in« Seden gerusen, und »om ftNSsten «ttnden. Jnstitnt, e»e« ftdchch-n, <pi«»>D«>»»,. ltchp um tut; »tr k«««n mtl. tacht a*t Wnn tzX tachi «rttjentii« pucket

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