Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 7. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 7.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/5369809-5935028-5935758--2024-5371556
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

.«» Kolgm hob«,, da bei de» (itenMiabMM^bn in )k*dh, JW«»fa, Sarljtg«. SnMtys, Gzezerzee, Buczac^ A«»jmm« Ml U mehrere» «atdern -aliz Ischen Stäke«, i» dene. Iss jüdische Vevölkeruag feit jeher über die Majorität ver» fügt, der »«gekehrt» Vorgang d«oba<j>t«l »erde» dürft«. Lus MNulin« wirb Kreit« «iigeiheUt, daß daselbst auf die Nachricht von den WahloorgLugen i» Leinberg zum Lürgermei» Der, Lice-Vürgermeifter und zu Assessoren, mit Ausnahme |»d*t Ruthen»», ausschließlich Israeliten gewühlt wurde«. (R Kr. Ir.) Fsiawkreteh. P»ri<. (Monatsbericht der Alliance Israel. Unio für Januar.) (Extra-)Sitzung von, 27. Decemver. Das Eentral-Eomite har das uiisern Lesern bekannte Schreiben des Hern» Baron v. Hirsch erhalten. *) Dasselb« wirv verlesen und besprochen, Beschlußfassung wird auf die nächste ordentliche Sitzung verschollen. Einstweilen beschließt das Eo- 5ite, sich in corpore zu Herrn r>. Hirsch zu degrde» und a> zu banken, sowie auch deffeu Portrait int Sitzungssaal« und in den Schule« der Alliance in der Türkei aubringen zu lassen. Ätzung am 15. Januar. Reu« Mitglieder angemeldet: 6SS, darunter aus Hainburg 228, au« Deutschland überhaupt 878, aus Rio de Janeiro 18. Schulen: Bagdad. Herr Direktor Garat theill mit, daß er den Unterricht i»«' Türkischen und Arabische n zu Heden suche. Das Local-Lomite hat beu Unterrichts-Minister der Pforte ersucht, einen tüchtigen Lehrer des Türtischeu senden zu wollen, und hat sich nach Beirut, wo bas Arabische besonders gepflegt wird, gewendet, um dort einen Lehrer dieser Sprache zu gewinnen. Herr Garat glaubt, daß man mit Hülfe de« Arabischen di« »rogrammmätzigen wissenschaftlichen Lehrgegeustänoe behandeln könne, da es an arabischen Büchern nicht fehle. Er besteht aus'> der Rothwenbigkeit let Unterrichts in hebräischer und arabischer Kalligraphie, da diese im Land« hoch geschätzt wird. trrarr bittet er bas Eeulral-Eomite n« Beistand für den urerricht im Englische«, welches in Bagdad so nützlich sei. Wen« dl« dortigen Israeliten Englisch lernen, so könne» sie nachher nach Ostindien gel»«n und dort ein gedeihliche« Fortkofumen finden. — Man wird sich deswegen mit den, Rathe der Auglo-Jewish-Affociatio» in Verbindung setze». — In einem späteren Brüse berichtet Herr Garat über rin am 20. Dezember adgehaltene» Ezainen im Hebräischen. Die Schüler wurden in lllajchi geprüft, und haben dann üiotnnüo hebräisch« Ezercitien gesä,rüden. Düset b«.n anwesenden Räbdineu neue Verfahren hat ihnen sehr gefalle». Ebenso waren sie darüber erfreu,, daß dü Schüler bas Hebräische ohne Äejang lasen, wie tue« im Orient gebräuchlich ist (auch im Occident ehemals)! Der Singsang hindert dü Linder mit Berstäitvniß zu lesen, indem er an mechanisches Ableiern gewöhn«. — Herr Lurion in Bagdad bittet, auf di« Errichtung einer Mädchenschule Bedacht zu nehinrn. Viele arme jung« Mädchen daselbst verdienen Selb durch Anfertigung von tzsickereün Seid«, welch« de« indischen den Rang ablaufe». Was würden sie erst leisten, wenn sie guten Unterricht erhielten l — Das E.-E. wird gern dazu Helsen, glaubt aber •) „»echt». Jsr." deNager pch darüber, daß düse« Schreibe» zurrst t» «U»»srNgrn viättem Ubers,>t abgeoruät worden sei. Was un« de, trist;, f» tzaven wir da« Schreiben lnhd-raphtrr oom L.-C. erhalte», al»r»»o« ne unserer chigenschafr als dessen Ltitgtird. von dem. was d» un» allomnaUrch zageheiwe» Lrakrandm «a»ha»»m, Hab« wir »dch Ni» «ne Sab« oerbffemtich», «ib werden da» nicht ttzun, auch wr»a r« jl.ÄA »« ois«ntun»i-s»e rhmsache» haudelt». Dies« Lratranoen sind auch sG»'^oua«t«otüU' »«zeichnet. Da« seaglich« Schreiben trug dies« [plÜlMi nicht, es lag dazu gar kein »eäkbarrr Srund «or, " «Nb so r-muen auch wir axte; et» -edente», nach tiat Verletzung der Hchstmefs» Dar» «utbesech mm wir «iw solch« „frohe Botschaft" so sch»« ««.möglich aeröfienMstea. Dü »nigtru und Sewisseatzaftigkeu .-««», int der M« il^g. dieveschlugfosfung bi« zum chinlausea der -Kdta »er »»»aNIrliaea Mitglieder vertagt hat, obgleich dü Aaaatznt» der i Amt ftädottchea Ueierwgaag bedurft», Wan» »ü tzeriorzatzeben'nicht aechM. ' >i‘ . Ij nbwnrten ft müssen, bis die in Paris ausznblldenveu Lehrerinnen ihren Sursits vollendet haben. — Der Schule tu vrtnkerri zu Aonlantinopel, weich« 50 Schüler, worunter 3k zahlend« und mi, eine« Deficit z« kämpfe« hat, weil den arme« Lindern auch Lüidungsftücke gegeben werden misse», wird rin Zuschuß von I5V0 Frc«. beivilltgt. (Schluß folgt) fpaläfttua. Jernsale«. „Jew. Thron.- vom 16. Januar bringt «inen Brief ans Jerusalem, aus dem wir einige 4l«szüge mittheilen. „Ihre Leser werden sich erinnern, daß der Professor istrttz und seine Freunde, die beiden Herren Lewy, unsere Stad! besucht haben. Eü sahen, daß alle Eonsesfione«, Protestanten, Katholiken, Armenter, Griechen rc. vorzüglich« Schulen mit ausgezeichiteten europäische» Lehrern haben, worin die Linder de« Lande« enropäische Sprachen und verschiedene Gewerbe fernen, aber bei den Juden in Jerusalem besteht keine einzige Schul«. Es ist weder Unterricht noch Bildung in der Genieinde, und ich muß sagen, daß unter der Jugend große Unfiltlichkeit herrscht. Die gerannten Reisenden überzengtrn sich, das die «ngltsch-preußäschen protestantischenMijsionäre Fortschritte mc che«, nicht unter Erwachsenen, aber unter jüdischen Lindern. Sie haben Waisenhäuser, Schulen, Institute gegründet, in letten jüdisch« Linder Kost, Kleidung und europäische Bildung umsonst erhalten, und natürlich werden sie dort Christen. HA ist einleuchtend, daß Inefe Linder ihrer Religion abspenstig geinacht werden, aber glauben Sü nicht, daß dies dü Herzen der fei* ligen ... in Jerusalem rührt. Nicht im geringste». — Es hat sich ein Comite in Europa gebildet, um Beiträge süc em in Jerusalem zu gründendes Waisenhaus zu sammeln und jüdische Lehrer aus Europa dorthin zu senden, damit dü Linder erzogen und gebildet und aus den Händen der Eeelenflinger gerettet werden, von deren Eifer und Erfolg die Herren:Se«y betrübend« Beweise gesehen hatten. Die jüdischen Jesuiten in Jerusalem (ich kann nicht umhin, düsen Ausdruck zu gelwaucheu) wurden beunruhigt, als sie die« erfuhren, denn sie fürchten, daß, wenn dü so erzogenen Linder heranwachsen, fr lieber freie Mensch« n als abhängige sein, lüber ihr Brod erwerben, als bette n wollen. .... Daher tiftrn sie gegen du» Unternehmen. Jerusalem» Juden brauchen Geld unv Brod, aber keine Schulen. . . Vor Kurzen halte ich eine Unterredung mit Liamil Pascha, dem Gcuverneur, wir sprachen Über dü Mözlichkeit einer Verbesserung der socialen Lage der Juden Jecusalems. Er sagte mir, wen» eingebornc gedübelt Jade«, welche europäisch,! Sprachen verstehen, vorhanden wäre», so würde dü Pforte in allen Fällen lüber Juden als Armenier oder Griechen in ihrem Dünste verwenden, besonders i r Jernsaüm. (Wir haben manche harte Ansdrücke und Sätze aus diesem Brüse weggelasien. „Jew Ehron." ist ein durchaus orthodoxe« Blatt; wir wissen aber, daß diejenige», weich« einmal in den jüdischen Einwohnern Jernsale,»« lauter a»detungswcNhe Heilige erblicken, die durch die Nähe von „Schulen" nur in ihrer frommen Beschäftigung gestört werden warben, in ihret L^cht belassen werden mögen. Von allen Stand.,len, dü sich neuerdings dort ereignet habe», unl> dü in Blättern, wü ,Hamagid" und „Unio. Jsr." zur Sprache gebracht worden sind, haben wir eben darum lüber geschwiegen. R. d. Jsr. W) Vermischte und . neueste Nachrichten. , Berit» Ich. Jacoby hat, wie die „Reichszeit.- meldet, dns Reichswandat sür den Leipziger Landkreis abgelehut. — Avv. Fraulenbprger hat sich der Fortschriuspartri anaeichlossen. yrrii», .4. 8«lh, Di«. Sjefet tjMr 25Mrfee» klinijshe» Lehrttzatirkeit üniert« hochgefetert«« Mübürgrr« Vr. Ltldwtg

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.