Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 3. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 3.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/5369809-5935028-5935752--1989-5371525
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Man* selbbet de» Direktor«, LH. Lqe» und lohe» t» tXK <%ewntt* |er hrb» Grammatik »ehnie«, um sie da»» ibrei Seilert btiutbctaotn. — De» wichtigsten Theil de» die»malig«n Sitzunasbericht» bildet die ^Russische Angelegenhest". Lr. vr. Bamberg« in KäaigSstorg hat »iae ansführliche Denkschrift über die Fortsetzung Hz»». Wederankuah«« der Unternehmung eingesendet, ««Heere «iswärttge Ritglleder haben ihre Ansichten und Vorschläge darüber mitgetheilt. Hr. vr. vamberger schlägt vor, daß die Lüiance 1> zur Unterbringung von russischen Waiseuu»d andere» Kindern i» Schule« und bei Lehrherre» ein« jithrUch« Lusgab« von 1000 Thlr«. auf ihre» regelmLßigen Est»t setz« und 2) in gleicher Weise eine Summ» von 1500 Thlrn. p. *. |»r Erhaltung eiue« Depot« bestimm«, wo di« zur Unterbringung bestimmte» Kinder etwa g Monat« bleibe» sollen, damit «an »ährend deff«» ihren Eharakter und ihr« Fähigkeiten kenne» lerne» und sie für ihr« künftige Lausdahu vorvereite« oder uLthigeusall» in ihre Heimath zurückschicke» könne, insofern Manche kein« Aussicht quf ffrsolg darbtet«« sollten: man würde hierdurch dem Lomir« von Königsberg manch« nachthellig« Reklamation«» und viel« unnöchige Koste» erspare». Di« auöwärtige« Mitglieder und zwar: Herr Schwarz — Wk Neu mann — Berlin, LandSberg — Liegnitz, Dreuensel« — Stettin und Po»tremoli — Bercelli spreche» im Wesenstchea ihr« Zustimmung zu der Denkschrift de« Hrn. v. au«. (Schluß folgt.) Lermlschte und ueueste Nachrichte». S. Belgard. (Or^Lorr. Durch Zufall sehr verpäsmy Bor einiger Zeit erfuhr ich, daß i» de« ein« Meile von Polzi» belege»«» Dorfe Sroß-Poppelo» ein jüdischer »»ckangreicher vegräbnißplatz sei. Nach näherer Erkundigung — ich konnte «ich leider »och nicht selbst an Ort und Stelle begebe» — erfuhr ich, daß in gedachtem Dorf« «ine bedeutcak« jüdisch« Gemeind« war mit Sonagage» Schule, Rikwah x. Bi« zmn I. 1772 gehört« Gr.-Poppeiow zu Polen, 1810 wurde e« zur Provinz Preuße», dann zu Pommern geschlagen. Al« da« Dorf aufhörte, polnisch zu sei», verzogen die Jude» von da, und der vegräbnißplatz blieb der Zerstörung anSgesetzt. Al« sich später Jude« in Polziu, velgard, Schivelbei» und Daber niederließe», erhielte» sie die Erlaubniß, chre Lobten in Sr.-Poppelow zu beerdige», und zur Erhaltung der Grabsteine unv der Umzäunung zähsten sie an den Gutsbesitzer «in« Steuer. Nächsten Sommer gedenke ich s. G. «. »«ich auf de« Friedhof zu degeben und die Grabsteine zu untersuchen. (Ein ähnliche« Berhästniß fand in dem Dorfe Heinrichsdorf. dem Grafen Arni« gehörig, statt; auch dort war, wie mir erzähst wurde, eiast ein« alte zahlreiche Gemeinde, mu> der dortig« Friedhof wurde noch lange von nahe» und entfernten Orte» au« benutzt. Red.) Hamburg, 4. Januar. Bon de« verstorbenen Herrn Rose« Lieberman» wurden an Legaten hinterlaffen: Der Bltnden- Lustast 200, de« Verein fite Knuüachflege von 1881: 50, dem Paultnenstlft 200, dem Dmusch-irraelsttsche» Watsen-Jnstitut 500, dem Frauea-Veretn zur Unterstützung armer itraelitischer Witt««» 250, dem iSraüttifchm Mädcheu-BekleidungSverri» 50, der Eduard Kley-Stiftung 200, dem Stipeudiumvereia für israelitische Studirende 50, de« Frauen verein zur Unterstützung der Armenpflege 200, dem Verein zur Umerstützung hüfsdedürftiger unverheiratheter Frauenzimmer 200 und dem Verein der jungen israelitischen Srmenfteunde zur Bertheüung von Suppen und Brot 50 R. v. — Da« provisorische Local-Lomit« der Alliance J»r. UMv. für Hamburg-Altona, besteyeud au« den HH. Philipp Simon (Vorsitzender), Michel Pardo (Schrtstführer), Benjamin Lurta (Schatzmeister), Loui« Bernav», Ra. Heymann, Vr. J»l«r, H. Matthias, Ph. Meudelsou, D. Rüde» und I. Schünseld, Hai sich «st eine« die große» Zweck« der Alliance znsomnu» ' fasende» warwm Amr»f zu» Bestritt an dt» OnnibchenckR glich« gewandt. Der günstige Erfolg wird hosftniltch nicht - auiibletbe». . i Metz. Der Pariser »Temp«" hat sich berichte« m daß eine bei dem Bankier Gondchaux, einem JSraeltteu, atzü 1 gehaltene Wahlversammlung beschloffen habe, den vifchäs vost Retz al« Abgexdneten für den Reichstag zu «äblen. Etz sei sehr charakteristisch, daß Israeliten und Republikaner de« " Bischof die Stimme geben wollten Di« „Optnion Nationale^ hat diese Nachricht alsbald für erfunden erklärt. Vrüffel. Di« Stadt hat der israelüische» Gemeind« «in» jährlich« Subvention bewilligt, welche dem Kapital für de» i Ankauf eine« für den Bau einer großen Synagoge erforderlich:» Platze« entspricht. (Arch. Jsy.) Port«. Hr. Soldfchmtdt, BicepräfideM der Alliance ISe. UMv. hat den Vorsatz geäußert, durch ein« Gabe von 50,000 Fr«« die Lhätigkest de« König«berger Lowste» für dt« russischen Waise» auf längere Zest hin««« sicher» zu wolle». («. J«r.) — Di« Bildung einer Gemeindekaffe nimmt einen sehr erfreulichen Fortgang. ES find west er Veiträg« vy» 10,000, 5000, 8000, 1000 Fra», (mehrfach) tingelaus»«, «ch t» ent, . sprechender Weise mehre» sich auch die Spende» von geringere» Beitrag«. (Un. Jsr.) Feuilleton. Der Bamer. (Schluß.) E« siel umsomehr auf, — de«» so wenig er sich um Ander« kümmert«, war er doch der Gegenstand allgemeine» Aufmerksamkeit geworden, — al« «a» ihn einig« - Monate nach den erzählte» Vorfällen, durch mehrere Lage-i« Dorfe sah. E« blieb nicht lange ei» Geheimniß, wa» ihn au« feist» Zurückgezogenheit hrrauSgetrirben hatte. Alle West sprach davon; di« Einen lachte«, di« Andern ärgerten sich darüber; da« Schlußresnltat jedoch war. daß man einstimmig behauptete, Ephraim müffe zum mindeste» wahnsinnig fest». ES handelte sich aber um Folgende«: Ephraim hattte der Temriadevertretung den Vorschlag gemacht, sie möge doch ein an sein Befitzthum stoßende« Röhricht, da« alljährlich b« Hochwaffer von vor Theiß überschwemmt wurde, von dem daher di« Gemeind« gar keinen Nutze« zog, eindämme», da, durch würde sie «inen Flächenrau« von über hundert Joch gute« Ackergrunde« gewinnen. Er legt« «inen Plan vor, ast» - dem ersichtlich war, daß dt« Lhalmnld« in der da« Röhricht lag, sich am Ufer de« Strome« bi« auf etwa fünfustdzwaB zig Klafter «tnengie, daher ein Damm von dieser Auge, der mst geringe« Kosten hergestellt werden könnt«, genüge, um da« Röhricht trocken zu lege«. Die «eisen Väter, Notar und Richter an der Spitze, beguckte» und begaffte« de» Plan »nd verleihen da« Projekt t «Hobe» wir nicht genug Weideplätze?" sagte« sie, »wa« M* ‘ len wir mit diese« Grund« anfange« k — Woher Ml GeD. |um Damme nehmen, den vielleicht da« nächste Hochwasser' zerstör!?" Da» war die verathung, »nd da« Resultat: daß man zwar Ephraim für seinen guten Willen dankte, chm auch - aber erklärte, sein Pla» wäre unpraktisch, daher auch unaulf sührbar. ■>'< Da erbot sich Ephraim d«« Damm auf eigen« Koste» Herzitstellen, wenn die Gemeind« ihm di« Nutznießung de« m durch gewönne»«« Voden« auf dt«. Dauer vou fünfzehn re» übertaffe» »all«. Ra» lichte ükr ihn, sucht, chm

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.