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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 3. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 3.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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»Der StaatSzuschuß für die ilt. Lentralkfrchenkaffe »ttcbc hiennch t» Ganze« 13,400 fl. betrage». Da »»» aber dieser Zuschub tm Vergleich mit den Leistungen der Staatskasse für di« Kirchen und Schulen der christlichen Konfessionen einerseits «ad dem diesen Leistungen gegenüberstehenden Besitz des Staates an vormnligem Kirchengut anderseits als hoch erscheint, da ferner die Beiträge zur Kirchenkasse zu den Ausbesserungen der Schullehrergehalt« den Maßstab namhaft übersteigen, in »eschem die gesetzlichen Beiträge der Staatskassen an die Gemeinden zu deren Volksschulen durchschnittlich bemessen worden »nd da endlich die i-r. Kirlhenkaffe seit einer Reche von Jahren den StaatSzuschuß nicht vollständig verbraucht, dieser vielmehr znr Ansammlung von Erübcigungen für die Kaffe gedient hat, so erscheint e» „der Regierung angemessen", daß eine «eitere Erhöhung de« EtaalSzuschnffeS nicht einfach in de« Betrage von 2800 fl. eintrete, sondern di« Erhöhung bis z» dieser Summe in der Wirklichkeit nur insoweit stattfind«, als ein StaatSzuschuß zur Deckung de» DeficU» der Kaffe erforderlich wäre, da» sich für dieselbe bei voller Ausnützung ihrer Einnahmequellen ergeben würde." So der Wortlaut der Motive. (J»r.) O-sterretch. Wie», Ansang» Januar. Ja der Ende vor- Monat» fiattgehabten BorstandSfitzung der hiesigen i«r. Allianz legte «nter Anderem der Hr. Vorsitzende Jos. Ritter v. Wertheimer mehrere Gutachten (au« BreSlau, London u. Paris) über die Agricultur-Schule in Jaffa vor. Dieselben stimmte» darin überein, daß diese Anstalt unter den bewährten Händen ihre» Gründer« und Leiter« de» Hrn. Retter eine groß« Zukunft rund deshalb der Unterstützung in hohem Grade würdig Herr Prof. Gr ätz, der die Anstalt vor zwei Jahren besucht hat, verspricht sich vom allgemein nationalem Standpunkte au« viel Heil für di« gesammte jüdische Bevölkerung Paläftiua'S au« der Blütye und de« Gedeihen einer Agri- «ltllr- und Handwerk«-, kurz einer Ar beit «»Schule in einer fnuhtbaren, gesunden Gegend de« heiligen Lande«. Er hofft, daß die Anstalt, in ihren Anfängen kräftig unterstützt, in kurzer Zeit auf eigenen Füßen werde stehen und mit der seit längerer Zeit daselbst bestehenden christlichen an Erfolg «nd Lebensfähigkeit werde wetteifern könne». Zur Zeit seine« Besuches hätten 2S Zöglinge die Anstalt besucht. Herr Goldschmidt in Part», welcher di« Anstalt auS eigenen Mitteln mit außerordeutlicher Munisicenz bedacht hat, weist auf da« höchst deachtenSwerthe Moment hin, daß fast sämmtliche Zöglinge der Anstalt au« Waise» sich recrutiren, die, jeder elterlichen Fürsorge beraubt, nunmehr in einer gesunde» Gegend eia Heim hätten, wo sie für eine» künftigen Erwerb vorberettet werden. Wäre die Arbeitsschule in Jaffa auch nicht ein« ErziehuagSstätte für unser« Brüder in Palästina und i«er Türkei, so verdiente sie schon gewissermaßen al» Waisenhaus eine kräftig« Unterstützung. Albert Sohn aus Pari« hebt in seine« Schreibe» hervor, daß durch eine Restauration und Erweiterung der Räume eine oeilere Unterstützung der Anstalt jetzt ganz besonders uölhig fei. Der tSorftaud der hirs. Israel. Allianz stimmt hierauf dem Anträge de« Präsidenten, der Anstalt in Jaffa eine Subvention zukommen zu lassen, einmüthig bei. E» wurde beschlossen, ein« Subvention in der Höh« von 100 Pf. Sterling unter der Bedingung zur Verfügung zu stellen, daß der Nest der von der Anglo-Jewish-Afiociatio» geforderten Summe von den übrigen ähnlichen vereinen ausgebracht wird. n. Prng. (Schluß.) Der JubiläumStag de« Kaiser« wurde von der Prager Jubenschaft besonder« festlich begangen; außer dem bereit« erwähnten FestgotteSdienst im T»«p«l, war auch ein solcher 1» der Alineusynagoge mit Red« von Rabb. Adler, in der große» Ho! synagoge, Redner Rabb. Ginger, der Klanssynagoge, Reimer Dr. Srüu und der Reusynagoge, Redner Dr. Tauber. Der Chan ekaverei» zur Bekleidung armer i«r. Schulkuder verttzeiltt am 21, d. M. t« Sonoictsaal« fünfzig arme» Kinder» Wm Wmterkletder. Herr Rabb. Dr. Stau hbüt bet der hierzu veranstalteten Shanukafestlich'ett die Rede. I» Lfike Jehuda-Bereiu wurden in diesem Monate zwei Borträ,^ gehalten, der ein« von H. L Wolf „über di« Ent« ckeluag de« religiösen Unterrichte» bei den Juden," der andere von H. vr. R. Grün „über die Agada im Talmud und. Midrasche" Die Ergänzung« vahlea in die Gemeinde-Repräsentanz änden diese Woche statt, e» werden die früheren Mitglieder scimmtlich wiedergewählt werden. Am 23. KiSlew, al» dem Gedenftage der Austreibung der Juden au» Prag unter Maria Theresia, wurden in der Altneusynagoge Selichoth gesagt, unter welchen auch die Helicha Rr. 10 vcm dritten Selichothtage. Der greise Rabb. S. Freund, der diese Synagoge besucht, setzte für diese« Jahr diese Selicha vo, der Tagesordnung ab, mft dem veoierken, sie fei für unsr« Zeit nicht mehr zeitgemäß.*) Der alte Herr hat zuweüeu solche moderne Anwandlungen. Ara«kret«H. Pari«. (Bericht der All. J«r. üniv. für Decvr.) Reue Mitglieder werden angemeldet 255, darunter au« Deutschland 144. — Unter einer Reihe von Soeaden bemerken wir 20,000 Frc». von de« verstorbenen Herrn BischoffShei« Erben. Bor Eintritt in die Tagesordnung der Sitzung vom 10. December erhält der al» Gast anwesende Herr Benjamin Hart au« Rewyork, Vorsitzender de« Board of Del egale« der amerikanischen Juden, da» Wort, um aus eine Anfrage in Betreff der Auswanderung russischer Juden nach Amerika Auskunft zu er hellen. Er bemerkt, daß die Förderung dieser Auswanderung sehr gute Resultat« ergeben habe, insofern, al« die nach Amerika gekommene» JLraelllea sehr bc.lb sich selbst helfen kr nuten. Sehr wenige von ihnen haben von dem Board weitere Hülse, al« di« bei der Ankunft erhaltene, «rbllten müssen, und manche konaten ihrer Famllie Ged sende«, oder sie rach Amerika kommen lassen. W nn in der letzte» Zeit ruinänische Auswanderer nach Europa zu rückgeschickt worden sind, so liegt die« nur an der gerade llt Amerika herrschenden Krifi«. Der Präsident dankte Herri» Hart für seine Mittlelluugen und für den brüderliche» Beistand, welchen der Board den wohlthätigen Unternehmungen der europäischen Juden und der Alliance leiht. Herr Hart erklärt, daß e« an diesem Beistand« nie fehlen werde. — I» Betreff der Schule» wird au« Konstantinopel Ungünstiges berichtet. Parteiungen in de: Gemeind« geben da« Unterrichtswese» dem Verfall prei»- Herr «eniziani glaubt daher, daß doS Somit« der Alliance zu Konstantinopel die Schulfrage in die Hand nehmen und auf eine Einigung in der Gemeinde hiaarbelle» solle. Da« Lomlle hat vorläufig eine Commission zu diesem Zwecke erwählt. — Ackerbtutschule zu Jaffa. Zuschriften von der itraelttischen Allianz in Wien, Herrn Oberbb. Astruc in Brüssel, Herrn Rijkerk in Amsterdam, d.:a Lomite'S von Berlin, Livorno und Rom melden, daß min sich an den genannten One» mit der durch das Volum d:r Anglo-Jewifh-Association für die genannte Anstalt eröffn« ten Sudscription beschäftige, und lassen «inen guten Erfolg;rhoffen. (Siehe unter „Wen".) AuS de» weiterea Schulberichten theilen wir nar noch — einigermaßen al» Kuriosum — mit, daß in Smyrna und Tanger die zrm Unterricht im Hebräischen beruseneu „Rab- 1 9t tft fc* Selicha JTWI. im Minhag »schteia« Nr. 3 am vierte» Tag«. Di« ohne Zweifel hier gemeint«, mit Buchstabe» Jod Stimmte Strot te ist schon in manche» alten Nusgaten so uaiflctateit, i da« „Nicht- ^eitgemäste" mtserM Worte» ist. So unbedeutend die Sach« a» sich, st mache» wir doch di« „Jüd. Presse" daraus ausmertsam. Nach ten von ihr allerneueften« ausgestellten. in der That nagelneue» Principim. »An »u» auch von tzrn. Nabb. Sam. Freu»: in Prag «i» „Nttentat gegrn da« Jutenthum" verübt, und st« hätte ten tllann „zu ten Todte» zu itersen." Hat er doch eine» »inhag gebrochen, »er ohne ZweifÄ legat satctionirt »orten ist. da man seiner Zeit gewiss in Prag seftgesetzthat di« und di« Selichoth zu sagen — wo« sich, wohlgemertr, te» ten Piutim in der Neget nicht behaupten läßt. Und «ine Settchah gestrichen — odmdrein nicht etwa um der Abtürzung willen, sondern al« nichtzeitgemthl — oder niete »der all«, »der alle« HebriUsche an« dem OattHMarl« gestrichen. oder JTTljna "lttt. da« ch ja noch der „3»». Presse" fIM «inertet.

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