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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 3. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 3.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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«b Dto|e»alifnfe scheide» vir aU «ndIhabe» nun «er Mittel S4nMM bat Sttestt-Mer bk t» biwklbni «tantbct BWztllh»rst,h«>de»Gl«nkitk*std bk Resultate dieser Betrachtung E^bas Jndenchnnt thMi'ja sagen. Berichte mr- Lorrejpo»deazeu. De«tschte»-. Berit». Das Rovemberheft des in de« Ministerium der geistlichen, llutetrichts« und Medtzinal-Angelegenhetten herausgegebene«: »Eentralblattes für die gelammte Unterrichts Venvaltuug tu Preußen* liefert interessante General-Uederßchten über dt« Krequenz der höheren Lehranftalße« tu unser« Staat«. Namentlich geht daraus hervor, in «eiche« Maß« sich der evangelische, der katholisch« und der jüdische Theil unserer Bevölkerung (von den wenige» Dissidenten abgesehen) an de« Besuch« dieser vildungsaustaltrn bethelligt, und dieses Resultat, das wir, der leichtern lleberficht «egen l« Prozente« ausgedrückt mtttheilen «oste», giebt, wenn «an es mit den entsprechenden Bevölkrrnngspffer» «rgletcht (in Preuße« find rund 18 Millionen Evangelisch«, 8 Millionen Katholiken, 838,000 Israelin», d. h als« «ater 76 Menschen find 80 Evang., 28 Lach, und l JsL. und «ach Prozenten: 88"/,, ev., 33"/,, kath., t*u isr.) den Anhast zu ganz eigeuthümllchen Schlüssen, di« «r jedoch dem denkenden Leser zn ziehen überlaste,, — von de» 83,818 Schülern, welch« «ährend de» Winter-Schulse- «esters 1873/73 die Gymnasien besuchten, gehirteu (absernndet) 68 Proz. der evangelischen, 24 Proz. der katholischeu und 8 Pro», der jüdische» Lonfesfton an. Di« 8791 Schüler der mit den Gymnafie« verbundenen Vorschulen vertheilte» sich ans dies« drei Bekrnntniffe in de» Verhältnisse »«» SO Prch. zn 9 Proz. zu 11 Proz. von 3347 Besuchern der Progymnaste« waren 44 Pr^. evangelisch, 47 Proz. katholisch und 9 Proz. israelitisch; von 311 Vorschüleraware» warn» 74 Proz. evangelisch, 10 Pr« katholisch und 18 Proz. israelitisch. Di« Realschulen L Ordnung wurde» *#n 38,888 Schülern besucht, 79 Prq. evangelisch, 12 Pros katholisch und 9 Pr«, israelitisch. Die damit verbünde«» Vorschulen von 4802 Schülern, 83 Proz. evangelisch, S Proz. kacholisch und 9 Prq. israelitisch. Auf den Realschulen II. Ordnung befanden sich 4318 Schüler, davon 7» Prq. evangelisch, 7 Proz. katholisch und 18 Prozent isrnelitisch, auf de» Vorschulen derselben 1378 Schüler, 88 Sot evaogeUsch, 8 Proz. katholisch, 34 Proz israelitisch. Dk höheren Bürgerschule» wurden von 9301 Schüler» besurht, darunter 78 Prq. evangelisch, 17 Pr^. katholisch nud 5 Proz. israelstisch, die Vorschulen von 3646 Schiiten, 88 Proe. evang., 10 Prq. kath. und 4 Proz. iör. Auf «echrere» «och nicht zu Abgaugsprüfunge» berechtigten höhere» Bürgerschule» «nd sonstigen »och in der Organisation begriffenen Real-Lehranstulte« befanden sich »och 998 Schüler, woyou 7V Prq. evang., 20 Proz. kath. und 8 Proz. isr. Lonfesfion war««; auf den zugehörigen Vorschule» 189 Schüler, 83 Proz. evaug^ 33 Prq. kath. und 8 Proz. isr. — Bon den stmmtltchen 1.08,014 Schülern der erwähnten höhere« Lehranstalten, von de« Vorschulen zunächst abgeleben, grhöneu hiernach 20 Proz. dem evang., 31 Proz. de« Kuh. und 9 Proz. dem jüdischen Bekenntnisse an. Die Vorschulen wurden von 17,884 Schülern, 76 Proz. evang., 13 Proz. kath. und 11 Proz. isr., besucht. Ueberhaupt betheiligten sich an dem ^besuche der höheren Unterrichtsanstalte«. nebst Vorschulen im preußische« Staat« 123,898 Schüler, «nd davon waren 73 Proz. evangelisch, 17 Proz. katholisch und 10 Proz israelUisch. (Rat. Z) - Rskhr». Der Vorsteher der Smmgog« zu Linnich stand HG Estize» Lage» wir.** Schraten des Aachener Znchtpolizeigerichts, um sich «ege» vergehen» gegen ß 1 in verbind»»- mst i, 4 des SesePs .übe« dk Grinse» des Rechts znm Gebrauch« kirchlicher Sttaf- »nb Znchtmsttrl* conr 13. Mai 1873 zu veraniworte«. Der verklagt« hatte nämlich im Laufe dies, » Jahre» eines Tages «ach de» ersten Thetle des Gottesdkisteo in der Synagoge bekannt gemacht, daß et» gewisser B. femerhin nicht mehr zu den »Mitzpo* (Ehrenämter bezüglich des Lultus) zuzulaffen sei, da derselt« während'mehrerer Jahr« »«der LultuSkosten bezahlt, noch die mst dem »Mitzpo' verbundenen gebräuchlichen Beiträge bezahlt hätte. Von tem verklagten wurde unter Vorlage eines Atteste» de« Stiibblner», daß der Synadogen-Voriuhei: Strafmittel, wie da» erwähnt», nach altem Herkommen zu verhängen befugt sei, geltend gemacht, daß durch die Entziehendes »Mitzpo* der Kläger in seiner bürgerlichen Ehre nicht gekänkt worden sei; diß zu den »Mitzpo* in den jüdischen Gemeinden nur die frömmeren Mitglieder herangezogen würx«, und daß für einen solchen, welcher nicht herangezogen würde, hierdurch kein Makel auf seine bürgerliche Ehre falle, ll.'brigent sei auch die Bekanntmachung nur als eine Mittheilung au di« Semeindemitglieder zu betrachten und deshalb nach g 4 des genannte», Gesees straflos. Dem Antrag« aus Abweisung der Klage schloß sich das öffentlich« Ministerium unter Annahme derselben Motive an. Es ist Freisprechung erfolgt. (Dir lassen diesen in verschiedenen Zeitungen mitgetheilten Bericht hiir buchstäblich abdrucken. So wie die „Mitzio* wird wohl atch sachlich nicht Alles korrekt sei», lls wärz nicht adzusehea, was hier dk »Frömmigkeit* «st de« Ertheilen der Ehreufnnctlonen zu thun habe» sollte. (Sieht um» in Aachen — falls der fraglich« Rabbiner, der zu A. sein sollte — wirklich darauf, nur frommen Mitgliedern Mitzwoch zu geben kk) Mst einer solche« Erklärung wäre dk «Sachlage gerade verschcbe«. Was kann natürlicher sein, als daß Jemand, der niht bezahlt, nicht« «ehr geborgt bekonemt? »nd praenomenuiido oder gegen gleich bnnre Bezahlung werde» Mitzwoth nun einmal «stcht vergrbe». Das hat!»as...«st »Zucht «ad <?trafe* zu thun kl — Lehrreich ist der Vorfall aber dennoch. Denk «an sich nun erst einmal ln« volle »Freiheit* zu der schon vorhandene« Frechheit. Welcher an-- ständige Mann wird sich sobald zur Aebernahme eines fvorsteheramtes b°reit finden, wenn er jede» frechen Bub,.'» schütz-, los gegenüber stehe» und schließlich ln di« angenehin« Lag« kommen soll, sich ans der Antlagebauk «rthridege» zu müsse» k Red.) Strelitz, 8. Januar. E» wird kn Leser« aus de» Reichstags verhandU.ngen «nd vielfache, Ve>>prechungen in der Preß« erinnerlich sein, daß unser« Regierung uaierrr städtische. Schule die bsherige jährliche kudleoatwn von 30«) Thaler Gold entzöge:,, weil der Magistrat und dk Stadto«i:»rdneten dk verfaffu«zsmabi-'vollioge»« Wahl des jüdische» «Senators Sanders „um Schulvorstand nicht habe« rückgängig machen wollen. Der so für dk Schulkaffe entstanden« Ausfall ist durch mehreie answLrt» lebende Strelitzer gedeckt worden, welch« ihre tirsjährtge Sendung an den Magistrat mst eine« Schreibe« begleiteten, worin sie namentlich ihrer freudigen Anerkennung der von unserm Magistrat und der Stadtvertretung bewefenen ehrenhafte» Gesinnung Ausdruck gehen. Ja unserer Stadt herrscht darüber freudige Aufregung. Wsms. Wir haben mst großem Interesse in Rr. 48 Ihrer gesch. Zestschrist Ihren Leitartikel »Zwei Deakschriften über die SBrrfaffung der Synagogen Gemeinden in Preußen* gelesen. E» ha, uns gefreut, daß Sie zur Präciflrnog Ihres unparteiischen Standpunktes alle jüdischen Blätter in Deutschland, die sicj mit rubricirter Frage schon fest langer Zeit beschäftigten, die Revue Yassiren ließen. Auffallen mugte es uns jedoch, warum Sie neben der »Jüdischen Presse,* de« »Jsraelst,* der »Zeitung des Judeathums" nicht auch der, »Jüdischen Lolkszeitung* erwähnten? Wir find mst viele«: Ander» von Ihrer Unparteilichkeit überzeugt nnd dürfe» da-

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