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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 50. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 50.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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r, tat -«lehrt»» Dr. Lt»t»er. Elfterer begrübt sei« ver- . ^hrn >md »»HL»-er stet« «tt »Dscd^jlm", und Letzttrsr ^4»nn tu dieser ganzen, großen Weltstadt kein« paffenden — ^'Haudschuhe bekomme». Der Gottesdienst in solchen Synago- ''gen wird, um Publik«« heranzuziehen, ebenfall« mit Gelang ' «eid Predigt abgehalten, und, wundere man sich nicht, auch " hier wird nichts «etter dl» «in Seschäst gemacht. Da« ganze Leben und Treiben der jüdischen Gemeinden - tu Amerika, ihr« Tempel und ihr Gottesdienst, beruht nur . aus Geldmache«. Auch sogenannte Sabbathschulen werden. »eil es einmal Rode ge »orden ist, von den Gemeinden er> .' halte«. Doch wie tranri es mit diesen Pflanzstätten aussteht, .davon hat ei» deutscher ihrer keinen Begriff (0 doch!. Red.); Die Knaben bringen rt >i» zu ihrer »Bar-Mizwah" kaum so wett, di« »veracha» . rechen zu können, halten aber an tau Sadbath, wo ste ,« ihren Vätern als selbstständige Israeliten nrerkannt «erdn, lange «ingepaukte Reden, z. V: ^Hereuleti am Scheidewe ", »zu frühe Liebe" u. s. w. Solche TageSerrign e füllen oft ganze Spalten jüdisch- . «»eritanischer Blätter. Glücklich stad di« Eltern über die großen Fortschritte ihrer söhne, den» ste haben nun die Gewißcheil gewonnen, daß una Jsrael ihnen Kaddisch nachsa- 8» könwn wird. Fel >ejchoff«n! Der baierische Empor» «mling, welcher i«? iverp durch Kleiderhandel reich geworden ist, wird eingell n zu seinen Vätern, und um nicht »om höchsten Gericht vr rtheili zu werden (im Himmel kommen di« Amerikaner ui t mit Bestechungen an) wird ein Schiur-Rebdichen gemiet t, und der muß ein »Bolack" sein, da ein Baier oben teil n Einlaß findet. Dieser muß für den heiuigegangenen P fidente« der Gemeind« N R Kaddijch sage« und Schiur rnen, «eil die Söhne de« Berstorbenen jene» Gebetstück \ lesen nicht im Stande find. — (Fortsetzung folgt. *1) Vermischte m neueste Nachrichten. Dali*. Der ftaljj orthodoxe Judenthum liehen. Brest«», IS. De« tu der vor. Woche tri Losch«« Falk zu der, Laudrabbmer Tcktin verwandter des ver Witten, io. Der. . recht traurtg«, daß wb nicht den Kohleu-Brzin bei,lohe ebenso viele a> daß der westfälische M färbt ist, wie der rheiil Steel« besteht seit lai de« mau stet« mit los" nannte, vor «i Ehren eines dortige« Frier seiner goldene« aust-alte». Da aus ein soll der Entdecker grw^ riugcres handle, als tudnagen. nud nimmermehr etwa *) «e soll «a _ thualichft |b MtiMiMn. *n*a» |u »imM Mat «tr mM«! i 3 da« MM, »«» (mm . r- ■ bat dem Rabbinerseminar für da» Rechte einer juristischen Person verr.-Eorr.) Bon bier Hab« ich den len Tod des Rabbinatsaffeflor« R. n. An seiner Bahre sprachen Hr. der Rabbiner aus Schtldberg, ein »en. ^*ac*y I ider ist e« «in« Thatsache, eine :le schwarze Flecken (ich meine ft« unserni schönen Westfalen haben: im benachbarten Rheinland«. Und tismu« ebensogut in der Wolle gei, davon folgende» Pröbchen. In! Zeit «in Mäuner-Gesang-Lerein, gewiffeu Wohlgefallen »confrssion«- n Tagen beschloß dieser Verein, zu ger-Paars, da» unmittelbar vor der zeit stano, ein Ständchen zu vereutdrckt« mau (das Orts-Päpstlein sei«), daß es sich um nichts Gern» Juden-Paare eine Ovation dar- »I Aus dem Ständchen durste uun werden. Der Dirigent, dex nach eist» sei», doch bittrn mit, Perstaichkeitm («mpn «ft »»« hier «u*crf«m Vit» wohl der di« »chonrarrrnzm» da« »Geschäftdiese« od-esehrn. ist, »enn me» di« tu Niete« »tztidm »i« de»»««-. Lech ». uu» «. «rcheiit« Lo» stft u»I »,r tktza» ftlii dmsetdrn dezteht. fctaf »etzl l)* *- - gener Mitthelluug «nter de« Einfluß de» locale» Unfehlboren steht, lehnte jede Mitwirkung ab und mit ihm di« hervorragendsten Mitglieder des Vereins. Dies« Prob« des Gegentheil» von Toleranz hat diejenigen Mitglied« r des Vereins, die nicht auf dem Standpunkt« der obigen stehen, »er« gsilaßt. ihrrrseU« a>G dem Verein« zu treten. (F. T.) RheUk. Die »Köln. Ztg" bringt im Jnseratentheil folgenden Protest über die von hier berichteten Exeffe bei Gelegenheit eines jüd. Begräbniffes: »Die Endesunterzeichneten, welche di« in N,:. 332, stehende Eorrespoadenz aus Rheidt unterschrieben haben sollen, protesüren ganz entschieden gegen den Mißbrauch ihrer Ramcnsunter christ, indem fie hierzu Niemanden beauftragt Huben und dasselbe ohne ihr Wiffen geschehen ist. E. La!)». B.Leri. S. Eabn. Jacob und Isaak Levy. Wiestsde», 12. December. Sestern Nachmittag hielt der von den h,es. Separatisten angestellte Rabbiner Vr. L. Sahn bei der Beerdigung einer hiesige« Israelitin v o r rem israelitischen Tottenhofe die Leichenrede, weil der Vorstand der hiesigen israelitischen Eultusgemeind« nicht gestaltete, daß anoer« als der hier angestellte Gemeinde Rabbiner, ohne ihre speziell, Genehmigung eingeholt zu haben, auf dem hiesige« israelitischen Tovtenhose Leichenreden zu halten. (Minelrh. Z.) Erlange». Da» nach dem Ableben des 0,7. Herz zusammengeiretene Somit« hat zur Errichtung eine» Denkmals für den b<liebten und verehrten Mann reichliche »Seilräae erhalten. Es wird eine Statu« in Erzguß anferrigen lassen; die Stadtiehürden haben die Aufstellung derselden auf einem öffentlichen Platz« in der Stadt genehmigt. (Einem Juden ist solche Shr, noch nicht widerfahren.) Wien, 3 December. (Or. Sorr.) Der ehemalige Raobinatsaffef or Spitzer ist mit seinem Häuflein beim Landtaze vorstellig „«worden, um den» doch di« Spaltung d:r Gemein)« durchzusetz,». Gleichzeitig ist der Oderrabbiner Schreider.au« Krakau hirr thätig, um «in gleiche» Bestreben der Fortschritt»- paatei in Krakau zu hintertreiben. Er denkt vieleicht quoä liest Jori, non licet — Der Tag de» Jubiltum» wuroe hier in b:id«u Gemeindetempel» unter großem Zudrang de» Publikums solenn gefeiert. Win>. Hrn. Julius Mosenthal. Kaufmann in Paris Vertreter der Sap-Eolonie auf der Wiener Ausstellung, ist vom Kais-:t von Oesterreich der Kronenorden verliehen worden. (Dev. W.) Drof ihyez, 14. Dezember. Gestern Abend veranstal et,.m anläßlich der Wahlbeftätigung de» Abgeordneten Mise» die Israeliten Ruthenen und versaffungStreuen Polen ein gemeinsame» Festbankett, welche« sich zu einer imposanten Verfassungsfeter gesta.tet«. vr. Wohllerner, Blce-Vürgermeistrr, hielt di« Festrede Namens der Stadtrepräsentanz und erregt« allgemeinen Enthusiasmus. Am Schluffe der Festrede wurde ein Hoch dem Kaiser und der December-Berfassung au-gebrach:, welche« mit stürmischer, Jubel ausgenommen ward«. Hierauf wurde die Boltthymre abgesungen. E» folgten unter and«,«« beifällig aufgenomvlenen Toast« auf die „Rada Ruska" und dmi »Schomer Israel". Tvti.l (Ungarn). Der Rabbiner Aron ftuttr a, einer der gefeierteste, Talmudist«, Ungarn», ist hochbetagt om 7. d. Äst. gestorben. L»»d«t. Ein Ungenannter hat der Anglo-^fewish-Affociaiion 2000 Pf. St. für Schulen im Orient zur Verfügung gestellt. Xe»»rk. Daß in Nordamerika ebensogut wie anderswo Rischu» vorhanden ist, bedarf keiner Erwähnung mehr; daß aber «euetdiugs in einer der bedeutendsten Zeilschristen, Harper's Weekly, sich rechte PSbklhafiigkeit in diese,: Beziehung breit undin Earricaturen sichtbar macht, ist besremdeiiv. Im »Israelit«" wird, der eiuzig vernüaftige, Vorschlag gemacht, da« Abonnement ans die verschiedenen tzarptt'schen Publikationen «rfseuhast zu kündigen.

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