Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 48.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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NkgM an bd» Ministerium zn 9nmbc g«tJC R«h mci srüher, zu tinar da in derjenige» deulHMGäudern, deren Regie ruDeu >DH m» Mt Adnchen ä4erhEüiffr ^bekümmerten (d. h. Walletzz austzenontchenW» PretGeiGMü Eta«»» »egen EynagiAn-LWdnuGrn MgesODe»» uüd chie Rabbiner ermächtigt waren, dieselben zur tkftuifg zu flfiiqjrti, ha- :?t» wir un« von jede« Eingriffe in die Gewissen und die SLöWP»IG«m»ickdeU'sun gchcklten, jftca &u*ag*ltflft|rt*) Die .Wochenschrifthat dann, von Nr. 13 ihre« ersten Jahrganges an, eine Reihe von Briefen au« Berlin gebracht, welche der Rücksichtslosigkeit de» Borstand««, der Majorität,!>ie Schuld an den Zerwürfnissen einzig und allein aufbürdeirn, wir haben dazu bemerkt: (S. Sfi4) »wir räumen volllommen ein, daß da, wo eine wirklich« oder zufällige Majorität ihr Recht mißbraucht, nicht« übrig bleibt, al« daß diejenigen, welche nach dem Gesetze de« Judenthum« leben wollen, für sich selbst sorgen, und wenn sie dann der Beitrag«- Micht für ihnen nicht zu Gme kommend« Institutionen ledig zu »erden »streben, so ist da« sicherlich nicht Unrecht. Aber im«-. . . bildet eine R»«nahm«; A »«nahmen -bestätigen di« Regel, und diese lautet: »kein« Spaltung und Tren- »nng, so lange e« ander« möglich istl- Ebenso haben wir lmselbst (S. 254) gesagt, daß seiner Zeit in Frankfurt a. M. Ille Seeession unvermeidlich gewesen sei. Beim Wiederaufleben de« Streite« um da» preußisch« Judrugesetz haben wir lassen Mängel in Hinsicht auf di« innere Organisation deut-' lich bezeichnet, ebenso ist von un» da« Gesetz über den Lu»trilt t.n» der Kirche, al» e« vorgelegt wurde, urd in der Tragroeit«, di« ihm di« Regierung«»otive gaben, freudig begrüßt »oorden, well e« dem eigenmächtigen tat «st uoteo bon plaisir i«t non der Majorität Gewählten eine wohlthätige Schrank« ziehen »erd«. (Rr. 4 d I. Leitartikel.) Mit einem Wort«: wir find stet« für di« GewiffenSfretilrit, für da« Recht der Minorllät eingetreten und haben auch uachgewiesen, warum wohl in Selb- und Berwaltungsfragen, aber nicht in Sachen de« Gewissen« und der religiösen Ueberzeugung di« Majorität entscheiden dürfe und müsse. Lber wir sBben doch, ohne in Widerspruch mit nn» selbst zu geratheu, die Lufrrchterhaltung der Einheit der Gemeind« al» hohe« Gut vercheidigt. **) Dagegen sprechen wir unumwunden au«, lmß Manche, immerhin vielleicht Wenig«, di« jetzt auch für lau Schutz der Minoritäten Sorge tragen wollen, erst durch '*« drohend« Neugestaltung zu dieser Eoncessiou gezwungen worden sind, sonst aber ihr« religiöse Ansicht rinderen aufzudrängen und aufzuzwingen kein Bedenken getragen, ja damit etwa« Nützliche« zu erstreben geglaubt haben. Lber da« find keinetweg« ausschließlich diejenigen, welche illeformen nach ihrem Äutfinden oder gar durch Polizeigewalt «inführen wollten, e« gilt von der Gegenpartei dasselbe. Wir .KT+l y* ' me«u Ä-k Hiejeui-eu, welch« bi» .Tempck- 'schließen nun di« .Neologen- «sjolge» lieheu -^.ds^fiushwohl iusgesammt z» ihren «täte»,. «ufammck» odsld dMZW^>«gt doch wett fttl* nifMo« PeOrt-tullW Ohr 'irOt.Dchre heutigen »«. A-M,g<gechffe» WzMhnch » «Hk-- jGt al« verirrnng —?b ab^r ihr hlnnkkp da«"oilligt, O nicht auch durch di« Entwickelung der Ding« zu.dieser Loncession ge» -zm»n««rm ivotdrn find? |<tt 9. <- der IchpnfiUtzjDetstig bedeutendste Führer der Lgiiation für die .Trennnug-, seiner Zeit, al« Landrabbiner in Emden, «in« Synagogen» Ordnung entworfen, nach der jeder, der «ine Prtoatandacht (eulgo Miojan) in seinem Hause veranstalte«,, ausgenommen in Traue^eiten u. s. w., und jeder Teilnehmer an einer solchen in Geldstrafe zu nehmen ist, wenn e« aber «tu eine« Sabbath ober Feiertage geschieht, dann solle die Straf« da« Doppelte (»der mehr?) betragen. Da« verträgt sich denn auch mit dem Seliuledaa aruvk ganz gut, auch mit der Ge» wiffenrfreiheit, weiche die betreffend« Partei meint, aber mit derjenigen, di« sie jetzt beständig im Mund« führt!? Leber da« Kapitel von Ger .Gewiffenssreiheilhaben wir noch weiter zu reden. Berichte und Eorrefplmde»zell. *) <tta* wettere »ueführnng »Art« in rein Persönliche« hinrin^rt. se». «0 leten ater, ch»,« sei Dank, noch Huntert«, »i« unser« Anden- «WM» teststi-« können. ") Leilünfig «bauten wir un« dei »iesemAnlafie dae.rradit.Iudenth." >n erwähnen. Daasett« zlaustt« ntwlich di» »«ochenschrift" lScheriich zu machen, mde« »« st« di« Forwel «<ssteten liest: .wir find »in«, dem, wir fMd zwei," well wir auf die Dioerzenz der Ansichten hd^ewiesm und doch »ie «inizkeit gelobt hatten. Last e« stechen «ust: wir wollen rini, »leisten. «d«l*^> wie zweierlei Ansichten hegen,» stehe sene« Blatt nicht «in. «r stitwn nnfee» 8,f«r jedoch «n Oneschnldignnß, dast wtr st« mit einer s» fettst, »-rsttadüchen «nawksv, auch nn» in «Mm Rot« Ujitlfm 1 ■ -i A De»tfchl»»b. Stettti, 1. December. Zu der mehrerwähuten Bekeh» rungSgeschühte Hab« ich noch eine kleine nachträgliche Bemerkung zu machen. In der Nr. der .N. St. Z" vom 6. ». M. hat Hr. Robb. 0r. vuchholz zu Stargarv eine ausführliche Widerlegung der Lpologie de« Hrn. Pastor Brandt veröffentlicht, «ich« mir erst in diesen Tagen zu Gesicht gekommen ist. 6l« ist treffend .und erledigt diesen Thell der Affair» vollständig. Am Schluffe sagt Hr. vr. Buchholz: »Freilich ist da« Mädchen nicht wie der von den Schergen der Jesuiten seinen Litern entriffene Mottara minorenn, «der ebenso wie dieser ist da« Mädchen unfähig, einen Religionswechfel au« Uebrrzeugung zu vollziehen, da sie nach den eigenen Worten de« Herrn Pastor« .wedrr israelitisch« biblisch« Geschicht» von Gesetz und Propheten, noch christliche von dem, der nicht gekommen ist, Gesed und Propheten aufzuheben, sondern zn erfüllen, etwa« weiß.- E« hat hiernach die ganz« Affaire mit Gewissen und Leberzengnng nicht« ü» thnn. Was ist'« denn nun Andere« al» ganz gewöhnliche Seeleufängerei & la Mortira, die unbekümmert um da« llng ück, da« st« über ein alte« Elternpaar bttngt, im Namen der Religion bfet Lieb« ihrer Herrschsucht fröhnt und, wenig «ählettsch, jedes noch so verworfene Subject mit offenen Armen ausgreift, um am End« de« Jahre« mit salbungsvoller Einsal! und Demuch berichten zu können: So und so viel« Seelen find durch un« gerettet worden k" Sehr Äemerkenswetth ist nun «in angeblich von Hulda Hirsch an den Hrn. Pastor geschttebener und daselbst abgedruckter Brief, in welchem da« Rädchen, unter Eitiruug von Versen au» dem R. T. und g«mz in der Redeweise der Pietisten und Jndenbekehrer, um di« Taufe bittet. Da« Mtdchen kann einen solchen Brief gar nicht »erfaßt haben, sie konnte ron der ganzen Terminologie, nach der eigene» < Angabe de» Hrn. Pastor«, kein Wott kennen. In naher Zukunft wird der vttef aber durch die Mtsstonsdlätter gehen, um zu zeigen, »ie ein schlichte« Judenmädchen »den liebe» . Heiland gesunden hat.- Wir habe» da «inmal ein deutliche» - Beispiel von der »tt, wie solch« .S«schichtenzir Erbanuug 7 frommer Estmüther in Seen« gesetzt werde»! li\ ■31