Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 48.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M 48.-187*. I»r»ßlMsch> 4. Jahrgemg. Wochen-Zchrtfl fit die religiöse« «ud socialm Interessen deS IlldeuthumS. Gischet« Me» »iRwoch. Dwi» XeRetMrUch «'/, «reichen. jRfllllVR*yVWf< »« >mHm1H|i ARÜptl« mr kma Neu» 3 Ege V«raiUW»kiltchR Rtkafunt nn» Heren»,«»er Rabbiner Dt. Ä. frtttnftU in (Stettin. — — Magdeburg» 10« Der. 1(173. Lu MficMi MuR lll Bnchtzendlnn»« »»> «»fUiiMN«. 3Bf(Mtta «IMkM I» M Expedition Mi SltMlit In Neidebur». gnhelt. LetteAd» RrMMl Lwet Denfichrtsten »»er dl« »erlesiun, de, ««RSo^Oemelnden tu Pmußen. I. — «Mächte «R» G»0v»kp0R»M»«Ul Deutschland: wtettin. («mmi. Sa* Rtzeldt. «u« fBürtt<m6fT* Bremen. — Oesterreich; Prag. «u» «ich. ren. Budmel«. — Italien. — »ratsritannien; veisast. — »eeMtfcht» RR» MtufU IU<»rUttt»i vtünster. «len. 8«nMf*. Eember, Jeff,, »ernee,. «er» Peai«. — WeRtletSW» Dl« Irden tu «gier ver «rei gehrhiuwerten und heut«. — SRftMt*. 3m{ Daukfchrtfte« fter Me Serftfrag Mt Sy»«ß»ße»-Ee»ei»M» t» fmt|n. I. 3» der Denkschrift be# Vorstände« der Berliner Synagogeu-Semetnd«, deren abschließend« Vorschläge wir im vorige« vlatt« «itgetheilt haben, ist inzwischen auch die im vorige» Leitartikel als demnächst erscheinend angekündigte Denkschrift de» Ausschusses de« deutsch-israelitische« Ge«et«Mbunde« getreten. Wir habe» also durch sachgemäße »nd von Sachkundigen boarbeteet«, anch Mrrch di« Stellen, von denen str ausgehen, beachtenswerthe Schriften Anlaß, über die Ge- «eindeversaffnngrftage zu reserften. Außerdem ist bereit« 'vor sech« Wochen «ine ausführliche Broch«r« von Hrn. Recht«- anwalt Makower »über die Semeindeverhältniss« der Inden in Preußen" erschienen, welche al« Borlänfer nnd — in den Hauptpunkten — ausführlichere Begründung der Berliner Denkschrift betrachtet werde« kann, g* Ln Anlässen |uc Besprechung der brennenden Frage ^Hat e« fteilich schon lange nicht gefehlt. Da ist z v. di« »güdiich« Presse," welch« darüber von Rr. 12—34 d. I. un- «uterdrochen Leit- und ander« Attikrl, oft zwei bi« drei in eine« Blatte, gebracht, dann nach kurzer Pause wieder begonnen hat, um ihren Lesern zu sagen, daß fc ganz aufrichtig gestehen «olle, st« sei noch lange nicht fertig. Der »I«- roelil" hat, di« Pausen ««»füllend, secundirl; beide haben dt« »ollsten Schalen ihre« Zorne«, nicht bloß bei jeder Gelegenheit, sondern auch ohne solch«, stet« über die »Wochenschrift" auögegoffe«. Auch di« A. Z. d. I. hat viele Leitartikel, MiSßtrnthlU» ohne polemisch« Rücksicht auf Andere, gebracht. Warum »vir für unsere Person un« meist schweigend verhalhaite» haben? Au« mieten Gründen. Weil e« schier «nmöglich gewesen wäre, all« jene, zumeist, wie gesagt, gegen unser Blatt, unsre Richtung gewendeten Angriff« Schritt für Schritt zu widerlegen; wir hätte« dann «ich mehr Papier oerweude» muffen al« jene, wir kSnneu unfern Lesern derartige« nicht zumuthe». Dazu kommt bi« unwürdige Weise der Polemik, »ämlich die v»rdächtigung der Gesinnung de« Gegner«. Rur Motiv« der gemeinste» Natur sollen da die Verteidiger der Gemeinde-Einheit leiten: böse« Seiviffen, Herrschsucht, Furcht vor Einbuße an Sehalt und Kebenetnkünsten x. x.; sagen «ir aber, daß e« in den Gewinden auch Leut« gebe, di« au« persönliche« Motive«: Starrsinn, Litelkett, Zanksucht, dieselben zerrütten würden, so Haber, wir ln schändlicher Weise ganz Israel oerläumdet — al« ab die Halazah von den »Söhne« kkomch'«, die nicht ausgestorben find", von un« erfunden wäre. Wie in einem Tendenzromon macht man dt« Satelltten der eigenen Par- -Mt allchammt g» Gngel» de« Licht«, di« Gegner zu ittuder» Satan«, »oll ft 8t und jeder Schandthat fähig. Wa« lässt sich vernünftiger und ehrenhafter Weise da aüder« Ihn«, al« 'chwetgrn? Wir mache» aber auch gar kein Hehl daran«, daß «O un« kein anzenrhmes Gefühl ist, in dieser Krage an der Seit« solcher Männer zu kämpfen, deren religiöse Ansichte« sonst von den un'eigen weit abliegen, und deren Motiv« wir nicht durchweg billigen; und gegen solche, deren Llusfaffnng de» Judenthum« der unsrigrn verwandt ist, «nd denn Beweggründe auch in dieser Frage wir keineswegs al« von vorn Herrin unberechtigt ansehen. Dazu kommt ferner, daß di« Frage ja doch nicht durch Attikel in jüdische« Blättern entschieden wir », weil diese weder von Ministern noch von Abgeordneten gelesen «erden, bet denen, wie di« Sache liegt, aller« die gntscheidung steht. Endlich Haben wir unser« Ansicht der« t« vor längerer Zett ausgesprochen; möge« Ludere nach bckannter Melodie immer wieder von vorn anfangen. Daß v'ir in dieser unserer Ansicht «nd Auffassung, dt« wir noch heut für eine unbefangene und «ach beiden Seiten hin gerechte halten, un« gleich geblieben find, darüber mögen uns rin paar Worte gestattet sei«. In Grätz Mouatsschr. 1869 S. S28 ff. habe» wir »»«geführt, daß e» unter Umständen unoermeidlich sein werde, in einer Gemeinde zwei separirte Gottesdienste einzurichtea, da» sei aber kein »Schisma", sondern eine »Secession", urb dieser Ausdruck ist seitdem vielfach gebraucht worden. Linge vor dem Entstehen der »Ada« Israel" haben wir auf Ansuchen einiger Bekannte« in Berlin eine Denkschrift, welche da« Recht der dortige« Minorität zu schützen suchte, ohne den Bestand und di« Einheit aller Gemeinden in Preußen za bedroht», au«gearbettrt, und diese wurde einer