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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 46. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 46.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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-ärteluftt Nicht nuaefochtenen kahle« maalürm «id M8 bet einer aurgeschriebmm Neuwahl aus streu« llnparteilichtett «Uli cvrrecke» vorgeh«« seiten« der Wahikmmtsfionm gesehm werden wird, in weichem Fall« die BerfassungSpattei agf noch 3 Eitze rechnen können, nämlich in Staniölan- TySmimic« auf Dr. Heinrich Gotttieb, in Xar /pol-Bnezany ans Dr. Joseph Lohn und in Przemy»l-Grodrk auf Rabbiner Bernhard Löwensteia. Bon den Wähler« der genannten Wahlbezirk sind übrigen« au» Abgeordnetenhaus wohlmottvirte Proteste abgegangett, in weftPen da« Grbahrm gegen verfnssungrtreu« Wähler sattsam beleuchtet wird. (L. J«r.) FrBwkreleh.! L. BischoffShei«, Ehef de« bekannten Bank» Hans«« Bischosftheim dt Soldschmidt, ist heut« Nacht an den Folgen einer Operation verschieden. Pnrt«. Der General Sä« (I«ra«lit) ist »um Infanterie- Brigade-Eommandmr in Lang re« ernannt worden. M. L Levy, Professor der deutschen Svrache am Lyce« Lout«-le-Orand ist zum Seneral-Jnspector de« Unterricht« in de« lebenden Sprachen ernannt worden. Der bekannte Reisende und Orientalist Jos. tzalevy hat für da« laufend« Jahr schon wieder (zum drittenmal«, wenn wir nicht irren) de» Bolney-Prei« für seine Arbeiten über lybifch« Inschriften erhalten. „Archiv 3»r." machen folgend« treffend« Bemerkung: „Di« „Rerue des Deal Mondes" hat unlängst einen Roman unter dem Titel „AKta Holdiui* von M. Ctzerbuliez veröffentlicht, in welchem alle Verworfenen Personen Deutsch« sind, »ährend di« Franzosen nur schöne Rollen haben. Bigotterie, Henchelei, Habgier gehören erster««, Sdelmuth und Fretfinui^eit letzteren an. Fast zu derselben Zeit giebt der deutfch« Romanschriftsteller Spielhagen in einer „Ultimo" betitelten Novell« alle schönen Rollen an lkhriste«, während dt« Inden alle unedlm inne haben. Ist da» nicht offenbar in de« einen, wie in dem andern Fall« dasselbe System und diefelb« Verblendung? Einem Bolke, eine« Glauben, einem Lände alle Fehler oder alle Borzüg« zu ettheileu, heißt systematisch die Wahrheit und di« Gerechtigkeit außer.Augen setzen."*) Bukarest. Den 26. Oct. fand dahier die feierlich« Eröffmmg der jüdischen Schul« in der Sttaße Mircea Boda statt. Di« gelammte Bevölkerung jene« Quartier«, die Behörden, eine große Zahl der hervorragendsten Bewohner der Stadt und der jüdischen Gemeind« wohnten der FestlicPeit bei. Die Schule verdankt bekanntlich ihr Entstehen in»desondere der patriotischen und aufopfernden Hingebung de« edlen Herrn Jacob Loebel. DerCeremonie.wohntederMinister de«Unt«rricht», .Herr General Tell, bei. Unter den Anwesenden fanden sich der Polizeipräfect Hiott, der Abgeordnete Brailol, der amerikanische Gmeralconiul Peixotto, Baron Hahn, österreichischer Konsul, Hr. Const. Racot«, russischerBiceconsul, Professor der Universität, Municipalräthe u. A. m. Im Tempel wurde der Act durch hebräischen Choralgesang und Ansprache de« Hrn. Adolph Stern in rumänischer Sprache eröffnet, worauf Hr. De. Beck, Rabbiner und Direktor der Schul« (vgl. in unserer vor. Rr. unter „Bukarest"), eine« längeren deutschen Bottrag hielt. Ter Hr. General unterhielt sich mit mehreren der Anwesenden und ttchtete an dieselben Wotte der Anerkennung und Aufmunterung. Die Schule kosttt etwa 100,000 Frc«. und zähft nahezu 900 Schüler in 9 Klassen. Am Schluffe der Festlichkeit wurde eine Sammlung zur Gründung einer „Jacob und Caroline Loebel-Stiftung* veranstaltet, welche 1000 Frc« einbrachte. (Arch. J«r.) *) Spitthag«,« „Ultimo" erschien zuerst < Unsang« diese« Jahre«) al« Feuilleton in der .Magdeburger Zeitung» u. ist obige« Urthttl de« französische» Blatte« durchau« gerechtfertigt. Gegenwärtig erscheint in drrsttben der Bonum „Unfehlbar" -on de« «t^U.ant jüdischen Schriftsteller Max Ring, der (in seinem ersten IbeU« wenigsten«) ein« »Slllp «arrirntur de« Judentku m« enthält. S« ist im« eint autführ. tich* Besprechung desfttien, sobald er beendtt, zugesagt. (Red.) iMtit«. R»rtz->«r>«. „rzashington Chronlcle" constatirt «l» ein« für die Inden sehr ehrenvolle Thatsache, baß tnmittt» aller finanziellen Kalamitäten und Fallissement» nicht et» einziger jildischer Bankier oder «in« von Jude« geleitet« Ballt Zahlung eingestellt habe. Da« Blatt schreibt da« der Vir» ficht zu, welche Israeliten bet ihren Geschäften anMirde«. „Sie setzen nie alle« aus'« Spiel. Gin« ihrer Hauptmaximn» ist, daß «an «in« gute Sftftrv« behalten müsse. Sie fpöen» liren nie auf die Zukunft «nd, vai wichtiger ist als all» andere, sie zerstören nie ihr eigene« Geschäft dadurch, daß sie diejenigen finken lasse», mit denen sie in Geschästöuerbtubllrlstehen, sie suchen einander bei «intretende« Berlegtuheite« gll helft».* (Da« Factum ist höchst erfreulich, und wir möchtcu wünschen, daß man von Deutschland dasselbe sage« könnt«. Bon den ErAärnngögrünsen wird der letzter« zutreffe«, da» Uedrtge halten wir für Plzantastegebild« und jüdisch« Geschäfttllente weder für klüger mH dümmer, denn andere.) Pillllllllll. Herr Samuel Piza hat da« Exequatur als niederländischer Lonsul hierselbst erhalten. Bemischte uid neueste Rachrichteu. Mägbeburg. Der erst« Jahrgang de» jüdischen Haui- und BokSbuch« „Zu Lhaauka* ist erschienen. E« entspricht seinem Titel ganz «nd gm, und ist von der B«ttag»handlu« z. (I. F. Hartkuoch in Leipzig) recht schön ausgestattet. E« verdankt sein Entstehe« und sein rechtzeitiges Erscheinen de« anerkennurgSwerthea Eifer Ire« Hrn. Advokat«» Emil Lehman«» in Dresden. 88fr gedenftn auf den Jnhaft de« Buche« im „jüd. Liievaturdlmt* eingehend zurückzukommen, wolle» aber jüdische Familienväter, die ihren Lindern «in recht geeignete« Buch auf den „Ehanukatisch" legen wolle», bei Zeiten ani da« genannte aufmerksam machen. Möge es „zu Lhanuka" — da« diesmal einige Lege vor Weihnachten fällt — reichen Absatz finden. Oel« in Schl., 12. Rov. (Or.-Eorr.) Der Rabbiner der hiesigen Synagogm-Gemefrde, Herr De. Cohn, ist von der Lönigl. Regierung zu Bre«la« zum Mitglied« der hiesige», städtischen Schuldqmtation gewählt worden. Der gewiß «och» äußerst seltene Fall hat in unserer Gemeinde freudige Bewegung hervorgerufen. (Wir ersehen da» Nähere über die einschlägigen Verhältnisse au« einem Berichte der „Schles. Presse* vom 18. d. M.): „Ncch der Ministerial-Instruction vom 26. Juni 1811 soll in mittleren Städten die Schuldepntation bestehen au« 2 Magistrai»mttglledern, 2 Sladtverordntten, 2 de« Schul- und Erziehungöwesen kundigen Männern und au« einem besonder« Bertreter derjenigen Schiften, die, ungeachttt sie nicht städttschrn Patronatö find, den städttschm Schuldeputattonm untergeordnet find. Dirsen letzteren nun ernennt die Regierung, während di« übrigen 0 von den städttschen Behörden resp. dm au« ihnm fervorgegangmm 4 Mitgliedern gewählt und der Regierung zur Bestätigung präsmtttt nxrten. Nachdem die Regierung z» Breslau die ihr vorgelegte Ltttgliederlisft bestätigt hak, ernmm e ste al« 7»e« Mitglied dm Prediger der hiefigm jMschm Gemeind«. Dr. Cohn. Wir lierichten diese Thatsache al« einm neuen Beweis, daß dft Regierung in dem Lampfe gegm mittelalterlich« Boruttheile und in dem N^dttreißm der Schvrnkm de« engherzigen Confesfiomlismu« mtt gutem Beispiele vorangeht." Elf»), im November. I« ganzen Reichslande befiudea sich 25 Lyccen, Gymnasien und Realschulen, dir von 3452 Schülern lxsucht werde», womnter sich 1143 katholische, 1942 evangelische und 317 iSrae itisch« befinden. Metz Zu wiederholten Malen find un« bittere Llagen über die kaltherzig« Administration de« hiefigm israelitischen Hospital« zu Gehör gekommen, und wurde« wir (»bete», denselben Ausdruck zu gebe». Wir nehme» den« ftinm Lnstau». fl

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