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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 45. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 45.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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H. ftMtfkri/ den S. November. (Or.-L) Di« Nr. . 40 der J»caelM,chm Wochenschrift bringt «ine de» „Wiaror" entnommene Eorreöpondenz, nach welcher in der LreiSftadt kosten von den .üdischen Kaufleuten Hamburger und PlonSt eine Zündholzfabrik an, elegt und, damit Gott chr Unternehmen gelingen lasse, von denselben die Abhaltung einer h. Messe auf ihre Losten veranlaßt worden sei. Ich ersuch« Sie hierdurch ergebenst, einem Unpartheiischm die Spotten Ihre« geschätzten Blattezu einer wahrheit-getreuen Berichtigung dequ. Artikelgefälligst öffnen zu wolle». Da» einzig Wahre an de» Berichte ist, daß di« jlldi,chen Laufleuie Hamburger »nd Plon-k in Losten zwei nicht nur gebildete, brave Menschen, sondern auch ganz besonder» als treue, eifrige Anhänger de» IudenthumS in den weitestrn Kreisen der Provinz bekannte Männer, «in« derartige Fabrik gegründet haben. Alle- Andere aber ist böswillige Entstellung de» wahren Sachverhalt», denn Referent war zufällig zugegen, al» am Abende vor der Eröffnung der Fabrik, der au» Oesterreichisch-Schlesien stammend«, wie fast alle seine Arbeiter dem ka.holljchen Blau en angehörend« Dirigent Zimmerman», von den Prinzipalen die Erlaubutß sich erbat, die Arbeiter am nächsten Morgen, wie e» in seiner Heimalh, schon wegen der Gefährlichkeit der zu beginnenden Arbeit, Usu» sei, zum Gottesdienste führen zu dürfen. Selbstredend wird solchem Berlangen auch der rechtgläubigst« Jude sein« Zustimmung nicht versagen. Die schamlosest« trüge aber ist e», der Welt verkünden zu «ollen, daß die Herren Ra.han Hamburger und Meyer Plon-k bei der Andacht zugegen waren. E» ist wohl möglich, daß vielleicht ein im Geschäft« thäliger junger Mann au- Neugier auf wenige Minute« in di« Kirche trat und auch nachträglich die Losten der Mess« auf Ersuchen de« Dirigenten au» der Lasse de- Etabltssemen.» (in meinem Beisein wurde der Lostenpunkt nicht erwähnt) geza. lt worden sind, da« berechtigt indeß den Herrn EorreSpoitdenten noch nicht,. «hrenwerthe, für unsere Religion wahrhaft begeistert« Männer in so herabwürdigender Weise zu begeifern. M. Pinne, 2. November. (Or.-Corr.) Sestern hielt da» hiesige Loeal-Eomit« der Alliance J«ra«lite Universelle seine erst« jährliche Generalversammlung in einem festlich geschmückten Lokale ab. Der zeitige Borsitzrnde, Herr Abraham, eröffnet« dieselbe mit einer Ansprache, in welcher er hervorhob, daß da» hiesige Local-Eomire seine Entstehung den jünger» Mttgliedern derselben verdank«, und daß «» in diesem ersten Jahre an Bekämpfung nicht gefehlt habe, doch sei der Au«- dauer unserer Mitglieder und deren Lied« zur Alliance der Sicg verblieben. Zu dieser Ausdauer und Liebe ermunterte der Herr Vorsitzende die Versammlung unter Hinweis auf de» sehr rhrenwerthen Herrn Eremirux. Zur Heranziehung von mehr Mitgliedern wurde rin Propaganda-Lomite von S Mitgliedern erwählt, die sich ihrer Ausgabe mit aller Liebe htngebm wollen. Um da» Band de» Universellen noch mehr nm die Mitglieder zu schlingen, wurde vom Vorsitzenden der Antrag gestellt, daß im Falle ernsterer Erkrankung eine» Mitglied«» oder eine« Fauiiliengliede« de»felb«n, je 2 Mitglieder, auf Aufforderung de» Vorstände», di« Nachtwache übernehmen sollen, damit so di« Familie wenigsten» di« Nachtruhe genießen kann. Der Antrag wurde einstimmig angenommen, und die Mitglieder verpflichteten sich durch Handschlag an Eide», statt dazu. Nachdem noch von den Herren Vak, Michaeli» »nd Abraham «in Theii ihre« Lorteriegewinue», zun»'Ankauf «ine» Prämienloose», welche» dem Eentral-Comit« in Part» überwiesen werde« soll, geschenft worden war, verla» der Rendant seinen Rrch«»schufi»b«richt, nach welchem sämmtlich« Einnah«« von 44 Dhlr. 8 Sar. dem Deligtrte» de» Lokal-Eo- «ite» Hrn. Rabbiner Dr. Land»b«rg in Ltegmtz überwiesen »nrd«. Die Versammlung bestätigte da» wftterr Amt de« Sittge» Vorstände», »«raus di« Sitzung geschioffe« wurde. i» spät de» Nacht» vereinigt«» sich nun dt« Mitglieder bet« Etas« «ei», welchen ernst« und heiter« Toast« würzte», bei welche« aber auch der wetthe, Herr«,, dt« sich de» Mühen der Alliance unterziehra, nameatiich de» Herr» Ercmieutz gedacht wurde. Oesterreich. Pest, S. Rov. Die Angelegenheit der ung. RabAuerbildiiug»anstalt gehl schrittweise ihrer wettere» Entwickelung entgegen. Den Mttgliedern de» „ständigen Tom ite«- , welche» dir Anstalt zu teilen und zu beaujfichligeu haben wird, ist vom Herrn EultuSminister — dein ihm zustehendeu Oberaufsicht-rechte entsprechend — ein sehr warn, gehaltene», aneiferude» Rejcripl zugegangen, welche» wir nach der „Jüd. Benuu. Schützt." hier mtttheilen: „Se. Laiserl. und Königl. apost. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung dro. 6 Mat l. I. zu gestatten geruht, daß den allerhöchsten Enljchließuugen oou» 29. März 1SS6 »nd 14. Juni 1868 gemäß, in Budapest eiu« Radbiuerbildungsanilalt au» Mittel» de» i»r. Lande»,chulfoud» im Sinne de» von mir erfolgten Vorschlag.» errichtet wer»«. Die Leitung dieser Anstalt wird unmittelbar «in Dinctor führe», der gleichzeitig Pcosejfoc und Vorsitzender de» Lehrkörper» zu sein hat. Dw Oderauf,ichk üvk muretdar ein teilende» Eoaiile, welche» fnr den Anfang berechtigt ist, de» Direeior der Anstatt und di« erforderlichen ord. Professoren zu rrilennen, in Hinkunft jedöch di« Pflicht haben wir», bei Besetzung einer jeoen Professur vorerst de» Lehrkörper behuf» dessen Meinnngeänßerung anzuhören. E» wird übrigen» nebst dem, dem Staat« hlusichilich jeder Eonfession ohne Ausnahme gesetzlich garanlirren Ooeraufsichtrrechlt, dem königl. ung. Euttusmiuiiter ein lnaßgebendir Eliifluß auf di« Bestätigung der, oacnehm.ich «rr de» Vorrrage oer weltlichen Lehrgegenstäuo« an vieler Bttdung»- und wissenschaftlichen Anstalt zu betrauende» Profeffore«, sowie auch auf die Feststellung de» Organl>altou«-S«uu»t4 und de» Lehrplane» Vorbehalten. In erster Reihe aber wirb e» zu de« Obliegenheiten d>!« leitenden Eomtle« gehöre«, Alle» da», wa« «ich zur Süealisirung, Organistruug und Eiurlchrung dieser Brionng»- anstatt al» noihwendlg ecweist, autonom oorzudererte» und zu vollfühirn. Indem ich die, in der am 1. Juli l. I. durch di« Distriktt-Präsivente« abgehaltene» Berathung hinstchtlich der Ereirnng dlese» teilenden Eomue» gemernschafttich getroffen« dllrch di« Landeekanzle» mir unlerbrettele B.relndt.ruug zur Kennttliß nrhnle, ersuche ich Ew. Woh.geboren, ltt» eure» der kandldirten Eomirriuttgueder, auch meutcrieir», daß St« im Interesse der heiligen Sache der RellglMl, der Btlssenschaft und der Bildung mi: Ihren gaqkenutnlffeu nno Erfahrungen in diesem Ihrem wtch.lgeu Berus« mu gewohntem Eifer vorgehen, und bei der Organriatwu der Radbr« n-:rbildung»auitalt und Hochschule zur Förderung de» Aufblühen» derselben auf Gruao eure», von der Retnhett der jüdlscheu Glaubenslehre, wie von der forrfchreueudea Wtfjeni'chaft gleichiuäßlg beanspruchten zweckstenticheu Illnierricht«iysteme», unermüdlich mttzuwirke« dl« Güre yaoen mögen. Budapest, den 17. Oktober 1873. August ». Trejort m. p." Für heute nur noch di« Mulheilung, daß da» Eomtte vorg-stera vom Herrn Eallu«»iuister niu «»»nehmender Freundlichkeit in Audienz empfangen »nroe, bei welcher G.legenhett Herr Prediger l)r. Samuel Lohn Namen» oer Aafu'arteuoeu in kurzer, kttniger Red« für sw wohlwollende Energie dauere, «it welcher ve. Excelleuz di« Angetegentzett der »kaddtnerbttduug-anftalt zu fördern di« Gua»« hart«. Der Herr Aktnister erwtedette, »aß er di« Errichtung dieser Anstatt «14 «ine Eulturfrage für Ungarn berrachr« uao daher auch nicht t» H'ti«ku«ft rrmungtln werde, dieser werden««« PflauzstÜu« - - der Mssenschafl stet» seine moralisch« UntorstüPt«, ungedethe, z» tüße» Tr wünsche nnr, daß di« «owuemstgU«d»r nunmehr mit ßtngebnstMwü«« Ernst» t» ihrer wtchii»« «d ,*s jja,'’*

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