Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 42.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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heilig«,. Na«««» im prunkend«, Phrasen in „Ha-Labano«* geschildert wurde. — Wir «ollen hoffe«, daß unser« Eombination nur ein Luftgcbilde sei, daß aber auch Hr. Kalischer sich authentisch« Belege dafür, daß jene 1200 Thaler mißlich zu dem beregte« Zwecke verwenvet worden, verschafft Hab« oder verschaffen werde.*) Wir unsrerseit» werden nicht verfehlen, weitere Informationen, di« un» zugehe!» sollten, mitzm heilen Im Allgemeinen wäre e» uns sehr angenehm, wenn die von im» vorzebrachten Nachrichten widerlegt würven, aber durch anthenllsch« Berichte, nicht durch Gchimiifworte. In Beziehung auf diese letzteren nehmen wir den „guten Willen für die Thai" und quititun im Vorau» über alle un» zugedachten Flüche, indem wir selbst erklären, daß wir nach Ansicht der Tonangeder in Jerusalem zu der Kategorie gehören, von der e» gilt pbffü [*T"NO- Tamil werden «oi»l di« Herren ihrersert» sich befriedigt erklären. Lul wahrscheinlicher aber ist e», daß nian versuchen wird, die ganze Sache todt zu schweigen. Ob da» so leicht sein wird, alt man glaubt, bleib« dahingestellt. E» sind schon unsrersetl» Veranstaltungen getroffen, um zuverlässige Rach, richten au» dem heiligen Lande der jüdische!, Presse nicht bloß Deutschland«, sondern auch Oesterreich-Ungarn», Rußland«, England» und Frankreich» zugänglich zu machen, und überhaupt dafür zu sorgen, dag diese» Thema nicht von dem journalistischen Schauplatz verschwinde, di» Anstalten zu einer wirklmstn vefferung sich zeigen. Nachschrift: Der in Nr. 32 dieser Wochenschrift besprochen« Aufruf zur Gründung eine» Krankei,Hause« tu Jerusalem ist nun auch hebräisch in Ha-L«da„o» Rr. 5 (vom 17. Sept. d. Z) abgedruckt worden. Wir haben unseren früheren Autlaffungeu nicht» hinzutufügm, d* daß unsere Ansicht von der nur scheinbaren Gefährlichkeit der Missionäre durch Sachkundige bestätigt wird. In der so ffottirendea Bevülteruug Jerusalem'», di« sich au» aller Herren Ländern ricrutirr, besiadet sich immer eine Anzahl von Bagabonden, Auswürflingen ihrer Heimath, geistig und sittlich verkommenen Sudjetten, die al» geeignete« Taufmaterial von den Missionären verbraucht werden, die auch — um unpartheiisch zu fein — sich hem evangelisch und in einem Monat katholisch lauf«,» lassen, zufrieden mit dem kleiner. Douceur, da» ueven der Au»>ichl auf die künftige Seligkeit verabreicht wird, dir endlich nach wieder einer Zeit al» fromm« Juden auftauchen und an dt« Chalulca heranzukommen sich bemühen Sonst wird r» keinem Juden, ja auch keiner Jüdin schwer werdeu, dw Anmurhungen der Missionäre von sich abgleiten zu taffen. Ander» freilich ist e« mit jüdis-hen Kindern, dt« von de« Missionären nicht bloß unterrichtet, sondern auch erzogen «erden; dies« gehen höchst wahrscheialtch dem Judentum verloren. Ader dieser Uedelstand ist nicht mit Errichtung von Krankenhäusern, sondern mit Gründung von Schulen zu bekämpfen, und Alle», wa« im Entferntesten an weitsich« Büduug streift, erregt der „heiligen Gemeind« Jerusalem»* e>» unsägliche« Entsetzen. Oesterreich. © Val Böhme», im Oct (Or^Lorr.) „Aber dem Judenthum!" Diese drei vielsagende» Worte setzten Sie, verehrter Herr College! an den Rand meine, jüngsten Lorrrsponvenz „au» Böhmen*, in der ich mich ganz unum- «unteu, doch ohne jedwede Prätenfion eine» TUH T^ap gefta die Eandidatur eine« Rabbiner« für «tu Retchsralhsabgeerduetm-Randat au»sprach.— Dem Judenthum also stu Alt gemeinen sollte der Rabbiner-Abgeordnete im Retch»- rarhe nützlich werden — da« ist wohl «in« schöne, rühmliche Mission, würdig ein«» für di« heiligen Rechte der Menschheit, ohne Unterschied der Loafessioa, begeisterte» Manne« —; aber *) «tr eetmwe» »ns auswtaa», ana «nch nicht amu ,«aa». Belicht, m »ollzs,»»«» Antans attam mm tiat UttaaM tartfet gesetz U BU tzWU — a hwwe» ta« *. Katta« frtotaafe — aderst« mm ttaklsch Ms t«»m; atr aanstatlem was aale« atrota; ta U«tai*»» .mmrn üfM. Jfimj muß e» eben eit. Rabbiner sei», der in dieser Richtung segensreich wirken kann? Reicht der gute Wille, der echt jüdische religiös; Sinn «ine» jüdischen Laien zur Erretchnng diese» allerdings hohm Ziele» nicht au«? wollen wir Irden etwa, wie die Eterikalen der herrschenden Kirche, di« streitbaren Kävtpen einer eccleeia militaos in» Feld schicken, damit man da» bi« jetzt zun. Glück »och grundlose wüste Geschrei von einer „jüdischen Hierarchie*, die immer nur!>ro domo spricht, am End« mit eiuiger Berechtigung erheben Snnte?*) Sie, verehrter Herr Redakteur, wiffen am besten, wie wenig vom hierarchischen Gelüst« im Iudmthume zu finden, wie der iwrurtheil«freie fortschrittfreundliche Rabbiner für» Judenthur» vom Staate nicht» Andere« will, al» da«, wa« jeder für dir Ehr« und für da» Recht de» Judmthum» begeisterte jüdische Mann heischt, auch wenn er nicht im Dienste der Eultu»gemeiude steht —>; und darum möchte ich bei meinei: Behauptung bleiben, tt wäre der Wirkungskreis de» Rabbiner«, unbeschadet seiner etwaigen dem ga nzen Judenthum nützlichen schriftstellerischen Thätigksit, auf die ihm zugewirsene Gemeinde in erster Linie zu beschränke«, und «» wäre vom Nebel, ihn für lange Zeit diese,« Wirkungskreise durch ein Reichsraths-Mandal zu entziehen — Unsere Rabbinad! sind nicht« weniger al» Sineeuren, der ehrlich pflichtgetreue Mann auf dem Rabbinersitze, zunial in einer böhmisch-jüdischen, noch mehr in einer dem Seist-: der Zeit Rechnung tragenden galizischen Gemeint«, hat vollauf zu ti,un intra muroa, um seinen Amtspflichten zu genügen, und e» wäre z. B. ein gar arger Fehler, wenn der Rabbiner-Abgeordnete im Parlamentshause für Consolidrrung der jüdischen Volksschule spräche, während daheim die Gemelndeschule, an der er pflichtgemäß den Religion»unterr«cht zu ertheilen oder auch nur zu überwachen hat, in seiner Adwesenhei! zu Schaden käme. — So glaub« ich denn noch immer, baß unsere jüdischen Angelegenheiten in den Händen einesKuranda, Wiener, Hönigsmann «.ebensogut im Reich»rath« ihre Vertretung finden könnten, al» wenn fc tout prix ein Rabbiner seinen Sitz im Parlament« einnehmeu würde, wohl aber bleibt dem Rabbiner, der na,h Außen hin für« Judenthum zu wirken befähigt und begeistert genug ist, in der Oeffentlichkeit noch immer Spielraum ginug für seine Tharkraft. Höchst befremdend, und fast «inzia dastehend in der Geschichte de» jüdischen Cultu»wesen« muß da» durch diese gesch. Blätter bekannt gewordene Fürgehen der k. württemberglschen Oberkirihenbehörd« erscheinen, da« jeden Richtwürttemberge.- von der vewerbuna um den Rabbinerposten in Stuttgert kategorisch ausschließt —; bi» jetzt war man im Judentltum gewöhnt, den für ein« Stelle paffend scheinende» Rabbiner, wie ein bekannter Staatsmann da« Geld, dort zu nehmen, wo man ihn eben findet, und wurde bei der Wahl auf Ale» eher al« auf di« Lavdsmannschakt Rücksicht gmommm, — sollte Württemberg allein anderer Meinung sein? und wie, wen» da» kleine Württemberg nicht die geeignete rabbin.sche Eapacität für dm fraglichen Posten auszuweisen hätte? (wir wollen selbstverständlich keinem der ehrmwerthe« Syrrtt. Würltembergtsche» Rabbiner nahe treten), müßte dann ter Prstrn in Stuttgart unbesetzt bleibm? und darf eine jüdische Gemeinde in der Wahl ihre« Eultu»b«amten in dieser Wci-e beschränkt werden? Da« kann aber auch nur eben nic'djüdischer,wennauch wohlmeinender, Geist sein, der in diesen: Sinne einer jüdischen Gemeind« Gesetze dietirt, im wahren Geiste de« Iudmthume« wäre auf diesem Gebiete di« größtmöglichste Freiheit zu wünschen. Die rabbinerwählmde Gemeinde soll weniger auf dm Heimathsschetn al» vielmehr darauf seher., ob der Lrndidat in seine« Fach« daheim sei. — dir Se'si unserer Thora heischt freie «beschränkte Wahl. *1 Mat Aus «9« Utes« gtatta Mal ata; W« Welchtatecheteaau tat 3 Jtaa «M taech nichts »tchr ad oeoloa taawastrirt, «I» taech ta» •tattüt (tarn Maktiatt» tu «tan ßtsetztzchntzn Kstpee. Da» an tat Eta» acht« „tati Barte." (**.)