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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 33. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 33.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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— 266 — Irrung befriedigt. — (Sin Verlebt über die Schule in Jaffa lStadt), welche Herr S. 0. Baldschmidt selbst zu insptciren Gelegenheit hatte, «eist mehrere Uebelftänd« nach, denen ab« geholfen werdrn kann und wird. (Schluß folgt.) Vermischte und neueste Nachrichten. ». Stettin, II. August. Am 4. d. Mt«, wurden zwet Löhne de« Carlo» Seckel, jetzt in Hamburg, früher in Valparaiso wohnhaft, S und 10 Jahr, alt, auf ihren und de« Vater» Wunsch in Gartz a. O., wo sie sich zun, Besuch aufhieile«, von H. Jtzig Ltpschütz dort unter Assistenz de« Sanität»-Rath vr Herzbrach beschnitten. — Die Sinder hatten diesen Act mit Energie selbst gefordert. Solcher ist mit geschick au«geführt, und innerhalb 8 Lagen waren die Sinder wieder völlig hergestellt. Dieselben sind in Valparaiso de» halb nicht beschnitten worden, weil »in Mohei dort am Ort und in der Gegend nicht befindlich war.*) Prag. Er steht jetzt fest, daß vr. Sümpf nicht nach New-Aork gehen wird. Amsterdam. Im Stadtrath fitzen 7 Israeliten, 3 portugiesische, 4 deutsche; ein nach der Proportion der Einwohner- und StadtrathSmitgliederzahl günstige» Verhültniß. — Die Euratoren de« „Athenäum" haben dem Profeffor Rosenstein in Leyden »ine Proseffur an der Slinik in der Hauptstadt angeboten. Deputationen de« Curatorium«, der medicinischrn Facultüt und der Studenten i» Leyden haben den Herrn R. ersucht, bei ihnen zu bleiben. (Derselbe ist bekanntlich «in Sohn de» sei. Rabbiner» in Berlin.) — Die holländisch. Blätter veröffentlichen «inen Aufruf zu Beiträgen zun» Reu- und Umbau der Synagoge in Burtang. Derselbe geht nicht von der jüv. Gemeinde au», sonderit von dem Pastor der benachbarten protestantischen Sirche. Pari». Der Bericht au» Pafewalk**) in unsrrr Nr. 29 wird von den „Arch. JSr." reprovuc.rt und daran die Benierkung geknüpft: „Wie wenig wir auch geneigt sind, uir» sür Preußen zu begeistern, so können wir doch nicht umhin, unsre Mitbürger auf obenerwähnte Maßregel aufmerksam zu machen. Da» System der Militärfreuoilligen tritt in» Leben, und viele unsrer Glanben-ge»offen werden zur Fahne ubergehen; e» würde ihnen und ihren Eltern sehr lieb sein, wenn der israelitische Euliu» wirklich und in der Praxi» den übrigen gleichgestellt würde, soweit e« sich mit dem Dienste verträgt" — Daß die beregte Concession übrigen» nicht» Reue» ist, haben wir bereit» gesagt. Die jüdischen Soldaten können überall in Preußen recht oft den Sabbalh Gottesdienst besuchen, wenn sie nur wollen An Feiertagen ist die Leuraubung Regel. — Der Bildhauer Clement Loryczwe-ti (Pari-, Bouleo. •St. Michel 107 ) hat eine Büste von Cr4mieux angcfertigt, ivrlche in de» französischen Blättern sehr gerühmt wird. Irr versendet ein Circular an die Coinite's der Ä. I. U , in, dem er die Büste zum Ankauf empnehlt. Da» Exemplar kostet in Bronce 2000 Frcs., in Gypt 5,0 Frc». und ist von ihm zu beziehen. •) ü« man un« tagt, soll in Hamburg die Beschneidung (durch Herrn Dr. Stern?) inhibier worden sein Ta die Mutter eine Jüdin, sogar nCn**C nrccno au» »empien ist, so wäre UN« «ine Auf. litrung «rwünichl. perl üipschriy. ein streng religiöser Rann UN» p, hat thunlichst nachgesragt, aber kernen Ärund erfahren können. Er hat nur gehört, daß Herr Dr. Stern di« Knaben al« C'bnP nicht in die jud Schul« aurgenomuren, aber sie auch nicht haben deschneiden lasten wollen. (Red.) **) P. liegt nicht in Bagern, wie „SL I." und „I. World" meinen, sondern in PoulMeen; für „I. W." auch die gelegentlich« Rolij. daß Jnowraclaw nicht in Rußland, sondern im pr,uß. Rrg.-Ve)irk vcomberg liegt. Wrr sagen die» nicht auo Pedanterie, sondern weil an der betr. Stelle au« dein Jrrthum ein falscher Schluß ze,ogrn ist. L»aß»«. In „dknemillnn', ikageminv" nimmt George Grov« in einem von Wildbad au» datirten Artikel da» Andenken de» sel. Sman. Deutsch gegen einen Aufsatz ln der „Edinburgh Review" in Schutz. Man batte dort der berübniten Abhandlung über den „Talmud" Oberflächlichkeit vorgeworfen. Rur gegen diesen Punkt «endet sich Grooe und spricht in begeisterten Ausdrücken von der tiefen Gründlichkeit und Bewiffenhastigkeit, mit der D. stet» gearbeitet hat. Er wendet auf ihn den Psalmoer« cm: „sein Herz war warm in ihm, in seinem Grübeln brannte Feuer, und zuletzt redete er mit seiner Zunge." (39, 4.) Wir bedauern, den «ine groß« englisch« Spalt« in Petit füllend.'» Aussatz weder ganz mittheilen noch dnrch stellenweise Au»züge verstümmeln zu dürfen. S» ist aber wahrhaft merkwürdig, wie tief christliche Engländer den Tod Deutsch'» beklagen; der Dekan von Westmlnster hat gesagt: „e» ist da» größt« Unglück der Art, welche« mir hätte wiederfahre» können." Den Artikel der „Ev. Rev." kennen wir nicht, sollte nicht eiitfach in ihin der Aerger darüber sich Luft machen, daß D. dem Publikum ein andere» Unheil, über den Talmud beigebracht hat, al« da» den Missionären und Cons. genehme? Italik». Signor Luzzatlo hat au» Gesundheit«rücksichten sein Amt al» Generalsecretär 1k» Handel»- und Ackerbauministeriurn» niedergelegt. — Sign. Artom, Generalsecretär de» Au»'- wänlgen, hat seinen Posten auch unter dem neuen Ministerium- Mingdetti beib-halten. Plan versichert, daß da» Finanzministerium dem Sign. Jsaaco Pesaro Maurogonalo, den Depulirten für Florenz, angeboten, aber obgelehnt, wurd:. E» sind, diesen Herrn eingerechnet, jetzt IS jüdische Depulirte im italienischen Parlament. (I. World.) In L»w>o (Rußland) starb ein Jtraelit, Elia« Malawanker, 108 Jahre alt. Cauea. (Candia.) Al« Gegensatz zu den unlängst berichteten Bedrohungen der Juden durch fanatisch« Griechen erzählt „I. World," daß der hiesige Chacham-Baschi zur BeschneidungSfcier seine» Söhnchen» den Pascha, mehrere andere Antoritäten und griechische Priester eingeladen hat; dieselben sind in Person erschienen (oder haben sich vertreten laffen) und haben dem Akte in der Shnagoge beigewohnt. Jerusalem. Der nach Jerusalem versetzt« Siamil Pascha, bisher in Beireut, ist von der jüdischen Bevü.kerung freudig begrüßt worden, und hat seinerseits eine jüdische Deputation sehr freundlich empfangen. — „Time«" und ebenso vr. London im „Maggid" berichten. daß einem alten Unheil, dem Wassermangel, endlich dnrch Wiederherstellung der »rillen Wasserleitung und durch energische Maßregeln zum Schutze derselbe», abgeholfen sei. Die Leitung gehl von Ain-el-Cha<ler und den Teichen Salomo'» au», speist auch Bethlehem und liefert in Jerusalen« an vier Stellen Wisser, welche» Jedem zu schöpfen frei steht. Lumley spricht freilich in Zuschriflen an „Time»" und an „Jew. Chr." sich dahin au», daß zur endgültige» Abhülfe noch viel fehle; indessen ist e» ohne Zweifel eine außerordentliche Verbesserung der Lage namentlich der Armen, da bi4her da» Wasser in Jerusalem nur für schwere« Geld zu Hobe» war. Die Fcllah», welche da» Wasser herbeitragen, haben daher die Bemühnngen Nasif P aschah'», weicher die Leitung restauriren ließ (Montcfiore hatte da» Geld dazu gegeben) vereitelt und die Röhren und Kanäle verdorben und oerstcpft. Cincinnati. Am 8.—10. Juli hat hier eine Versamm lung von 7 Abgeordneten isral. Gemeinden de» Westen« getagt, und e» ist der Beschluß gtfaßl worden, I) einen Gemeindebund, Union of American Hebrew Congregation», zu bilden, 2) als erste genleiniame Ausgabe diese» Bundes, eine Hochschule für jüv. Theologie zit gründen. Wir berichteit recht bald Genauere».

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