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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 25. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 25.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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197 che»: Teheran. ISpahan, Hamadan, Schüraz, Raschan, Zezd, Rermanschah, bewohnen. (Folgt «ine Aufzahlung der wesentlichsten Bedrückungen, unter denen die Israeliten in Persien leiden.) Ä bedarf nur eine» Winke» von Ihnen, Sire, und alle Gewaltthätigkeiten und Ungerechtigkeiten werden vor dem Hauch« Ihrer Macht verschwinden. — Wir rufen Sir zu Gunsten unserer Glaubensgenossen in Persien an, und indem wir uns unter Ihren Schutz stellen, machen wir uns verbindlich, ihre Wiedergebun zu unterstützen, indem wir ihnen eifrige Lehrer senden wollen, um sie zu unterrichten und aufzuklären. Bi» dahin, daß Ihr Befehl die Acte der Barbarei vernichte, welche in Ihrem Reich« geboren« und unter Ihrem Scepter lebend« Menschen treffen, bitten wir um zwei Maßregeln, welch« einer vollkommen« Gerechtigkeit de» Weg öffnen sollen: Daß ein souveräner Act de» Divan selbst dir Feststellung der den Juden aufzuerlegenden Steuern übertrage, und daß diese Steuern, ocn den jüdischen Gemeinden raportirt, nicht an die Gouverneure, sondem direct an den Schatz abgeführt werden; daß bi» zu dem Tage, an de« die vollständige Gleichstellung der Muselmänner und der Juden vor dem -Gesetze ausgesprochen sein wird, Sw. Mas. in allen Provinzen die Sinrichtung besonderer Gerichtshöfe verordne, welche allein in allen Rechlsfällen, in die ein Jude mit verwickelt ist, zu erkennen haben. Endlich mögen von Sw. Raj. Instructionen an alle Beamten Ihre» Reiche» ergehen, welche sie verbinden, die Juden mit Wohlwollen und Menschlichkeit zu behandeln." (Folgen die zur Sache gehörigen Schlußsätze.) Nord-ÄmeriKa» I Mem-^sork In dem „Medical Record" veröffentlicht | Dr. Hough eine Abhandlung über die „Langlebigkeit und an-! der« biostatische Eigenthümlichkriten der Juden." Au» ver- | schieden« statistischen Tabellen sind die schon wiederholt dar-! gestellten günstigen Verhältnisse erwiesen. Der Berfasser sagt, er habe seine Arbeit „nur i» Interesse der Wissenschaft unternommen, in der Hoffnung, daß, Christen, welche gegen di« au» der Beobachtungder mosaffchrn Gesetzt entspringenden : Bortheile sich nicht verblenden, stch vorsehen und aus dem! Beispiel« Nutzen ziehen »ögen." | Htattineore. Am 19. Mai wurde das neue iSr. Wai- J senhau», welches, wie wir vor einiger Zeit berichtet haben, j von einem deutschen Isroelitrn *) Wilh. Rayner, auf alleinige! Rosten gestiftet wurde, feierlich eingeweiht. Die Rede, welche derselbe bei dieser Gelegenheit, hielt, ist sehr schön, und wahrhaft ergreifend ist di« Stell«, in der er stch an die Waisenkinder wendet «ab ihnen zueuft: - „Ihr mögrt wohl meine - guten Mahnungenl,annehmen» -dennsie kommen von einem Manne» 'dar in, seiner Iugevd de» bitter» Reich der Verlassenheit bi» zur Hefe gelmrt ch«t und gleich dem ärmsten und elendesten, unt«u Euch..ein« Waise -gewesen -ist. Aber Gott hat. ihm geholfen, wie rr.,auch-Euchhelfen wird, wenn Ihr Euer Vertrauen auf,ihn,, setzt." -- .Möchte es doch Biele . *.J, --- i; - ';li1 f ' '*) Es ist UN» unbegreiflich, ntöt „Hebe. Lead." darauf bringt, vonl» der Munificeaz eines „christtichm - Mitbürger«" zu rede«. Die Rede Rayner's, welche. „Zew- 'Tim." jvollstendig mitthrilt, zeigt doch sonnenklar, daß derselbe Israelit ist. geben, die so sprechen können und so thua wollen! lieber die Schenkung belichtet „Hebr. Lead.": „Da» mit so edler Freigebigkeit von Hrn. W. S. Rayner geschmkte Grundstück mtt Gebäulichkeiten ist 115 Fuß breit, 275 Fuß lang, liegt sehr pittorelk und entspricht in jeder Hinficht dem Zwecke des Gebers. Da« G chäude wurde im Jahre 1857 mit einem Rostenaufioande »on 40,000 Dollar gebaut, ist mit allen modernen Sinrichi ungen versehen und gewährt einen imponirenden Anblick; 'S enthält 18 geräumige Wohnzimmer und kann 50 bi» 60 Waisen beherbergen. Oie Wohnung de» Superintendenten befindet stch ebrnfall» darin. Die Donation de» Hrn. Rayner wird nach dem Marktwerthe auf 65000 Dollar angeschlagen." Bei der Einweihung wurden von verschiedenen Wohlthttern, darunter auch solchen, die von R«w- Aork gekommen naren, 18000 Doll, gespendet. Jlfrikc. Vort-Okizatzelß (oder Algoa-Bay iu Süd-Afrika). Es ist wohl da» erste Mal, daß aus dieser Stadt und Gegend Nachricht in eine«? i»r. Blatte erscheint. „Iew. Ehr." lringt ein Schreiben mm da, „dem London Süd - Afrikas." ES wohnen daselbst!S0 jüd. Familien; im Lande sind noch viele zerstreut, meist Engländer und Deuffche. Unlängst ist Rev. E. Rapaport au) London berufen worden, um hier al» Prediger und Rabt-iner zu wirken. Am Purim fand zuerst Gottesdienst ftat v manchem etwas ganz Neues. Am 18. März vollzog de .-selb« Herr auch in «Grahams Town die Be» schneidung an einem Rinde des Hrn. Iacobi, Solcitor-Gnieral der Eap-ttolonie. Bo» dem „Heirathsamt" ist Hr. Raraport „für dir östlich« Provinz und die Diamantfelder" al» Rabbiner bestallt worden. DaS religiöse Leben blüht — nach Umstände» — herrlich auf. — Zn einer späteren Nummer bringt „Jew. Ehr." noch eine andere Notiz von demselben Correspondente», aus der wir erfahren daß in Zanzibar, an der Oftküste Afrikas, sich «ine. jüdische Gemeind« orientalischer Abkunft mit einer Synagoge befindet. Es sei zu vermuthen, daß die betreffenden Zudm au» Arabien und vom Golf von Persien h«r eingewandert seien. Auch lanoeinwärts, nach Abessinien zu, soll es jüdische Gemeinden geben. Vermischte und neueste Nachrichten. Iterki» Die in Nr. 23 gebrachte Nachricht über Prof. LazaruS ist dahin zu präcisiren, daß derselbe zum Professor an der Unioerjität zu Straßburg eraannt ist. Außer dieser Ernennung sind in den letzten Wochen noch d» mehrerer ichr» Gelehrten zu ordentlichen Professoren erfolgt, so die des vr. Max Iaffö und vr. Zacobsohn an derRinigsberger Universität." Zkasemalä. Der Rabbiner vr. W. Landsberg hii-rieibst hat eine» Aufruf zum Beitritt zur Alliance Z. U. erlassen, dem vorläufig 17 Mitglieder der Gemeinde Folge geleistet haben. ,Die hitsige Religionsschule ist neu orgauifirt und in zwei Rlassen getheilt, welche von dem Rabbiner nnd dem

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