Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 24.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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1*9 hochgeehrt «ad geliebt. :®b«tfo nmc /'tr uuermüdlich in Un< terßützung wnb Förderung sang« Leute.. welche stchdru» Stur dium widmete» und übte auf da» geistiW, und' religiös» Leb»« 1a feiner Hümothgeuwind« den günstigen Einstich au».""Gv war ein thätigeS Mitglied der-rLhewüch Kadifcha «ich berhtk» ligte sich überhaupt an allen öffentUchtn gemriuuStzigen Angelegenheiten auf da« Wärmste. Zwei.seintr Söhn» "sind ebenfalls Aerzte und ahmen auch in der Liebe zum Zudenthum dem Vater nach. Gei» Andenken wird in Protznitz für lang« Zeit zum Legen bleiben. (Haniag.) ^rata». Die herausfordernde Sprache der polnischen Blätter gegen die Juden welche da» verbrechen begangen haben, zur Wahl verfassungstreuer Abgeordneter besondere Wahlcomitr« zu bilden, veranlatzt den Krakauer Corresp. der „N. F,, P.'^ zu^qlgpM^ntgegnung: „Geradezu empörend ist ' aber * der Tön, welchen die polnischen Blätter gegen die Lsraektten iir'Gitkizien anftimmen. Diese Polnischen Journale, die in der Reget mehr klerikal-feudalen Zwecken, als drn-Zntrrrssen der polnischen Nation dienen, erblicken nämlich — gleich ihrer? blaüblütigrn Patronen — im galizischen Juden noch immer den alten bekannten servilen „Moszek" (diesen Typus de» früheren,' - dem leisesten Winke eine« polnisch«, Dorf«Schlachten ssarchtsant'folgend«, südk-' schen^ Sklaven) und glaubt»' dahrssihm^auch^etzt durch hsoH^ Drohungen barige Machen zu' kSnN«i,/'vrWsse»t"aber, büß tld hierkändischen Israeliten 'im DtttchschdiNe^lmd ''iniBöthlll^M^ zur ^christliches Bevölkerung 'anstrettig'die bürgerliche Zn-' tevigenz bei Lande» und "somit einni'wlthiide«' Mct-r tevÄ-' senttren .1 rin, rcho«lchnv Ai>:r'i!-,lL «sb Natürlich stnb aber die in drn'pvlnffchen.ü^iltketst Anlaß der Bildung' ^oitberer''HÄW»W« machten Borwürfe religiöser Excluflöltäk '"lW^'antinakloNale^ Bestrebungen ebenso 'fälsch'als''lächerlich." Dessn'Äe LSkäeliten ln Galizien gelegentlich der KiööLstehendea ünmittelbaren' Reichsrathswahlen dem Kommando der Nationalen nichk fölgen wollen, geschieht dieweniger au»" 'cöafefflönelleN ^Gründen, die hier gar nicht vorhanden sei« können? uöch'ttiFvlgt^ polenfeindlicher Motioe, sonder«' einzig und allein der eigenen" Selbsterhaltung willen, au» Fnvcht vo« deck'ihnen drohenden' Verluste der mit der Verfassung so schwer errungenem Frei^- hüten: und Rechte. ■ m> im :ir Allerdings sucht ein Lemberger Blatt"im bleser Beziehung' die galizischen Juden dahin zu ber«hig«»> daß ihnetz die freiheitlichen Errungenschaften ja. doch inidyn Srundgesetzen gesichert sind. Z)as wiffe» auch dt« Ludemhiev >zu, Laüde p fie-l wissen, aber aondrrrrsüts, daß sie »ngeachtat^dM Grundrechte., im-Falle der Verwirklichung . der galizischenRtsolutwnider! Willkür unserer Polen auSgesetzt^seia.dürfte», die danni.bü, einer enveüerten.LandeSautonomie -da» Recht haben werden, die kommunalen Jusiitntioney ünrr jeden:?galizischen Stadt al» christlich-Zu. erkläre« und demnach irr ^frommer'-iWeise von denselben die Jude» anSzuschließa» und. al» rechtlose Parias zu betracht«», wie.«»-dekaiinitich ur-Lemberg «in.Mann Namen» ArmaiiS vor nicht lang« Zeit mit. der gottgefälligen. Erklärung, „daß da» Lemberger.-neomumnalt Vermöge«'Lein chnDatholische» 1«"». qiigestwb». hätte, i^a ri.-i . .... Paß aber di« Ptsit» tinen viel größeren: Judenhaß, al»? die hirrläudischen Israeliten Polenfündlichkeit »auijestirea, da» erhellt genugsam au» der^Thatheche» :,daß. di» Herren, uwetche di« zwei Wahleomite» für Ost- .rwdiWestgällzien eingesetzt httb«»< tat Beschluß faßten, keine« Juden in den nächsten MchScktth lasse«-, während die israelitischen Wahlettnitr» von dem SßBidsahV'gekeitet tftrtai, nurverfassung«- MchSttich» ata« ans slldffch« Reichsräthö zu wählen, und kein Mischest Wnhlcviüie wird Anstand' -nehmen, für die Wahl «ttts» christliche«'>Mitbürg«S z« agiliren, wenn dieser nur die Vürgschaft ütwr »erfaffmtgStreüewGeflnnung zu geben in der Lage sei« wird.»'“■ 1/1 j'lllS tli:'. III). >!•.;!(! .. «* .',5 5.V ntmi rr>rt " Frankreich. ' »'>»*'AlSstappanieS' Gegenstück zu den im heutigen Sütärtikel Mitgetipeilten' Aeußerungen eine» klerikalen französische«-Blatt«» errsilhiten'wir'kürzlich erschienene Auslassungen in"Beuill«t'S „AnivrrS*. ' Sie 8«treffen, 'dem Titel nach, die Wstner AuSstellimg, kommen ' aber v»n däänS und küne»- Mg» nebenher o«f Lude«,' "in einer Weife, die'wirklich fast wtchittvipig gnwnnl werden'Muß. " Der Reigen'beginnt bei > dettl'PaMlkM 4«r „Renen Freien Presst, welche mit jedem denkbare« Schttichf überschüttet wird,' sie ist das Organ von «tw« 100,600 ^huta», welche'Oesterreich aoSplündern", und 'kvMMl 'Wüter s'' dem Satz«: ^"jjDie Wiener Ausstellung nöttMt allmählig drn Kharakter eine- Feste»''an, welches die Ssdtteüchische Lltbengaffe':fstii^«rie)' Wilhelm und seinen Soldaten zur Berh<erkich«ng ihrer-Siege bereitet." (Aha!i Der Krasistyl-Beuevot'» und settier Genoffen, (der Dersaffer frag, lichen «rttkel» hektzt lssAgreval) ist bekannt 7 „wie Welss ans Well' sich ohn' Ende drängt", so drängt sich da Schimpfwort auf Schimpfwort und Fluch auf Fluch; der „Gischt spritzt wirklich" — aber sicherlich nicht „bis zum Himmel"; da heißt es vielmehr: „mögen sie fluchen, Du wirft segnen." —.„Rtw,L»jal>,herkchket ülltr dieWiederaUfsindung eines intereffanten Werkes, welches Wolff und Fürst wohl dem Namen nach — und ungenau — anführen, aber nicht gesehen -haben, und welche» obendrein wohk ettyig' In seiner Gattung ist. W Ist -betitelt: „Sesto haschirim aschrr Lischlomo" und« euthölt stiompsfittonen von^-16 Psalmen, Aden olam, Jigdaly W ÄBlbhanu - und Alenu in 3, 4, 5, 6, 7 und,8 stimmige«-Khört«/ vön Salome de Rosst 'aus Mantua. Das Werk'ist 102! t in Venedig gedruckt, enthält 22 Blätter 4to, als Vorrede ki eine' Abhandlung von Leon de Mod»na über Zulässtgkeir de» ChorgesangeS-' in der Synagoge beigedructt. Da». Werk befind« sich jetzt in der RattonNlbibliorhek in Pari»! "Der gelehrte Musikkritiker Föti» hat zwar unserm de Rosst.' eme Rvttz' gewidmet ntid> einige Wirke desselben, Componetten und Sonaten,'"besprochen, die synagogalen Kompositionenaber blieben auch Ihm unbekannt. Da Rosst in der Blüchezett'dti üli>elasstsch«n Kirchenmusik lebte — Palestrina war sein, wenn auch erheblich älterer, Zettgenosse — so wäre eia« <aih«d- Mttthülung üb« bi« genamiten CompSsttionen, vieüelcht fogor d»ren"Wiederabdruck, den Liebhabern synagogaleviMnfik gewiß"erwünscht, lind wie wenige Juden interesstre» -stch 'a ich r fürMufik und schöne 0d« alte „Rigunim?" 5f.rU 'III. ' ..J. NnßlauL. ::< Ut6n »os' unlängst von der „Times" besprochene oder dochiln- Aussicht genommen« russisch« Rrkrutirungs- und Militairdttmstge rtz,^ bringt die „R. Aorker StaalSzig." ebenfalls Mitthülungen, welche anscheinend auf guten Informationen beruhe» ^u«!«' uns klarer und in sich zusammenhängender erscheinen alS die der Times. Die Luden solle« demnach in