Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 24.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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frffrffiuffrber ^ens T YMen Hh könlGr, rM> bi^Wi esetz ä«S-WeanHtiiS u^n^MLnß"' da, flkch^l^ke« " Dü Juden kanntek i^ott, sie kannten die Menschen ... So lehrten sie eine mächtige Philosophie, die noch heute die hDhsFMtnftstder menschliMy ErWmmG bil» det. Die Grie> ismuit entwindl hinein, um daS selbst zu ersticken. Dqs . hebräische Volk hah-, di«<phsi«s,jHie „dsdoB/natürkiche Nicht in höchster^Auffassutig auSgeü^t; bas stst offenbar weit mehr als aller Wortkram der Griechen. Wir schmchen die Griechen nicht, sie haben in der Kunst und ln der Rhetorik Glänzendes geleistet, sie stellen darin die Hebräer gänzlich in den Schatten, da bet diesen die Geradheit des Geistes und die Festigkeit der Ideen dem leeren Wortlärm widerstrebte. Die Rhetorik ertränkte am Ende die socialer Grundwahrheiten in «in« Fluchm» Systemen und Kommentaren, die Kunst stellte nur wollüstige Gestalten für die Anbetung und Nachahmung der Menschen dar. Aber in ihrer religiösen Poesie ist die Bibel unvergleichlich, und der der Religion geweihete Geist der Musik ist so sehr in die hebräische Race eiugrdrunge», daß noch heute die Gabe brr Musik ihr angeboren scheint. Tie Griechen sind ein Volk von Künstlern, auch die Rhetorik ist eine Kunst; die großen Wahrheiten der natürlichen Ordnung haben sie nicht gelehrt noch weniger ausgeübt, diesen Ruhm lassen sie dem hebräischen Volke." Der zweite Artikel des „Monde" geht von dem Hass« und der Verachtung aus, welche Griechen und Römer gegen die Juden hegten. „Die Griechen, jedem Laster, jeder Tyron nei, einer schranken- und endlosen Anarchie ergeben, verachteten das Mische Volk, und t ie Römer verachteten «S ans demselben Grunde . . . Die*Jnden beteten keine Bilder an, sie allein warfen sich nicht vor der Natur nieder; sie vW- - davimten und brandmarkten den Pantheismus, den Götzendienst, welcher Laster und Leidenschaften heiligte, und den die Griechen und Römer so eifrig plegten. Die Würde und Regelmäßigkeit ihrer Sitten bildete einen fortwährenden Gegensatz gegen die heidnische Sittenlosigkrit. Sie stellten in ihrer Person die Schönheit ihres strengen Gesetzes den unkeuschen Lehren des HridenlhumS gegenüber. Nie hatten sie, in den Zeilen ihres Glückes, schändliche Schaustellungen aufgeführt, sie nahmen nicht Theil an den blutigen Spielen des Circus, sie hatten Abscheu vor Menschenopfern ... Die Juden bekannten die Familienhierarchie, die väterlich« Autorität. Von bicftnt Gefühle beseelt, mußten ihre Gewohnheiten und Institutionen voll Mild« sein. Wie hätten sie der Schwachen und Armen vergessen können? . . . Ohne den Vater schwindet die Brüderlichkeit. Um diese zu erhalten, müssen die Kinder stets daS Bild, das Andenken, das Prinzip ihre« Verhältnisses zum Vater vor Augen haben ... Der Gesetzgeber braucht dann die Brüderlichkeit nicht zu befehlen, er unterwirft sie dem Naturgesetz, welches die väterlich« Autorität aiordnet. Die Juden haben jme social«» Kriege, welch« die 186 jut- M 'j ß dfttfltn däd^rfleischt haben, nicht gekannt, der Arme trotzte dort nicht- 4011 dem Reich» Jas pem len 1 eren vergaßen daß sie alle ffen, so hätte de Krieg der Rom auf dem Wucher. «-1 ist doch darauf zu achten, we sie im allgemeinen dem Bolksgnste verwandt find. Und da« ist bei den alte« Hebräern der Fall und nicht bei den Griechen! Wenn e« gar keine Chronologie gäbe, so hätte e« keinen Sinn, die Sprüche Salomo'« von den Griechen entlehnt sein zu lass«. »der dt« «öaästrr, der (-riechen B. ist seit der angegebenen Zeit der 'mm' entsprechend. Die« hier im Vorbeigehen! gl enlt » serDneiD tE'cr<fo!ckl Muhte'4,1 «the nzip des Zinswuchererfüllt.die, römische <«• Wrwjsrns^m,' dis fetrritigMIrt, ba| periodische Bluivergleßess, die Aus stände. Äe jüdische Brüderlichkeit verdammte den Zinswucher als ein Prinzip der Tyrannei. ' < Dieft mächtige Brüderlichkeit hrqchte sie dghiu-die anderen Menschen zu lieben, in ihnen wenigstenjüngere Brüder zu lehen; sie nahmen sie gern auf, ließen sie an ihrem Gesetze theilnehmen. Dawar bei keiner heidnischen Nation der Fall; dasselbe Wort bezeichnrte da de»'„Fremden" Mib ftn" „Feind". Der Pantheismus läpgnet« daß Prinzip der Einheit in der göttlichen Vaterschaft und übe» ließ so di« Menschen dem Kriegszustände." Go war drntt-der Krieg endlos;' die Städte bekämpften einander, bis ‘ die stärkste die anderen verschlungnr hatte und dann einem Tyrannen zufiel. Das ist ' die unerbittliche Geschichte Griechenlands und Rom-, Da« Dogma der Schöpfung ^zeigte den Juden alle Menschen als Brüder; sie allein unter allen Völkern des AlterthumS kannten keine Angriffskriege; einmal im Besitze ihre Boden-, wollten sie auf demselben nur in Frieden ihr Gesetze üben-. . . Ihr Gott schmeichelt» iyib diente ihren Leidenschaften nicht. Er züchttgt« seine rebellischen Kinder. Durch Befolgung und Unglück geeinigt, kehrte die- Volk zu den väterlichen Gesetze zurück. Kein Staat deS AlterthumS, keines der modernen Völker hat solche Unfälle erlebt und sich auS den»^ selben erhobti». Nicht durch «den „Fortschrikt" bestand und widerstand e«, sondern indav» es sich rückwärts wendete, indem eS.kräftiger daS verfassen« Gesetz wieder aufnahm. und— dasselbe nie zu verändern trachtete. Oft war es untreu, aber nie feilschte «» mit seinen»'»Gewissen. Die Judm -Hüben ihr Gesttz mit Einsetzung de- Lebens vertheidigt, kämpften für dasselbe gegen die griechischen Syrer, begruben sich eher unter den Trümmern Jerusalems, als daß sie mit dem römischen Heidrnthum ein Abkommen getroffen hätten. Nie ist es den Griechen und Römern auch nur in den Sinn gekoouneo, daß man für seine Religio» sterben könne. Durch ihre Sitten,und ihre Staatsverfassung unterschieden sich die Juden vollständig ,von Griechen und Römer«. Sie hatten nicht die Schmach der alten oder modernen Demokratie zu erdulden, weil sie daS Prinzip der Famlli« achteten und auf diesem Prinzip ihre ganze politische, gerichtliche, administrativ«» militärisch^ Organisation aufbautep., Sie allein im Alterthum haben die Sklaverei zurückgewiesen. Sie haben eine national« Brüderlichkeit geübt,' welch« die christlichen Völker kaum begreifen,, so,,erhaben ist sie, so scheint sie über di« menschlicht Natur hinau-zugehen. Die Institutionen de- Jubeljahre-, deS, siebenten Jahres, de» siebenten, Tages sind die Vollendung der.socialen Ürhynng gewesen,. und sie haben selbst mit dem Chriftenthum, sich nicht erhalten können. In der Zerstreuung, in allem Elend, in aller Schmach des Exil» haben die Juden ihre ursprünglichen Gefühle, nicht aufgegeben . . . Dies Volk hat alle seine Sieger überlebt; , es allein, sagt Jean - Jaqües Rousseau, 'trotzt der Zelt, dem Schicksal und