Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 24.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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«• 24. -1873. .i:r. ,111 t: n *: I nd •>-v .-uoiv :'■(■ Cii wi-.i - ’.JiTHii; ::i[ Isschiluijeven vttuwich. V«B ckenetMlich 22'/. «r.schm. nif -T'* iiiuist .sv; li'^-Siz keramwocillchrr juf,i~ni’n-Ä. . ‘•(»jt.'ii.jm m. .■•/iiw: ui ,;>iC)il uf i--'!N^ W1|»ll>y Wtytir •*« kroi Ucam h-imJm; »' i« 1 „c , »*.*« m * iw . .. Magdeburg. Aß.1 3rMU- Mlntt fMffdt 8tn fltrffatt» eiaft Htn biuf, Lci^g. Main». Sa» Baien».' r~ Srfterretch: Bon ha - ConUfcbtt »d «ca«#* ««chrtchtr», LeipM. au» bnn jüdisch-amerikanischm, Leben von I. 9i. Lichimbug inNen^- ) LSÄ'E«: fit die religiöjm q»d sokißlfluJntereffen des Jlldeuthitms. nd Hcra-tgeper et« in Gtettiu. uni 2873. Zu bt^Otn dura» alle Buchhandlung« und PoKauAalien. Inserate» - Annahme t'.»«. Hos-Vuchdruckcrki von «ml ssries» in Magdeburg. Bericht« nnd Vorrrspnndenzenr Deutschland: Magde- Protniv. «rakau. — Frankreich: Bari», — Rußland. — ->»Ul«tonr Unsichtbare Fesseln. Original-Novelle — Iasiepat». — Mt nächster Nr. schließt das zweite Quartal.. Die Erneuerung des Abonnements muß bei den Postanstalten und Buchhandlung« rechtzeitig erfolgen, wenn in der Zusendung lein« Unterbrechung eintretm soll. «' ♦ ■'., <' »Das Abonnement beträgt pro Quartal: bei dm Po Die Erpediti»« der „3rraetitischeu Wochenschrift" i» Mntzdedarss. >r über sie Pflichtenlehre, als daß sie sie feftpefteHt här- . . . Di« Juden allein haben die Gottesverehiung be- , das Ist der Ruhm dieses Volkes. Und wenn Derenrg und Rsnan die Offenbarung läugnen, so muffen sie äumen, daß die Luden, durch ihre Intelligenz. Ich hoch die anderen Völker des AlterthumS erheben. Se allein : die vollkommene Vorstellung von Gott, den» sie allein >rn In ihm den Schipfer. WaS ist denn Gott, wrnn |fer ist? Ein unbestimmt«, verworrener Ser.iß ^en' str In E^erii'iaAidg' miit uns. (ir ist unser Daler, wir sind seine Kinder; das ist bie^srundloge der sittlichen Ordnung. Die Griechen haben, Lid klerikale« Statt öder 2»-e«th>«. Wir haben (Nr. 19 unter Paris) über die Controverse berichtet, welche innerhalb der franzifischen Akademie der Wissenschaften über die Unsterblichkettslehre bei den Juden statt- . gefunden, und über das Scho, welche» dieser Streit kn der Tagespresse gewerkt hat. Wir bringen versprochenermaßen einige Bruchstücke aus zwei Leitortikeln des „Monde", von dem Chefredakteur des Blattes, Soqnillr. DaS Interesse, welches das hier Folgende bietet, liegt vielleicht weniger in deut Inhalt, als in' dem Umstande, daß brr „Monde" ein schroff.klerikales nnd sonst nichts weniger als den Juden gewogene» Blatt ist.' Nach einigen einleitenden Worten über die Unsterblichkeitskrhre griechischer Philosophen fährt Coquill« fort: „Das Heidenthum bracht« dem Geschöpf dir Verehrung bar, welche nur Gott gebührt. Der tm Lkterthnm so festgewurzelt! Cultus der Tobten vermochte nicht te« Menschen zu bessern, er blieb jeder Idee von Moralität, von einer Unterst ridnng zwischen gut und schlecht fttn. Die Srdeglich in dieser Beziehung dem Olymp, wostlbst (Sfttttr1 wtb Göttinnen ohne Wahl gut oder schlecht, oder vitluiehr nur die Personifikation unserer Retgungiin und Leidenschaften waren.' Die Phlloso- ^. phen mußten sich erst von der Religion, losreißen,' um eine Sittenlehre zu suchen. Sip blie.'en im Allgemeinen Suchende, Zweifler; das^ist Alles, was sie o'erm,chten, sie discutirten ungeachtet il»res Scharfsinnes, nie die Grundidee de: Schöpfung er-faffki, können. Ihr Gott ist imincr nahe daran, in die Natur auszugehen, er unterscheidet sich kaum von ihr. Sr hat aber de» Menschen kein Gesetz gegeben. Vergleiche man doch einmal die an dem Dekalog gebildete Moral der Hebräer mit dir all den unreinen Vorschriften des HeidenthuurS gebildeten griechischen. Man findet bei den Philosophen schöne Maximen, di: sie dein HebraiSmuS entlehnt haben können, da dieser sich d»rch so viele Wanderungen alle» Völkern des AlterihumS bei zemifcht und schon lange sein Amt rühmlich ausgefüllt hatte, als die Griechen erst zu stammelu an fingen. *) •) Dies: Idee, daß die Griechen ihre reineren und sittlicherm Lehren und Anschauungen der (direkten oder indirecten) Bekanntschaft mit dem Mos»i»mus verdanken, ist zuerst von Joseph»« und den KirchtUoälrrn ausgeiprochen, während de» Mittelalter«, vielfach ausgfführt und dann, hauptsächlich von katholischen Gelehrt«« — oft mit, craffe» Uebertreibungea (Hurtius/) — verthridigi worden. Don diesen Hai sie wohl Sstjuille aufgenmnin«»:!Ran hat sie freilich wieder fallen lassen» ja man hat dir Vach, umzukehrrn gesucht, »der es liegt in der That .viel Wahre« in jener Ansicht, und sie ttifft besonder» bei den ^Marimen" za. Wir finden di« schönen Moralsrntenzen beiden Grittheu' erst kurz vor der Zeit der Persrrkriege; zuerst bei den Neinasiattschm Hellenen, dann bei den «eist »ielgereistrn Philosophen, bei l«u Dichtern ven Sophokles an und besonder« bei «dem schylwtßig grdildrtrn Euripide«. Damals war da« Durchdringen or^ntUislhrr. Aasifauungen und Lehre» nach Hille« vollständig angeb« hnt. Es läßt sich hei.Maximen, Lehrsprüchm u. dergl. nicht pc sittv nachweism, wo ihre Wiege gestanden Hot, aber