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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 23. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 23.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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181 - <$fct, Hund« re.; Nein« Kinder überhäufen die achtungswerthesten Israeliten mit Schmähungen, die sie stillschweigend hinnehmen müssen und fortwährend werden und die drückend» sten Steuern auferlegt. Schreiben wir darüber nach Eonsiantinopel, so werden unsere Briefe aufgeiangen." ES wird nun ein weitere» Schreiben au» Jemen vom L. Tifchri d. I. »orgelegi. welche» durch «inen besonderen Boten nach Alexandrien gebracht und am 21. Adar dort angelangt war. Der Schreiber, ein Rabbiner in Garwah, 'Provinz Gakfan, erzählt, daß er nach der Ankunft de» türkischen Gouverneur«, Muktar Pascha, sich z» diesem begeben, ihm da» Elmd der Juden geschildert und gute Zusagen erhalten habe. 'In Sana angelangt, sei jedoch Muktar von den Arabern mit den schmählichsten Anklagen gegen di« Juden bestürmt worden, so daß da» vebel noch ärger und die Abgaben noch sehr bedeutend erhöht worden seien, von den vielen alten und neuen Bedrückungen sei hier nur ein« angeführt: e» ist den Israeliten in der Provinz Manaha verboten worden, Wasser au» dem Flusse zu schöpfen, sie müssen in weiter Ferne stehende» Wasser holen. Die Alliance wird durch Verwendung in Constantinopel ihr Beste» zu thun suchen und ganz fruchtlo» wird diese hoffentlich nicht bleiben. ' > > - Au» Smyrna sind Berichte über mehrere Mißhandlungen gegen Juden eingegangen; der Pascha hat Abhülft'versprochen, die Consuln haben gemeinsame Schritt« gethan und der griechische Erzbischof hat in den Kirchen Mandate zur Abmah- -nung von Ercessen verlesen lassen. 1 . Die Bitte eine- Comite zur Unterstützung' armer Studirendrr in Prag um Beihülfe von Seiten der Alliance wird ^bgelehnt. E« wird nach dem Rath« der meisten auswärtigen Mitglieder beschlossen, die General - Versammlung in Wien zu Halten und zwar Ende August oder Anfang September. Tag mach näher zu bestimmen. ' (Die Pariser Generalversammlung hat am 22. Mai stattgefunden. Nach Bortrag de» Berichte» sprachen Ersmieur, Isidor und Alb. (lohn. Debatten haben nicht ftattgefunden.) Vermischte und neueste Nachrichten. Starfis, S. Juni. Da» „Tageblatt" meldet, daß der Professor Lazarus zum ordentlichen Professor der Philosophie an der Universität ernannt worden ist. Derselbe war bekanntlich durch den damaligen Kriegsminister Roon als Lehrer philosophischer Disciplinen an der Kriegsakademie angestellt worden und seine Enthebung von diesem Posten erregt« einiges Aufsehen. Man erfuhr jedoch bald, daß der neue Director der Kriegsakademie, v. Ollech, die Philosophie über. Haupt au» dem Lehrplan der Anstalt gestriche« Hab«, da» Re- .ligion»bekenntniß de« Professor Lazaru» hatte also nicht« mit tder Sache zu thun gehabt. — Gestern wurden dem Schah von Persien durch den pers. Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Malkom- Khau, die Borftandi Mitglieder de» Lokulcomiie'» der All. Isr. Mn., die Herren Sauitäisrath vr. Nemnann, Bankier I. Platho und Th. Heymalu«, im königlichen Schlöffe vorgestellt. Der Schah nahm au» ihren Händen eine Adresse entgegm, in welcher da» »Schicksal der Persischen Juden dem Landesfürsten an'» Herz gelegt wird. Der Minister, zu welchem dns Localcomit« durch die anerkrnnenswerthen Bemühungen der Herren Geneinteonsul Volkart zu Berlin und Eonsul Gebhard zu Elberseld schon vorher Zutritt erhalte» hatte, um seinen Wünschen Ausdruck zu geben, nahm sich persönlich der Angelegenheit wann an und versicherte, daß der Schah volle» Interesse an derselben nehme. — „Zew. Ehron." bespricht ausführlich und offenbar günstig da» Projeit der Gründung eine» Waisenhauses in Jerusalem, von deru 'e< durch ein im Habazeleth abgedrucktes Schreiben de» H.°rrn M. G. Levy Kenntniß erhalten hat. Bei dem amerikanischen Noard ok vslsxnte» hat vr. Iastrow iu Philadelphia Unterstützung der fraglichen Anstalt beantragt, e» wurde di« Suiame von 100 Doll, bewilligt. , Atta««. Z»m Consul des deutsche» Reiche« in La Union ist der Kaufmann Sally Auerbach »an hier ernannt worben. » (Z. Pr.) 1 Kök». Zn hiesigen Zeitungen ist der Neubau einer isr. Schule, im Gesammianschlage von etwa 20000 Thlr., zur Guvrichung von Submisstonm ausgeschrieben worden. BemerkenSwerth ist >abei der gewichtig« Uinstand, daß der Oberbürgermeister ■ die Lieferungen und Arbstten ansschreibt, und daß der Bau auf Kosten der Stadt auiigeführt wird. Allerdings ganz natürlich, da die Stadt di« Koste» der israelitischen Schule ebenso zu tragen hat, wie die der katholischen und evangelischen, aber es ist doch wohl in Preußen, wenigsten» in einer der großen Städte, von denen inan hört und liest, daS erste Beispiel, daß bei einem solchen Bau daS, was recht und billig ist» auch wirklich geschieht. Hkarl». Drs Central - Cottststorium hat an Stelle des Prof Ad. Franck den Oberrabb. Isidor zu seinem Delegirten bei dem Oberrathe für den öffentlichen Unterricht erivählt. Elfterer hat darauf seine Demission als Mitglied d«S Centralconsistonum» eingereicht. „Unio. ISr." bespricht dies Eieigniß urner der Ueberschrift „an sondale disptro“ und schließ» mit „schetnchejaan". „Arch. Iitr." finden da« Ereigniß beklagensnurlh.. Wir können nicht über die Sache urtheilen, e« will «ns jedoch bedüaken» al» ob „Archiv." die Frage verschieben, indem sie sie so stellen: muß da» Iudenthum im Unterrichtsrath« durch einen Rabbiner vertreten sein?. Wir getraue» uns zu behaupten, daß da» Central- Consistorium weder dies« Frage gestellt, noch sie mit ja beantwortet, «och «u» diesem Grund« Hrn. Franck durch Hrn. Isidor ersitzt hat. — In Folge de» Regierungswechsel« haben Hr. Hendls, Schwiegersohn de» Hrn. Alb. Sohn, al» Prüftet und Herr Eamill« Sse alil Unrrrpräfeet ihre ikntlaffung genommen: dagegen ist der Oberst Lambert „Chef de» militairische« Hause»" bet Mac Miaho« geblieben, wie er es bei Thier» gewesen ist. JjtnHm. Sicherlich noch nicht dagewesen l „Wenn wir auch, sagt „Iew. Ehron.", nicht gern Nottzen über bloße Familienangelege iheiten bringe«, so macht doch wohl der Umstand/ daß der Sohn eine» Solicitor-General, eine» Minister» der Krone, bar Mizwah wird, und da» gewöhnlich« Recht dftse« glüeltchen Tages in Anspruch nimmt, ein« Ani«, , ahm« und intorffirt auch jedensall« dt« Gemeind«. CbarllS

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