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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 22. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 22.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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174 und zwar': Peruschim 2000 Brode. Wolltner 1200 „ ' Oesterrricher 1200 „ ' > ' ' Ehabad' 800 ' ,. Warschauer' 300 „ vr. London, Direttor und Chefarzt. V ' ' - Vermischte und neueste Nachrichten. AerN» Der Abgeordnete Lasker ist von der Leipziger Universität zum Ehrendoktor creirt worden. K««I«rj. Hier ist der Prospectui des Rabbiner-Seminars für das orthodoxe Judenthum ausgegeben worden. CS heißt in demselben u. a.: „Gymnaflalgegenstände liegen zunächst außerhalb des Programms, können jedoch durch Beschluß des Central-Comite'8 in dasselbe ausgenommen werden. Bis dahin wird zur Ausnahme in daS Seminar von den Schälern im profanen Wissen der Nachweis der Reife für die Prima der preußischen Gymnasien verlangt" DaS Centralcomite besteht aus den Herren I. Altmann in CarlSruhe. vr. G. Auerbach in Halberstadr. Vt S. Cohn in Schwerin (Mrklenburg). A. H. Heymann in Berlin. vr. I. Hildesheimer in Berlin. G. Hirsch in Berlin. Sally Lewisohn in Hamburg. E. Schwarzschild in Frankfurt a. M. (Wer bezügliche Familienverhältnisse kennt, mag sich seine Commentare machen.) «Leyde». vr. S. Rosenstein, Profeflor der Physik an der Universität Groningen, wurde in gleicher Eigenschaft an die Universität Leyden berufen. Es wirken jetzt zwei israel. Profesioren an dieser Hochschule, nämlich außer dem Obengenannten noch Professor I. E. Goudsmit. (Jew. World) -»stertz««. Die Entdeckung bedeutender Diamantenfelder am Cap der guten Hoffnung hat auf den Erwerb der hiesigen israelitischen Bevölkerung einen sehr günstigen Einfluß auSgeübt; denn nicht weniger als 2800 Israeliten unserer Stadt sind mit der Diamantenschleiferei beschäftigt. («rch. Jsr.) Wie „Levand Herald" berichtet hat die Regierung den Bereinigten Staaten durch ihren Minister in Constantinopel Protest eingelegt gegen daS Gesetz, welchtS Personen, die keine Wähler sind, vom Handel mit Spirituosen ausschließt, da dadurch die Verträge, welche allen Angehärigen der Verein. Staaten Handelsfreiheit in der Türkei sichern, verletzt werden. <£**)«». (Schluß.) In weiteren -reisen wurde Deutsch durch seinen Essay über I»en Talmud bekannt, welcher vor 6 Jahren erschien, mehrere Auflagen erlebte und vielfach übersetzt wurde. Er sollte die Einleitung zu einem größeren' Werke über den Talmud bilden und hat den Zweck, in gebildeten -reisen richtige Ansichten über den Talmud zu verbreiten, glänzend erreicht. Wenn „Daily News" von diesem ' Buche sagt, daß es „gleich dem ersten Bande von Buckle'S „Geschichte der Civilisation" das Stadtgespräch bildete", so ist dainit seine Bedeutung genügend hervorgehoben. ' Auch das „Athenäum" widmet ihm einen höchst ehrenden Nachruf, der also schließt: „Die Wenigen, die seine Gelehr- 7 l - samkeit schätzen konnten, nur der größere Menge derjenigen, welche seinen Eharakier liebten, bedauern ihn uw so bitterer, da'sie fühlen, daß kr für die' Wisserschast hätte erhalten ^'werden können^ wenn'England' solchen Männern eine Stellung geben'könnte; in berste und die FörbdruNg des Wissens'leben könnten?^ ‘ L‘‘ :o •’ "''' , ’* . - . :{■■)!. r •' '>’■ -- * >'■ .;.i- ' M ”, , .Feuilleton. V-. ' ' ' v ’ Unsichtbare feffdn. ’r,,y (Forisetz«»--) ... Elfte« Sapttrt.» . . ,, Statt Hochzeitssackeln leuchten Dir di« Blitz«, ■ Und heulend stimmt der Öreaden Mund . Dein Brauilied an. Schiller. Im Hause Deermoorr'S ging eS traurig zu. DaS silberhelle Lachen, die lustigen Liedchen, die das 'alte HauS von MorgenS bis AbyndS durchtönten, waren verklungen. Still, öde und traurig war es geworden. Leise, wie wenn ein Todter auf der Bahre läge, schlüpften die Inwohner aneinander vorüber. ,, Der Bräutigam, Herr Stonehill, hatte nach der offiriellen Verlobung, die am Abende nach jener SchreckenSnacht stattfand, sich ausquartiert, aber den Neger im Hause, zurückgelassen. Dieses Aufgeben der Wohnung genügte aber blos den Anforderungen des guten Ton», sonst hatte eS keinen praktischen Werth, da Stonehill ^qiehr im Hause als anderwärsS verkehrte, und als er eine» Abends erklärte, daß,er die Hochzeit anstatt in drei Wochen in acht Tagen abzuhalten gedenke, fand er weniger Widerspruch, als er erwartet, da die Situation im Hause unerträglich geworden war. Bärchen hatte dem Doktor Tag für Tag Bericht erstattet. Verließ er Deermoore» HauS, so bedeutete er durch leichtes Nicken, wenn Bertha zugegen war, das Ziel seine» Ganges, -am er zurück, so klärte sich eine Sekunde lang das Geflcht der Unglücklichen auf; sie wußte er kam von ihm,, densie nie Wiedersehen würde. Aber weder frug sie, noch sagte Bärchen etwas, oder erwähnte nur,dey, Namen des. Geliebten. Er hatte es einmal versucht, ihr elnen Gruß von dem Freunde auszurichten, aber,die Antwort, erhalten: ‘ „Wenn Sie nicht wollen, daß ich wahnsinnig werbe,' oder'mir das Lebe-, nehme, , so nennen Sie nie seinen Namen in meiner Gegenwart." Und', Bärchen schwieg. ,,c Der, von allen gefürchtete, nur von,stonehill und seinem Neger sehnlichst erwartete Tag warangehzochen. Heut« sollte die Hochzeit stattsinden, vielleicht die'traurigsie, dje Houstonstreet^je gesehen'7Jm,Parlor des Hauses'was schqn am frühen Morgen Alses hergerichtet. , Einen Tisch, in die Mitte des Zimmers. gerückt iv(ir/ hatte man .mit, einem,, weißen leucht h.edxckt,' und^ auf'teiifn Seiten 'stqnden.große -erzen 'm Mernen' Leuchtern. Eine'sitbesne, -anne, mir Weift gefüllt, nebst^ zwei Bachern standen aus eiz,er^Platte. ,. Sonst war aber von s>er Geschästzgseit, „die „sin solcher Tag gey-öhnlich' . m seinem Geleite^ha), .ni^ts zg bemerken.^ «ein HochzeitSmahl war hergerkchtei, ke^ne. blinkenhk winkte den„HochzeitSgäste'n,, Jet hätten die,Keinen,, opHnjiA/ Stühle des Todtengräbers ' inmitten, bes^ Parlors ^esiandeu,,^

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