Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 22.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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175 um dir WKÄNSMWU so hält« nur de, Sarg gefehlt, da» hochreitlich? Hau-^zu. einer LeichenstLtte zu machen. ' ''E'Me N^tür stfbst lch^en^^rlärer angelegt zu haben, denn, «in dichter^ziehs^^er^^^ Straßen lagerte,- und in ein Isich meflöste, machte da« flüssig. - Jetzt, die Uhr auf dem Kaminsimse schlugeben neun, öffiirte sich die Thuxe und Dtonehi^,trat ein, in^A^k^tpgkV seine-Negers. Dieser schritt nach der Berbindüngsthur de» BorderjimmerH-aO dew'Hfcherzinqner, schob hie Thür knarrend zurück unb-biiitkte.i hinein. Nachdem er, sich überzeugt, daß da--Zimmer leer,-zog er die Thür wiediK z«. > „Bo!" Jap! "es ztt Stonehill,"jetzt sind wir allein." StoneiWiKtzte sit^sbifflhsneüi -dsi^ gepolsterten'Ätähle, er sah wirklich am heutigen Tage sehr vottheilhaft,^^-Ein feiner, ^rßlU^lir^lßes Ot-SnjtßhU-l-'Mcher eiu»/sch«pe,,ld«e 1 Htve «fangtt, eine -blitzende Busennadel, ein, nach der neuesten Mod« gefertigter Cylindmchlt'-einb ein PNar Weiße Glatt» Handschuhe, welche er in der Linken hielt, machte« ihn zu eines»' elegant grkleib'ettn'BriuUgäi« und dazufriedene glückliche Lächeln auf seine«,. Oestchtch vervollständigten daikn- Stonrhill eine grech, Brieftasche, bis, her Neger mit Aufmerksamkeit betrachtete, da «r glaubte, diese sei zur Aufnahme der, von Deermoorezu «rivartenden Banknotin bestimmt.—• — ^„DÄ erbere ist schon geschehen", versetzte Jener lächelnd, ,,aber wie Du lDjr immer einreben kannft, Du seist der rich- >,Setze Dich hierher", sagt« Stonehill deutsch, dem Neger einen Stuhk anweisenb, /und' höre mich' an." 2 L % 2 vtotonttok «äy<fr M.M«ch»nir».^, . u „Da» bstünnchrr/aOtgogiiete der Neger, „da« wird Niemand bestreiten; es ist aber auch die hächst« Leit und ich ntvllt^, wir' hätten''" bäh ^ßelt' schon tt, der-Tasche und das Mädel im Dagen, denn die ist fürchterlich heruntergekommen und wird-wohl ktin^hcklbeS^Jayi^ mehr machen."' „Du bist im Hrrthume, die Leit heilt Alle», selbst den größten Schmerz und-wrno sie sich nicht in de» verdammten DMaorrgaU.hätte. sa.^rrärr/rit Sache nicht halb so schwierig. gewesen. Sia »ird,>»«ch lauge leben, vielleicht länger als Du und ich, denn die Ra«, vonder sie stämmt, hat harte Schädel jinb zähe» Leben," sagte.Stonehill..,,, ' „Ich wollte, e-'wär^ Abend, r unb wir au- Ne» » Kork damoHaspitabirBtlafipS wird> wie mir Bett,. Äcau^; di« ich «Mf-Kitndschaft geschickt, gesagt." -! . „Laß jetzt Drin Rckbengekrächze", entgegnet^chghflv ärgerlich," „und verdirb mir'meinen Hochzeitstag nicht, sondern höre auf meine Anweisungen. Du hast doch dir Ehaisr bestellt?" »Aa"> versetzte der Reger, „str wird um 11 Uhr hier seifl/*’ <>* - ,M»t, Du leglt Deine Livre« an, nimmst den Koffer Bertha'«, schnallst ihn hintenauf, darauf de» meinen. Bei dieser Gelegenheit kannst Dn noch verschiedene«, um« di« Leut« im Hause doch nicht brauchen, silberne Löffel, Becher und dergleichen, mit obenauf packen, egehört ja doch al« Echwiegorfoh» all«- mir und ist darum einerlei, ob ich r« jetzt oder ein paar Jahre später bekomme." dradn"7°ftW»-dfsj ist gänz Sngstlkch zn ..... . - - - llWh^.bssqtzherH,, tzg d«r einigen Tagen schon auS . ma^Mer.und tiefer versiflktzl KBtchBi sich iR/Setaiüim, er tige MtoneMf.-Erstehe ich nich^^l p^L^sei». niemals wieder nach Roo-Nork zu kommen, wenn Du einmal glücklich draußen bist." „Ja weißt D»!" »rrschl« -Stonehill, ,,e» ist so leicht sich etwas einzurebin" unb ein 'Lützner kann am Ende da« selbst glauben, -im» «r"sprichH Aber unterbrich mich nicht iuiiner. Basemente während der Trauung verweilen, da eS sich für Dich nicht paßt, hier zugegen zu sein. Sobald diese vorüber, rehme ich das Geld in Empfang, bringe meine junge Frau in die Kutsche. Du schwingst Dich auf den ,Bock mb wir wende t New-Aork den Rücken. Du hast doch einen Kutscher nach Eksenbahndepot bestellt, um den Wagen nach dem Leihst alle zurückzuführen?" ij»? „Freilich", entgegnete der Brantkutscher, „e« ist all,« auf« Best« bes-rrgt." eins," fuhr Stonehill fort. „Nimm diese Brieftasche, ich kann sie nicht in meinem Fracke unterbringen und' sie auf dem Zimmer liegen zu lassen, ist st« zu wichtig. Geld ist nicht l-arinnen," fuhr er fort, als er sah, daß der Neger in den papieren herumstöberte, ehe, er die Brieftasche z« sich steckt«. ' j ^Y'” ,Hörtest Du nicht ein GirA^tM ssebenzimmer, wie bafl Schließen einer Thür«?" fragte Stonehill^ plötzlich -auf, springend. ■'.»iii-iin'j'T Der Reger eilte nach den Schiebthüren und riß ste auseinander, es wnr aber Niemand da. Und trotzdem waren sie nicht allein gewesen. Bärchen war, nachdem hie beiden Verschwörer schon eil»« Weil« «ingetntm, von He.-rn Deerm«ore «gchl-dr» HiuKrzlmmef geschickt worden, etwa« holen. - umm'l » Er härte' Jemand?« litt älidkrn"Limmer redenünb^einer böfm Neigung nachgebend, die wir schon in Deutschland an ihm kennen lernten, horcht«.er« anfänglich ziemlich gleichgültig, später mit gespannter Aufmerksamkeit, den Athen» anhalttttb. Gerade als Stonehill auf da« Geräusch aufmerksam machte, da« er zu hören vermeinte, verließ Bärchen, ohne Jemanden gesehen oder gesprochen zu haben, leise das Haus, vor sich hinmurmelnd: „Ich verdiene ap,, Ende mein Schadchones doch noch." * Bärchen ging jedoch ttlch» n«ch>Gi»»dstttet,' wie sich in erster Reih« vermuthen ließ, sonderst'nü-^tiige Schritte weitrr, fetzte sich »uf eine Thärstüfe meder unk'dachle nach. Im merkte nicht, daß sich der Nebel infein« Regen augeflöst, er hört« nicht da« Rollen der Kutsch«, bi« bei ihm vorbei, nach ' j dn» aus« fuhr, er Hirte nicht das Schlagen der ^Uhri guf ,d«r ^nahegelegeneu katholischen Kirche, welche die ' zwölfte Stund«- verkündet«, di« Stunde in welcher da» Loos der unglücklich«« Bertha sich entscheiden sollte für immer, da saß er und dachte, er, der das Schicksal von vier Menschen in seiner Hanlhielt, er, den Gott vielleicht an-ersehen, um die Abscheulichl'ett von zwei Raubmördern der Welt zu entdecken, zwei Unschuldige glücklich zu mache«, er saß und dachte nach, wa» eigentlich zu lhun sei, anstatt zu handeln und später nachzudeaken. Und daheim triumphirten die Spitzbuben, daheim wurde ein Lpferlamn zum Altar« geschleift, »ährend Bärchen nachdachte. (Forts, folgt.)