Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 22. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 22.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/5369809-5935020-5935706--1695-5371264
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

nie es in de» Lehrbüchern des übrrliefe vrrgeschrieben D. ^Mer ♦tajß Talmud bis aM ÄMno tisten der Spä«" >ls Merla ist also das ovW G»einWvundGkus gene und in mehrere» Städten Eing >gl hrte nicht Waisenhäuser sag» klhrljcher Besri S ti Meisel könNkn, und d« daß wir " fe^ Leben hie,' gerufene r,m xx R Ulis zu gewiß ere haben, mit ßeren jüd. Ge- 20 Jahren von schon zu einige» rnd wahrhaftig „d>'e Krone wieder in ihiein Glanze herzu stellen", nachdem der Allbarmhxrzige uns i» unsetti Laildern lichte und bessere Seiten gegeben; es gilt die atte,Armvntztfts«Pe» Israels w'ied'krh'e'kjlj,'stellen, nachdem lange genug mehr die |ii) anserLwB Heimische sind gepflegte Almosengeberei, Beltlerabferiigung und Förderung faulen Bditelns alsltzoltfftfUtQUi 'Ittatt* i'ih/r^h gmnmitmi hnita— Wir haben bereits gesagt daß-^ev gmamttt-Mißbrauch turch die Zeitverhältnisse erklärt und entschuldigt löirbj' am tererseits hat es aber auch immer''DüHlsbäligkelU - Verei'ne in Israel gegeben; weil man doch nie vergessen und übersehen kannte,-dast das-bloß« vereinzelt« Almosengeben nicht genüge. Zeigt doch ein Blick in die „Hilchoth Zedakah", dyß >s da fast immer heißt: „sie sollen geben, verthellesi, besorgen" rc. rc, d. h. daß man geregelte Armenpflege und Verwaltung vorauSsetzt, wie sie selbstrehend;,flur durch Zusammenwirken denTbar ist. . . - ' Von den Vereinen, welche wir nun hetzt« .iy^u«ser-n Aemeindtn finden, sind zwei Arten specifisch-züdisch,^» gnderen Kreisen nicht einmal mit einem ganz entsprechenden Namen zu bezeichnen; nämlich die"nirg«n ds' sehl«nde„Chnprad" (süddeutsch: Kippah) schlechtweg, bief ,,Chewrah Aadischas^s, und die Vereine,HaHnas«b Kallab", welch« .freilich nicht Jo. allgemein vorhanden sind.!Äiese beiden Berein-grtetl^snd oaher auch die einzigen, welche in alten ^Hen^inden seit vielen Jahren, ja seit Jahrhunderten" eristiren/ so, daß man. gar nicht seltm von der Cäcular- oder doch Jubelfeier eioeS solche» liest. Eben darum haben wir hier über solche Vereine, nicht zu berichten. Wir wollen, wie Eingangs gesagt, von „modernen" reden. Damit sollen diese nicht alS principiell neue bezeichnet werden; wany wäre Mitleid mit Waise», Blinden, Taubstummen, Unterstützung von Studirrnhen, Handwerkslehrlingen, Ausrüstung von Hanhwerk- oder Gcwerhtreibenden zur ersten Einrichtung u. dgl. m. in Israel ne u gewesen?! — aber die A rt, wie djese Djngr,jetzt ejsigericht«^ gehandhabt und betrieben werden,,, ist neu,unterscheidet sich van der altrrthümlichen so, wie —^ etwa ein moderne- Hospital von einem .^Hekdesch", eine, moderne ^Alterversprgungs» anstall oder Asylstätte von einer „Schlafsiätte" von Ehemals.. (Die jüngeren Leser, welche wohl gar nicht mehr wissen, was das für Dinge sind, .verweisen wir auf Berthojd Äuerbach'S, freilich auch schon etwas verschollenen Novelle: „Dichter und Kaufmann", erstes Kapitel.) Die Einleitung ist unter der Hand so umfänglich geworden, daß wir nun nur, nochmals einleitend, ein Wort über Erziehung in solchen Instituten. , Wir gehen aus. dstse Frage nicht ein, bemerken nur, daß di« gewöhnlichen,, Iheiltpeist wohl- Heg/ündrläi tBediintesl die j üd i söh^e^Waisenheller weniger und wollen nur hervorheben" 'gut eü' ist, wenn t treffen, feste Fonds Waisenerzutzuilg » arHänden sind,.sodaß mafllatnskltalntelÄen Falles nicht immer auf Collectiren und «mmnchmmist, Es wiignit« sich hi«, Mi Inhirssiii'l, daß^ uns acht Waisen auf eimiml 'justelen, JMnbcr von 14 Jahren bis 14 Taget«, deren Eltern beide innerhalb einer -^''"Äoche gestorben und^^hend^ein, weil sie nur etwa drei Monate .hier gewohnt haÜW„hgtz> größten Theile der Gemeinde- Mitglieder schier fremd waren. In -einer einstüudigen 3/tarr ferenz zwischen den Vorstehern des Waisenhauses und denen andererVerchne ch«, ^sWJei ychchch alles geordnet, weil da«' Waisenhaus, eine wohlbegründel« und leidlich gut situjrte Anstast, fejtrn" Anhalt bot. Das^ wollten wir nur hervorhebeu, tudjj’t eiw» der hiesigen Gemeinde Hier,,Weihrauch streuen — so groß ist ja die Sache nicht. — Es ist xathsam, Waiseuinstitute zu gründen. , Wir beginnen also im, nächsten Blatt« mit.de« Jahresbericht des hiesigen Waijenipstituts. .,■'(: I ,.r." i.* Berichte und C-rrespondenzen. *) Wir haben aber hier, um auch das beiläufig zu erwähne«, ein seltsame« Beispiel von der zur andere» Natur werdenden Gewohnheit. Erwähnte« Organ hat sich so daran gewöhnt, aus den Worten und Schriften seiner Gegner Lätze au« de« Zusammenhang« heraus- und dann hmunterzureiße», daß es jetzt auch aus dem Schulchan Aruch nur citirt, was ihm gerade paßt. , ' ' , Deutschland, il. Zterki», 23. Mai. (Yr.-Eorr.) In der Angelegenheit her Waisenhäuser in , Palästina hat das hiesig« Eomite ein, Schreiben des deutschen EapsulS.. in Jerusalem erhalten, welches,., eiyt: warme Empfehlung des Unternehmens^enthält. Dsr gerade hier anwesend«, Geueralcousul v. Alls» hat seine, Betätigung..hinzugefügt, und,.m einer Utztzrredung die Somitemilglieder «muntert,., fdaS .Werk ^ufördern.^Zn Jerusalem selbst interesstren.fich. befandet die Vorsteher das Vereins „Tifcrcs Jerusch.", sowie die sehr ehrenwerthc, Herausgeber des -.^Habazeleth" .für dir Sach«,,-In zwei Schreiben hierher schildern diese Herren mit warmer, ja glühender Beredsamkeit die traurigen Zustände, welch« die Gründung von Waisenhäusern zu eine« dringenden, ja unaufschirblichen Bedürfoiß machen. Aus verschiedenen, für den Einsichtigen leicht zu errathenden Gründe» übergehe ich jene Auslassungen mü Stillschweigen und führe nur ein« Thatsach« an, >velch«!«llein laut genug für das Unternehmen spricht: stebenundvierzig verwaiste oder doch verlassene arme jüdische Kinder befinden sich i« der protestantischen Schol«, d. h. Misfionsanstalt. Die Wortführer der Aschkenasim aber schweigen dazu und wollen die Kinder lieber dem Unausbleiblichen preisgebea, als daß st« von einer „Schule" für und von Jude« etwas hören mögen. Dagegen wird die Hoffnung ausgesprochen, daß der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.