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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 18. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 18.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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!M2 jch,n den neu zugezogenen Zsrarliten und der alten Gemeinde , hsr zu stellen suchen, ^ie Elemente zu einer Reorganisation seien . gllirdings vorhanden, und da» Centrafcomite könntedieselbe färiern, wenn es in Rom rin Localromite der Alliance bildete, > dal dann von selbst ein Zentrum der Aktion werden, der Gemeind« «inen gewissen.Zusammenhalt verleihe» und sie heben .würde. Das Centralcomite wird mit,tzeiy von .Herrn Pr. ,lsandsberg gemachten Lorbehalt 'dem Rathe des Herrn Costa eukprechen. ■< -, . Zu Betreff der diesjährigen Generalversammlung wird beshloffen, zwei zu halten, eine am TL Mai in Paris für Paris und die Provinz, eine andere im AuSkaude. Wien, Pr t und Amsterdain werden oorgeschlagen. Der Beschluß wild ausgrsrtzt. Nord-LmkriKa. Ae» - Aort Der unlängst aufgrdeckte skandalöse Kel »windet des „Credit Mobil irr" hat die Thatsach« an's Licht ged rächt, daß mehrere ganz besonders „christliche" Congreßuni Staatsmänner in denselben verwickelt sind. „Zrw. Mess." benerkt darüber: „Die Eininülhigkeit, mit der die politische Prifsr und mehrere religiöse 'Wochenblätter, di« „Christlichkeit" ihr»r Männer verurtheUl, hat etwas Tröstliches für uns, de- > ren Augen und Ohren sonst beleidigt werden, wenn man es aui jchreit, daß ein Verbrecher zufällig jüdischer Religion ist." .Di, Erbitterung geht jo weit, daß dir R. A. „Tribüne" eineu Ar.ikel über „christliche Staatsmänner" schreibt und sich .allen Ernstes gegen diejenigen wendet, welche diese» Ausdruck zierilich gleichbedeutend mit „politische Spieler" gelten lassen mö>hten. Auf di« christliche Religion, auf die Kirche, können! solch« Schustereien keinen Makel werfen., Aber — man werd«! wo il denjenigen etwas gruauer auf di« Finger sehen, welchr I ihr»! „Christlichkeit" als Staatsmänner zur Schau stellen. i , Wie dies di« in Nr. 14 unter New-Uork gebrachte Mittheilung illustrirt und durch bekannt« Vorgänge in Berlin, Pa st«, Brüssel, Manchen u. s. w. illustrirt wird, brauchen wir /ildit erst auszuführe». — Ein hiesiges Specialblatt für Versicherungswesen sttr« Ituanrne« dlonitor) bespricht die vrrhältnißmäßig längere Lebensdauer der Juden. „Das Durchschnitts-Lebensalter der Zuren in London beträgt 45 Z., das der übrigen Bevölkerurg 37. Bon einer gegebenen Zahl Christen erreicht ei» viertel das 60. Lebensjahr, während von Juden ein Viertel das 71. Lebensjahr erreicht." Nach mehreren andern Angaben schließt das Blatt mst der Bemerkung, daß di« Bersicherurgsgesrllschaftrn diese Ziffern in Erwägung nehmen sollten. Vermischte und neueste Nachrichten. Aogafe». Herr vr. Elia« Pleßner ist zum Rabbiner der hiefigen Gemeind« gewält worden. Mi«», 30. Aprll. Gestern fand auf dem israelitischen FriLhofe die Enthüllung de« Denkmal« für den verstorbenen Levens statt. Freunde und Verehrer des Hingeschiedenm haben gleich bei der am 21. März 1871 stattgehabtrn Leerdig ing Beiträgt gezeichnet, denen der Vorstand der jüdische» Gemeinde eine namhafte Summ« beifügte Auf 'dem schönem granitenen Denkmal« .befinden' sich' dienlich drit»»Prösthet<chworte geformten Verse (von L. A. Frankl): *' "■ C« in, da er den Seg de» LebeÄ'iiehm, . vi« 0h,r von Dichtern Ihm erlchienen, " ‘ Und als der Geist de« Herr« Ihn stbrckaw,' [ Da sang er mnihig unter ihnen. I Ueber den Versen ist aus weißem Carraramarmor «In« Harfe an einem Weidenbaume angebracht.' — Zn vielen Gemeinden Oesterreichs fandm synagog. sfeieelichkeiten zu Ehren der Vermählung der Crzhz. Gisela statt. Aesth. Hier wurde der Zsraelit L. Wolfaer zum Stadthauplmann gewühlt. Der erste Fall in Ungarn. (Pest. jüd. Zlg.) Aus Ala»se»«»rß wird gemeldet: Die Zsraelitengemeinde hatte mit der Dirrcllön der dortigen Gasfabrik seinerzett einen Vertrag geschloffen, nach welchem fle den Preis der- Gasröhrenleitung für ihren Tempel in monatlichen Raten zu zahlen hatte.' Au» Versehen wurde di« letzte Rate nicht abgetragen, und in Folge dessen ließ dir Direktion während de» Gottesdienste« in deu, festlich beleuchteten Tempel di« Gasflammen auslöschen. Die Gemeinde bat gegen die GaSfabri?-, Direktion einen Prozeß eingelritet (R. F. P.) Fries Eine Versammlung von Rotabeln hat den Bau einer neuen Synagoge, würdig der ersten Gemeinde Ztalirns (7), in Angriff zu nehmen beschlossen. (Corr. Zsr.) Atatie». Außer Hrn. 0r. Berliner hält sich jetzt auch Hr. Ad. Neubauer in Ztalien aus. um die Bibliotheken, besonders die des nördlichen und mittleren Ztalien«, nach hebräischen Handschriften zu durchforschen. Gr reift aufBefrhl der französischen Regierung. Hl»tzü»»b. „Times" bringt von einem offenbar wohlunterrichteten Mann einen Artikel über beabsichtigte Wenderungen in den Rekruttrungsgrsetzen, welchr, insofern st« dir Juden betreffen, für dies« sehr verhängntßvoll werden mühten. Ktsckhsk«. Da« Gesetz, welch«« dt« Riedrrlaffuag ausländischer Juden in Schweden auf die Städte Stockholm, Gothenburg und Rorkiping beschränkte oder von fpcckOcr Regierungserlaubniß abhängig «acht« und noch vor einigen Monaten, wie wir berichtet haben, in Anwendung gebracht wurde, ist nunmehr aufgehoben worden. Aart» Gegen den Artikel de« „Zouril. de Drbats"' (s. Nr. 16) haben mehrere hier studirend« Rumänen »inen Protest versaßt; die Redaktion des „3. d. D." hat denselben nicht ausgenommen. (Priv.-Mitth. des C.-8. der A. I. tt.) Jafstz. Einige Elende hatten hier wieder das Gerücht verbreitet, daß Zsraelitrn ein christliche« Kind uwgebracht hätten, um ihm da« Blut abzuzapfen. Der „Curiel de Zaffy" hat den ausnahmsweisen Muth, ein solche« Gerücht al» falsch zu bezeichnen. Dagegen theilt dasselbe Blatt „mit besondere«. Vergnügen mit, daß in Folge de« von den gesetzgebende» Körpern votirten Spirituosengesetzes, 300 israelitische Familien auswandern", uud fügt hinzu: „wir wünschen ihnen guten Erfolg in dem Land«, wohin sie gehen, damit fie nicht wehr Lust bekommen, zu uns zurückzukommen." Wir bedauern, daß „Cd. Z." am Elend seiner nächsten Gefall« finde» kann. Aew-Aort, 7. April. Di« Gemeinde Ansch« Chesed hat heute den Prof. vr.'Kaempf in Prag, we'cher sich per Telegramm zur Annahme der Wahl bereit erklärt hatte, einstimmig zum Rabbiner erwählt.

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