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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 17. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 17.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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184 lichjt nwütn Spielraum für eigne freie Thitigkeit gewähren können; übrigens die Berliner Vorschläge dankend ablehnen. DaL Svttraleomite tritt den Erwägungen und Schlußfolgerungen des CommissionSberichts einstimmig bei.. ... Zu der Sitzung vom 9. April waren Bemerkung« über die vorher versendete Tagesordnung eingegangen von Herren' Aücili-Ferrara, vr. Bamberger-Königsberg, Costa-Livorno, vr. LandSberger-Liegnitz, Dr. Reumann-Berlin, Nykerk-Amsterdam, vr. TreuenfelS-Stettin. (Schluß folgt.) Numäuiru. Nntnreß. Die neue iSrael. Gemeindeschule, zu der der Grundstein kürzlich gelegt worden ist, verdankt ihre Einrichtimx nicht etwa einem ausländischen Einfluß, sie entsprang lediglich dem Bedürfnisse, den Unterricht im Volke zu verbreiten. Ein würdiger verstorbener Israeltte, Herr Jakob Libel, hat unter anderen kegatm, wie wir hörm, auch 2000 Du tata für Schulen vermacht, und so unternahm eS denn die Gen einde, eine Schule zu errichtm, derm Bau ungefähr 4500 Duktten kosten wird. Diese Thalsache beweist, daß die rumänischm Israeliten die iLohlthatm des UqterrichtS wohl zu schätzen wiflen, und wir zlauben den Ausspruch thun zu dürfm, daß sie, von der polttischm und tioilen Ungleichheit, unter welcher sie leiden, befreit, beweisen würden, daß sie mit ihren GlaubenSgmoffen in andern Ländern auf gleich» Stufe stehm. ES sind zwei israelitische Gemeindeschulm in der Hauptstadt, (die eine der sogmarintm deutschen, und die andere der sogmmntm spanischen Juden), und beide sind gut besucht. Außer diesm giebt eS noch mehrere Prioatfchule». In Jassy, Bottuschani und in anderen Städtm, wo die Schulen blühten, als die Regierung sich ihrer noch annahm, giebt eS jetzt, da dieser Schutz in Wegfall gekommen ist, fast keine einzige Gemeindeschule mehr, und diejmigm Schulen welche daselbst bestehen sind den Anstrengurigm und Opfern Einzelner zu verdanket. Die israelitischen Eltem schicken ihre Kinder nicht nach dm Primarschulen, weil daselbst die Kinder nur in der orthodoxm christlichen Religion durch Priester unterwiesen werdm, und keine Stunde reservirt wurde (wie diein Oesterreich u. in an rem Ländern der Fall ist), damit die Schüler anderer Confe sionen, die Religionsschulen besuchen sollen. (Rnm. P.) ilus Jaffy bringt dasselbe Blatt einen sehr anerkmnendm Bericht über die von Frl. Cinner geleitete iSrael. Fraumverein l-Mävchmschule. Vermischte und neueste Nachrichten. litttt*- Der Gesetzgebungsausschuß der Loge „zu dm drei 2 Zeltkugeln" hat sich ebenfalls im Princip für die Zulassung der Juden ausgesprochen. (Die Loge Royal Dork hat ber-its mehrere jüd. Mitglieder. Bei dm jüngst erfolgten Zurückweisung eines jüd. Kandidaten haben lediglich persönlich; und nicht religiöse Gründe obgewaltet.) — Hier macht eine eigenthümliche „Fälschung" Aufsehen. Ein st eculativer Kop' hat zum großen Umzugsquartal sich mit Tausenden von Mesusesversehen, dieselben aber nicht schreiben, sondem drucket lafsm. (V. Z.^ " .. <^etPßtß. Der Ausschuß deS deutsch-ttrael. Gemeindebunhes hat an die Bmidesgtmeinden zwei wettere Rundschreibm gerichtet. 4 ' ' DaS erste' betrifft 'die' Armenpflege mit Befestigung der Wönberbettelei und stellt Grundsätze, nähere Bestimmungen und Ä'nrichtungen. ») für die Lokalarmmpflege, d) für die Unterstützung nicht ortSangehöriger jüd. Armm auf.' In Beziehung auf erstere hat man die früher gemachtm Vorschläge zu umfaflenderer Organisation resp. Centralisation fallen lassen und dringt nur auf zweckmäßige Sinrichtungm für jede einzelne Gemeinde. (Wir komme» auf Ettizelheiten zurück). Die zu d gemachten Vorschläge ftimmm mit dem im vor. Bl. auS DreSdm Mitgetheilten fast ganz überein. (Der Dresdener Aufruf hat auch, wie angegebm, auf baS Borbild Leipzigs verwiesen.) Hinzugefügt sind im Allgemeinen ganz zweckmäßige Vorschläge in Betreff mittelloser Curbedürftigen (vgl. Nr. 5). DaS zweite Schreiben fordert zur Einsmdung der Beiträge auf, da der zum Vororte erwählte Vorstand zu Berlin abgelehnt habe, der Leipziger Ausschuß daher bis zu einer Neuwahl sich der Stellvertretung unterziehen wolle. Frautfurl a. M. Ein israelitischer Theologe ist des Beiteln- und de- BestechungSversnche» ettieS Beamten angeklagi. - Derselbe suchte, mit einem LegitimationSschrriben der hiesigen Rabbiner, ihm aufgegebene Adressaten auf, um sich von diesen eine Beihülfe zur Fortsetzung ferner Studien auf der jüd. Hochschule in Berlin zu erbitten. Ein Schutzmann bemerkte den Beklagten, hielt ihn fest, worauf ihm dieser 1 Thaler anbot, wenn er ihn freilaffe. Der Gerichtshof entschied. daß in dem vorliegenden Falle kein Betteln voriiege. Der Beklagte wurde daher wegen Bettelnfreigesprochen, dagegen wegen versuchder Bestechung eine- Beamten in eine Geldbuße von 5 Thlr. verurtheilt, welche alt durch die Untersuchungshaft verbüßt erachtet wurde. (Fr. Pr.) Altona. Am 3. Mai beginnen die Wahlpredigten der drei Eandidaten für die hiesige RabbinatSftelle. Ueber die Reihenfolge entscheidet da- Loos. Zu» der Hlfah. In Kaiserslautem ist der christliche und jüdische Kirchhof vereinigt worden. Miem. Die Constituimng des Vorstandes der „Israe» lttifchen Allianz zu Wim" hat stattgefundm und wurdm hierbei Herr Joseph Ritter v. Wertheimer als Vorsitzender, die Herrm vr. Ignaz Kuranda und vr. Leopold Kompert als Stellvertteter, sowie die Herren Gottlieb und Singer als Schriftführer gewählt. — Die Frau Baronin James Rothschild in Parihat de« hiesig« neuen iSrael. Hospital die Summe von $p,000 Frei, gespendet mit der Bestimmung, daß die Zinsm zur Pfleg« armer Reconvalesemten verwmbtt werdm. ' AuS Karnopok schreibt man der „R. F. P.": In dem Dorfe Korolowka bei Kolomea wurden in der Nacht vom 11. auf den 12. d. M. der jüdische Echänker nebst Fran u. vier Kindern ermordet. Der Wirth wurde, als er die Thür einigen vermeintlichm Gästen öffnete, mtt einer Axt erschlagen. Seine Fran war im Bette erdrosselt worden: sie mußte mtt bm Mördern gerungen haben, dmn es blieben ihr in den Fingem viele Kopfhaare des Gegners. Die vier Kinder wurdm alle mit Aertm zusammmgchaum. Dm 12. d. M. Freitag früh sah man vier Lauem auf dem Felde ihre Aecker

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