Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 17.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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lsa t&fauig'*) verhotea. Der gmaunte LreiSrabbiner'wußte sich über beide Bedenken Htnwegzusetzm. Zu «tuer kurzen Stund« war sowohl Aufnahme wie Trauung vollzogen. Und Eile that wahrlich Noch; denn uur weuig» Stunden überlebte der Edelmüthige di« Erfüllung seine» liebreichen Wunsche». Auf de« am 17. auigegebeum Partezettel erscheinen bereit» Gattin und Linder al» di« legitimen Träger de» Namen» v. P. Die Linder stad bereit» bei der Matrikelführung der jüdischen KultuSgemeinde zur Aufnahme angemeldet. Sfeftas, 21, März, lieber die gestrige General - Versammlung der Delegirtm für die Versammlung de» mährischjüdische» LandeSmafsafond» bringt der un» vorliegende „Mähr. Korr." einen schr genauen Bericht. Dm Vorsitz führte der Obmann de«. Kuratorium», Zul. Gomperz. Der Secretair vr. Oppenheim verla» dm Bericht der Verwaltung über da» abgelaufme Trimuinm. Die Versammlung gmehmigt denselbm im Ganzen, sowie die speeiellm Anträge, betr. die Bertheilung de» Ueberschuffe» per 9824 fl. 38'/, kr. Ein Anerkmnunghschreibm der Statthalterei an da» Curatortum über die erfolgretch« Gebahrung mit dm Geldern de» Fond» wird genehmigend zur Leuntniß genommen. Dem Karlsbader Hospital urd da» mähr.-jüd. Waisenhilfsverein werdm fernere Jahresbeiträge bewilligt. Betr. dm Voranschlag pro 1873 werden die Einnahmm mtt 42,446 flL, die Auslagen mit 38,568 fl. genehmigt. Die vom Delegirtm Bramer (Uug. Brod) anläßlich der Post „Personaluuterstützungm" erhobmen Bedenken gegen die Unterstützung der Lchrrr und der daran geknüpfte Wunsch, da» Interesse der Gemeinde höher geltm zu lassm al» da» von Personm, giebt Anlaß zu einer längeren Debatte. Der Herr Vorsitzende und Kurator Mandl weism zur Beruhigung de» Vorredner» auf die nur in dm berücksichttgungSwürdigstm Fällm eintretmde UaterMtzung der Lehrer hin. Eine längere Debatte knüpfte sich an einm Antrag de» vr. Placzek in Betreff eine» Paragraph« der Gtatutm, welcher durch die nmen Schulgesetze, nach dmm e» keine „hebrtisch-deutschm" Schul« mehr gebe, hinfällig gewordm sei. El wurde eine RmisionScommission ernannt. Zum Schluffe wird dem Kuratorium und speciell deffm Obmann Herrn Gomperz unter Bravorufm für die umsichtige Verwaltung de» Fond» der Dank votirt. Herr Gomperz schließt: „Ich spreche Ihne«, meine Herr«, für diese Vertrauensbezeugung im Namen de» abtretmdm Kuratorium» den Dank au» und gebe Ihn« di« Versicherung, daß ich wie beim Zustandekommm, so auch bei der Fortführung der Derwaltuug dasselbe lebhafte Interesse bethättgen werde, so daß sie e» nicht werbm zu bedauem haben, in dm Besitz der Verwaltung de» LandeSmaffafond» gelangt zu sein." Die Versammlung bekräftigte auf» Neue, daß in dieser autonomm Verwaltung de» m. j. Lande»massafonde» wohl da» bedeutmdste einigende Band der mähr. Iudmschast gelegen ist. — Später versammelten sich über Anregung de» Hm. EiSler (Bisenz) die Delegirtm zu einer Privatlefprechung über —) Die allerdings auf dm vorliegend« speeiellm Fall nicht paßt. Wenn man auf die Specialität eingehen und von den, absehen will, dann läßt fich freilich auch da» erste Bedenken hier beseitig«, da von WVZ und BTlftV mtS keine Rede sein kann. S. Zeb. 24, 6 und Tvs.j Ebmso mtt dem in vor. Note Bemerkt«, welche» in «itrowi» nicht mehr zutrifft. (**.) die Mittel, um die Regierung zur Einberufung eine» allgmr. «ähr. Ganeindelagi» behuf» Reoifiou der Gemeindestatut« und Abhilfe der trostlos« Lage vieler Gemeind«, welch« der Anreger in dm düs ersten Farben schilderte, zu veranlassen. y Jiaal, im Azril. (Or.-Korr.) Der hiesige itraelittsche Fraumverein veröffentlicht soebm dm Bericht für da» abgelauseae Jahr und gewährt damtt einm Bewei» von der echt humanm Tmdmz, »ach welcher er geleitet wird, und von der umfichttgm Führung, der« er fich erfreut. Wohlthättge Vereine, die nicht gerade an den groß« Mittehnmktm de» Verkehr» bestehen, sind in ihrem Wirk« zumeist auf die Leistungsfähigkeit ihrer eigen« Mitglieder angewiesm, besitz« demnach geringere Ausdehnung und weniger Mittel zur Erreichung ihrer Zwecke, während da» Feld ihrer Thätigkeit dennoch fich auf »erhältnißmäßig weitere Grenzen erstreckt al» in großm, reich bevölkerten Stiidtm. In unserer Gemeinde, die gegm 400 Familien zähl!, befindet sich da» WohlthätigkeitSwesen trotz der, in dies« Blättem schon erwähnten, Parteiwirre:: iu schönster Blüthe, so daß Raab dm ersten Gemeinden Ungam» an die Seite gestellt werden darf. Außer der altrhrwürdigm Brüdergeselschaft „6Kowm daäisoba" mit der allerortm bekannt« Bestimmung der Lrankmpflege und Todtenbestattung besitzen wir einen Verein „Nicham Airdlim*, die im mgem Anschluss: an die Ehewra dm Zweck hat, «nbemitteltm Leidttagentm während der erwerblosm Trauerwochr dm Ausfall an verdienst durch festgesetzte Gabm zu ersetzm. Ist «» nun dabei, ioi< sich von selbst begreift, besonder« auf Unterstützung der Bedürftigen abgesehen, so werdm diese Beiträge in Begleitung eine» Beileidsschreiben» in zartstnniger Weise dmnoch ohne Unterschied nach jedem Trauerfalle den Hinterbliebenen zugesandt; die dieser Gaden nicht bedürfm, verfehl« natürlich nicht, sie später zurückzuerstattm. Außer dem Talmud-Thora-Vereine und dem Sandikoereine zur Unterstützung armer Wöchnerinnen ist ganz besonder« noch der Eingang» erwähnte fraumverein rühmlich hervorzuheben. Derselbe besteht seit urrzefähr zwanzig Jahren und zählt jetzt gegm 200 Mitglieder, der« vetträge mit den hinzukommmden Spmdm, im Betrage von nahezu 2000 fl. für WohlthätigkettSzwecke der versäiiedrnsten Art verwendet worden sind. Laufend« monatliche und besondere Unterstütznngm, Heirath»- und WohuzinSbeiträge, lSertheilung an Lleidern, Lebensmitteln und Heizmaterialim, uni» Waismerziehungtkostm bildm die einzelnen Rubrik« de« Iahr«»au»weiseö, der un» so da» Bild einer skgenSreichm Wirkscmkeit vor da» Auge führt. FraiKreich. Fsari». (Amlzug au» dem Bericht der Alliance I. U. für April.) Zn der Sitzung de» Emtral - Eomtte» vom 19. März erstattete H. Rosmfeld Namen» der zur Begutachtung der Berliner Delegirtenconferenz ernannten Kommission Bericht. Derselbe rrkmnt e» al» recht und nützlich an, daß die au»- wärttgm Komite'« c uf die Geschäfte der Alliance directm und wirMchm Einfluß üben. Zu jeder zweckdienlichm Amderung der Statuten, welche die Einheit nicht zerstörm, ist man jederzeit bereit. Aber man kann nicht selbst die Alliance zerstückeln und de»orgrnistrm, noch diejenigen, welche in dirrcrer Verbindung mit dem Emtralcomit« bleiben zu wollen erklärt haben, anweism, diese Verbindung zu lös«. Man wolle also die Eomtte'« auffori««, geeignet scheinmd« Vorschläge zu mach«, welche ihnen Theilnahme an dm Geschäften und mtg-