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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 15. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 15.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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macht, der Mann, bei dessen Nennung jede« jüdisch« Herhi» her schlägt, Sir Mose» Montefior«.' 1 " heute hat England unter seinen 4V,l)00Andm vler fSk* ronrtJ: Goldsmid, Monlefiore, Rothschild, T-rlomon» "und firben Parlamentsmitglieder. In bei" 'nitderni blasse der englischen, besonders londoner Iudenhck gkebt'e» fteiltiy «och Biele! zu wünschen und zu bestem.' Äie ist' die» äM btt der s arken Einwanderung völlig mittelloser Elemente ander* mögl cb? Die jüdische Wohlthäkigkeft leistet hier Grosse«, däb Höch te haben wir aber, nach Rodenberg'» Ansicht, von 'brr Erziihung zu hoffen, die die Juden in England „dein Handel und Trödel" immer mehr entreißt, iliir ihre'Fähigkertm'brm Hani'werk, der Arbeit, zuzuwcnden. ES tzltbt bereitln bien versck irdensten Gewerken jüdische Arbeiter, der Ausbreitung diese, so sehr erwünschten HandwerkSthätigktit setzt» sich frei/ lich chwere Hindernisse entgegen, die ab«r"Einstcht und Zeit übenoinden wi>d. ES verdient, bemerkt zu werden, dke Juden mit besonderer Vorliebe dem Glaserhandwerk sich widmen, als wirkte eine geheime Anziehung an die semitische Herkunft des lichtfreundlichen Stoffes; kommt dich das 9loM von den Phöniziern. Auch In Oesterreich war da- Glaferhänbwerk selbst in den finstersten Zeiten unter den Iud2» fast ausschließlich heimisch.*) „Immer mehr weiden die Anden' vdn der , inzigen Art des Erwerbes, welcher in den sübliititN Regionen der Börse beginnt, um in den 'filzigen Bode» des TrStelmarktr» zu enden — von diesem Erwerb, zu wtkchem in d-w Thal die Kurzsichtigkeit früherer Jahrhunderte fie vrrurthiilt hatte, sich zu den übrigen Beschäftigungen wenden, um uif allen Gebieten des öffentlichen Lebens arbeitend'und kämsfend, Theil zu nehmm an dcm Schicksal dw Nationen, mit velchem die heiligsten Interessen sieberett« unzertrennlich verb>,nden haben." So schließt der gefeierte DichterLfeftrt schöne Darstellung. Möge ste an ihrem Theike mttarbeilen an irr Verbreitung milderer Gesinnungen über das vielgeschmlhte Zudenvolk Berichte und Correspondenzen. . Devtschltmt. Akt»»«. Di« P'Lsentations-Commission für die Wiederbesetzung der Stelle eines Obcrrabbiners der hochdeutschen Zsraelitengemeinde hat unter d«n zahlreichen Bewerbern die nachfolgende» drei Namen auf den engeren Pahlaufatz gebracht: 1. Rabbiner Dr. Löb in Ichenhausen (D liern), 2. Rabbiner Pollack in Holleschau (Mähren) urf> 3. Rabbiner Dr. Popper in Czarnikau (Provinz Posenj. De: der Kgl. Regierung zur Ernennnng vorzuschlagmdr Ober- Rabbiner wird, wie dies gesetzlich vorgeschrieben, von bei, sän mtlichm Gemeiademügliedrm au» drei von einer PräserytatonS-Commission bestimmten Candihaten direct, gewählt. Die Candidatrn für das Rabbiuat haben ihren streng religiösen Lekenswandel und ihre jüdisch-cheologische Befähigung sowie ihr: akademische Bildung nachzuweisenz, ferner, hahen diestlberi ein: Wahlpredigt zu halten. ’r' ‘ (Rd.) ') Bgl de» AuSspruch R.Mejr'S Misch«,,^idd, L0. •nii i$b ,/slj M. Ka«I»ra, 1. April. (Or.-Eorr/s Ich habe ihnen Berschiedenes überM-iWskovinisst-dit*'letzlick Monate zu erzählen. Am 15. Februar Abendstarb nach vierjährigem Leiden der durch seine talmudische Gelehrsamkeit besonder« hetvobraßrnde" Ksaüsnlbbi»er"R!! Gottlkiib'Most* im Alter von 57! Iahtest. ^Er'"war 'Schüler de* äerrwigtcn Chacham Brrnay*.*s Seine 'exegetischen Dorttäge' am Abend waren weßen ihrer letcht'verfiändkschen Sprache verhiltnißmißig stark besucht. "' *•»'* "'N ’■ -t.. .4' >K in: ,'i :•< f Dii' durch dieses Sterbefall Herbeizuführenbe Nernvahk hat W Verwaltung zu der Aendtkung eine* Herkommen veranlaßt,"ßir davon zeuf.k, daß auch die principiell stabilste Anstalt schlittzlich^der'Zeit Rechnung trogen müß-' Rs Postulat galt e« 'blä jetzt, daß der Klausner da» 40ste Jahr erreicht haben" maßte; man hätte aber mehrfach die traurig« Erfahrung machen müssen, daß der Angestellte nach nicht sehr langer WirksäallVit invalide 'wurde, sowie überhaupt seine Thätitzkeit sehr unproductiv war, und so'kam man auf den gewiß 'seht verständigen Gedanken, die Altersgrenze' des neu za Wählenden vdn jetzt an zwischen 25 und .0 Jahren zu bestimmen. —' ^1 ‘ ' "Pie auch im verflossenen Winter'von den beiden'Tempelprediger» und henr vr. Piza gehaltenen sechs Vorträge über Eullutgtschschte der Audru waren dieses Mal'auch Nichtmitglredern des Tempelverbandrs zugänglich gemacht; der letzte, am 17. März, war von mehr allgemeinem Interesse und hatte vr. Piza „die erste Ansiedelung der Juden in Hamburg',' zum Thema gewählt \ er brachte indeß, wie ich höre, nichts wesentlich Neue-;'wie überhaupt dieTe.idrnz der Vorträge nur dahin geht, als Anregungen' für ein Laienpublikum zu dienen, ohne wissenschaftlichen Werth beanspruchen zu wollen. — Die Leitung der vr. FelS'schen Schule geht auf Herrn Solm Berlin über, der bislang Inhaber einer Vorschule für Gymnasien und einer Religionsschule, die unverändert fortbesteheiz wird, Hierselbst war, DaS Schicksal der Gemeindeschule in Altona ist als ein nicht erfreuliches zu bezeichnen; das Ergrbniß einer Collectr für,dieselbe war nicht ergiebig genug, die ganz« Schule selbstständig zu erhalten; ,mgn hat sich daher gemüßigt gesehen, die Vorschule,.noch , ferner.in Altona zu lassen; wegen der höheren Klassen. aber mit der Talmud Dora-Schule in Hamburg ein Uebereinkommen, zu treffen, daß solche die Kinder in ihre Anstalt, nusnehwe. — , , Der der portogiesisch-jüdischen Gemeinde gehörende Theil de» neue» altonaer Begräbnißplatzes. in Ottensen' wurde am 26. Januar mit wenigem Eeremoniell eingeweiht und gleichzeitig die Leiche des in Malchin (Mecklenburg) verstorbenen Herrn Jacob de Castro auf. dem neuen Friedhof eingesenkt. Der .Hamb. Conespondent" vom l. Februar berichtet von Kopenhagen: ., ’.3”i '• w i: ■■■', *) G, Mast» hielt sich 1841—42 in Frankfurt a. M. aus,, wo wir, ihn näher kenne» lernten, da wir zusammen bei R. Ben Adler Schiur hörten.' (St wußte ganze Borträge de» sei. Chacham Bernay» fast'wörtlich und mit Leb«n»srffche «iederzugeben und verMtttelte' un» ein Bild'von der Weise j«me»Man- .«e»:u^ omti dessen Auffeffung de« INdenthu«»./ -H«he» wir so .nach Abottz.VI„L,da» Andrnkqz de»,/S. ,Hose* zu ehre», so ifi un» auch ,dessen fromme», reine» und hejtere» Kemitth, unbeschadet & '‘0,r

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