Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 11.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Vrrehrlicher CultuSvorstandl Dir Wohlthätigkeitskassen der israelitisch«» Gemeind« »erden wiederholt auch von unterm Taltu-beamtm — Schächtern, Santore», Lehrern — in Anspruch gtnomm«, die >»m Antritt «der jur Probeleistung für ein Mtnitct Gemeindeamt berufen werden. Da sie oft weder aueigenen Mitteln die Reisekosten bestreiten können, noch auch diese seitens defie berufenden Gultuovorstandes vergütet erhalten, so sehm sie sich gen-thigt, von Ort zu Ort Unterstützungen zu gmanntem Zwecke nachzusuchm. ' Dirist aber nicht nur unwürdig für die Gemeindm und beschämend für die Eiiltuvbeamten, sondern gereicht auch unsrreu Glaubm-gmosim und dem Zudenthume überhaupt zur Unehre. Sist an der Zeit, an die Beseitigung solcher Mißstände ernstlich zu dmkeu. Wir erlaube» uns daher, Ihnen zu empfehlen, für die Folge auch den von Ihn« zu einer'Probeleistung berufenen Eultu-beamtrn, deren Zahl doch immer nur eine sehr geringe, die Mittel zur Reis« zu gewähren. Dle dadurch verursachte unerhebliche Mehrbelastung des Gemeiiide-Eta«« dürfte kaum in Anschlag zu bringm sein, wen» r« sich dann» handelt, geregelte, würdig« Zustände in unsrreai viemeindeweseu herbeizuführen. Hochachtungsvoll Leipzig, de» 10. Februar 1873. Ter Ausschuß br» Deuisch-JskaklUtschr» Gcmeindkdnudts. ■ -- Moritz Svchner. f (Wir können nicht umhin zu diesem Circular zu bemerkm, daß unsere Ersahruug, aus die wir uns immerhin berufen dürfen, mit demselben nicht übrreinstinunt. Batikende, stellensuchende'und aus'» Gerathewohl reisende,-Beamte" sehen' wir. fast allwöchentlich, erinnern uns aber - kaum, von einemvon einer Gemeinte bera fkNen UM--Unterstützung'ange-- sprocheu zu sein Die Gemeindenoerlangen schriftliche Meldung, «erden aber doch -von Personenhrimgesacht,' die sich selbst vorftellen wollen' und bei dem Reisen ~ nichts vertieren. Red.) .. - i ... .1 , i ' <'••• r 5 , ' . ' ►" T, >l •|...r .VI . ■■■ :V: Berichte rmd Correspondenzen: -' ■*! . .w .:«s ' v.. ' *11.*. * \ * »! \ t* i- I. . L:l.-.-i :.,ut-A-»lscht-«-^ -f . ' i - fUifftL'' ‘28. Februar. Diö diesjähtige Entlassmigsprüftmg tn-b« Iftaelitlsch« L«hrrrbildung»e»nstalt zu Rassel ist aus fern v21. April bj Z.UNd die, folgenden Tag« ftstgeftyt. ZudieftriPrüfung wadeü auch."nicht im- Seminar gebildete israelttischLLchramts-Candidatelezugelaffen, welche das zwanzigste Leibm-jahr'l zurückgeleg» l«nb auch Zeugnifft Über ihre sittlich« Unbescholtenheit und ‘ körperlich«' Befähigung zur Lenoaltung! eine- Lehramtnachgealesen.haben. Meldung« sind bis zmn 31. März unter Brtfügimg der betreffend« Zeugnisse, an da« tönigl. Promsiziali-Schaleollegium-zu Rassel zi» richten. Di« Aufnahmeprüsnngvltfür ' dieselbe «„»'tote erfolgt am 23»rApeU> und die folgend»»? Tag«., -Diejenigen Aspiranten, gleichviel/- ob' sie Ihr,' Börbildang 'iü'Pdlk-schulen,' Mittelschal«, Realschulen, Gpmuaslen,'Präparmrdc^Aiistalten oder privatim empfangen Hab«, welche sich der Aafaahmr Prüfung unterziehen wollen, haben sich unter Beifügung der vorgeschriebe»« Zeugulsse (Geburt--, Zmpf- und Führungs-Nttest) bis zum 31. Mt>rz bei dem Landrabbiner vr. Adler zu Raffel zu melden. Ar«»Kf»rt tu M., 4. März. (Or.-Eorr.) Der im Jahre 1864 gegrüidete Lereiii „Achawa zur Unterstützung hülfsbrdürftiger israelitsscher Lehrer, Lehrer-Wittw« und Waisen in Deu schland" veröstmtticht ftinm achten Rechenschaftsbericht, «uS dem wir das rasche Emporblühen und wachsende Gedeih« desselben entnehmen. AuS unbedeutenden Anfängen hat sich dieser Verein während der kurzen Zeit seines Bestehend zu einer beachtenswerthm Bedeutung bereits emporgrhobe». Die verfügbare» Mittel belaufen sich bei Beginn dieses Zai res auf etwa 21,500 Fl.; die Zahl der actio« Mitglieder betrögt 200, die der beitragenden Ghrenmüglieder 340. Die oer nehrten Einnahme» diese- Lahreermöglichten cs, die cumim oou 1813 Fl. 27 Stx. unter 20 Pensionäre, tdeils alicrsichwache Kütssbedürslige Lehrer, thcll« an armen Lrhrerwitlwe» — zusammen Theile — und überdies im Laufe des Zali es 230 Fl. aus dem Reservefonds zu orrrheilen. Aus Grund die-rv zi'nistigen Ergebnisses richtet die Verwaltung, wie es im Bo wort zum Jahresbericht heißt, an säniiniliche israelitsche Lehrer Deutschlands die ernste und mahnende Aussorderung, sich rech« zahlreich diese«» Verein« anzuschlicßen und sich durch das im Verhältnis: zu drn Leistung«,, gninge Einkaufsgeld vom Beitritt nicht abhalte» zu lassen. - Auch an di« israelitischen Gemeinden ergeht die dringende Bitte, daß sie, im Hinblick aus das jegenovolle Wirke» des Verein- und ans dessen Bedeutung für die -schule, demselben »ahmhasie Beiträge aus den Gemcindekassk» oder durch Anwerbung von Ehrritmibtlirder» (mit einem Jahresbeitrag von 2 Tblrn.);uwenden mähten. - - < , Die Verwaitnng hat ihren ständige» Sitz in Frankfurt a. M. Der Voriitzende, Herr Adolf Lebt.«, Lehrer an dnisr: Rea.schut«, ist zur Entgegennahme von Beitrittserklärung« rnd jtafctn. für den Verein, so wie zur Ertheilimg jeder gewünsrht'n näheren, Auskuust stet» gern bereit. .un Alle hat-herzig« Menscheusreunde machen wir auf das hmnonc Sweben der „Achawa." aufmrrksam und ewpsrhlm diese» Vn-ein zur ihaikrästige» Unterstützung. , K. Sttcktgart, 23. Februar. (Or.-Eorr.) AUHeimcr, ' der, wie Di« neulich-berichtet (»gl. in Nr. 7 zweite Eorrrsp.! au» SruUga.'t), seine Fra». «Mords hat, «st am 10. d. M. I au Vrustiellimtzündui^ gestorben, de« sich in Folge der Stiche miimcketle, rxldit tt sich,bagebracht hatte., Dst-Sectton ergab eine ziemlich vovgeschrittmc Riwchmineabilduug an der inner» Seite der Himschaale Mb eine Ansammlung von Was,er im «»lehirn, «odurch Geistesstörung absolut bedingt war. „Wir Hab« alst» — schreibt der, „Staatt-Anz." — nicht ein Virbrechen, sondern die bed«i:em,w«rthe Thm eines Ustglücklicheit vor uas." Noch,-kurzvor Eintritt de» Todes, als das Bevußtseia bereits völlig -geschwunh« war, rrritine dor Unglück Ich« nuhrcre Stunde, lang,, unter hestigir Anstrengung, «inzelne Stell« aus jüd. Gebeten., Unsere Domi«ilnnii«frage ist, wie, ich.Zbnrn süng-t angedeutet, - grlöst. Die..„Dorniclllanl«", erhalten an ihrem Wohnsitz« sofort activrS und passives Wahlrecht.und zahlen vom l.iZuti'ab ^Beginn doS Stwerjahrrs) ihre volle Steuer anstatt Wohnsitzgemcin'v«. i Die Verwaltung der städtischen Gemeinden (Ulm-,- Heribronn und des. Stuttgart) tritt damit, omöo:,:." .» I .' . t" •'