Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 11.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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. ■% nicht etwa semitisch / War Jesus selbsr>/so denft^och Wnigstens Nuldekehi «inwis AptzerM. .alS/^Wäkemldr mgmbuit und AbstammHpg, Ab ipckren hie ApoßK M ntjrWmfalU? Die Eiiistellung gerade »ich«-semitischer Element« hekv^geführt, und dar wesentliü,ste Hnlssyiittetz der Ref-rmatiou war haS Zurückgehen a if den „semitDchen'c Dexk d« Ndel- ÄqL M Rkformatior binweggeräumt hat: Eölibat, Mönchswese», ^blaßkraai, Lhrenbeichte, Papstlhum u. s. w., das alle« hat mit EemitimiuS, mü Iiidenthum, mchlS zu schassen. Der kath»' lischt Hierarchie berust sich wohl auf das „Alle Testaments der Papst wollte wohl für den Nachfolger der „königlichen Hohenpr ester" gelten, aber N. weiß doch wahrlich, wir ganz hinfällig U2d nichtig diese Behauptungen sind, und Monnxsen hat genügend nachgewiesen, daß die ganze römische Hierarchie «ine Fortsetzung und Nachbildung der alt-römischen Lzaatsreligion, de« römisch heidnischen aus die Kaiser übergcgangriien Pontificats in.*) I» Hinsicht auf das von Hrn. Robb. Oppenheim in unserer Nr. 2") besprochene Buck von D. F. Strauß wollen wir auf den beuie, kenswerihen Uoistand aufmerksam machen, »aß das „Wir", welches Strauß immer rede» läßt, und ivor inter er eine imposaiNe Vielheit, ja vielleicht die Mehrzah' der Gebildeten verstanden wissen will, denn »doch auf energischen und beachtenswenhen Widerspruch stößt. Es sind nicht Orrbodore und Reacrionäre, welche sich gegen Strauß erhebrii, sondern religiös und politisch durchaus liberale Mtuner und Orx mir, welche ihn der Oberflächlichkeit u. s. w. zeihen und es nch höchlich verbitten, daß er im Namen der" „wir Gebildeien" rede, vnttr den betreffenden Blättern neunen wir „In, neuen Reich" (31. Do«) und „Mag. f. d. Lil. des Ausl." in mehreren Aufsätze,.), auch die „R. Fr. Pr." Feuilleton.) Ganz so tvie Herr Oppenheim sagt, geben diese, daS fpecisisch Elmstlichr, daapostolische Symbolum, gegen welches Strauß im ersten Abschnitte seines Buche« kämpftpreis, prdtestiren aber gegen die Verneinung seiner zweite» Frage: „haben wir noch Religion", »nd bezeichnen den dritten 3lhschnin die Sttauß'schr Weltanschauung, ali e-n Product rein dilittantißher Raturkenntniß «ad beliebiger Auswahl. Gn eigenthümliches Zusammen irrsten hat eS gefügt,- daß fast gleichzeitig mit dem Erscheinen des Stranß'schen Buches rin Manu, l>er unter den lebenden Naturkundigen eine der hervorragenrsten Stellen einnimmt, Dubois-Rehmvnd. in einer vor der Raturforfcherversammluag in Lripftg grhalttnen Rede „ül>er die Grenzen des Raturerkennens" das Gegentheil *) .$» einer Rote zu fein. Aust, mach« R. folgende vrwtt«ng: „In einem Aufsatz über di: Jude» <nU „AiMlnvd") las ich ktnzlich dir etwas «utzesonnene Behauptung, die Juden spielten »»der ernste» deutsche» Wissenschaft keine Ralle. Es roärr nickt schwer, Dutzende von bedeutenden deutschen Gelehrten herzuzählin, welche Juden sind oder waren. Bo»-den wenigen gründlichen Xennern de« Sanscrl« gehörea-hjerher z.G. die drei hervorragenden Männer O. Bensen, Goldftücker, st»irrcht." Di« Red. jener Zeitschrift füg« Hinz»: „tmh ,m«n an »nsere schöpferischen Mathematiker jüdischer Abkunft, so erscheint jenes »bs »rechend« Unheil thörich» bi» zur Lächerlichkeit." •*') Dieser LeftaNikel ist, ebenso wie unser eigener in der folgend«» Rr. st l„ei» nnknigba,rr Vorzug" re. k.) iw neneftrn Hefte de» -Untv. Asr. i» tteftersquuch «chgetzduckr wardech versteht sich mit Ikngabe der Quelle. von dem dargethan hat, was Strauß vttt großer Selbst- ^Migkeit beluwHtz. Es ijt hiev->1W, Ort, auf den jßkf^i uilß >»ei»MMn!Aichalt'her Mchp einzugehen, wir sagen nur^daf^HbM-SWhichitd »achwenMen hat, wie wir nicht nur - für Dtztnöch nichf über dw erste Grenze des Erkennxns der Elemente in der Natur- und Geistrswelt hinausgeksmwen sind, lfoftdrrn daß 'der Mensch diese Grenze >»ie überschreiten werde. ES kiwn nichts Interessantere-, man möchte fast sagen Pikanteres geben, alS den Gegensatz zwischen dem AlleSbegriffenhabenwollen des Diltttanten, dem „Wir wissen fetzt" das nach Popularstät Haschenden, und dem „Wir wissen und begreifen nicht unb 'der Mensch wird nie nriffcn und begreifen" des Mannes der gründlichen und ernste« Forschung. sWird fortgesetzt.) **«. __ ' Detttsch-IsrielMche» 8e»ri»tzrd»»tzr. l) Der Ausschuß des Deatsch-Israelitischen Geweindebuudrs an bl* Eultusvorstände der BundKgemetndrii, betreff» Zufendungaihrrr Berwaltungöberichte. Ber ehrlicher Eultuioorstand! jj. 1 Punkt 2 der Statuten des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes bestimmt ul» eine der Aufgaben desselben auch „gegenseitigen Austausch von Erfahrungen in der Gemeindcverwalrung". Zur Ausführung dieser Bestimmung haben wir beschlossen, aus deu alljährlich nach Ablauf des Berwaltungojahres seilender (kultusvorständr der Deutsch-Zsraelilischen Bundesgrmeinden erstattete» Rechenschastsberichte» einen Auszug des Mit» lhrilens- und Nachähmenbwirthen zu veranstalte» und diesen gedruckt jeder Bnndesgemeinde zur Kenutnißiiahoie zu übermittelu. Wir ersuchen Sie daher, uns zu diesem Vehufe den von Ihnen veröffentlichten Rechenschaftsbericht über das verwaüuugSjahr 1872 gejl. in t» Exemplaren (je 1 Sxemplar für jede» AuSjchußwitglied) baldmöglichst zuzusenden. Ein gleiches Ersuchen richten wir an Üe Her, en Rabbiner und Lehrer, dirigirende» Aerzte von israelitischen Hospitälern, Vorsteher von jüdischen Waismhäusern, AlterSversorguugsanstalten welche Cpecialberichte, bez. Schulprogramm« »«- öffentliche». Falls Sie jedoch ^shre Verwaltuagsberichie nicht dem Druck übergeben, wollen Sie »ns auf schriftlichen, Wege von deu bemerkenswerthesten Daten aus Ihrer Berwaltungsfphäre Krnataiß geben. . .. Selbstverständlich könnie» wir es nur als zweckmäßig nick dankenswerth anerkennen, wenn Sie Ihre Rechenschaftsberichte auch den einzelnen^ Bundesgeaielnden übermitteln würbe», und wollen Sie zu diesem Behuse das' Mtglieder- Berzeichniß ans unseren diesbezügliche» Bekannlmachttrigtn i» de.« jüdische« Zeitungen ersehen. Hochachtungsvoll Leipzig, den Ist. Februar 1873. Der A»ssch«- des Deutsche AftarUlische»Ge»ri»tzeh»»tzes. Moritz Kohner." 2) Der Ausschuß des Deutsch-Israelittsche» Gemeindebunbe» an di« CultuSvorftiude der Deutsch-Israelitischen Gemeinden, hetrrfts Vergütung dek Reisekosten an die von ihn«» berufenen Eultusbeaauen. «