Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 5.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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36 »VN «ine» bestimmten K-rp«rleiden» zum Besuch eint» Kur. orte» -enüthigten — im Gegensatz zu jenen, d ie behufs lucta rivarrr Lagaboudage «ine Krankheit nur simuliren — eine gesonderte Beachtung und Behandlung zu widmen ist. Die Erfahrung hat nun zur Genüge gelehrt, daß der echrakliche Zweck der Badereise für solch« mittellose Krank* grüAieÜdhetl» nur in sehr .geringem Maße erreicht wird, und „ Mt^'Kdtzkich ln Flölgd iitler Mkt Hirtdehrungm, Beschwerden ulÜi Btisräffünütck, die au» den fisten Wand^r-lknterstützungen währtstd der' Mise ittid dein Ndthständr-Anfenlha!» im Bade' oftt sellst für fie 'erwächsest. Aiißstrrseit» fühtt ja' auch bst Anwesrnheil de» zahlteüßhst jüdischest Prokdtäritü», da» sich stst» bei Beginn der 'Misdn in den^Badeorten eistzststnden pflegt und da» übrige MitdeitsAstiüMchd BadqstlÜicum durch zudringliches AnbäÜeln stichüfhdrlich bckSstitzt, nicht nür für Äe, Ihre Gemeinde-Vn- ^chdrigen und die anderen jüdischen Kurgäste, sondern für stiijerr Glaitbenßgenosten im NstgistNetsten zu einem Chillul Laschem, besten nachthrilig« Fiitgen für den Änzelnen wieM «e Gtsammtheit nicht unterschätzt werden können. Dir halten e» nun, um zu einer wirklich nachhaltigen NNd gründlichen Besterung der beregten Uebrlststnbe zu gelängen, für unerläßlich, daß für die Folge nur solche Kranke ist'me Bäder befördert werden, denen im Vorau» freie Aufnahme, Unrerkunfl und Badbrnutzung zugesichert sind, sei e» durch die Verwaltungen der israelittschen Krankenhäuser in den Kurorten, sei r» auf dem Wege der Privatversorgung. Zu diesem Behuf« wird nun außer den durch wohlthättge Stiftungen bereit» geschaffenen Freistellen in den jüdischen Hospitälern auch eine Einrichtung zu treffen sein, daß da» eniwrder schon bestehende oder erst zu schaffende K urcomit» für hülfsbedürftige Kranke die Versorgung derselben gegen eine, seüen» der Hrimatsgemeinde zu leistende müßige Entschädigung, in dringenden Fällen ohne eine solche, zu übernehmen habe. Ebenso würde es Lache dies» Kurcomikü» sein, dir glaubenSgrnösiischen Badegäste zu Beiträgen für den in Rede stehenden Zweck zu veranlassen, und dürste vicvbri um so mehr aus die Geneigtheit jener zu rechnen sein, al» sie ja dadurch von der Last de» häufigen Angebetteltwerdrn» befreit würden. Auch dürste r» sich empfehlen, die gewiß gern gewährte Vermittlung der Henrn Badeärzte im Interesse unserer humanen gemeinnützigen Bestrebungen zu verwertben. Wir würden alsdann an alle (Hemeindevorstände in Deutschland, Pole» und Rußldnd die Aufforderung ergehen lassen, nur solche unbemittelte Badereiseude zu enipsehlen, die. abgesehen von ihrer zweifellosen Bedürftigkeit und Würdigkeit, nach voraufgegaiigener direkter Verständigung mit Ihrem Kurromil» in den Besitz eines Aufnahmeschein» gelangm. Hierbei würde allen nicht von ganz renom- «irten Aerzteu, Rabbinrni, Lehrern ic. ausgestellten Privat- «Ursten rrsp. Empfehlungsschreiben selbstverständlich jede Berückfichugung zu versagen sein. Die vrrtheilung der Lasten würde nun vielleicht nach folgendem Modus am billigsten und wirksamsten bestimmt werden können: l) Die Wohnortsgemeinde des Kranken, rrsp. diejenige, von welcher die Empfehlung desielben ausgeht, trögt die auf» Mäßigste zu normirende Kurkosten, wenn Gratisaofnahme ,rmns-glich ist,-' "« .■! 2) dir Gemeinden der Reiseroute leisten die Weiter beförderung, d. h. natürlich nur solcher, die einen Aufnahmeschein besitzen. 3) Ihr Kurcomit» übernimmt die Unterbringung und weitere Versorgung derselben am Kurorte selbst. Wir rr uchen Sie ergebenst um Ihr« gutachtlichen Aeußr» ruagrn über diese unsere Vorschläge und würden Ihnen für etwaige Min Heilungen Ihrer sonstigen oder anderweitigen Rathschläge sehr »«pflichtet sein. Sie wollen un» dieselben jedoch gefälligst da dmöglichst zukomuir» lassen, damit wir uns in der Lage sehen, die beabsichtigten Maßregeln noch zum Beginn der de bestellenden Saison zur Ausführung dringen zu können. Der Ausschuß »rs Deotsch-IsroeUtischeu «emeiubelmube«. Moritz Kohner. Ferner ist ein Eircnlar an Besitzer von LabakSfabriken und ander«! gewerblichen Etabliffements wegen Unterbringung von Ardeittrii ve»-srnd«t. (Siehe Inserat, auch dir Correspondech „Ltipjsg".z Berichte und (Korrespondenzen. veutschtimü. Hkkrll«, 18. Januar. (Or.-Corr.) Da» Centralcomit» der Alliame ifraSlitr universelle in Pari» hat in der Sitzung vom 8. d. LN», beschlössen, den jährlich für Leistungen auf de« Grditie der jüdischen Diffinschast aickgesetzren Prei» von 200 Mttc» dies« Mal deck Herrn vr. A. Berliner in Btrlin zilztsrkdnntt'. 20. Januar. Herr Landrabbinrr vr. Meyer Hierselbstbei dem vorgestrigen Krönung»- und Ordentzseste ckit dem Aothett Adler-Ordsn IV. Kl. decorirt worden. Die verstötbrneit Rabbkttst Rdstnstein in Berlin und Sutto in Müttstsr,' üwie jüngst der Herr Oberrabbiner und Seminarditettvr v:. Z. Fraiikrl in Breslau, hatten denselben anltftlich ihre» 70. rrsp. 80. Geburtstages erhalten. Kau »über, 15. Januar. (Or.-Corr.) Nachttäglich ist vdtt hier über drei recht erfreuliche Festlichkeiten zu berichten, welche unlängst hier begangen worden find. Zuerst fand am Chanuka wieder, wie im Vorjahr«, eine Beschrerung stätt, welche dui ch die Herren vrr. Frnisdorff und Kayserking für die Schüler der Seminar- und der M. M. David'schen Schake veraustaltlt war. Es wurden für 4—500 Thlr. Gescheitke vrrtheilt, twa 40 Knaben wurden ganz „von Kopf bi» Fstß" neu grklei»e«. Die Theilnahme der Gemeinde an dem Feste war eine ebenso große wie herzliche, der SpanierWe Saal von Männern und Frauen, der Elitt unserer Gemeinde, Überfüllt. Nachher folgte ein Festesftn für die Kinder. Wenn auch diese erste Wieder holung noch keine vollständig^ Chäsakah bildet, st ist es doch kaum zwtffelhÜst, däß diese Art, die Jugend e.m Feste der Lichter zu erfreuen, al» hier schon eingebürgert bettachttt werden kann. *) ») Es dürste zweckmäßig sein, wenn Sie nachstehenden Artikel jir Vergleichung abdrucken. Aus Wie» »ttd dem Berner „Bund" geschrieben: „AM eine »ieü licht im Ausland« noch wenig bekanntt Bhatsachr will