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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 5. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 5.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Diese Aufforderung übrigenwürde außerdem, selbst wenn daS Eentmlcs»fjjä st« erlaffen dürf^ zu der bezeichne» ten Gefahr nur Mch ej^e nae hstiocsügen. . Hfhr vj^trutschr tto:a(cotnit& n«ilich ^ürMn dürr fluifrl|funp sicher Folge leisten, sHdern trotz «erssDen Wt^Ultz. treuste bisher zw' allgemeinen Alliance stehen, und o»S Eentralcomitä Hütte deren Propaganda »nrÄckznweip» Was würde irnn me^Folg« jftinf wenn durch die Zustimmung des Eentralcomitös jene deutschisrielitische Alliance wirklich in's Leben träte? Nicht- Anderes, ali eine traurige Concurrenz der beiden Alliancen innerhalb Di utschlands, die doch wahrlich von keiner Seit« gewünscht werden kann und io der That von der Berliner Versammlung, wie ausdrücklich zu Protokoll gegeben worden, entschieden abgewiesen wurde. Zu Alledem kommt nun aber noch hinzu, daß die genonale Versammlung nicht entfernt den Anspruch machen kann, alt eine compereute Vertretung der deutschen Zweigverelne der Alliance Z. U. betrachtet zu werden, um auf Grund ihrer Beschlüsse eine solche hochwichtige, für die ganze Zukunft der Alliance I. U. entscheidende Aenderung des bisherigen Berhlltnisses gerechtfertigt erscheinen zu lassen. An der genannte» Bersammlung haben, wie dir Präsenzliste und die im Protokoll derselben enthaltenen Abstimmungsziffern ergeben, nicht mehr als ca. KO Personen theilgenommen, von denen nur der kleinere Theil aus wirklichen Delegirten, die Majorrät dagegen aus sogenannten Vertrauensmännern bestand, welche von dem Berliner kocalcomilä der Alliance I. ll. „nach freier Wahl" und größtentheils aus Berlin selbst benisrn, zur Berathung und Beschlußfaffung in Angelegenheiten dcr Allianle Z. U. nicht lrgilimirt waren. DaS Eentralccmitä kann daher in den Majoritätsbeschlüsse« dieser Verse mmlung unmöglich einm vollgültigen Ausdruck derjenigen , Wünsche und Ansichten erblicken, die von den deutschen Zweig'; v reinen der Alliance I U. in Beziehung auf eine Aenderung j bar bisherigen Organisation derselben etwa gehegt werden »lögen, und kann dies jetzt um so weniger, nachdem eS, wie »ir wiffrn, von vielen deutschen ComitäS gegen jene Beschlüffe f»erliche Proteste erhalten bat. die übrigens auch bei der gerannten Versammlung zahlreich eingegangen waren. Aus diesen sowohl materiellen als formellen Gründen rathen wir dem Centralcomits seine Zustimmung zu dem in!lird« stehenden Statut nicht zu ntheilen. Wir können uns aber gleichwohl nicht verhehlen, daß mit dieser Ablehnung allein die Sache doch noch nicht abge ihan sein wird. Die Berliner Versammlung hat, ob auf egale Weise oder nicht, jedenfalls die Wirkung gehabt, daß rurch dieselbe den deutschen Mitgliedern der Alliance I. U. lie Frage: ob und wie' der tltatns «zu-, innerhalb derselben vrtbestehen oder abgeändert werden soll, lebhafter als bisher > ,«m Bewußtsein und Ausdruck gekommen, und daß es nun-! mehr üben so dringend vom Interesse der Alliance Z. U. ge-! boten, als es eine Ehrensache des EentralcomitäS geworden i W, die deutschen Mitglieder resp. berat Vertreter zu einer i Aeußerung über diese Frage zu veranlasien. Wir sind über-! zeugt, daß erst durch eine solch» von dem Eentralcomitä selbst veranlaßt« Gesaunntäußerung a ler deutschen ttomitss die rechte i solid« Grundlage kür eine gedeihlich« »Fortentwicklung der! Alliance I. ll. in Deutschland geschaffen werden wird, und | möchten daher diese Aeußerung nicht aus schriftlichem Wege, ■ btr ja in allen diScutabeln öffentlichm Angelegenheiten überhaupt nur von gechngerer Bedeututzb Mh, odtttelf Äritz «trWche» Del«M"»ersam«l»ag hAHeführ2lnÜc»tDlirhzvWtn. MsbJmrageu demnach: daU,>as-:<MtGlco«ltt behufs Bhpvhnng und Beschlußfassung über die vorliegend« OrganisationSfrage - simmtliche deutsche Loralcpmiläs zur Beschickung chlhr von ihm selbst nach einer größeren Stadt «VteldeMfchlaad«, am besten wohl Frankfurt a. M., zu berufenden Delegirten-Bersammlung einlade. Wir bemerken aber ausdrücklich, daß wir diesen Antrag am stellen, in der Erwartung, die wir hiermit 'gleichzeitig aussprechen, daß es mögllch gemacht werden kann, denjenigen Delegirte», die es fordern, eine Reisekostenentschädigung zur Verfügung zu stellen, da wir nur in diesem Falle glauben können, daß die beantragt« Versammlung au« allen Provinzen Deutschlands gleichmäßig beschickt werden und demgemäß ein« wirkliche vefugniß zu ihren «eschlüffen für alle deutschen Mitglieder der Alliance I. ll. haben wird. Sollte jedoch das Ceutralcomitä der Ansicht sein, daß diese Entschädigung Dimeu stonen annehmen könnte, die in keinem verhültniß zu dem durch dieselbe zu erhoffeuden Erfolge stehen würden, so blieb freilich nichts ander» übrig, als von den deutschen LocalcomitöS schriftliche Vota darüber einzuforderu, »ob und welch« andere Organisation der Alliance Z. ll. in Deutschland (vielleicht etwa durch Bildung von Provinzialvereinen rc.) von denselben beliebt werde, und würden wir auch dieser Maßregel, die wir jn zweiter Reihe beantragen, eventuell gern unsre Unterstützung verleihen. Lasten Sie un» noch, Herr Präsident, den herzlichen Wunsch aussprechen, daß unsre heilige Sache auch au» der gegenwärtigen Rrisi» neugekrästigt hervorgehen möge und genehmigen Sie mit unseren fteundlichsten Grüßen die Versicherung unserer hochachtungsvollen treuen Ergebenheit." * (Wir haben Vorstehendem für heute nur die eine Be merkung hinzuzufügen, daß auch unsererseits den hier gemachte» Vorschlägen ganz entsprechende nach Paris übermittelt worden sind. Aber auch di« „Reo. Israel." hat, unabhängig von unfern Bote» den Vorschlag gemacht, daß da» Eentralcomits «ine Generalversammlung nach Wien, zur Zeit der Ansstellung, einladen möge, um die obschwebendr Frage zu discutiren. Da die Ortsftage minder erheblich ist, und es auf ein Vierteljahr früher oder später auch nicht sehr ankommt, so läßt sich auch dieser Vorschlag wohl hören. Er hat noch dafür sich, daß österreichische und andere nicht-deutsche und nicht» französische Juden als „Unparteiische" mäßigend auf die Debatte einwirken würden. Red.) vom Dentsch-Israrlitischea EemriAdeßvuh. Der rastlos thätige Ausschuß deS deuffch-israelitffcheu Gemeindebundes versendet folgendes Schreiben an die Cultusvorflände in den Badeorten: Verehrlicher Cultusvorstand! Der unterzeichnet« Ausschuß ist gegenwärtig damit beschäftigt, diejenigen organisatorischen Maßregeln oorzudereiten, welche zur Beseitigung der Wanderbeltelei in den deutschisraelitischen Gemeinde» geeignet erscheinen. Hierbei glaubt er ganz besonders auch dir baderrisenden Wanderbettler ins Auge fassen zu sollen, unter denen den wirklich kranken und

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