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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1873-01-01 · 4. Jahrgang Nᵒ 4. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
4 (1873)
Issue
4. Jahrgang Nᵒ 4.
Date
1873-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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30 ganz ir Abrede stellen, daß einige von Juden geleitete Blätter in SRttii, wie die "„iftfrto" und „nuova Dnna" dir nikigiösrn Krügen ein wenig zu heftig behandeln, "ilber fit stchru darin » och weit hinter manchen' rriihe» von 'Katholiken'rkdigirten Blitttrn zurück; dagegen behandelt „l'Optnkone" alle diese Tkaterien stets mV der größten Unparteilichkeit, wie denn überha rpt daganze israeliti sche Element in Italien — höchst seltene Ausnahmen abgerechnet — 1 dem aufmerksamen Beobachter durch seine so sehr gemäßigte Halmng' Erstaunen rinflößt. wird m. G. H. gelingen — zurückgezahlt werden. Erheben auch Sie für dieses Projekt Ihre Stimme! ' (Wir "haben in ünserm Urtheilr über die Brüsseler Eouferenz wohl angedeutrt, baß wir di« Ansicht diese- Herrn Eorrespon dritten theilen. Wir vrrmüthen, daß die meisten Leser, ebenso denken.' Es ist von den Rumänen nicht-. zu hoffen! Die angekündigte Petition*) und die Beschlüsse, her Kammer resp. der Regierung darüber werden indessen 'nun abzuwarten sein. Dann wird es wahrscheinlich Zeit'sein, daS Projekt zu befürworten. ' Red.) ttaväata. jiss der Moldau, 8. Januar. (Or.-Eorr.) Slt werdet einen Artikel über die rumänisch« Juden frage in der „N.?r. Pr." vom 4. d. Mt«, gelesen haben (e« ist der im vor.?l. au-züglich mitgetheilte. Red.); derselbe ist im Ganzen richtig, aber nicht in allen EinzelheiUn. Besonderfatsch und irreleii end ist die Behauptung, daß die Regierung, um ihre Eriftenz gegen di« röche Opposition zu sichern, fich der Juden nicht imnehme. Wer die Lage der Regierung und des Landes kennt, kann dienicht zugeben. Daß die Regierung feststeht und das Heft in Händen har, beweist die Entscheidung der Eiseulahnfrag«, welche ganz nach dem Willen der Regierung erfolgt ist, trotz aller heftigen Gegenreden (und mancher wirklich g wechten Einwände) der Opposition In der Iudenftage liegt 1-ie Schuld jetzt nur an der Regierung; es fehtt ihr am guten Willen. Wenn sie heute mV einem Gesetzvorschlage zur Gleichberechtigung der Juden hervortreten würde, so würde allerlrngs große- Geschrei entstehen und an gewaltigen Reden würde e> nicht fehlen, aber schließlich würde die Kammer das Gesetz annehmrn. Wir haben im Lande' nichts zu hoffen, so wenig wie eiust von den Rothen, so jetzt von den Weißen. Alles was man uns zugestehen wird, wird die Erlaubniß zum Erweb von Häuser» tu den Städten fein, wie wir dies früh« beseffen haben. Sie haben auch vielleicht in der „R. Kr. Pr." den Besicht über dir Sitzuug der rum nifchen Comrussiou für di« Wiener Au-ste>ung gtiefen. Wäre ich bei dwselben gewesen, so hätte ich zu Cogolnitschrano gesagt: ,Der chigen Sie fich darüber, daß der für Rumänien be- .stmutte Raum leer bleiben möchtt. Senden Sie dahin dir Photographien der Dorfs »den, welche durch Sie mitten im Win er hinausgetrieben worden sind." Und zu Zonesev: „Seiden Sie dir Photographien der Juden, die man in die Donau geworfen, der in verlad, Tekutsch, Galatz, Ismail und Kahul geplünderten Häuser, der daselbst zerstörten Synagoge», der zerrissenen Torar ollen, der in der Kasern« zu Kahul «ted »gekommenen Frauen, dann die der Geschworenen, welche ,°» ^«lojescht die Geplünderten verurtheilt und die Räuber freigestn ochen haben — das Alle», Werk Ihrer Genoffen, wvd Aufsehen errege», nicht nur bei den in Wien zu erwartenden SuvWäern, sondern selbst bei Chinese« und Japanesen". Auf dm zuerst erwähnten Artikel zurückzukommrn. Er hat ganz Reckt: «• giebt für uns hier kein-Heil, darum helfe «an so Bielen wie nur möglich zur Auswanderung. Wir wollen keim: Almosen, wir betteln nicht um dir Mittel zum Fortkomuen, es ist uns aber auch mtt Unterstützung einiger Wenig« zur lleberfahrt nicht gedient. Wir wünschen, daß ventögend« Istaeliten ein« Gesellschaft bilden, um «ctten zur Förderuug der Auswanderung zu zeichnen; di« vorgeschoffenm Gelder werde», sobald die Emigrirrm proSprrirm — uud dies Bermischte und neueste Nachrichten. Hsresla». Bor Kurzem sind hier mehrere augrseheae Mitglieder der Gemeinde zusammengetreten, um da- Andenken des vor Jahresfrist verstorbenen Profefforvr. M. A. Levy durch Errichtung einewürdigen GrabdeakwalS zu ehren. Hets, 8. Januar. (Or.-Eorr.) Wie jüngst ein Mitglied nuferer Synagogen-Gemeindr, Herr Deutsch»»»»^ als Raths Herr, so ist gestern auch ein Borsteher derselben, Herr vr. w«ä. Reich, als Vorsteher der Stadtverordneten wiedergewählt worden. Dem Collegium der-,letzteren selbst-gehören z. Z. vier Israeliten an. Krautftert a. tz. H. Herrn Lehrer L. Weyl ist von Seveu des im Herbst o. I. gegründeten „Märtisch-Laufitzer Bezirks verband deutscher Bildungsvereine" in den Borstand (als geschäft-führender Secretär) gewählt worden. chratz-Ktrekih, 29. December. Bor Kurze» starb hier der frühere Kaufmann KünigSbergrr in dem frltmen Alter von hundert und fünfzehn Jahren. , (I. P.) Lok»«. Das Coaststorium geht nunmehr daran, die Stellen eines Vrauck-Lnddiu in Colmar und eines Rabbiners in Mühlhausen zu besetzen. Es sind -IL Candidate» für dieselbe», Wie die „Arch. Isr," melden, soll auch ei» deutscher Rabbiner in Vorschlag gebracht sein, und zwar der Rabdiuer von Magdeburg. .<■ Htuüarest. Der Senat hat den Artikel 4, der den Soldatm (auch de» jüdischen) da- Avancement bis zu» Unteroffizier gprad« gestattet, mtt 20 gegen 16 Stimme» verworfen. In einer Sitzung vom 10. December hat der Munieipalrath von >Paris die Summ« von 12,500, ArS. als Beitrag zur Wohnung d«S ObrrrabbmerS uud der drei Gemeillderabbigtr votirt. (Univ. ZSr.) — Gab« füp di« Ackerdaujchal« w Jaffa find eingegangrn von Baron Moritz von Hirsch, 25,000 fräfc, Z. G»ndburg 1000 frrS., Frau Baronin Lionel von Rothschild 500 frcs. Msttttzöklartz. Alle Judeu siud von dm List« der Geschworen« und von denen deruotableu Kaufleutr, welche die Richter der Handelskamer zu wählen habm, gestrichm worden. Wir erinnern «ns schon vor längerer Zeit Aehnliches tau* einem anderen Orte?) berichtet zu haben. Wir bringen dies in Verbindung mtt einer andern Nachricht aus Frankreich: ,Ln der Provinz werden fortwährend sehr ehrbare Leute, die aber nicht fromm gmug oder zu republikanisch find, von dm Geschworeumlistm gestrichm. So entfernte man von dmm •) DK Kann. P. moi tO. NfaiMft M -lvbttv^a deiftl»» M

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