Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 4 (1873)
- Issue
- 4. Jahrgang Nᵒ 4.
- Date
- 1873-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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3f 1 ooit Brest einen Herrn Agic, weil er Redakteur de- „Repüblicain du Finiftere", einesehr liberalen und besonders antf“ klerikalen Blattes, ist." Eines erklärt da» Andere Spanien Der bekannt« Geschichtsforscher Hepworth Diron, welcher in Alcala archivalisch« Forschungen angestellt hat, hal dort merkwürdige Acten über Iuquisttionsprocesie gegen Juden, hohe Regale fÄend, anftzefunden, welche weder Llorento noch ein anderer Historiker bis jetzt gefunden hat. Aaktimore Wir erhalten ein Blatt des Balttmorer „Deutschen Eorrespondmten" oäm 19. Derember, enthaltend einen sehr ausführlichen Bericht über daS 17v Zqhre-fest der „Isr. Wohlthättgkeits-Grsellschaft"; dem Herrn Einsender dankend, bedauern wir für Auszug keinen Staun zu haben. Wir theile» nur mit, daß in Baltimore, wie ans den Reden hervorgeht, eine isr. Spital-Gesellschaft, ein isr. Damrn-Nähverein, isr. Waisenhaus-Berrin bestehen. Die Eolleetr beim Feste ergab *000 Doll. Eine besonders schöne Tischrede hielt Reo. A. Hofmann ifrüherin Limburg a.' d. 9.?) - : 4 * . .. -schon hatte sich Stonehill erhoben und dem Neger sanft die ^Schulter gekloist. „Sei ruhig guter Schingle, sagte er, sei ruhig mein Freund; wir Hanoi Mistreß doch nicht mehr von den Todten erwecken". Sich dann zur Gesellschaft wendend, trocknete sich Stonehill eine Thräne und sagte gerührt: „Mein liebeS angebetete» Weib ist mir leider gestorben, was mich auch bewogen hat/meine'Pflanzung zu verkaufen, und hier mich ansässig zu machen. Welcher Engel sie gewesen, können Eie schon daraus erfahren, daß jedes Mal, wenn ihr Name genannt wird, der gute Schiugle in Thrinen ausbricht, als ob fie gestern gestorben und doch, ist sie leider schon über ein Jahr todt." Jutta war inzwischen hinausgegangen und kam mit Wein und Gläsern zurück, Belah folgte mit Rüchen. Das Gespriich nah« «ine, allgemein« Wendung, rasch war eine Stunde und mehr verplaudert. — Da es zu dunkeln begann und Henry Deermoore einige Zeichen von Unruhe gewahren ließ, fand Herr Stonehill es an der Zeit sich zu entfernen. . I . - Feuilleton. - ~ — i : Unsichtbare Frise!». ' ,'üi Original-Novelle Mt »m jüdisch<«»«lkanischeo Leben von I. >. Achteuverg i» New-Yoek. stüuftes Supitel. n „Nun, -es mag schon sein", sagte Deermoove, wie de» gütigenWünd' als ob * Vr ‘ '(Kien Freund zy beleidigen fürchte, „ach ja, die Menschen ändern sich mit den Jahren,', ich sehe auch nicht mehr so wie ehemals aus. Freilich erkannt hätte ich dich nicht mehr." ' ‘ Stonehill seinerseits betrachtete forschend das Gesicht seine» Freundes und ihn unterbrechend sagte er freimüthig: „Za damals war ich dünn und sehr mager, jetzt aber,'.da ich von gltter Leibesbeschaffenheit bin, hat auch' meine'Nase ein« Dir unbekannte Form angenommen. Ich hätte Dich augenblicklich wiedem-kantil/ wo 7chDlr auch begegnen'mochter-unb ich glaube sogar, daß mein alter Reger Dich heule noch.Knut. .Nicht wahr, SchingleA' fragte Stonehill, sich an den Reger «endend, „Du kennst.diesen Hefrn?'^ _ _ ü-».,-», “„€> jrs, MüsstI" erwiehirte der Reger'und riß den Myud von einem Ohr zum andern auf, „ich kenne Massa sehr gut, es sein selbiger Herr, wo haben' arme Neger verkauft. peppor und »alt, Leinenstoff vor Rleidrr und haben. arme Neger betrügt damtt, war nicht» wirtd." j „Ruhig, ruhig, Schingle!" sagte Stonehill schnell, als er da» Errötheq seines Freundesbemerkte, der unruhig auf seinem Stuhle hin- und herrückte, uud wich sogleich,' um dem «bespräche eine andere Wendung zu'geben, fragte: < „ „Du warst doch im Begriffe Dich zu oerharatheu, als ich^dkN'Slwrtt verkliß.^vtrmuthllch hast Du Deine Frau auch „Wo logirt Du?" fragte ihn Henry bei« Abschiede. "-,^sch Wir Im Hvtek. -wünschte aber'eine komfortable «öbllrie Wohni ng, wenn eine solche zu bekommen ist, bis ich mir ein eigene» Haus einrichten werde." . " „Dafür kann Rath werden, sagt« Henry erfreut, ich habe zwei schöne mök kirt; Zimmer i« oberen Stocke, welche ich Dir abtreten kann. Jtomm morgen, ich bin dann zwar nicht zu Hause,, aber kertha wird fie Dir zeigen." Stonehill verfpvach, zu kamt im, und die beiden wiedergefundenen Freunde ttennten sich. Bärchen riar am Nachmittage, als er das Haus verließ, die Straße hft ab'geschlendert, um Jemanden zu, finden, der ihm den Weg nach einem Zeitungsbureau zeige, um die uothwendige Annorcr, dm Docwr betreffend, riarücken zu lasten^ , Er war so in Gedanken verttest, daß er einm an ihm Vorbei- ' kommenden nicht bemerkte, der ihn aufmerksam ansah, ihn paffiren ließ rnd ihm dann lächelnd einen derbm Schlag mit der Hand auf den Rücken versetzte. Bärchen schrak heftig zu sommor, er glmbst sich schon arrüirt und bereute, seiner Verkleidung entsaijt zu haben^ ___ _ Was'die Uebnag nscht'thutl Bärchen beugtt, ohne sich umzusehm, dm Kopf) um" dem vermeintlichen Polizisten den Griff st das GBuck zu gestatten. „Na k?>ärchtn? drehen sie'sich doch um und sehen mich a», ich bin es ja". rief eine bekannte Stimme. „ Mit einem. Sprunge drel'tt sich Bärchen und fiel dem Docwr Moritz um den Hals^ denn^dieser war es, derleibstaftig vor ihm stand. ^Gottsü gelobt! jnEi'Wrchrn?dä^Gie wieder heraus find; wie freüe ich mich uud' wie w»rd««- sich all« freuen, b» Inders, aber' — hier stockte er und'Wstlst schelmisch den Doctor an, 'nr.seinerseits errikhete? „Soll ich n cht zurück mft.'Jhpenzu, Deermoores gehen, fragt« er, un Herrn Motchrh 'uud seine Frau aus der «erinitgHtzscht^' -Ehe- Stonehill antworten'kormre, brach der Neger in solch jämmerliches Geheul aus, daß. alle Fenster klirrtm und Jutta vor Schreck ihr Lockenhaupt beinahe infc» Spiegel gestoßen HÜttt; „Ach weh! schöne MiW l gute Misst», weiß«- Misst»! oh warum sein ste gestorben^ warum "nicht lchen bleibend wo waren st gut gegen «rwe NßMr".7heuktr, er.' -' legenheit zu reißen? in -"io u~.i „r> ■ „Ach dir können warteniWstatstzoV'sttzteBärchen pfiffig, uud Bertha, wird, wohl Mchlsttcht st viel daran liegen, übrigens, hah« ich apch einen frsüisteit" Heim stii'einest'Neger bi nein geben leben und i wftflfiumtsitrielleiibt unaeleaen. Gehen wir i» .bchs>H,fHHssiz, und dort erzählen.,Sie mir, wie Sie.. rtgaulich, lisjF->sMk«.7.Iu n.~