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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 52. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 52.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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422 mii dem Wiederaufbau seines (von den Communards zerstörten) Hotel beauftragt worden. Aagdatz. Aus einem Schreiben des Lokal-Comitö der „All. isr." in Bagdad an die Anglo-Zewish-Association in Loidon, welches im „Jam Ehr." veröffentlicht ist, ersehen wir, daß zwar die HungerSnoth in Persien vorüber, aber die Lage unserer Glaubensgenoffen in diesem Lande eine sehr schlechte ist. Das Counts schlägt vor, «um unparteiischen, intelligenten und angesehenen Mann aus Europa dorthin zu faden, da nach genauer Prüfung der Situation geeignete Vorschläge zur Besserstellung da pasischen Juden mache. Aaffy. Die „Rum. Post" vaöffentlicht in ihra Nr. von 6. December den Status de« „Jacob und Fanny Reufchotz'fchen Waisenhauses in Jassy." Derselbe weist in den Einnahmen 157,804 Jaff. Piasta auf; unta B. alS „außergewöhnliches Einkommen" Neufchotz'sche Stiftuig für noch zwei Waisenkinda: 1110 Piasta. DaS genannte Blatt fügt hieran folgend« Bemakung: .Herr Neuschotz gehört zu jenen Israeliten unsaa Schwester-Stadt die für die Förderung da Wohlfahrt ihra Glaubensgenoffen wrksam sind, und die ihren Wohlhätigkeitssinn auch auf Andersgläubige ausdehnen. Wir haben daS Waisenhaus besichtigt, und können es alS eine ausgezeichnete Anstalt und Schule, als ein wahres Daheim für die Waisenkinda bezeichnen. Wir machten das Beispiel deS Herrn R. von Anderen nachgeahmt feilen, und die Aufmerksamkeit namentlich auf das neu« Mische Spital in Botuschan lenken. Dieseschöne Gebäude Ist seit zwei Jahren unfertig — ein« kleine Anstrengung würde eS locht vollenden helfen, und auf diese Weis« besäße die nördlich« MoSau eine vorzügliche Anstalt für Kranke nnd altersschwache Israelit«." (Durch solche WohlthätigkeitSanstalten bethätigen die Jraeliten Rumänienam best« ihre Liebe zum vaterländischen B rden. ' Red.) Ae»-^»rä. Jew. Meff. und „I. Tim." vaöffentlicht« ein« Privatbrief deS Prof. I. Goudfmit in Leyden, an dessen in New-Dork wohnend« Bruder' über dte Hrüffela C mferenz, da a beigewohnt hat. Es ist iu demselbm d«tlihst bestätigt, waS wir vermuthet Hab«, daß die Lonfrrenz «chr baalhm und beschloffm, alS sie zu veröffentlich« für gut gefunden hat. ES wäre daha klüga gewesen, einige Sätze des'Briefe-, da gewiß nicht für dt« Oeffmtlichkeit bestimmt war, ungedruckt zu taffen, obwohl G., selbst dem Bruda gegenüber, Diskretion beobachtet. — Eia am 16. Novemba abgehaltmes Meeting hat Organisation kriftiga Heilmittel für di« zu erwartmdm rumänisch« AuSwandaa beschloffm und zu diesem Behuf« eia« Ausschuß niedagesetzt. Wir nehm« hiervon Anlaß zu bemerken, daß unsa Eorreftondent, Rabb. Taubein Bnlad*) unersucht, öffentlich zu erklär«, daß da Beschluß, den die Confamz gegen die Auswanderung rumänischa Zudm gefaßt hatte, unta dm lctztam große Betrübniß hervorgerufm Hab«. (Nächst«- au-- sithrlicher.) •) D«r obnimvihnte Brief de« Prof. Qoubfmit bezeichnet Herrn Robb- Laube» all „einen sehr anftänbigm und ehrenwerchen Mann, der un» »len sehr gut gefiel." — Am 17. Novemba starb in New-Aork Hr. Mm« chem Eman. Goldsmith, Data des Prof. Joel G. in Leyden! 84 Jahr alt. Derselbe war ein talmudisch gelehrter, streno orthodoxa, gebildeter, allgemein hochgeehrta Mann. Bor 30 Jahre hatte er sein Bataland, Holland, verlassen um dezweien seiner Sühne, welche ausgewandert waren, zu wohnend Auch „I. Tim." bedauert schmerzlich, daß solche Männa immer! seltener waden! Mektonrne. Am 1l. Aug. fand ein Meeting, zahlreicha als je eines von Juden hier abgrhallen morden ist/ statt, um zu baathen, wie da Entweihung des Sabbath vor-, zubeugen sei. Man gründete eine „Laddatd 0dsc>-vaae» Association“ und resolvirte, die drei Synagogen der Stadt' aufzufordern, daß sie in ihr« Statut« folgende Bestimmung! aufnehmen möchten: kein Mitglied, welches öffentlich den Sabbaih rntweicht, ist zu einem Gemeindeamt wählbar. Lin Jude, der beim Lrucifik geschworen. Aus de» Wiena Batch titseale. Die nachfolgmde, da „R. ft. Pr." vom 17. d. Mts. mtnommene Gericht-vahandlung ist nach mancher Seite hin so characteristisch, daß wir ihr an dieser Stelle ein Plätzch« rinräum« zu müffen glauben. Der Thatbestand ist folgender: Der Hansira Emanuel Bauer hatte in da Wien« Stern-Nähmaschinen-Fabrik im Jahr« 1870 eine Nähmaschine für 130 fl. gegen Ratenzahlungen gekauft, und wurde, da a die Rat« nicht rinhielt, auf Zahlung geklagt. ' Am 5. März d. I. fand beim Bezirksgerichte der innam Stadt die Bagleichs-Tagfatzung statt, und in dieser erbot sich Emanuel Bauer, zu beschwör«, daß ihm Herr Julius Hock den Rest von 51 fl. 50 kr. nachgesehm habe. Am 20. März d. I. fand die EideS-Tagsatzung statt, und Emanuel Baua legte dies« Eid, und zwar ungeachtet er Jude war, vor dem Crucfixe so ab, alS ob a Katholik wäre. Hock astattete gegm Baua die Strafanzeige weg« Meineides, und fand h«te, dm 16. Daemba beim Wima Landesgerichte die Schlußvahandlung statt. . , Präs.: Wie heiß« Sie? — Angekl.? 'Wie heißt, wie ich heiße? Euer Gnaden Hab« ja gaade meinen Ram« ganz richtig vales«. 1 Präs.: Sie heißen glso Emanuel Bauer, nmnen sich ab« gewöhnlich Smtl?^— Angekl.? Gaade'nicht gewöhnlich, aba doch meisten-; waliegt daran? Präs.: Sie Hab« schon Anstände gehabt bei Gericht? — Angel!.: Wmn e- Einem, ein bifferl gut 'geht, wird man verfolgt, di« Leute gönn« einem ehrlich« Menschen sein Fortkomm«'nicht. Präs.: Es sind gaad« keine ehrlich« Handlung«, uw damwill« Sie mit dem Strafgerichte in Eonflict gerieth«. — Angekl.: All' mein Lebtag war ich ein ehrlicher, rnhtschaffm« Mmsch. Präs.: Sie stand« wiedahoü weg« Wucherin Untersuchang und wurdm weg« Betrugzu drei Jahr« schwer« Kerker» vaurtheilt. — Angekl.: Leida Gott, wmn da ehrliche Mensch von da rechffchaffmm Bahn wrggeht,

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