Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 49.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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898 mftalttn um „1) et« jüdisch»theologische Faeultät für Amr« [ff« z, gründen, 2) ein« «oder vou ««setz«, welche nicht nach Rrsormphroscn aufgrgebm »erd« dürsm, festptstell«. stammtttch: daß di« Beschneidung nie abgeschafst, der «abbath nie auf ein« antam kag «erlegt, daß Sch'chita und Spetsr- ,ffsetz« nicht «erachtet, sondern oupfshlm »erd« soll«, al» < Gesundheit fördernd und Leb« schützend, wie e» in London, Itafr Preßbnrg und Pest statistisch erwies« sei. Daß ferner «l, feste Regel gelt« s-«e, daß jeder Rabbi, der dnrch Prrt igttn oder Thun die «schaffung der «eschuriduug oder bi« Bestegang de» Sadbach auf Sonntag empfehle x. sein Recht, ,or einer jüdisch« Gemeinde zu predig«, »erlorm habe, eine gstmeiud« aber, »elche «in« solch« Rsibt anstelle, für diese »41 der Ehre, ein Mitglied de» Gemeindekmnde« zu sei», »»lustig «erde." Da» Auffallendste bei der Sache ist, daß I. «. Wtse »Nbbiner der fraglich« Gemeind« ist und diese« Manifeste st ine Zustimmung erlheilt. Wir Hab« keim Lust, über die Sprünge in d« Wandelung« jme« Manne» ein Bort zu pe rkieren. Vermischte und neueste Nachrichten. Werkt». Der Freimaurer - Orden wird, wie «an der ^lolkb-Ztg." mittheilt, hier am nächst« Donnerstag di« Herr« Richtianwakt Anton Serin, Ferd. Steicheahei«, Kommest«» nah Wilhelm Friedberg »ich vr. Marcust ansmhm«. -I fiud hie», bemerkt da» Blatt, di« erst« preußisch« Ind«, »e che der Frrimaurer-Ordm hier zu stimn Mitglieder» zähl« »iid. E» hat sich hier tot einiger Zstt ein verein getilde«, »eicher bqmeckt, Gemerdetretbeud« Mische» Soustsfion tu Kniukheitsfäü« Unterstützung« angedtth« zu last». Di« Stututm de» verein» sind derriw.mr< Psttzst^pvbfldium ge» «hmigt. - Der. Borstand de» hiesig» Local-Comlst«: der All. Zs, Quin. (Vorsitzender Prof. Lazarus) hat! die Einladung zu der ursprüuglich für die erst» Lag, de« November tu Ausflcht gennnnr«« Delegirren-Bersammlung nunmehr auf den 9. IS. und 11. Dezember e. ergeh» lasten. Ll» Verlag« sind mit, gacheilt: 1) «tu Gtatutrn-Entmnrf für d» nea« ,/3and her denisch» Israeliten" mm Stt»». Mak«»er. 2) Abänderung». Var sch lüge hierzu »an S.--R. vr. Kriftrüa. 3) «in Separa» tum.de» S.-R. vr. Rrnmann, da» deu Zusa»na«hang diese» u««n „Bundes^ «st der All. Ist. Naiv, fordert, und geg« «inen «roaderdund gewißermaß« protestlrt. Au» Wtzbertst schreiht Rabb. vr. FrLnkrl der,Lüd. Pr./ daß ungeachtet de» ß 370 de» Strafgesetzbuches, welcher di, Vornahme einer religiös» Dränung »or Ballzug de» cistlgesttzlt h nathweuhtg« Arte» bei Strafe untersagt, noch «ine lax« und verschiedenartig« Praxi» hei d« Rabbinern herrsche, daß ihm aber auch «in Ereisgericht». Direktor gesagt habe, e» sei ganz irrelevant, wie «ad wann eine jüdische Drammg vorge» nonnien werde, da der Rabbiner nicht al» „Geistlicher" gelte. Wir müffm warnend hiergegen u»stre Stimme erheb«. Der betreffend« Herr muß gar nicht in da« Etrafgchchbuch geblickt habe« — älter« Gerichtsdttectoreu bekümmern sich mitunter gar recht um da» Materielle »euer Gesetze, da fir nur mit Iustij Verwaltung und Formalien zu thun habe». Da» Gesetz spricht garuicht von „Geistlich«/ sondern überall von „Rstigtourdttnern/ der qu. Paragraph paßt vollend» nür ans Juden und Dissident«, da für Evangelische und Kathol. kkin Perstmenstandsbeamter ertstttr. Ueberdie» verlangt der diß dem Retigioasdimer „nachgewtesm seir» würde th» als» doo» Mm u. dgl. wenigst«» vor Anklage und geringer- Sttast nie schütz«, w«n einmal eist Fall zur gerichtlichen Kenntniß gelangt. Wie». Der am 13. d. M. verstorbene Kaufmann Moritz Goldberger, hat feiner Gattin, der Erbin seine», groß« Btr. migrn», die-verpstichtang aufrrlrgt, an» seine« nachgelaffmch vmuögm die namhafte Summe von 30,000 st. zu wohlkhstttg« «o» ihm näh» bezetchnet« Zweck« za bermttid«. Reb« «ioam Betrage »au 23,800 st, die verschied«« israelitisch« Aristal.« und Veistn« zngedach» stad, Permachte der Erblasser^ dme Spital« de» barmhtrzitzen Brüder hier 1,000 st, zur Begrbuduug »au 3 Stipendien für st ein« mitellos« Saud», dal« de» undiziutsthen, juridisch« und philosophisch« Dort»«»» 3/100 st, «tue» Restesttpendtum» für M«ttrk,000 st. bst drvm Bertheitung aus dir jeweilig« Sonfesfion des Pekrntt» Ist»« RbSstcht genomm« werbe» soll. Speeiell für die För. d«n«g der Interest« jüdischer Wtsstnfchast und deren Literatur lrgirM Herr Goldberger best Gtipeudi« im Betrage von 21,000 st and nmmachtt sein» Bibliothek dem Bsth-Hamidrasch. (Wht.> — Bst brr am 24. - stattgchmta,« Wehl von S Mit« glteber» tu d« Vorstand der ist. Gemeind« «urd« mit Majorität gewählt: vr. Leopold Kompert. Sigmund Hirfchler Aut»» Bing, Moritz Freiherr o. Känigbwarter, Anntnto Koiin uud Adolph Neustadt. ^ember». Rach mehradeudltch« erregte« Debatt« hat der verstn Scham er Israel beschloss«, sein Organ, tat „Israelit," der hi» jetzt tu hrbr Schrift erscheint, demnächst Mtt tausch« Lettern banst» p» lass». Di« Mitglieder sind IHmtf d. h Buchstatauumschen geworden, sagt da» gmanntr Blatt. — Bst dem gewaltigen Brande in Iasttscho« hat sich der benachbarte Gutsdefitzer Riff» Blauftein rühmliche Bbrdieustr erwarb«. Er ließ auf all» bst ihm eorhandrn« Fuhrmerk» Kraust, Schwach«, Greis«, Kinder von der Brand» stttt hol« und »erpflegl« dann auf seine« Gute an 200 Per» sau« Lagst«-. (L. I.) WavtU. Am 2b. Oktober hat der schon vielfachprimlist«' Reisende Joseph Hallest d« Bstney-Prst» von 1300 Franc», für sein» Effap über cpprtotischr Zuschrift« «halt«. Li» tzetzrAsche» kirtz j» Lnr§r. Di« Grdeakblättrr au« dem Heldenkdmpfe Deutschland» «tt Frankreich 1870—1871 von Richard Lanpmau» (Heilbr. Schetal«) bring« nmnch» schön« Zag Mischer' Kstmrr; mir theittn daraus «in« klst« Episode mtt: ^Wtt ob«» Volk ist deutsch« Laude sei« Pflicht gähan für den Vota» hm Heimattz so Hab« mtt auch nicht meaige Züge von Heldennntth der Ist«» elitnr tm deutsch«» Heer« gelesen. Ein liebliches Bild jüdisch« Lrben» i» Kstitzr gießt Re folgende Erzlchbma: ibs war ans dem Marsche zwisch« Chalon» nnd Paris. Dir Soldat« sang« patriotisch«. Lieder. An der Spitze des Regiments «arschttte eine Anzahl israelitischer Soldat«, grsßtm» theilt Freiwillige. Sie unterhalt« fich »on da Hstmsth. .Wärm stt in Hause, so befind« fie fich in da S^nagpge, den» es ist Sabbath. Allmähltg verstummt der Gesang der Soldaten, dtt Glocke des Kttchthnrme», eines kn da Rähe da Lattdstraßk liegend» Doesta »erkündel dtt zehnte Morgoiftund«. ,Letzt