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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 49. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 49.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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I 897 . tonniffrt für die Zsraelit« z» »rüden, ahieft aber wiederum «b»eu abschlügig« Bescheid, «it der Mottvtruag, daß diese« Gesuch rrii de» begründet« Wünschen der Stadt Rendsburg in Widerspruch steh«. Wenn uns nun auch dt« begründeten Dünsche her Rendsburg« Stadtvertreter nicht nüher bekannt stad« so sind unsere Wünsch« dadurch sehr begründet, daß wir, nachdem wir al« Staatsbürger zu all« pekuniären als persönlichen Last« herangezogen werden, auch von keine» Shr«- awt ausgeschjofsol werd«, auch an all« vortheil», -welche bä» rommereielle Leb« uns bietet, unsern gebührend« Aothttl »eh»« woll«, wir woll«,aber, nicht gmbchtgt sein, die Re» ligio» dafür htnzugeben. Der Hiesig? sSemchadeparstand hat d«n auch beschlofi«, Schritt für SchM, unsere gerecht« «nsprüche bi« zur höchst« Znstan» zn bring» ,nd,„Host«1llch endlich doch mit Sott«» Hülfe mit .«rsolg. Dupchgefällige Mttthellung kam ich auch ich dies« Lag« in de» Brsttz, einiger Alwaaache für di« iprontnj iyestpHalm Regte»u«sb«prk Mtnd«, wort» es in ftpt verPichntß.dar Zahomürve heißt: Ln So»», und Feiertag«, auch an den Feiert^» der Zud», werd« kein« Märkte gestalt«, sonder» dm nitchstkommrnde» Werktag." Mtt Be» Nutzung dieser Lkttnstückr hofft» wir »ach de» Grundsatz, ,Mw de» Eta». Recht, ist de» Ander« billig," «blich « das er. wünschte Atel zu gelang«. Ob aber diese für da» gesammtr Zndentyu» so wichtig« nnd.tteseingreifrnd« Krage, Sach« ei. Niger klein« Gemeind« bleib« soll, ob Nicht vtelmehr das ganze Iadenthu« .des dentschm Reiches, resp. dt« Vertreter desfelb«, diese Sach« zu», dar ihrig» «och« sollten? Dies scheint mir «nzwetfelhcft; daß solches geschah«, habe ich bis jcht nicht in Erfahrung -bring» können, und wöchw'sth wohl die Krage mir erland«: ,,warum sitzt,thr zwischen dm Hür> d«?" (Richter 6.) Se» auch der Etawand «rell wv^ NNW sein« Vervchttgnng,stnd« dürfte, dann schön ist es allerdings, »an, dte'Hetlighaltnng der Lho« durch Getdopfer er» doch »erd» arnfe, so scheint 'es doch die Pflicht «ine« j ebm Betastend« zu sein, so Viel als mögkich dazu beizutvagm, uns i» der Heilig Haftung! unserer Religio« Erletchtornng zu verschaff«, da jene ohnehin an ntel» Ort» schon sehr gelockert ist. Südlich aber dürfte es wohl nicht schwer sein, bet der Kaiser!. Köngl. Preußischen Regierung es zu erzieht«, daß in der ganz« Monarchte dt« «ertegung der Wachet» und Zahonürfte von d» Sonnabenden und d« .jüdisch« Ket» ertageu ans. ttae» der and«« Wochentage veranlaßt werd«, w«a nur dt« dazu geeignet« Persialichkettm sich an di« Spitze stell« würdpn uud «Iweder eine Maffenpetttion, oder auch di« brt^ffttiden ^erru für flch allein, ein« solch« an dm Kaiserlich« Thron senh«. Wen» «an bedenkt, wie 'die jüdisch« Re^igtousgeuoff» selbst im Mtliltrstand«, ja wie selbst'die Gefangen« in ihr» Gefängnisse«, in der «nsübnng chrer Rrltgt» herückfichtigt »erb«, wie sollt« nicht dieselbm oftch iw Bürger» «nb Kanfmannsfimbe berückstchttgt werd« 7 und wahrlich, wer hftr dft Hand mtt anlegt, der wirb sich außer dem Danke Gel« Tansende, »och selbst sag« bürsm: *ma rem yoriK. P. Jacob. Orßerretch. Asti««, 20. November. (Vrig. * <Sm.) Gegenüber der Zurückstellung, welche bqs Zudenthum auch in dm n««st« preußisch«'Schulregulative, erführt, verdient das verfahr« ' der bsterreichischm, Regierung all« Anerkennung. In dieser Richtung, scheint es, «rrschir« wir „an der Spitz« der Etvt» Usrttoa." Rach einer Bestimmung da Schulgesetz« find all« Ltmftsstonen dadurch gbichgestellt, daß dt« Religio usgeftllicha st» die Kosten für d« Religionsunterricht zu trag« haben. Diese Parität kommt auch h der Zusammmsetzuug der Schulaus» fichtsbehvrd« zu« A« «druck. Zn dem niederösterreichisch» Lendesschulrath fitzt «in Jude, vr. Engel; in de« Bezirlll» schulrath (für die Gtaft Dt«) vr. Komperl und auf Einladung des Ortsschulraths-. (der Leopoldstadt) hatte nouerdings di« Gemeinde einen Deleg rten, vr. Güdvnann, in d»s«lb« mt» sendgt. Roch bemerke,lsweriher Ist, daß sogar de» Vorsitzende he» Schulausschusses in »iederSstrrreichischen Landtag ein Zud«, uchnlich vr. Kurand«» iß.,, Zn dieser Körperschaft wurde jüngst nn Antrag anz mommen, der scheinbar sehr liberal ist. der aber in seiner Aulführung allein di« Altkathollken, also auch die Zudm, betrift. Der Antrag geht darauf hinaus, daß nach ta; obig« Bestimmung der Schulgesetz« di« Kost« das katholisch« Relig onümlterrichts von dem Rekgtoasfands getragen werde» soll«». Dieser Fonds besteht aus de« vermög« der von Kais«' Joseph eingezogm« Klöster, der allerdings von Hause aus zur Besoldung der katholisch« Religtonslehrer angelegt war. Er ist aber seit Jahr« passt» — in Galizien um 30 Mil ton« Gulden '-rn und der Staat mußte aus dem Geld« der Steuerträgeit zuschießen. Was soll mm das Ausführungsgese z jener Bestimmung der Schulgesetz« bedeuten? Der Staat wird «eiterhiu für d» Religionsfond» eintretm, wo die Mittel desselben nicht autzretch», d. h. er wird die Kost« de« katholisch« Religionsunterrichts bestreit«, während di« Akatholtlm der staatlich« Bethülfe verlustig geh«. Zn der Thai ist. den jüdischen Lehre« iu d« Laadgemeind« di« von ihn« bisher ans Staatsmitteln bezog«« Subvention bereits entzog« Immerhin ist es gut, m»» tit Parität der «onsesstoa« string durchgeführ« wird, «n» wirb sich über kurz «der lang genöthigt seh«, auch dem Religionsfond« di« staatlich« Subversto» «der Bürgerschaft z> entzieh« Hperte», 13. November. (Orig.-Corr.) vor einig« Tag« Ist hier »in reiches Leb« von hin»« geschiedm, et« Leb«, ganz »nd aal gewrtht dem meoschlich» Berufe, durchdruug« «nd akuittd ora km hehrm Geiste wahrer Er, kenntnlß, Liebe und Würde. Am 19. d. M. Verschied der ta weftm Kreis» gekaiatr «nd hochgeachtete Jacob Ungar, ei, Man», der sei» ganze» Dasein der Liebe zur Lehr« «nd dem Drange nach Wist« gewidmet hat. Wührmb seine« Erdenwall««, da» <h« ans achtzig Jahr« beschftd» war, ging all sein Müh« und Sinn» auf Förderung de» Studiums, auf Ausbildung des Geistes uud des Grnüthw. Zu der Schule des Npll VN in Triosch gebildet, dürstete er stets nach dem Miss« and der Keiuttniß der an da» Zweig« geistiger rhütigkett und erreichte durch unausgesetzt» Fleiß eine ziemlich, hohe, uud uni« damalig» Umstünd« dedentrade Stufe ha Weltbild nag. Zn Lipto-Szt. Miklw, wo a jfich niederließ, gelang «» ihm nach vieler «nstaagang, an« Schule in» Leb« zn rufe», bi« heutig« Tage» noch besteht und oo» manch' wackerem tzllann in all« Gegend« de» Laude» al« erster vilduugsort dankbar i« Gebüchtnifle bewaha wird, ^wrrika. fiwiMMit. Auf Antrag ihre« Präsident« hat bi« Gemeind« Bmti .(«aebarua daher beschlossen ein Manifest an die Schmestergmeinde» z» «lass« «nd dieselbe, «inzulad«, «in Eamitä z» «n:nn« »ab demnächst «in« Eoafeanz zn »er»

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