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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 49. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 49.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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395 ^fiir thätig, kie Qabuietfe zu Anßerungen einer sonst prin» elgtül.««geschloffene» Jnterventim». Politik zu Gunsten der cMbdfdKx Jude» zn «rieften. Dies« Agitation wird bald genng lÄhaster und zudringlicher werde» „Die lvr-ffeler Confereuz hat erNirt. daß st« die mänffche Inden. Lugeleaenhlftt nicht al« eine confesfionelle, svstdern lediglich als «tue Hu«auität«sachtz betreib« — und gewiß «ttipWt sich die Humanität gegen di« staheit, mit welcher tyt rumänisch« Pöbel die dortige« Juden verfolgt. „Aber man muß doch auch bedeuten, daß die Juden, wie seither -in - alle»- «urongtschen Staaten, so auch in 9hi« ma, urtkr «GingmWV di« Gunst derStwvLstdYstNg^ je^en tycfäffti, PlirM^r ^8». Jtmtai ihat^Wechk Staat«bür> garrecht verweigert.^ - - ' ' (Dieselben Argument«', dir man in Deutschland gegen ityft geltend «nacht hat. ist der Kreuzzeitung sehr leid, «tß'wir iltcht mehr von der Gunst ihrer Gönner und Meister «chhchrgig sind. ,.,.E« «ich dqw, weiter dahingewieft», daß e« Zen Inden schlecht «steh«, doch Princip derHmnanW^däb j» nur durch da« Ehristritthinn in die Welt gekommen.'' .Liideffen chabeu dte ''Eomitö< bei Anrufung' der Hu. mdnttäj.chdhl ttchch tlvderes i» Sinne, aS die veweguug menschlichen.'MifgsssAhl-; ste.'st>ekvliren auf di« Perwechseluvg te» Humanität«,Id» mtt der radikalen Theprft, welch« die p»li«ifche Gleichberechtigung zu einem Recht dev'.MenschoiWurt macht vnd ruj^s djr Hnmaüüät an, uM^'sdcialpaütische Jiityessen öürchzstschtn, dir «ü dieser in 'keinem «Hpechigen Kchammeuhaüge.Men." ' (Hvmanitätbfoedermeg und Anspruch auf Büegmrecht mit ' einander oevwechseld, wäre sMich nicht so sehr radtttlt Lyedrie, wie ÄnstM. ^Dst Yegiiffs^Lrchirrung liegt1 aber nur 4nf Seiten det LrmzzchUng.. Im Namen der Humanität proteststsi zuan ggg» die, rohr Mißhandlung der Juden in Rl> minien, im, Nomen der «evechftgkeit und der Verträge fordert um» für Einige Einsetzung in da« Bürgerrecht, für Andere GBdähtnng desselben auf gtsetztichem Wege.) .Gotderg, #?. November (Or.^orr.) isür Berichte avjrkthstftgpr Menscheuliebe hat Ihr geschätzte« Blatt sicherlich «in, Witzchen, wie der jüdische Leser ganz grmih wm sol. chen Päichlrn mit desovdÄer Vorliebe Kenntniß nimmt. UM so kaftzn Hie mich denn heute von * einer Anstalt wertzhättgxr MenschenNet« in unstrm Badeorte referirm. Colberg alß..Mch«ort ist von Ihren Lesern wohl zum große« Theil« getcvnch ha im letzt« Sommer „Lein 1500 bi« 2000 jüdische Gast» a» uusr»«« Lstforst»'«dr Hmnnierfrisch«, Gmesung und Erholung stlchkrn? Däß üne ganz erüeAÄche Anzahl jener Unglücklich«, an der«« jonersten Lebensmark da« z«ie» fach« Uelftk ^>er Armuth und de« Siechthum« zehrt, unser So»(. und Seedäb zümZielpunlke ihrer Wanderung nimmtist leicht zu ermeffen. Diesen Uuglücklkchen nun, dfttßm»zum größten Theil von Aerzten, Hospitälern, Kliniken und ähnlichen Ansichten geradezu apodictisch auf den Hab« geschickt werden, de» Aufenthalt während der Kurzeit zu ermöglichen und zu erleichtern, veranstaltete« schon feit ungefähr 10 Jahren zwei Hiesige i» Verbindung mit einem Badegast alljährlich während der vadtjeit Getdsamwlungen unter den hier NiovefOlten fllf<ni>i»n«fl«n>[~fgn und nrgntiifirt»n a»s den Erträge» gäst«. Wie aber di« »ftrhältniffr unsere« Badeorte» überhaupt («ffchließllch der Preise für Wohmu» uah Lebensbedars!) ln Mt'letzten Iaht«» rkmn ^ltnßeichen »nfschwung gewinnen, so »uch« auch die Sv'ge für die mit jede» Iah» immer mehr zmftßmende Anzahl1«« dürftiger Kranken, liäß fie sich ln deu'letzten iLÄsötr ßerubtzit äkß ttn Nothpand erwie«, in den Einnqkhmen uitb Autzgghen nicht «ehr in richtigen Verhält, nisten standen zu den gerechte» Ansprüchen, di« an de»„An««, schuß für jüdisch«! Krankenpflege" gestellt «erden. Etz spmjste, Dielst Petsinrn. stentzn ein hLstger Badeaufenthalt recht nützlich gaweftmenie^ atgewiesen werden, und selbst die. pfttgc EaM,/köwit^t Leidst'beim befnn teidftr nicht ästtzglrmacheu, ichftte^ttzßßRlguchteikVerchäiinisstetgtinißilNichstütztthmben. Folgende Aechlen find getlgnet, »«fern Nothstand genügend zu brtruchtea: Im Jahr« 4&71 brachten die Sammlungen den Ertrag, von 2*2 Lhlr. 7 Sgi . 0 Ls.; e« wurde» 12 Personen unterstützr mst 205 Lhim IS Ggr. 6 Pf. uud 17 Personen mußten mit ihren Ar>sprüchen zurückgewiesen werden. I« Jahoe.187L »dachten dir Sammlungen den Ertrag von 288 Thß^LL Sgr., e« w rrden j.4 PersonenHerstützt mit 265 Thn? Sgr. und 1)nP«rs«emn mußten abgewiesen werde«. Ss wurden danach im Jahr« '187^1 dntchfchnittllch die Person mit, Mn« 17 Thlr. und im Jahre 1872 mit ernsd 20 Thlr. untmftützt. ' Wo« ist »gn ein« splchr Unterstützung, üßser ussern .heutige« Btzrhähnij se» an «ine» ohnehin schon theuernBadeplützwerch? .und ist vt nicht traurig, daß in de« letzten beide» Jahren mehr al« die Hälfte derer, die hier V,tt Genesung zu stechen meinten, zurückßewiesen «erden mußten, «eil keine Mittch, für ihre Unit, Haltung vprhasthe« waren? E« haben fich daher rm irhten Sommer W4n«r, dit unser« Berhältniff, l tztnnen^zu' einem CmiW veröaigi, um bst Kränkenpsloge ln unserem Badeorte durch Ansammlung eine« eiseruen Fond» . zu sichern und den Bau eine« jüdischen Kurhospital« a»zu> streben. ■ Möge der Hier die edle Absicht dieser Männer zum gutm inld gedeihlichen Ende führen und ihnen Hand und Herz unsere« reichen Gtanbenögenossu: erschließen und zuführen. — 8. Zttt d<>ß M«E-Htq. JN«l<k«, 12. Rov. (Ori,.. Corr.) Auf dl« ist Nimmer 43 der Wochenschrift ermähnt« _ Eingabe de« Spnagoge«-Rach« für ßatz ehemgligE Herz. Ätsfau 4st folg«»der Bescheid ergangen; 'Berli-Y^ S. Ndv.' »872. > „Auf die Borstellinig vom -M. Sept. erre ich Ew-Wohigeb, - nab den anderen Unter ftichntrn deeftlben, büß' ich de» GfstAh ' ) um Anstellung eine« ji disthen Thmloge» aj4 Lehrer. an Üm m ' der dortigen Provinz i rn z» «rühlcMea Seminar, «ventnell - an de» Seminar zu l.fiqgvi, teak Holge geben s-ßu. . „ Dft tp der Provi nz HeÄin^Mfststi - »orhandaten jüdischen SeminckltGsptranKii habe» Weßenheit.!-» lhmx .MihistM-, al« Lehrer in der zu Sttstek besttheiche» jüRsthin Lebrtzrbch- - dung-anstült. Weiw die,>ßM »eglenuygÄfztrk '4Wffßq^ev l\t angehörüjen Ajpkvanicn angeblich diese Anstalt nicht besuchen,/ weil' st« n^fttnitN» find. hn). ’lux ZtßeyßuntoMÜ 1Ä. ÜWet zu kostspielig ist, se^benietke ich. daß-Vedütftigen mch wckteigen_ SeminarPen, wen» geignche ProoivzÄfond« üicht vorhanden find, müfstge Beihülfe ar» tlentkalfond«gewährt werte» können, Wege» iiesonberrr die AeMüdtneg jüdstcher ElemenMrkehrer betrtsfeniien Beranstaltungen muß ich mir zur Zeit Weitere« noch votbehaltru. D«' Minister brr geistliche« Unterrichts- und Mwicinal- _ «ine regelmäßig verwaltete Krankenpflege atteer südlsiherOdte. . Avgekkgeltheiteu. Falk."

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