Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 48.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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390 Mein unsere Erwartungen bezüglich der Leistungen der Religon»schulen im Allgemeinen werda, durchau» nicht defriebixt; einzelne glünzeitde AuUnahmm'äbgerechnet,' wird der Hitzen Religion»unterrichk schablonenmäßsg VetriSrN, auf'ba« Stnlnnen von einer gewifleu Anzahl Katechesen »der der HB» lischra Geschichte nach irgend einÄ Handbuch« beschränkt^ von dem eigentlichen Quell der Skfffgioabketzre, der' Dibel« in 1hr:n herrlichen poetischen und prophetischen tzchtiftcht, krr fahren di« Schüler nach den Elemtärschiüjahrfti wenig' mehr, die inl«lt- und lehrreich« Geschichte , der üi^hbidlkschen Zeit ist de« jldischeu Jüngling« dnchstiMch ein oerstegefte» Buch, die S, nagogengevrtnchik und sonstige Observanzen bei äußern, Leben» bleiben ihm fttNtd, wein, er titcht gestte an» tkNem Hause Ist, wo er da» Alle» noch „vor'sich sitzen" kann. ' So kommt der jungt Mann dann in» Leben tztnaü», ohne Liebe für sein« Glauben, dem er verstiNdnißlo» st«d gegenüber, steht, ohne Erinnerung an schdne Gckriuche, ja selbst mit dem Gefühl der Leere, da» dir Gkeichgilligkeit der Berufe«» zu bannen sich nicht bemüht tzüt. Find«, doch manche der Rellgionülchrer e» für zu anstrengend, bie 'unbebingt« Di»p«nsation bei' jüdischen Schüler vöm Schreibe» am Sabbakh dürch» zusetzen, während in Preußen ein Mlltzltr noch im Jahre 1869 z, Loncessionen gedrängs werden konnte. —'MellAchk gelingt e» unserer ist. ^anbeßcommiston, die doch in Schulauglrgenhettrn erfreulkche ktzätlgkeit entwickelt, mir ffniger Dtzatkrast auch'hier «ine gründlich« Besserung anzubahnen. Die Mütel und Fähigkeiten find vorhanden,«» bedürfstur der stmsten Energie. Vermischte und meueste.Nachrichten. Aasttz. Die Primarie' fine neue Maßregel gegen die Iqdm erfunden! Sie HÄt ist die tku»schreibung der Offeft»- Verhandlung für die Fletsch-Entreprise die Bedingung ^»geschaltet, daß der Erstetzer derselben , auf dem Schlüchfpstß« nur Rumänen oder «aturalistrte RüsnL^m al» DHl-chfler' gebranchen solle! Selbst also da» SchlächÜeN'"l«D^««; wird von der verehrte» Primarie al» ein politische» Richf ßetrachtet, welch«» inr vollblütigen Rumänen zukbmmt, nrb dessäi 9f> theilang an einen Juden verfassungswidrig sein, und eiye national, Gefahr für da» Land bilden' würdei — Der wahre Zweck also, auf den diese Maßregel abziehll, ist da» Bestreben, den Juten die Möglichkett abzuschnetden, Pietz nach ihr« rituellen Vorschriften schlachten zu können. Der religiöse Lud« wird alsi entweder fich de» Fleffchgmuffe» enchaften, oder dse rituellen Vorschriften übertreten müssen, wenn' er'für sei« Familie «der für seine kranken Kinder «ine Fleischbrühe bedarf! Der Fletlchverkauf ist aawrückkich mouopolistrt und Rtemand anderer al» der Unternehmer Hai da» Recht, Vieh zu schlachten oder zu ,«schleißen, and zwar im ganzen Auritticrtonstgebirt« der Statt Jassy. Zuwiderhandelnde werden mit Eonst»- cation bestraft, und auch ans crimminale» Weg« verfolgt. — Diest Mc ßregel ist in ihrer Grausamkeit unerhbrt, und wir können nicht einen Augenblick aanehmen, baß «in «ft rafflnfttem Bari «dachte versucht« Plan, «tue ganst Bevölkerung durch vnweigerung de» nahrhaften Fleische« verschmachte» und verkommen zu lasten, von unser« Regierung die Genchmigung «halten iverdr. Eine bi» in» Detail gehende Verfolgung, eine so kk,inliche Sucht, dir Juden selbst an best' Beobachtung ihr« haruilosen, gewiß nicht gemein'gefährlichen ob« stüät»- verrätheris hen Fletschgesetze zu verhindern, also dft Ausübung ihr« Rellzion zu vercküuimelii, verdient offenbar eine religiöse Verfolg»«,, genannt zu werden. (Rum. P.) - Warkt«. Der «vßrrvrdentltch« Prostffor d« Physiologie vr., Znt. B»x«dstedn, Sohw de» bekannte» Rckaetau» der Balstgeftnug, ist zum peoL «äinviio» in Hall« enssumt. na A»»»a»r». Dd»,d«. Sestr» diese« Bl. uwtzldetoniite Zoliws»»n>ch! Dk tu -Gelki uwlchoe rtne Heilmachcha des! Dttzütüa»toto.!(Or仫,) erfanden'«nd tfter mit Ersost selbstcftt schwievigou-Hüllen^angawendet hat, hat auchiw^Pmst» di«> «ndtmin An»»to>»U»g geftmtck»/ indem die da. selbst «rschetwnde »oM0 »öüioo odirnrgtottot jene Mettzabv unior dar Benennung TilHi—it 4» -U. ätpllttotrtopar! toi Di. Dfcwo»ky <to dito 4m» bwtlgm Amzten nj'-mr K»yn> die OrtigMintoiüni«, sttoMichttombüttou»«, Umgenärztttcher Hütf». keistang: tot vmwundetewützrwd desKitoga» vwlithä» worden. - - AMttorr» ,17.No»-Die Bechriltgnng « dee Wahl von firbeir SlimAudtöorstchtzin seiten» d« Mftgkftdtr der > ltonare IsnoelsteNfftmein d e War Mt verflossene« Donnerstag «ine seyr bedEnde zitnennen, wa» wohl hanplsächlich deüAgftationen der ein and« gegenüb erstehenden Parteien -zazaschrriben ist. vbn ea 360 «ah lbrrrchnglen Mitgliedern betheistgten sich 249. — Gewählt find Mhiäanwalr Ink Hei mann mit 244, Eduae-1 Heine'mit-KÜ, S^M: Heckscher «ft 220, A. Sa'msv'» mst 216j Ud?A»ufiü«tn« «ft 17b, Loai« Bing mit lbE und A. Warb-uirg mft 151 Stimmen. * -etz»itz.'chnhaly^ Hier ist der'Fabrikant Ifldor Herz mft großer Majorität zu« LaUdtstgtadgkordneten gewählt worden; er der 'erste Hnde't« Anhalt'scheu Landtage. ' tzolkdejlg. Hier hat fich'ein Comftä gedtldet zum Vau eine» jüd. "»urh»fpk»al« "and zUr Astsümmkung riue» Fond» st» D«>^ästo?''i(Aa 'nächster. Rümmer Au»sttzrtichnst.)^,' " ,:u M x'-’' (öwo V Hpppökkk Lrvy, stuäfmänn in Metz, ist zutn Bürger«elstrriAdjyNkte» daselbst, Ad? Ptcark' zu«' Stadtrath tn Strasidüfg /Lüz.'' SaUz mck E. Bernheitst zu Sttdträchm in Mühßhta^ 'mvähftimDtdeu.''' PdmßUi, iien'w. Km Da» haute verkündigte Urthril de»'Brzftk«strafg'«tchl» ''gtgat. A. D auer'. Rrdactrnr de» zu vmühelm erfcheiUeNdka..Stärkend« rgtr Boten," beschuldigt der «Schmähung brr iftatlftischrn Religion, läutet auf acht rüge gftsäagniß. "w*;j ,v "■;!V Wr»' Dir Abgeordneten Wien'»'zur Brüffeler Eonferenz wvreft' der' Dichter 1'. Ro mprrt und Bankier Gottki eb.' Tie ursprünglich ernannten DepntirteN, Baroa XinigS- »arter and Th. Knrairda, mmrden im letzten Augenblicke §u reffen veristndert. ' ' Zkgier. Die auch vo« un» in Ro. 48 mttgethetven Reden, welche zwischen dem Bischof von Eonstaustni und dt« Präfecten und Dufte gpvechseli sein sollen, werde» al» durchweg erfunden bezeichnet. Arch. Ist. hatten al»bald bemal», daß kein israel. Präfrct RinneU». Wahl, in Constautini eristftedagegrn meinten andere,-^' sei'stellvertretender Präfeet. Ein antikatholkche» Blatt'in Algier hat die Reden geschmied«. Uedrigen» hat st« «ine große, in der Rev. Zsr. namhaft ge' machte Zahl, Pariser Blätter von jeder Parteifarb« nachgedruckt u:id ist so mystisicirt worden. An» Schwede« geht «n» die Nachricht zu. daß da» Gesetz voni 23. Oktober 1660, nach welchem die dort al»