Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 42.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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RumkitenmSrgesteigert. Besonders habe P-^otU» dir» gckhaa. Rvchtaii'tanstbta» für seine Opferwillitzbtit SoitpfhMiiiiigtn «acht warten, wird ihm UngeschtcSichkrtt, Udmtftng, «Mütze» LüMmwch« vorgrworf«, er., habest» seine» Berichten über» trieben^ ein.Strohfeuer angezündet. Er möge -larber. besänftig gm, im Still« wirken, unbemerkt Wohlthat« üben rr. s. w. '■ tytrmk haben wir wohl de« ZahaU der Archivcs-Eorrespondenz wiedergegeben,,über nicht ihr« Ton. .'pirsch schreibt in deck Dane «ine» wohlwoslmd», die gegen Jede» begangenen Excess« bedauernd«, aber die BerhilMtffe wrd Stinannn-. g« genau kennend« Manne«. Die Rumänen, sohörtrs sich an,,-find gar nicht böse, aber eifersüchtig auf Äsre Autonomie, uichl Neau, mau sie hindern will, die Juden za »assacrirm, den» werden st« es erst recht thun und, —' da« kann man ihn« . nicht sehr verarge». Warum läßt man st« nicht gewähren? Warum rede» die Schntzmächtr drei»? Warum klage« di« Zud« nach avßm?, Selbst «in Franzos«, ein Pro» feffor, — d. h. für Hirsch, eine Zucaruatio» cillrr Weisheit und Humanität; für uns: eine Brdimtmseele, die de« Lied fingt,; de« Brod fie itzt — selbst «in Franzos« billigt ja di» Anstcht« der Rumän«! ., Füg« wir noch hiaz», daß ,^lrch.Zsr." »o« 1. Octbr. «in.zweite» Schreib« von Emile Hirsch, der seinem Ramm diesmal dm Titel „Rabbiner" hinzufügt, bringen, welche» der ,Mnn. Post"' gegenüber die früher« Behauptimgm aufrecht erhält und verstärkt. Unser Herr Korrespondent berichtet uns mm — was der Leser wohl schon ^vernmthet hat — daß der Artikel von Emil« Hirsch, in einem frauzöflsthm Blatte erschien«, seinen Weg nach Rumänim gesund« hat, dort von d« ,Trompetla"und Eonsort« mit' hohem Wohlgefallen wiedrrgegebm ward« ist, und daß di« Verfolger nun ruf« „seht, di« «nfgekkärte» Iudm ged« uns Recht!" Allerdings, sagt unser Herr Correspondmt, habe Peixotto anfangs einige Fehler begangen, er habe ihn darauf aufmerksam gemacht, und Pehwttv'habe sie unumwund« zugegeben. Aber während das der rechte Weg ist, ist die tffentli che Anklage in dm „Archive«" eine Handlungsweise, die mit dem recht« Ramm zu beligen, wir dm Lese« überlass». „Zwei Männer 1» Bukarest» sagt-unser Cork., David Popper »nd vr. Hirsch (Ewlle Hirsch), wühl« gegm Peixotw und hnb« beide Herrn Hakphan, Borfitzend« des dortig«fAllianokkEowick, «ihr Retz z^zogeu. Jene Männer —« nicht Halphau — schmeicheln an» Eigmnutz der Regierung. „ Sie schab« «ns unendlich, währwd Herr Peirotto von warmer Lseb« erfüllt nur unser irrstes erstrebt. Brandmarken Sie je«» schien Bub«!" Ei»- «awmtltch untarziichnetrr CorrrspondeU de» „Hawagid" au» Bnkarrst schreibt nicht, opr gqnz so wie der «chstg«, sondern setzt,»ach Hinz», Epül Hirsch, Prioatlehrer der franz-fisch« Sprach«, habe gchngt, er sei gar kein ^)ude «ehr; er schreib« seine Artikck wohl, um ein« Anstellung von der- Behörde zu erlang«. Schließlich erwähnt unser Herr Eorrespondent, daß er zu der in Brüssel abzuhclltrnd« Eonfermz,(s. vyr. Nr^ eingelad« sei, und wmn möglich, dahin gehen werde. Wir haben von rum. Zud« gehört, daß derselbe der intelligenteste unter dm Rabbinern de» Lande» sei, mehrere Sprach« verstehe, die Verhältnisse gmauer kmn« und selbst bei Rumän«, soweit sie nicht vom Haß ganz verblendet find, in Ansehm stehe.*) ») Der angetragen« Lausch erwünscht. ^21k7 «- Ikew-Hsart. Die drek HKfig« jüd. Blätter (hoffentlich auch «i»ige politffche) führ« Elag« über di« an jüdisch« Auswanderer«^auf einem Segelschiff verübt« schioerm Miß handlung«. Die Ewigratsimtz-Commisston, Vorsitzender E. B. Hart, (zugleich Vorsitzender des Board öflMegate« ofAn. Jevs -1- oder irren wir uns in tan Varnamen?) hat ein Protokoll darüber ausgenommen, welches tau Hauptinhalt« nach besagt: Schiff Earie!» H. Märshal segelte ron Liverpool am 9 Juli ab' und kam am 28. Aug. «ach Riw-York. Die Gefammtzahl der Auswanderer an Bord betrug 488 Seel«. Vier Tag« nach irr Abfahrt «krankte der Rapitän, und wurde, bettlägerig und starb 10 Tagt Irarauf. Solang« er das Lowmando zu führ« vermochte,' wie der erste Cfftcicr selbst «inräumt, scheint alles gut gegangen zu sein, sein Tod aber deworalifirt« die Mannschaft. Da ihre Meuterei mißlang, fingen sie an, ein« Theil der Paffagiere zu quäl« und brutal zu behandeln. Unter dm Paffagier« befand« sich einige 80 Juden, besonders aus Rußland. Dies« wurd« Gegenstand dar Angriffe der Mannschaft, erlitte» zahlreiche Riederträchtigkeit« und ktzohütm und vielfach ward« ihn« di« znstehmde Ration an Wohnung und Waffer ««kürzt. (Folgen Details.) Speciell wird «ip Matrose h«r> körperlich« Mißhandlung eine» Paffagier» Meyer Feld angeklagt. Da» Schlimmste ab«r, solgt qoch. Rachde« erwähnte Lpmmiffiou dir Sache dem U. S, Eommissionür übergeben hatte, erklärte dieser: die Gesetze «rwächtigtm ihn nicht, dir stngelegeuhesi oder d« speciell Angeklagtm weiter zu verfolg«. Wir find mit dm betü. Gesetz« überhaupt und der genau« Bedeutung der strafrechtlichen Bestimmungen unbekannt dg» Schiff scheint ein amerikanisches zu sein; sollte das, was auf fem schwimmend« Schiffe geschehe, weniger strafbar sei«, «Iftj toa» ta; Hafm oder zu Lande geschieht? da« wäre seltsam, doch scheint es so. Die genannt» Blätter «rhckcn geg« den Bescheid de» Steatsbeamtm kchw Einrede, e» sei aber auf Lmderuag der gesetzlich« Bestimmung«« zu dräugm, sodaß da» Recht d«r K. St. ebeuso dm Paff agier zur See, schütz«, wie de» Reisen!)« zu Land«. ., .. < JÄfriM. Dwa«. „Le Courrier dDran,, veöffeutlicht nachstehend« iuckreffante Erzählung: Letzt« Sonntag (18. September), um 9 Uhr Morgm» gewahrte ich in der Rue Napoleon eine Bepsammluirz von Männer« unt> im Znne« eine» Hofes ei« Anzahl weinender und klagender Frauen. Die natürliche Rpigirrde ließ mich fragen, wem diese Ehrenbezeugung« gälten, und ich erfuhr nun folgende traurige Geschichte: Vor einiger ßdt starb rin Israelit mit Hinterlassung eines ziedtlich bedeutend« Brrnögms, wovon er Me sMste auf sein« 16jährige Tochter be«bte. M« es sich dmkm läßt, fehlt« es dem jung« Midchm Vicht an Sicwerdern, welch« ihr nur die Wahl schww macht«. Än Zsrackit wollte stch diese leichte Gelegeyheir, sein Glück zu machen, nicht entschlüpfen lass« und''sann' nur auf einen Anlaß, sich bei der sung« Erbin einzukührm. Zufüllig erfuhr rr, daß sie arabische Bracelet» kauf« wolle. Sogleich sucht« er ein« Kaufmann und erschien s cknes Tage» in Gesellschaft eine» bekannt« ambffchm Händlers. Di« junge Israelitin wählt: stch sogleich rin Bracelet mit der Bemerkung, daß fie «» gerne kaufen würde, aber kein Geld bei stch habe. Auf diese» Wort zog der Mann