Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 42. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 42.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/5369809-5935003-5935649--1402-5371004
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

887 schick«, z» bm bürgrritchm Pflicht» gchir«, dieselb« auch Smmabe»ch» am Unterricht Lhetl nehmen zu l«ss», und de», halb eine Dispensation der Juden für diesen Tag nicht zu gestatt» sei, Km» als zutreffend nicht angesehen werden. Di« Schulverwaltung sann d« Ansprüchen solcher >klte», welch« au» religtts» Mott»« ihre Sühn« am Sonnadeud ganz oder für die Stund» de» Sotteßdimste» vom Schulbesuch entdun« dm ja srh« wünsch», die gebührende Berücksi chtigung nicht »«sagen. Demgemäß bestimme ich, daß in den Füll», wo die Elte» selbst bei dem k. Prm»inzlal»Schul.E«Leginm darum nachsuch», jüdisch« Schülern dir gedachte Dispensation ertheilt »erde, »»bei erster« daraus hinzuweis» find, daß dt« Schul« keinerlei ve»u«uwr»ug für-die au» derartig» Schulversäum« nisten bei den betreffend» Schäle» entstehende, Folg» über» nimm»». Hiernach hat da» k. Provinzial - Schul - Eollegium auf die wieder beiliegende Eingabe de» Rabbiner» N. ,», — und auf die gleichfalls auli«g»de Reklamation de» Borstand«» der jüdisch» Gemeind« in R. da« Erforderlich« zu veranlasten. Berlin den 6. Mai 1866. Der Minister der geistlich» Unterricht»« und Mtdreinal-Angelegehrit». (gez.) s. Bechouum-Hollweg." — AumOurg» 8. Oktober. In einem Piozesse zwffchm M. P., Kläger, geg» I. G^ Beklagt», war der Letztere iu dem zur veibriugung der Duplik angrsetzt« D-rmin, weil der betreffende Tag «in jüdischer Feiertag war, nicht erschien». Durch Erkenntniß der 2. Prätur vom 7. Oktober er. wurde der Beklagte darauf «seiner Duplik-für verlustig erklärt. E» heißt tu dieser Beziehung in dem Erkenntniß, daß der ohne rechtlich« EntschuldtgungSgruud denn da» hamburgffche Recht km nt al» Zeit», an dm» die prozessualische Thitig« beit ruht, nur die vom Staate als solche genehmigt« Zei» t», zu welch» die Feiertage de» mosaisch» Lultu« nicht gehör» —v «nsgeblfldme Beklagte seiner Duplik in ooutumuaiani für verlustig zu erklär» sei. sHat dmn der Betklagte uicht um Beilegung de» Termine»,rechtzeitig mari-gesucht? Red.). ^chamOflvg, fl. Oktober. Di« Zahl der Bewerber um di» durch Sttlinger» Tob erledigte Stelle eines Obberrabbiner» dm chochd»tsch»tfra«l..Gemeinde zu Alton» soll eine sehr de» deutende sein.«ifc.wM» die Ausgäva, dar P^isentatioub'Eo». Mission, au» ^derselbar hie drei würdigst« mrd, geeignetest» aubzuschetdm und der Gemeind« zur Auswahl in Vorschlag zu bring«.! demnach'keine ganz leicht«.sein. Am gestrig» Sabdath,,-predigteip,st.',«ltmiaer! Synagoge Herr vr. I. Hoüandar Stiftrabbiner tu Hammver. -Unter dm zahlreich» Zuhtrern gaib sich «ine durchweg günstig« llnficht über d. Bsrtrag 4«g tzmrgm Rebaer« km».><-Herr 0r. H. ist ge« borener Altonaer.!,. (Res.) -7- Da» Testament de» am IS. Sept. verstorben» Zaeob Segall« wurde «oro Donnerstag eröffnet. Ja demselben find folgende Legate ausgefetztr Bc». äRorf.1100 de» neu» ifr. Tempelmreine, Bco. Mark. 760 der Talmud« Thera «Schule, Beo. Mark. 760 d. isr. StistuagSschule «. 1816, Bco. Mark. 1066 dem Frauerwerrine zur Unterstützung der Armenpflege, «e». Mark. 700 d. «lindmanstalt, Bco. Mark. 600 d. Tand« stummenanstalt, Bco. Mark. 500 d. Paulimnstiftuag. Beo. Mark. 560 dem weibliche» ftranfatocrdnc B«o. Mark. 300 d. Verein z. Unterstützung isr. Wittwm betag,er Jungfrau» Bco. Mark. S00 d. Zrrmaaftait, Beo. Mark. 700 d. Eduard jkley« Stiftung. Bco. Mark. 600 d. PmfivnSkaffe f. Prediger« Littw» am isr. Tempel, Bco, Mark. 500 d. Hamburger Wittweu-llaffe für Aerztr, Beo. Mark 500. der Schule der Paulser Stiftung, Bco. Mark 500 dem verein« zur Berthe,, lang von Feuerung «, str. Arm«!, Bco. Mark. 500 an die Pauls» Stiftung. (Ref.) S. Stuttgart» 7. Oktober. (Orig.»Torr.) Am letzten Lage de» «lt» Jahre» ist der Eittwurs «ine» ,^verfaffungS> statut» für di« isr, Kirche" von der Oberkirchmbehärde abgelehnt tverdml Zn Folge einer rührig» Agitation vor etwa 6 Jahr» angeregt und mit vieler Müh« von der Ober» kirchenbehärd« ausgearbeitet, dann oo» der bekannten „Delegirtrnversawmiuug" berathm und abgeüadert, war dieser Sntwurs im Frühjahr an dir Ktrchmoorstehec. Armier hinausgegeben wor!»m, damit sich dieselben darüber äußer» soll».' Di« meiste,, Antworten war» »blehaend — aber aus entgegengesetzten Motiv», dir Ein«, halt» religiöse Bedmkm, dm And«» war der Entwurf nicht radikal genug; der Oberbehbrd« blieb saunt nichts Anderes übrig, al» rbenfall» abzulehnm, d. h. ihr eigme» Kind zu verleugn». Zwar hat das Sulluiimtntstertum noch da» letzte Wort zu fprechm, doch ist vorauSzufehen, daß dasselbe cdrrifall» ablehnend laut» wird. E» hlllbt somit,cheim Alt«," uud di« drmumdsteu Kragen (Persoualfieuer, Domikilautrnfraze) werd» wohl auf dein Wege der Verordnung erledigt «erden. — Am erst» Neujahrstage zeigte sich, daß di« hieflge Synagoge für die h«hen Festtage viel zu klein ist; in Zukimst wird wohl di« Gemeinde fl»., rür Pwitrs Betlocal sorg» müssen. — Zw Laufe des Sommer» hatte dir fkichin timt gut» jüdisch» Hause« gewiflm Grund, sich möglichst rasch «tt ihre» Geliebten, «inen kathol. Soldat», eheltch zn verbind«; st« trat zur kathol. Kirche über und »nrd« am Tisch'» b'O«. in der hies. kath. Kirche geflaut; da» neugierig« siubltcum bestaub fast ausschließlich au» Zudm i Sigmthüml tch ist, daß die jetzige Köchin deffelb« Hause» pch «bmfall» mit einem „Lhyiste, verbinden wird, doch wie »um sagt, ohne förmlich da» Zudmthum zu verlaflm. „ ' „ IL,V «eßernich. Wien, 4. vctoder. Au» de» Borlage de» LanlMusschusteff „über die Ve-Pflichlnng» defl^pirder-sterxeichischm Religlpnlsoud»^ gegenüber, ,h«m öffentlich». Schul«" , »heil» wir folg« de Anträge de» Ausschüsse» mtt: 1 Ar: di, hohe,.Rqierung .ist da», «erlang«^ pm Auf. uahme her gesammten Kost» für Ina kMholfsche» Religion», wttßprtcht an. dm nieder» und. »«tttles», öffentlich» Schalen Rtederösterreichs unter die «rdentlichW.Uuslag« de» nieder^ -strrrrichish» RrligionSfond» zu stell» - 2. Tie »»«läge de» Lande»fo»h»^für dm Mrotestan« tische» und israelitischen Unterricht, an den LarcheS-Mittel« schul» hob« vom 1» Zanuar 1873 «m zu entfallen und bleibt es!>» betreff»»» Glaubei^euofsenschofftm-.Überlaffm für die Honortrung der Rellgimislehrer .an diese«. Anstalt» auderweitir »u loraeu. . — D» Statthalter hat sich »it d« israelitischen Cultu»- gemeidm iwn Mm in» Eiuoerwchme» dahin gesetzt, daß am BersihnuugStag« alle, gebrechlich« und kränklich« Person» , von dem Besuch« des Tempel» dtspmstrt werdm mögen, da b« der enorm» Urberfüllung der israelitischen Gotteshäuser und bei dem Umstande, daß die Blatte» «Epidemie noch nicht V erlosch» ist, in so dicht besetzten Local», in den» facttsch Rtkonvalerceattn. von dieser Krankhiit erschein», leicht der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.