Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 40.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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322 „Elementarschule") verhältnismäßig geringer find alS vor 10—IS Zähren, daß Misere heutige Zugend weniger vorbereitet und gerüstet auf da» Feld erhöhter, ernster Thätigktit, de» Gewerbe» oder de» Studium», tritt und so dem schweren, Berus« de» Dasein» nicht in dem Maße gewachsen sein wirdwie die früheren Schulgmerationm. Die Ursache dieser Er schetnung ist nicht so weit zu suchen, jetbstversttndlich wird all« Schuld an dem Verfall de» öffentlichen Unterricht» dem Lehrer zugeschoben, und wenn auch dieser die stchtbare Ursache de» llebel» ist, so hat die Sache denn doch einen liefern Grund, and zwar in einem allgemeinen Zuge unserer Zeit, dm wir da» nächste mal schildern wollm. Fraukreich. Mart», IS. September. So eben wird folgende» Ruudschreibm versendet: Geehrter Herr! Gemäß der Artikel 6, .7, 8 und 9 unserer Statuten ist für dm gegenwärtig auüscheidendm drittm Theil de» Kentral- Eomitä'» ein« Ergtuzungüwahl erforderlich und außerdem» laut Beschluß der letzt« General-Versammlung, behuf» Erweiterung de» Eentral-Lomitä'» ein« größere Anzahl solcher Mitglieder, die nicht in Pari» ihr« Wohnsitz Hab«, in dasselbe zu wählen. Da« Central-Somit» hat daher zur Vollziehung dieser Wahl«, zu den« ei sömörtliche Mitglieder der Alliance Zsraälite Universelle eiuladet, folgmde Anordnung« getrost«: 1) Di« Wahl« find« Sonntag, dm 20. Oktober er., in Amerika Sonntag, dm 17. November er., innerhalb der 7 Stunden zwischm 9 Uhr vormittag» und 4 Uhr Nachmittag» statt. 2) Die Wähler bezeichn« die Ramm von 5 Mitgliedern, di« in Pari», upd von 18 Mitgliedern, di« nicht in Part» ihr« Wohnsitz Hab« 3) Die Wahl« werden bei dm Provüizial- und Local- Eumitä'» vollzog«, und zwar entweder durch.persönlich« Stimmabgabe oder durch Stimnyettel, welch« «Ü der Nam«u»-llnt«rschrift dos Wähler» voseheu, bi» zum Schluß de» Wahltermin«» eiugrg äugen find. Wir bittm Sie, geehrter Herr, ^jhrr, Mitglieder von rieser Wahl und dem Modu» derselben gefälligst iuKemrtpiß setzm und «n» da» Resultat der Abstimmung recht bald mit« iheüm zu wollen. ,, Mit diesem Schreib« erhalt« Sie zugleich ein« Anzahl non Stimmzetteln, um deren Bertheilung wir Sie gleichfall» «rgebmst bitten. Da» Central-Somit» hat.mit Aufstellung der Eaudidatmliste, die e» den Wähle« Vorschläge eine allzagroße Zersplitterung der Stimm« verhüt« wollm,' selbstverständlich ohne hierdurch die Wahlfreiheit irgendwie zu beslhränken. Gmehmigm Sie rc. Für da» Cmttal-Eomlle: N. Leven, Ad. Crömieux, E««e:air. PrLfidrnt. Beigesügt ist der erwähnt« Wahlztttel. Derselbe benennt fitnf ii. Pari» wohnhafte Wahlkandidat«. Au» Dmtschland werdm vorgeschlagen: vr. Bärwald, vr. vamberger, vr. LandSberg, Fnuitfun«. M. ttlnißsrerg. Ließnitz. Prof. Lazaru», Levinstein, vr. Reumaun, Berlin. Berlin. Berlin. Merzbacher, vr. Schwarz, und der Redakteur d. Bl. München. vtin. Au» Oesterreich: Jos. v. Wertheimer, M. Ibanitz, Mm. Pest. dazu sieben au» ander« Lände«. I. L. Mari», 17. September. (Orig.-Eorr.) All« französisch« Journale enthalt« folgmde Rot«: Man schreibt au» Trouville, IS. September, 8 Uhr Abmd»: „hmtr »orgm lief der Kaon au» de» Hafm von Tronville au» in der Richtung gegm da» englische, auf der Rhede am Havre liegende Geschwader. Er hatte an Bord dm SchiffNieutmant Utnuma, Ordounanzofficier de» Marineminister»; derselbe war von Seit« de» Herrn Thier» beauftragt, dm englisch« Offieierm dafür zu dank», daß sie um ihn zu brgrüßm. an uaser« Riste rrschimm seien und sie zu» Diner einzuladm. " Wann wird man in Preuhm rin« Zsraelitm al» Lieutenant zur See, Ordounanzofficier de» Marineminister», und mit einer Mistion vom Chef der Regierung beauftragt, srhenT («llerdiug» könnte mau erwidern, daß zu dem Behuse ein Israelit erst in di« deutsch« Krieg»«ari»e ttntret« müstr, wa» bi» jetzt, soweit bekannt, noch nicht geschrhm, daß überall ei» Seeofficier erst Eadet und vergleich» ge wes« sein müsse: Aber daß jene» nicht geschehe», hat ja auch seine Gründe, und der französisch« Herr Korrespondent hat doch Recht. Red.) Muri». Wir erhalt« dm Rechenschaftsbericht über bi« Subskription« zur Unterstützung der feanz. Kriegsgefangene» in Deutschland, untrrzeichne« von Cr»mi«x. Er beginnt mit dm Wort«: „Ich will über «ine Summ« »an mehr al» 800/100 Frc». welche ich . .. . . erhalt« habe, öffentlich Rechnung leg«, die Niemand von mir gefordert hat, die ich aber demwch schuldig bin." Außer der Rechnung über Ein nahm« und AuSgabm, der» Detail» wohl im Allgemein«,, ader nicht speciell für uaser Blatt interessant find, werdm auch die Ramm derjenig« genannt, welch« sich um di« Pflege u. s. «. der lbriegsgefangmm Verdienste «nvordm habm: Franzos», Fremde, Militär- und CivUprrsou». Daß unter letzter» auch Jftaelitrn, ,daß unter, dies« wieder, di« Herr« vr.. ^Schwur» und A. Otzpenhedn t»,<ttln genannt stad, > ist sehr richtig Wie aber mein(de» Redakteur») Name hier stgurtr», «ührend viel« andere, di» weit «ehr al» ich gethao Hotz« nutz thun »ußf« weil unter dm Gesäugen« in Stetttustch nur sehr,wenige Zsraelitm besandm, — nicht genauutstub^ daß ist beid«» nicht gerechtfertigt. Möge Herr Utfmtm dies« gewiß nicht von ihm beabfichtigt« „arrour ab omioaioo" ergänze». Vermischte und neueste Nachrichten. /eipzlg. Bei der Sinweihuug de» jüngst hier errichtet« DolkSkindergartm» hat die Frau Dr. Goldfchmidt die Festrede gehaltm. Zn Mrosüa«. (Schlesien) starb vor einig« Tagen die Frau Rachel ProSkauer geh. Goldstein im Alter von 10S Zähren. ' Auugluuzk«». 1. September. Dem Sohne dr» hiesig« sehr würdig« Rabbiner» vr. Ellbogen, Herrn Guido Ellbog«, Leiter de» HandelShause» Max Epn'nger und Comp, in Pari», ist von Sr. Majestät dem Kaiser da» Annehmen und Tragen de» Eommandeurkreuze» de» spanisch« Orden» ,Lsabella der Katholisch«" gestattet worden. „Welche Wendung durch Gotte» Fügung:" Der Sohn eine» Rabbiner» nnd da» Comman»