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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 40. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 40.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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328 beurfrtuj vom Orden, der den Namen jener Mntgtn trägt, unter deren Herrschaft dir Juden an» ihrem zweit». Vater» lande, auB Spanien, vertrieben wurden. Mann denkt hiebet unwilkürlich an die „langen Worte" Heine»: in seinem Gedichte „Donna Clara": „Ich Sennora! — bin der Sohn des viel^ belobten, großen schriftgelehrten Rabbi Israel von Saragossa." Das Bölkerschicksal ist doch noch viel witziger als der witzigste Dichter. (Wahrh.) Wie». Wie jetzt auB den in dem „Rothbnch" veröffentlichten Schriftstücken über die rum. Judenverfolgung ersichtlich, hat Graf Andrafly die ganze Lugelegeaheit ziemlich lau behandelt. Den durch den hiesigen engl. Gesandten gestellten Antrag, wegen der in AuBficht stehenden Iudenhetz« eine Verwarnung an daB rum. Cabinet zn richten, wies er unter de« Vorwand« zurück, daß „der vorgeschlagene Schritt nicht geeignet sei, um die persönliche Sicherheit der Israeliten in der Moldau-Walachei wirksam zn fördern". — . _ Meu. (lieber den. Transport israelitischer Leichen.) Di« Med. Wochenschr. schreibt: „Die Statthalterei hat bei dem Umstande, alB die nach Wien traoBporttrten Leiche» von Israeliten hier erst jder rituellen Reinigung unterzogen und die Särge zu diesem Behuf« wieder 'eröffnet werden, dies« Vorgang als auB SanitätB-Rücksichten unstatthaft erklärt und angeordnet, daß diese rituelle Reinigung vor der.Einsargung stattfinde und deren Vornahme auf dem Leichenpaffe bestättgt werde. Zugleich wurde dem vedürfniffe der Errichtung auswärtiger israelischer. FHedhöfe Lusdru^ Ugeben, damit bit gezwuntzmÄ," n^ite», Tl-Mtsparte von Leiche Mchilfe -flnfow.'' «üchffsi tzß itttekKifes^nella, «jessttztz welch« Aje^pmunalm^ Friedhöfe allen.Co^esllmuu geöffptt hgb»,^ in dickrMhtung zur Wahrheit, so wäre, der echten Hum<vti«t,2b«r so sLhr asif den Forderung« einer vernünftigen Santtötspflege Rechnung getragen." r,.., (91 fr. Pr> — Dt« Errichtung - einer Leichenkommer im neuen ifr. Hospital in Währing stieß auf sanitätspolizeiliche Bedenken. l^ovo^^^^urtji^Q^^^iSte^^re^Eurde^aber^abntcht aufzuhalten, solldte-Lrich» Kammer in, dgutzenigpi» Th eil des Hosvttalgartm« errichtet werden, woselbst, sein Grund zur VhÖHh&Xh'rimWt&t+fö v*lltgt. . — Am Ä. SspchWber fand dir Eitntzeihung des neu erbautgsi^lfthdBl^ jOüntzi^s'/statt. ' slemberg. Di« diese Woche bevorstehende Neuwahl eines Abgeordnete» dA SstadtrWmberg ist »ameurtlich für die hiesigen iss:. Wählet Vhist'che^onderer Wichtigkeit, da dieselben W'P&.fo., Mr JWtl ihr», einzig» Vertreter ia» chaltztschew LAndtogoinnchottmhaben. Es hat daher der jüdische Verein „Cchomer Mittel" bei seiner letzten Generalversamml^y^ hen. vchhl^ß. ge^ßt, einen Glaubensgenossen als LandtagscaudltuUni äulzustellen'. In Folge besten hat sich nun der „polnische Fortschrittsclub" veranlaßt gefunden, mit dem Vereine „Schomrr Israel" bezüglich eines einträchtigen und gemeinschaftlichen Vorgehen» bei Aufstellung eines Candidaten für den erledigten Lemberger Landtagssitz in Unterhandlungen zu treten. Es dürften indes diese Unterhandlungen erfolglos bleiben, denn die Israeliten beharren hartnäckig darauf, Auen israelitischen Candidaten zum Landtags Abgeordnetm vorzuschlagen, die nattonale Partei hingegen wiedersetzt sich natürlich ebenso hartnäckig der Kandidatur eines Zsiaelit» mit Rücksicht auf dir nicht zn verkennende Wichttgkeit der in Aussicht stehenden Wahl, denn dieser Landtagsabgrordnete' ivirb wahrscheinlich auch in den Rnchchpg gespähte werden müssen. Das istaei. Comiiö hat, wie wir aus der „R. fr. Pr." ersehen, den vr. Hönigsmarn ausgestellt; von poln. Sette wurde in der Slorversammlung geltend gemacht, daß da Herr vr. H. nach Wien überzustedelH gedenke, er als „Ex-Patriot" zu bttrachten sei. Die poln. Blätter legen den Wählern dringend an's Herz, ja nur bei der Wahl zu erscheinen und für Z. oder C. zu sUm-nen, nm nur die Wahl H.'s unmöglich zu machen. (Lemberg zählt 6000 Wähler, darunter 1200 Israeliten.) — Ein Telegramm der „N. fr. Pr." meldet vom 23. September das Resultat der heuttgen Landtagswahl: Bon mehr als 6000 Wählern stimmten 2766. Zbyszewski erhielt 1232, Vr. HönigBmann 878 und CzerkawSki 646 Gtz; 10 Stimm» zersplitterten sich. Demnach ist eine Nachwahl erforderlich. Die Ruh« wurde nicht gestört. (Die engere Wahl Mischen Z. und H. soll den 80. Septbr. stattfinden.) tftfL Ter Central-Au-schuß des Ungar, israel. Landes- Lehrer-vereinS erläßt einen Aufruf an die israel. Lehrer des Landes, dessen Zweck aus dm Eingang-werten erhellt. „Das löbl. Präsidium der ungar. israel. Landeskanzlei hat an dm Ausschuß des ungar. israel. Laudes-Lehrer-Vereins die angenehme Mittheilung ergehm lass«, daß sie di« Bestimmungen der §9. 36 und '37 des vom ungar. jiib. Kongress« «usgearbeiteten Schulstatutes bezüglich der Peustoninmg der vaterländisch-jüdischm Lehrer nunmehr zu realisirm gedmk». Zu den»'Zwecke ivirb der am 20.' 21. und 22. Oktober l. Z. 'hiAdtts Äzuhilttend» Smerqlversamluug des ung. isr. Landes- Lehteröewtttes da» hierauf bezüglich« Gt^nt zur eingehend« ' Berethun^ resst zur etwaigm Modifieation vorgelegt werdm." — vr. M. Eleinman, ein junger strebsamer jüdischer Gelehrter, wurde von Ugterrichtsminister au dem neben der philosophisch» Fakultät beftkheud» Domümr für «ittelschul- Professor» »um Professor/ für.philosophische Pädagogt« ernannt. - TlteclUUatt. vr. Jul. H. Dessau er, verfass» einer Geschichte der Juden, früher in Erlang«, seit Jahren in Eincinnatt wohnb-.ft gewesen, ist auf der Rückkehr nach Europa -verunglückt —näher» Umstände sind nicht aufgeklärt. Sr seacklßta«/s.. Iteli von New-York ad und wurlx schon am folgend» Tage vermißt. (Cinc. Isr.) Z»«o Kchofar» Htnf. ' Laut» Schafarttne hall« Tn den rempeln Juda« wieder, Vumpie San ge« weilen schallen Statt der jubelnd frohen Lieder. Denn die hehre Zeit der Sah« Tritt heran mit herb« Strenge, Malmt Dich, „Sieh' in stiller Muhe, Mensch. Dir nun in'« Herz, in'« enge, — Da« so weit doch stet« sich dehnt» veine wünsche,u «msasfe», Und in ieinee Thorhei» mühnn, Alle« müsse man ihm lassen. Lah die Mahnung seiner teufe Nicht vergeblich Dir Michailen, S eifte prüfend jede Stuf« Nieder in de» Herzen« Hallen. Neih'st Du dort mit kühne, Hände» Iva« da immer Düse« keimet Tu« dem Krunde, »on den wände», Hast Du »ich « zu thun versiiumet — Dann gehst ruhig Du dem „Tage Der Versöhnung" bald entgeoen, Siat de« eig'nen Herzen» Klag« Spricht Dein Mund dir: Solle« Segen l Wien, im September. Le» iktzienthrtt, otuä. jnr. tHierz« eine Beilage.

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