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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 38. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 38.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Hst, täpxt Mch bcn £icfandm tat Sieg ju «ntrAße», ist ooch <5cmtti Alatri wieta gewählt worden. El ist selbstverständlich, »ich a dn Kandidat der Liberalen gewesen ist. luffofftaber SBdft berichtet jedoch „Fanfulla" vor der Wahl, daß in einer r» Palast« Strozzi gehaltenrn Versammlung zur Bildung der Ihr M« Gesellschaft der katholischen Interessen aufzustellenden i stahllisten, «ine lebhafte DiScusfior für di« Wiederwahl dck «Stadaroche» Alatri, eine« praktisch« und gelehrten Man»«-, eber Israeliten, stattgefuntai Hab«, daß letzterer Umstand poar de» eifrigsten Katholiken anstößig sei, daß aber Andere dt« llnfstellung Alatri'», um so mehr befürwortet hätten, um der lüfte Arten versöhnlichen Anstrich zu gcken. So werde denn < Signor Alatri, der gewiß keine katholischen Tendenzen habe, sch unter den Candidaten der Gesellschaft der katholisch«« ^ftttereffen befinden." In der „Liberia" «rschim hierauf sEgende» Schreiben Alatri»: ,Ln der Nummer ». s. «. findtt sich «ein Namen unter den Candidaten Mt klerikalen Partri für die städtischen Wahlen. Solche Muchmaßung «uSznschließen »trat wohl allein schon mein Glaubeudbekmntalß, e» genügten dazu die langen Leiden, welch« i» Rom aus den Israeliten z Aastet haben, deren Sache ich mein ganze» Leben hindurch jeführt habe u. s w." * dm maunigfach«» Anreden, welche der Pap st letzten» jehal«« hat, und von taten eine bekanntlich mit der biblisches l-chchichte i» Eollifton getteten ist, ist auch eine ganz unpolitische ihrät an seine chemaligen Polizeidiener. Zn derselbe» komnt felgender Satz vor: „Der »eist Scüom»» spricht von einer heiligen Zungftau und Reuverlobte», welche in der Nacht len Gegrustand ihrer Liebe sucht. Sie streift allein durch »ie Stutzt, al» sie von den Wächtern gefunden wird, welche f* fMgcn, wen sie jetzt such«, und sie cmtwortet ihootz! wer f» in so später Stund« such«. So sicher waren jene Zetter, taß eia« junge Dame allein die Stadt Rächt» durchstreiser ke»ntr. Die Schrift, welche oft so kleiire und unbedeutende limstände berichtet, wie von dem Hunde de» Tobia» u. s. w, s^t nicht, daß e» in jener Zett Spitzbube» gegeben habe. «)arau» könnt Ihr schließen, welche Ordnung in jener Statt x«herrscht hat. Und doch gab e» i» jenen Zette« viel zu stehlen. <i» war An reiche, König, dem Ane Königin Gold, CdAsteüie r Nd andere Kofckarkeiten gebracht hatte. Auch hat «» gewiß euch damals, wie allezAt Dick« gegeben." Folgt eine Mahnung «» die Herrn Zuhörer, die Nachfolger der wachsamen Polizisten Icking Salamonis zu sein. Schade, daß der Papst in diese,» z mosch- und geistreichen Derasch über HohAick 5, 7 die ssmtsttzung de» Berst», worin die „Dawe" klagt: sie (die Wächter) habe» mich geschlagen, verwundet, -»«geplündert" übersehen hat. l-h ehemalige päpstliche PolizA hat da» augntschAnlich besser jwunht und nachgecchmt.. Vermischte und neueste Nachrichten. Ve»rr». Nachdem der sogeuonnt« neue ifraAittsch« Fried« Hotz »vr dem Schönhauser Thove nur roch auf kurz« ZAt cMrAche» wird, ist An Terrain zu Anem künftige« Begrübttßptutzr tmläugst erworben worbe». (Der alte Friedhof, di» < Grabstätte der altberliner Gemetuda liegt 1« de» Stadt «tz Ist schon stit vielen Jahre» geschloffen). Htzreoüt». Herr^-Vr. Neustadt hat auch von de» ««ntster Lu» rin oorrkmAW»« Schn»e» für tzft Uck«st»t«g ssock Pt^inon!» tthtillm \ Zftmziß, 8. Sepl. VA de» Säcnlorststr ttt I wird außer der evangelischen GAstlichkAt und de« . „ Eleru» auch de» jüdisch« Rabbinat vertreten sei«. Auf forderung de» Centraleomttö » find demselben von der grsauachett israelttischen GAstlichkAt drA Rabbiner, und zwar die Herr« Wallerstein (Danzig), Caro (Dtrschau) und Jacobson (Viarstl»» '\ werder) präsentirt worden, die nun auch Einladungen zur ThAluahme an den fAerlichen AAen erhalten haben. (D. Z.) (Ein Fortschritt! BiellAcht erst den Mahnungen der Presse J zu verdanken.) Aoowracka». Die „Danz. ZAt." berichtet au« Schneide» mühl, wa» wir in Nr. 36. über die endlich bewillig» Remunerirung de» jüd. Religionsunterricht» am Gynmastnm «rzähtt haben, und fügt hinzu: den Bürgern von Jnownie» law war ck mit dem jüdischen Religion-unterricht an ihre« > ursprünglich städtischen, dann aber ebenfalls königlich gewoe» taten Gymnasium ungefähr so ergangen, wie de» Sch decke» mühlern. Auch ihre Beschwerde ist vor Kurzem, wie «kr mitgethAlt wird, durch den gegenwärtigen Unterricht-minister in derselben befriedigenden Weise erlckigt worden. Aoktz«. Frau Blüma Eschwege von hier hat noch nach» träglich am 18. vor. Mt«, in gerechter Würdigung ihn» tut» ermüdlichen Wirken» im Frauen-Eomitö für Pflege her Kriegt»' verwundetrn die SanttätS-Decoratton vom Kaiser erhalten. Piche». Herr Rabbiner vr. Levi erhielt bei der am Namenstage des Großherzog» von Hessen, am 28. August, stattgehabteu OrdrnSverlAhung, da» Ritterkreuz de» Ludwigs» orden» 2. Klaffe. Mürtemllerg. Am 26. Aug. feierte in Eßlingen Leopold Lickmann, fett 80 Jahren Lehrer und Waise»vater m äop Wilhelm-Pflege (und Lehrer der ReltgionSficher für di« ist, Semiuaristen dort), sAn 80jährige» Dienstjudiläu». Mio». Der Kaiser hat auf di« Bitte de» Präsr-da» neuen ist. Blinden »Institutes, vr. L. A. Frankl, gestattet, daft au» dem Menstlien»Dorrath« der Hof» und StaatSdruckrrA dem Institute Ane vollständige Druckerei-Einrichtung ol» Geschenk verabfolgt werde, da nach den neuesten Bestrckuage» der Blinden-Pädagogik auch Blind« zu Schriftsetzern und Buchdruckern herangckildet und erwerbsfähig gemacht werde» ' können. Das großartige Institut wird Ende Oktober AngewAht werden. Mte». SAne Majestät der deutsche Kaffer hat de» früheren preußischen Bicr-Eonsul, Ritter von Goldschmidt, de» königlichen Kronenorden 4. Klaffe verliehen. ^emlerg. Der hies. „Israel." enthält sKlagm über die Seelenjägerei. welche in dem von Rönnen beaufsichtigte». weiblichen Strafhaus« von diesen geübt wirb. BA der groß« Zahl der Juden in Galizien befinden sich in der >nst»kr frAlich mitunter Jüdinnen. Morsch«». Ein von hier gebürtiger jüdffcher junger Mann, «elcher sich zu der Zeit, al» der deutsch-französtche KArg ««»brach, Studttn halber in Berlin aufhielt, ließ sich, von der allgemeinen Begeisterung hingerisiea, in An deutsches Regiment AnrAhen und machte die blutigstm Schlachten gegen die Franzosen mit. Rach Frteden»schluß hierher zÜrmhekrhrt, und ruhig, ohne etwa» Argck zu ahnen, seine« Beruft olQqptl, wurde er Aue» Tage» von der Polizeibehörde flsttrt und sch seiner vestrafvng wegen > »erlaubter THAlncho» an Aoe» Kriege «Agege«. Gchrschetttltch i» KalgrhsWm»^ erhielt er »tzrr sehe Frrchest acksa» .j '1 ' V

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