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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 32. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 32.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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/SthuMli vteMknnoth' |kr jm eröst»«»r feiNUNgi. . 3» . tiefem nicht ciitmtl wlsteußhastlichea. geschweige Gelehrten vlütte Wäre da« nicht am Platze, dafür bieten wir dem Lebe» Ent» «awwene«, wirklich« Füll«, reale Anfrage«, Ob wichtig? Eigentlich Unwichtige» gibt es aber auf diesem Gebiete nicht, ist denn die Krage über einen vielleicht trefa gewordene» hölzernen Löffel materiell wichtig? Daß die Frage» nen sind, in alten Zeiten nicht vorgekommen sind, ja kaum für denkbar gehalten werden mochten, da« wird der Leser selbst erkennen. Und nun »och ein Wort über die Antnwrteu. Sie sind kurz, ohne die geringste gelehrte Motioirung. Ob der Berfaffer letztere nicht geben konnte, ob der Anfrageade von solcher keine« Gebrauch Hütte mache» können, ob ein gelehrter Apparat für de» gegebene» Fall überflüssig, ob die kurze Antwort bündig — da« Alle« stad Schaaloth, auf die wir keine Teschuwah zu geben brauchen. Harren ja viel dringendere Frag« — umsonst — der Antwort. Erste Frage. Hier ist ein iknäbchen geboren, dem bi« jetzt da« vundeszeichen flicht gegeben ist, es wird, nach de» Later« Willen, auch wohl nicht geschehe«. Die Mutter fühlt aber da« Bedürfniß nach dem Tempel z» gehen. Wie «Hut man da Recht? Spricht man den Segen für deren «Schul» gang", oder nimmt man von ihrer Anwesenheit in der Spairgoge keine Rotiz? Antwort. Ich weiß nicht, wa» sie unter dem „Segen" »erstehen. Meinen Sie „Mscheberach" so müßte ja dw Ehemann sich aufrnfe» und den Segen sprechen lasse». De» »üre entweder eine gewaltige Inkonsequenz oder Trotz »nd Spa« (D’WilS). Zn keinem von beide« Füllen kann der Gemeinde zugemnthet werde», dazu die Hand za bieten. Wer -fein '«nd nicht beschneiden läßt, dem ist auch der Mischeberach eine gleichgültige Formalität, Eine Gemeinde darf aber den i« ihrer Synagoge zu sprechenden Segen nicht zu einer leeren Eeremonte herabwürdigen lassen «nd »och weniger muß sie die» thun. Hat im Ivdenthum der Ei»,,eine seine Freiheit, so brenuht avch die Gemeinde auf die ihrige nicht zu verzichten. Steht e» dem Einzelnen zu, sein «nd nadeschnitten zu lassen; gibt e« keinen Zwang, der ihn dazu »öthige, so steht e» auch der Gemeinde frei, ihre Mißbilligung darüber kund zu thun, und e» wäre ei, Gewissenszwang sonder Gleichen, wenn ein Einzelner die (slemeiade oder deren Eultuöbeamten zwingen wollte, sich seinem Sntdünken zu fügen und über sein unluschnittene» «nd eine« Mischeberach zu sprechm refp. sprechen zu lassen. Ist aber bei ihnen vielleicht ei» deutscher Segen für Wöchnerinnen Angeführt, so fragt fich, wie die Frau selbst gesinnt ist. E< ist ja sehr möglich, daß sie die Müah gern Hütte vollziehe« lasten; man kann fie dann nicht für ihren Mann büßen lasten. Ist die» der Fall, so würde ich den Segen für sie, auf ihren Wnnsch, spreche» laste«, sonst aber, wie Sie e» »»»drücke», Mt» ihrer Anwesenheit keine Rotiz nehmen. De« «ade» würde ich keine Erwähnung thun. Dastelbe ist zwar gewiß an dem Sachverhalt unschuldig, aber e» steht unter natürlicher Vormundschaft seine« Vater». So wie dieser ihm für da» Unterlasten der Milah verantwort llch ist, und ihm den späteren Vollzug derselbe» uuenblich erschwert, so mag er auch die wett geringere Verantwortlichkeit dafür trage», daß über sein «nd kein Segen gesprochen wurde. Hat er doch auch vorßindert, daß der weit seiwAcher i S-gen »)^ntcht gesprochen . fVtR« innen« Man gönnkgewiß iw Herzen jede«Re^eborenea alleii Gnte; »der darum füllt t» Niemand ein, über ein einer andere» Re» ligioasgefellschaft — oder bei den Christen, eine» »»deren Kirchspiel in derselben Stadt — augehinge« Kind einen Segen zu sprechen. <«chlu» Berichte und Korrespondenzen. Ve»1sttz1»«ch. Verkin. Religiöser FanatiSoiuS hätte, wie die „St»b. Z." miltheilt, in unser» Mauern beinahe ein gräßliche» verbrechen ausgeführt, wäre dastelbe nicht bei zeiten aufgedeckl worden. Sümmtliche acht Mitglieder einer in der Spandauerstraße wohnenden jüdischen Familie erkrankten vergangenen Sonntag «ach der MittagSmahlzeit unter eigenthtmlichen gleichartigen Symptome«. Die herbeigerufenen Aerzte erkannten Vergiftung, und e» wurde dehuf» größerer Gewißßnt Hr. Professor Sonnenschein geruftn, der die Reste de» Esten» als mit Phosphor »ersetzt befand. Da» Dienstmädchen wurde in« verhör genommen und gestand, daß e» eine Partie Streichhölzer ihre» PhoSphor» enckleidet und denselben de», Esten beigemischt habe, weil e» die Juden hasse und vernichte» sehen möchte. "Einen ebenso mißlungenen versuch ivill e» bereits früher in einer andern jüdischen Familie gemacht haben. Die Verhaftung ist erfolgt. Kauuovrr, 1. August. (Or.-Eorr.) Soeben »erläßt un» Sir MoseS Montefiore nach zweitägigem Aufeuthait. Ec und sein Begleiter Dr. Loewe find von den Erfolgen der Rase sehr befriedigt. Beim Kaiser von Rußland, dem er i« Namen de» Board of Deputie» zum 200jährige» Geburtstag«! Peter de« Großen Glückwünsche überbracht hatte, ward ihm ein glänzender Empfang zn Theil, und die Zusicherung d«r Veresterung der Lage der Juden in Rußland und Rumänien. Drohe» und Pochen jedoch, «einte auch er, könnten diesen Intentionen nur schaden. 3 Krefeld, 25. Juli. (Or.-Eorr.) Der von unser« Oderrabbiner projectirte „Verein zur Förderung und UeLeraachnng de« jüd. Schulwesen« im Ereselder Rabbinet«-Sprenget" hat stch bereit« ronstituir», sein Statut liegt gedruckt vor uu». Man braucht blo» die U. 1 und 14 zu lesen, um di« ganze Bedeutung «nd Wohlthal dcffelben.zu erkennen, g. l kantet: „Zweck de« Verein» ist, durch moralische «nd materielle Unterstützung da» jüd. Schulwesen» im Srefelder Rabbiuats-Sprengel zu pflegen» zu hebe» und zu fördern;" und tz. 14: „Unterstützungen können erhalten: a. Gemeinden für alle Schulzwecke, (für Anstellung und Gehaltserhöhung ein«» Lehrer» und für Anschaffung von Büchern und sonstiger Schulrequi« fiten.) d. Einzelner Elter» oder Vormünder für die »eitere Ausbildung Ihrer «»der und namentlich für Hera»'Bildung zu Elementarschullehrer»". Und in Bezug auf die K^tadaua eine« solchen, die Zntereffea der Lehrer edensoschr ivte die der Gemeinde« i« Auge habende» Verein» konnten Lehrer, jüdische Lehrer, fich soweit vergesirn, und von „hierarchstchen Gelüst«" reden! (vrrgl. die Eorresp. au» Eleve in vor. Rr. Red.) Und der Protektor und Ehreuprästdeut jener Lehrer« confereuz nimmt einen solchen Schmähartikel auf! (Siehe die „«. Z. d Z." Rr. 28 „Varn «Heines. >Sie lautet dem, dir ^eigeschmthete „Uaterwachuags« Paragraph," der jene an» H.

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