Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 32.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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einzelne» Juden »nd den Universalismus M Jul doch kein« MeimuMverschitdenheit existier — dafürhalinl, bäst zwar, stz lasiM niH ßkr grrs« mB ho^« verdiente liremWx wirkt »nd sHufft, PMis als Vörvrt vevbleib«; das: abes^as Oaristk EenchblcoMtFaeO brdoDlfilfihtigten Vertretern sämmtlicher, dieser neuen ÄCreinigunz beitrelenden Völker zustmmenzusttzett wäre. Die bishKige BenvalmngstffnMTM t Mrti MH M fo grbßettm Recht alt eiüt» Schrin- EoustituttonalismuS bezeichnen, als selbst die sogenannten alljährlichen 'Nenrral-versammlungen eigentlich immer nur Pariser Localversainotlungen gewesen sind. C. BL Anmerk, der Red. Obgleich wir in unserem eigenen Namen, nie durch die Feder mehrerer HH. Mitarbeiter bisher stet« die I»em hicr Angeregten entgegengesetzte Praxis befükwortet haben und für Fortbestehen des bisherigen Verhältnisses angetrsten sind, so kann un« dies doch nicht hindern, butty Veröffentlichung vorstehenden Artikels eine andere Anschauung zu Worte kommen zu lassen und die Debatte über die wichtige Krage neu zu eröffnen. Wir laoe» hierzu ousdrück ich ein und halten eben darum unsere persönlichen Bemerkungen für'« erste zurück. Rur um eins bitten wir alle, die in der. Spalten der „Wochenschrift" oder anderswo dsn Gegenstand erörtern wollen: sie mögen die allgemeinen Betrachtungru, die so zu sagen politischen, nationalen oder <A> «opolitischen resp. jüdisch-universalistischen Gesichtspunkte lei Seite laffin und sich rein an das LhatsLchliche in Hinsicht auf Ziel« und Resultat« halten. vorstehender Aussatz thut dies. Darum wollen wir auch gleich einiges Dhatsächlich« zu dem seilen berichtigen. Der Board of Delegates in Amerika, ganz so wie ter Board ok voputieo in England, hat mit der Alliance Univ. gar kein« Berührungspunkte, beide sind dieser ebensowenig affiliirt, loie coordinirt. Sie bestehen au» legoien Vertreter« eonstituirtw Gemeinden, (kiB. in Amerika bisher, absolut wie verhtktniß mäßig, nur erst sehr weniger, längst nicht so vieler, wie sich dem deutschen Gemeindebuud« bereits angrschloffea Hasen,) ihr Zweck ist di« Ordnung eigener innerer Angelegenheiten; n*r gelegentlich haben Umstünde, Ereignisse 1» der Iudenheit des Auslandes, die venmlastung geboten, durch welche de, Board vorübergehend eine rhätigkeit für und nach Außen h«t eintreten lasten. Ferner bestehen diese Boards, wie unser Gemeindebund, aus Gemeinden; die Alliance zthlt nnr Zndi nduen zu Mitgliedern, die sich freilich local gruppirt and Eom tö» gewühlt haben, die» zunächst nur, weil es Thor» heit wäre, jeden Einzelbeitrag direct nach Paris zu senden. Die Anglo-Jewish-Astociation wieder«» ist ausdrücklich zu dem Zwecke gestiftet, um der All. Isr. Univ. in England den Boden zu ebenen, de» „steifen Insulanern," die sich nicht leicht eine« „korviguor" oder einer fremden Gesellschaft anschlichen, di« Sach« durch Zwischen treten inländischer Rolabkkitüten bequemer, gleichsam «ehr mundgerecht zu machen. Senn nöthig, werden «vir di« Stiftungsurkund« der Angl. Jen». Affoe. wörttich übersetzt mittheile». Maserne Ätchrnze» ans ^»twarten. Ei! ist eine jetzt schon ziemlich alt«, »st in trübem Ernst, oft in scherzhafter Wendung ausgesprochener Klage, daß di« heMigei, Rabbiner nur noch selten und immer seltener mit Frage», Schaaloth, und darauf zu ertheileuden Antworte», Teschunoth, belästigt »«de». Niemand glaubt,. Mch dies ein, Zeichen der am» Prmchet« verheißenen Ztzkuwst sei, der Zeit, und «ein. selbst keWe» und wisten"»i<h" «O zulässig, «-W vObß«u, >vs «Hf «ngchetzkich; M ist auch nicht »OhG die Grüßde fük die SAtentztit Der Aüfragen auseia» aAechusrtzeÜ: Kit Wollest sticht di« QMntitüt betrachten, sonderil die Qualität. Man hat bekanntlich die Frage« und ANtwörten oft niedergeschriebe« und veröffentlicht, und diese s. g. Responsen oder Rrchtsgutachten bilden einen nach Inhalt und Umfang äußerst bedeutenden'Theil der jüdische« Ltteratnr. Jene« geschah über nur dann, wknn Reut» vörkäg und geböte« »«»den konnte. Das Lesen bot immer wieder neue Einzrlsälle, die sich nicht vollstünbkg unter dit hereil« vorhandenen, bekannten und entschiedenen bringen ließen, der Ent-- wickelungsgang der Wissenschaft und der Forschung, der Gewerbe nnd des Verkehrs» der Lebensweise, der Sitte» und Unsitten, der Gesetzestreue oder der Gesetzesübertretung, alles diese« bot (»nd bietet noch!) Erscheinungen, welche zu selbstständiger Prüfung auffordern, um die vorhandenen Rechtsnormen und Gesetzenlscheidungen auf sie anzuwendeu. Ist der Strom der Gutachtenertbeilung und der Responsenveröffentlichung sett Jahrzehnten versiegt, ist fett mehr als einem Menschenalter sognt wie nicht mehr erschiene«, was die Literatur um «ehr als bedrucktes Papier bereicherte, so liegt das keineswegs an der Seltenheit der Anfragen. Da» Alte ist'erschöpft, die Antworten find gegeben und vorhanden; de» sogenannten Reuen aber sieht man recht deutlich an, daß die Frage« um der Antworten willen, nach Art einer Aufgabe für Schüler,» gemacht find. Man hat ein« „schöne"— gleichviel ob mög lich« oder unmögliche, sicher jedoch fakttsch nicht vorgelegtr — Frage aufgeworfen, um eine „schöne" Antwort darüber schreiben zu können. Sollt« letztere keine» wirklich aufgetauchten Zweifel lösen, so sollte sie den Scharfsinn, die vetesenhwr, . vor alle« dir Combinationsknast des-Autors ^igen; das Resultat ist: ein umgekehrtes Verhültniß, einmal zwischen Frage und Antwort, jene für diese vorhanden; zweitens zwischen Quantität und Qualität, je »»fangreicher, desto »erthlostr. Enthält doch wirklich gar manche Antwort der „Alten", der Gaonim, nicht «ehr Worte, als manche der Neuesten und. Jüngsten Quartseiten oder Foliospalten. Gibt es denn nichts Reue« mehr unter der Sonne k Es gibt schon genug, mehr als genug. Wir haben bereits angcheutet, daß der Strom der Entwickelung, der wahrlich kein Stillestehen kennt, immer Reue» zeugt. 'Nicht bloß Neues, d. h. nicht ganz so schon Dagewesene», sondern Unerhörtes, Dinge, „von denen die Vorfahren nichts geahnt haben." Ist der Boden der Lhatsachen und der Verhältnisse» sind die ausgejtreuten Saaten vielfach ganz anders geworden, so mästen ja auch wohl ganz neu«, bisher unbekannte Früchte wachst«. ' Es giebt moderne Anfragen, und es könnte eine schon ganz ansehnlich« Literatur darüber vorhanden sein, wenn nnr die Antworten ebensogut vorhanden wären, wie di« Fragens Es liegt nicht an der Seltenhett der letzteren, «an hört sie nur nicht, man steht nicht, will nicht sch««, und grübelt, wen» man einmal fragen oder geantwortet haben will, lieber mühe» und kunstvoll neue Fälle aus, statt „ins voll« Leben htnekn» zugreifen, es zu packen und Intereffante» zu finden". Roch einmal, das Hebel liegt nicht daran, daß so wenig gefragt wird, sonder» daß viel mehr Fragen vorliegen, als man zu . beantworten weiß. Lust »der Much hat. Einig« Beispiel--. Aber da» ficht ja beinah« au»,, j alü ob wir Miene «achte», eine «cm Ihn oder Amst' >