Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 32. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 32.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/5369809-5935003-5935630--1304-5370918
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

für die religiösen und soeinWAntereffe» des J«dest-»«s. P«> m»«tlh»iich 30 tWlir|nH« v B»» z^gpesUD» dtatz»,» ikn Imi asm Rabbiner Dr. Mc 8*tt»at« «cttiMs Lentschlond »nd . — tBnUktt ««3 ftwfturtmwi ■mmUA*« m| null |NA(IA*Mf §■■1 Noo-y-k. — BmUMms Sit C*k fct MM)I * * Venischland mb.die JUBnet 2«r. Ant». Sie haben in Ihrem geschätzten vlatte wiedmholt die Krag« einer Erörterung unterzogen, ob e» für bie beuchst» Zudenheit oupfehlenswerther sei, sich ber Alliance I«r«äliN Universell« immer äiger anzuschlleßm und ihr verhältuiß z» dieser autdehnnngAreichen Vereinigung immer mehr zu «onso» lldtr« — oder im Gegentsteil eine selbstständiger» Steilung anzustreb« und da» bisherig« Ab hängig k^ts-verhältniß derarg «mzugestaltm, daß «nr noch vo» einer coopertread«, . rhätigkeit z» red«, wäre. Da nun in einer ch, Entschluß gefaßt hat, dehnst eingehender Durchherathung . dieser, die Interessen der gesammt« deutsch« Iudenheft un» mittellar berührend«« Alternative, Delegirt« der deutsch« Looal- Vereine «ater Hinzuziehung anderer Notabel« in den nächst« Monat« nach Berlin zusainmeazuberuf«, so dürft« es äuge» zeigt sei», schon jetzt dm Stand der so wichtig« Angelegenheit in wenigm Wort« klarzulegeu. Schon her Name Alliance Zsraälit „Universelle spricht mit unzweideutiger Entschiedenheit au«, daß der hervorstechendste Eharakterzug, der eigentliche Lebensnerv der Alliance und die unverrückbare Grundlage aller ihrer Bestrebung« der Uni« ,ersali«mu« sein muß. Dieser großartig« Fnndamentalgchanke der Alliance bildet ihr eigentliche« Berdimst; mit biesem Gedanken steht und fällt ihre Existenz-Berechtigung; und machtvoll und bedeut»ng«reich ist die Alliance nur, so lang« sie in, Wahrheft eine thatkräftige Vertretung der Uni- ««sal-Intereffm de« Iudenthum« bildet, so lange fl« ein« ledmsfähige Verkörperung jene« schöpferisch« Grundgedanken« ist, so lange sie in der Lage ist, hieKueressm jede« einzeln« Zwei ge« derIudenheit zu den Interest« H» gesammt« mächtig« Stamme« zu erweitern. Zn diesem Hin»« nannte der Vorsitzende de« Deutsch- Israelitisch« Gemeindebund«« noch im März 1871 dt« Alliance ,cha« einzige Band her gesammt« Zudenheit auf dem Erdenrund«, da» zu locke« uns nicht zieme". Leider aber stellt sich die« Zdealgrmälde einer groß« tVstÜer-Bereinigung als ein Truggebild« heran«, wem» mir et mit dm utirklich« Berhältniffm zusamnunhalt«, dir sich seü 1871 herau»g«btld«t haben. Wir bemerk« dann, «ft Lesthttgdaß sich der «tartfugale Zug unsrer gauz« Zeitepoche bn 1 nr outun* ßg Itjjm hmch ili bi& DO^MDRÜBb. JMiBrtBifViiitiB to Nt n «««- H^-AnchMMken« wm «arl stkick» ift 1872. ta ■IBBiBBjSiiiSMP"»"" raeltt« Untoeeselle — »od»r>«»«se»>en und >n»»»rt«n. Cnfckd. vel». Seesea. Oeftrrretch: Maat. Hoeir. N »blond. Ltshlhause». vir», vir«. Prst. Leiest. Nom. Floeay. lg»^n», *• VfVhNR« * WByfVfllR* “• VflHtn^RNfVll« hier geltend gemacht hat und daß tu Folge des« der alismu« der Alliance, (sowett er überhaupt von Anfang Vorhand« grwesm ist) bereit« überall gelockert und durch» m ist. Amerika zunächst hat sich niemals der Alliance lost«, sondern in seiner Loarä okvologato» ot^iiorican to« ein« Vertretung von amerikanischen Juden ges chaffen, fich besonder« in der rumänisch« Angelegenheit «!’i hernagend thatberett und opferwillig herausgesteüt hat. — land» Israeliten Hab« flH zu der Anglo-Invish-Affo« vgzMgt» die der Allianc» höchsten» eoardintrs ist. im aber ta so«T ihr« UrkN« mft uneingeschränkter Selbstständigkeit zu Werk» geht. — Oesterreich hat stch «bmfall« von der Alliance getrmnt und ist im Begriff, sich selbstständig zu constituirm. — Eine ähnlich« Bewegung scheint ta Italien Vorhand« zu sein, und somtt ist Deutschland da» einzige Land, da« noch in dem früher« subordtntzMu verhältntß zur Alliance steht. Daß durch die« einzelne Beispiel Deutschland« di« an all« Seit« durchlöchert, Leatral- Orgauisatto» der Alliance in ausreichendem Grad« zusammengehalten «erd« könnte, ist eine Illusion, der fich wohl Niemand htngebm wird, und somft verliert di« snbordtntrte Stellung DeustchlandS zur Alliance vollständig ihr« urft>rü»gliche Begründung durch dt« geg«r»ärtig geschaffmm vrhältnifl«, ja, noch mehr, die deustch« Znd« würdm gegin d« Strom schwimm« und «ine nicht zu vertheidigende S«d«r» stelluug etnnehm«, w«n fl« allein und r.tt Hartuhlkigkeit an dem von all« Uebrig« über Lord geworfen« eentraliftisch« Princip festhaltm wollt«. Nur dann werdm fl« fich mft der Zeitstrimung in EinNang befind«, wenn st« ebenfalls dem föderalistisch« Princip fich anschließen, dein stch di» übrig« Cultnrvölker in dieser Frage zug«eigt Hab«. Au Stelle der früher angeblich angestrebtm centralistischeo Vereinigung muß ein« föderalistisch« treten —die« ist wfferer Ansicht nach da« Einzige, was gegmwärtig zu erstreb«: und zu erreich« wäre und wodurch allein noch die Universalität gerettet werden könntet Vner international« Berachung »vird es unterlieg« müsse», in welcher Weise diese föderalistische Vereinigung «rsaffungsmißig zu organistrm wäre. Um mft einem cmuret« Vorschuß zu schließ«, v^tzhm — dg üb« die Rationalüit der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.